Bitte um Erfahrungen - Lisdexamfetamin & Bupropion

Hallo zusammen,

ich bin eine Frau, 26 Jahre alt und benötige von euch lieben Mit-ADHSlern Erfahrungsberichte, was die kombinierte Einnahme von Lisdex und einem Antidepressivum angeht. Ich denke hierzu benötigt ihr meine Vorgeschichte.

Zuallererdt bin vor ca 1 1/2 - 2 Monaten mit Absprache meiner Neurologin von Medikinet adult auf Lisdexamfetamin dimesilat umgestiegen, da ich Medikinet nicht vertragen habe (immer extreme Downer nach Abflachen des Medis).

Ich vertrage Lisdex auf jeden Fall um einiges besser als Medikinet. Das Abflachen des Medikament fühlt sich um einiges sanfter an und der Downer ist leicht verträglicher/aushaltbarer für mich.

Dennoch bin ich noch unglücklich mit dem Medikament. Ich bin mittlerweile bei einer Dosis von 40mg täglich (zuvor mit 30mg gestartet, dann Anstieg auf 40mg und auch für kurz 50mg. 50mg war gar nicht schön). Ich habe mir von Lisdex erhofft, dass einmal die Downer Nachmittags minimiert und die Dauer d Medis verlängert wird.

Anscheinend verstoffwechsel ich Lisdex so extrem schnell, dass es nur ca 6-7 h anhält und das ist mir definitiv zu wenig. Ich muss hinzufügen, dass ich nicht nur „typische“ ADHS Symptome, sondern auch mit extremen depressiven Episoden zu kämpfen habe. Eigentlich täglich.

Jedenfalls habe ich das so und etwas ausführlicher meiner Neurologin berichtet und sie hat mir, aufgrund meiner genannten „Depression“ (ich suche gerade auch nach einer neuen Therapeutin) empfohlen, ob wir es in einer Woche nicht mal mit der parallelen Einnahme von Lisdex und dem Antidepressiva Bupropion versuchen wollen.

Nun habe ich mit Antidepressiva allgemein und daher auch m Bupropion keinerlei Erfahrungen.

Daher meine Frage und Bitte, ob ein paar liebe Menschen, welche bereits Erfahrungen mit dieser Kombi (und auch anderen Antidepressiva) gemacht haben, mir diese bitte schildern können?

Ich wäre euch unendlich dankbar!!

Also z.B wie diese Medis in Wechselwirkung stehen können, Facts zu Antidepressiva und besonders Bupropion im Allgmeinen, mögliche Nebenwirkungen? (Ich habe gehört, dass man mit Antidepr. sehr viel schwitzt?) und .Co

PS: Hat vllt auch jemand Erfahrungen wie Antidepressiva auf das Hungergefühl wirken? Ich habe tatsächlich zusätzlich eine Essstörung (binge eating) und Lisdex hat mich vor Schlimmes bewart. Ich mache mir Sorgen, dass ein Antidepressiva da anders wirkt..

Danke schonmal im voraus und wenn ihr von mir noch mehr Infos braucht, dann fragt gerne. :slight_smile:

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gib das doch in die Suche ein sollten genug Ergebnisse ausgespukt werden, aber um zu verlängern wäre wahrscheinlich ggf. suf 60 aufdosieren und schauen ob das auch unangenehm ist wahrscheinlich sinnvoller.

Lisdexamfetamin und die Wirkdauer hängt schon mit der Wirkstoffkonzentration zusammen und braucht zur Beurteilung mindestens 1 Woche wegen dem Steady-state von 5 Tagen weshalb sich in dieser Zeit auch die gefühlte Wirkung verändern kann.

Lisdexamfetamin brauch mehr ruhe und Geduld für die volle Wirkentfaltung des Steady-state da Elvanse vereinfacht 1 1/4 Tage braucht um raus zu sein bajt sich dad mit Steady-state in 5 Tagen auf das dann erst so viel genommen wie zugeführt wird vereinfacht gesagt

Elvanse mag auch gerne mal wenns so halbwegs pasdt ne Woche mehr ob es sich ggf. besser einpendeln wenn man nahe der richtigen Dosis kommt

Also die Kombi kann man ausprobieren, und Bupropion is da recht verträglich, v.a kann man es auch unproblematisch wieder absetzen im Gegensatz zu vielen anderen Antidepressiva

Die Frage ist was du dir erhoffst von der Wirkung?

Is das dein Hauptthema im Moment die kurze Wirkdauer? 6-7h Wirkdauer bei Elvanse gibt es häufiger. Du solltest dann 50mg testen, das war unangenehm.

Wie lange hattest du 50mg ausprobiert und was genau war unangenehm?

Ich komme ebenfalls nicht höher als 40mg und brauche nach 6h einen Booster. Derzeit nehme ich 5mg nicht retadiertes methyphenidat und komme dann auf meine Tagesabdeckung.

Manche nehmen noch Attentin oder eine kleine Dosis Elvanse.

Das sollte aber erst erfolgen wenn wirklich klar ist wo die höchste Dosis liegt bei Elvanse und wie lange diese wirkt.

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Hey Hypo!

Spannend mit der Kombi 5mg Methylphenidat. Ich hatte auch die Idee, dass das iwie gut funktionieren könnte, weil es bei mir auch nach ca. 6std nachlässt.

Wie lange hält es dann bei Dir?

Hat dir das dein Arzt/Ärtzin empfohlen oder hast du das angeregt?

Hab iwie Angst vor der Reaktion meines Doc’s, wenn ich das so in den Raum werfe :person_shrugging:

Ganz liebe Grüße!

Nicht retadiertes MPH wirkt bei mir ca. 2,5-3h.

Bei mir war das ein langer Weg, und hatte mich immer selbst informiert, v.a hier im Forum, musste aber die Ärzte nicht groß überzeugen.

Da musst du keine Angst haben, du kannst ja auch erst mal offen fragen was man machen kann wenn es so kurz wirkt, und dann evtl deine Idee einbringen. Ist ganz normal :slight_smile:

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Danke Hypo! Ich versuche das mal. Ich kam mit dem unretardierten viel besser zurecht als mit dem retardierten, trotzdem bin ich froh, dass das mit Elvanse jetzt alles noch besser klappt. Außer eben dem Abfall.

Noch eine Frage, hattest du den Eindruck, dass sich eventuelle Ängste verstärkt haben und ggfs. sich auch ein Emokater am Abend eingestellt hat, als Du nur mit Elvanse warst?

Liebe Grüße

Ich merke schon das wirkende. Kann das aber besser in den Alltag integrieren, hätte sonst nämlich ca 6-9h (mitten in der arbeit) nach Elvanse schlechte stimmung und Müdigkeit.

Nach MPH abends dann so ne halbe stunde nen milden Rebound

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Mega, danke für die schnelle Rückmeldung. Wenn sich das bei mir auch so zeigen würde, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

Vielen, lieben Dank! Das hilft mir wirklich sehr!

Alles Liebe für Dich!

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Wieso hast du Angst vor deinem Arzt?

Weil du generell eher Angst hast?
Weil der Arzt eher komisch und abweisend wirkt?
Oder welche anderen Anhaltspunkte veranlassen dich zu der Annahme?

Weil begründete Angst/ Sorge bietet eine anstrengende Aussicht auf eine Tagesabdeckung und kann nicht befriedigend zielführend sein, zumal ja eine Tagesabdeckung auch durch den Arzt ein mitangezieltes Ziel darstellen sollte

Hi Kathy,

Danke für Deine Nachfrage.
Nein, ich habe keine Angst vor meinem Arzt!

Es ist mehr das Gefühl, dass ich es jedesmal komisch finde, wenn ich ihm sage, welches Medikament oder welche Kombination ich gerne versuchen möchte.

Es fühlt sich iwie falsch an. Das liegt aber nicht an ihm, sondern an mir. Er ist da ja immer sehr offen und lässt mir auch viel Freiraum, meine eigene, für mich gute Dosis zu finden.

Und trotzdem ist es wohl eher dieses „was denkt er sich, wenn ich jetzt damit ankomme“ Und das ist eher der Gedanke, der dann eine gewisse Angst/Sorge/Unsicherheit auslöst.

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Dann mache es doch anders, vielleicht etwas mehr fragend und neugierig seine Meinung dazu zu hören und ob es aus seiner Sicht eine für dich gute Möglichkeit sein könnte, du hättest in einer Selbsthilfegruppe/ in Berichten gesehen-gehört, daß Wirkungen durch zusätzliche Stimulanzien gut verlängert werden könnten, was diesen Menschen eine größere Wirkzeitabdeckung ermöglicht hat.

Du hättest ja das Problem das die 7 Std schon sehr wenig sind und nicht mal denen ganzen Arbeitstag erst recht nicht mit An- und Abreise zur Arbeit unter Stimulantzien Unterstützung ermöglicht. Dir ist es sehr wichtig eine Tagesabdeckung zu erreichen die als Mindestmaß schon die Weg zur und von der Arbeit und über die gesamte Arbeitszeit als für dich essenziell auf der Seele brennen würde, aber auch irgendwie auch noch ein gutes Stück den Privatleben mit abdecken könnte wirklich rraumhaft sei, da du eben nach dem Wirkende immer so k.o. und so erschlagen wärst, daß sonst halt weder Haushalt, Erledigungen erc. (du weißt selbst besser was dir alles wichtig ist bitte dann auch dem Doc erklären - er ist Mensch und versteht solche Wünsche) und du deshalb ja bewußt zu Online Selbsthilfegruppen und Präsenzgruppen suchst um dich auszutauschen, dir ein Bild über Möglichkeit aber auch die möglichen Nachteile austauscht um für dich ein runderes Bild zu schaffen.

Und dann auch den Doc direkt zusätzlich fragen: ‚Haben sie nicht irgendwelche Ideen, Vorschläge oder sogar verträgliche und gut wirksame Tagesabdeckungsvorschläge um eben die Tagesabdeckung zu bewirken, weil eben die kurze Wirkdauer schon belastend für dich ist und du ja auf seine Erfahrung und sein Wissen profitieren möchtest, da bisher der Weg mit ihm und den Medikamenten schon gute Ansätze zeit, nur leider keine Tagesabdeckung‘

**Ich hoffe du weißtwas ich dir versuchezu erklären, denn die Tagesabdeckung ist dir wichtig, du verzweifelst dran und gehst ja in den Austausch- und statt Formklingt Onele- und Präsenzselbsthilfegruppen anders und zeigt ja auch einen gewissen Einsatz…

Vielleichtfühltes sichdann nichtso blödan nachgezielten Kombinationenzu frage, eher abklopfen und vielleichtbefürwortet er wasdu gehörthast oder er hat vielleichtrecht gute eigene Vorschläge. Du bist ja hin um Möglichkeitenzur Linderung der Adhs Symptomeaufgezeigtzu bekommen und mit einem Arzt, ihm, gemeinsameinen für dich guten Weg mit Medikamentenzu finden.

Was fürdichpasst mußfür andere nicht passen, aber das ist total ok - es geht um Linderung für dich über für dich gewünscht/ gebrauchteZeit des Tages und dein Arzt weißauch sowas ist nicht mit 2 Versuchengleich geglücktsondern das ggf. mehrfach nachgesteuert werden muß und vielleichtauch nochmalgewechseltwerden müsste, weil vielleichtnicht die erste ausprobierte Kombination für dich angenehm oder ein befriedigendes Ergebnis liefern muß**

Du solltest das, wenn du keine unverschämten Forderungen stellst als einen gemeinsamen Weg sehen mit jemandem der sich auskennt, dem du vertraust, bestenfalls wohl fühlst und bei dem du gelassen und zuversichtlich alles dir wichtige besprechen kannst - auch wenn du durch eine Medikamentenkombinatuon dann plötzlich nicht schlafen kannst oder anderes. Wohlfühlen heißt auch das Gefühl zu haben alles ansprechen zu können und auch gut aufgehoben zu fühlen

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Danke Kathy,

Du hast mir echt weitergeholfen mit Deinen Ansätzen! Dankeschön :folded_hands::face_holding_back_tears::heart:

Hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, drum weiß ich nicht, ob es schon jemand erwähnt hat. Lisdex lässt sich auch in Wellen einnehmen. Zum Beispiel hatte ich in der Zeit, in der ich noch 30 mg genommen hatte, oft morgens gegen 7 nur 20 mg und hab die restlichen 10 mg gegen 12 genommen. Das abflacht und verlängert die Kurve.

Ich möchte aber dazu erwähnen, daß Stimulanzien mitunter „falsche Energie“ liefern. Sprich, wenn du insgesamt erschöpft bist und du die Erschöpfung einfach wegdrückst mit Stimulanzien, kann es passieren, daß du dich unbemerkt ausbrennst. Stichwort Burnout.

Vielleicht ist nach 6 bis 7 Stunden auch gut und Pause angesagt.

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Also da Rätsel ich immer noch dran, viele Betroffenen landen erstmal ohne Behandlung im Burnout. Die Medikation sollte eigentlich nicht aufputschend wirken, sondern mehr gelassen und ruhiger machen, was wiederum mehr Pausen bedeutet und weniger Burnout. Wenn man aber nie gelernt hat Pausen zu machen, vielleicht ändert sich das dann auch unter Medikation erstmal nicht und man sollte es lernen, wobei das Medikament wiederum helfen sollte. :thinking:

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@schlingelprinz Ich denke dem zugrunde liegt hier auch ein verbreiteter Drang nach überkompensation und perfektionismus, vor allem dann wenn man auf einmal Performancesteigerungen erlebt.

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Ich nehme sowohl Bupropion als auch Elvanse.

Bupropion bisher in der höchst Dosis aufgrund von Depressionen. Die ADHS Diagnose kam jetzt erst dazu und ich bin gerade bei 40mg Elvanse und noch in der Einstellungsphase.

Bupropion hatte auch ohne das ich vom ADHS wusste eine gute Wirkung auf ständiges Gedankenkreisen. Allerdings würde ich nicht unterstützen, dass es einfach abzusetzen ist.

Die Tabletten sind nicht teilbar und Ärzte geben schnell die Empfehlung einfach die Hälfte oder gar nichts mehr zu nehmen. Ich hatte starke Absetzsymptome und reduziere gerade langsam indem ich alle 3 Tage 300mg, 1 Tag 150mg usw, bis ich sanft bei 150g dauerhaft ankomme. Allerdings ist das meine Vorgehensweise, mein Arzt lässt mir das freie Hand, aber es ist nicht der Standart. Bupropion gehört nicht zu den klassischen SSRI’s und bildet eine Art neben Kategorie. Ich nehme es, weil es keine Gewichtszunahme verursacht und auch nicht auf die Libido wirkt.

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Ich nehme seit zwei Jahren Bupropion 150 mg und bin derzeit mit Elvanse am Einstellen aufgrund von ADHS von 30 auf 40 und jetzt 50 mg, was wahrscheinlich meine Enddosis sein wird. Verträglichkeit mit Bupropion ist bei mir sehr gut. Ich habe keine besonderen Nebenwirkungen durch die Kombi.

Wo ich persönlich aufpassen muss, ist mit dem regelmäßigen Essen. Denn sowohl Bupropion als auch Elvanse wirken beide appetithemmend. Da kann es schon öfter mal vorkommen, dass man nur gefrühstückt hat oder nur eine Kleinigkeit abends isst, wodurch natürlich Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen und Ähnliches verstärkt auftreten können, die aber eher durch unregelmäßige Nahrungsaufnahme zu rechtfertigen sind.

Dass Bupropion nicht auf die Libido schlägt, kann ich nicht teilen. Sowohl Elvanse als auch Bupropion haben negative Auswirkungen bei mir auf die Libido. Generell kann ich aber sagen, dass zumindest bei mir keine Negativbeeinflussung von Bupropion und Elvanse stattgefunden hat und auch keine bis minimale Nebenwirkungen überhaupt vorhanden sind (im Vergleich zu anderen oder dem Beipackzettel).

Schwitzen bei der Einnahme von Bupropion: man schwitzt schon vermehrt, aber eher im Gesicht. Außerdem sehr trockener Mund, was auch durch Elvanse nochmal verstärkt wird. Zumindest bei mir verzögert es sich auch das Einschlafen durch Elvanse.

Alles im allem überwiegen aber die Vorteile für mich aus der Kombi.

Hallo Stelli,
was an der Kombination vielleicht noch interessant für dich wäre: Bupropion hemmt genau das Enzym, das hauptsächlich für den Abbau von Lisdexamfetamin zuständig ist. D.h., die Wirkdauer von Elvanse kann sich dadurch verlängern.
Ich selber habe Bupropion ca. 5 Monate lang genommen, allerdings Mono, und es hatte zumindest vorübergehend gute Effekte auf manche ADHS-Symptome. Nebenwirkungen hatte ich bis auf 2 kg weniger Gewicht und Schlafstörungen (hatte ich aber auch vorher schon ziemlich) eigentlich nicht. Absetzen ging vonn 300 über einige Tage 150 mg eigentlich ganz gut, abgesehen von einem emotionalen Loch von max. 2 Tagen Dauer, ca 1 Woche nach Absetzen. Das war unangenehm, aber nicht weiter dramatisch.
Lg, Nicky