ich habe schon vom Body Doubling gehört, auch verbreitet im englischsprachrigen Raum.
Aber ich habe festgestellt, es ist absolut gar nichts für mich.
In Sachen Haushalt bin ich am Aktivsten wenn ich komplett alleine bin. Das heißt wenn mein Freund arbeiten ist, denn stelle ich die Wohnung aufm Kopf. Putze, Räume auf, würde sogar die ganze Wohnung renovieren.
Sobald er da ist, mache ich nichts ausser im Bett oder Sofa liegen und Gammeln, dann muss ich mich auch super zwingen irgendwas zu machen. Ich weiß nicht ob seine Faulheit mich denn damit ansteckt.
Obwohl eine Body Doubling Methode ja ist, einfach nur Anwesend zu sein.
Aber wenn ich alleine bin, kann niemand mich bevormunden oder ähnliches. Und dann stört es auch nicht wenn ich beim Schlafzimmer aufräumen nebenbei noch das Badezimmer putze.
Vielleicht beantwortet der letzte markierte Satz schon die Frage, woran es liegen könnte?
Veränderte Reiz- und Aufmerksamkeitslage bei Anwesenheit des Partners
Gefühl der Bewertung oder Kontrolle (RSD, evtl. komorbide soziale Angst)
Verlust der Selbststeuerung durch Veränderung der inneren Rolle
„Co-Regulation", aber hier in Richtung Ruhe/Passivität statt Aktivität
Sensorische Ablenkbarkeit durch die Anwesenheit des Partners (mehr Hintergrundreize)
Body Doubling funktioniert oft nur, wenn:
Die andere Person sichtbar arbeitet oder zumindest ebenfalls produktiv ist
oder eine gemeinsame Aufgabenfokussierung besteht
Beim Body Doubling (unter Betroffenen zumindest) verabredet man sich in der Regel bzw. legt fest, was jeder für sich im festgelegten Zeitraum gerne erledigen würde. Allein die Anwesenheit einer anderen Person kann zwar auch funktionieren, aber dabei dürfte es stark davon abhängen, welche Person das ist.
In deinem Fall ist dein Partner kein aktiver Mit-Arbeiter, sondern ein entspannender, ablenkender, oder sogar hemmender Außenreiz.
Das führt vielleicht zur Anpassung an sein Aktivitätsniveau (Co-Regulation)
Das kann anti-produktiv wirken, weil dein Partner deine Aufgabenfokussierung unterbricht
Wenn RSD eine Rolle spielt, war es das mit der Motivation erst recht, weil du dich nicht frei fühlst
Also, ich mache schon mal was nebenher, während ich mit einem Kumpel in der PS-Party quatsche und er ebenso.
Das würde mir aber im Traum nicht einfallen, wenn es bestimmte andere Personen wären (schon gar nicht, wenn die sich dann auch noch im gleichen Raum aufhalten würden)
läuft genauso mit meiner freundin und mir, und in der ass diagnostik, hat sich das auch gezeigt, also das adhs problem. da hab ich dann auch angefangen die fragebögen zu bearbeiten als die psychologin selbst beschäftigt war, auffällig beschäftigt, klein schlingel hats halt dann nach gemacht mit fleißigem erfolg, will ich meinen.
macht einer nix oder hat langeweile wirds doof.
beim studieren hat geholfen ihr merkwürdige fragen zu stellen zum thema, und dann war sie schwupps wieder drin. hab halt nebenbei geschnitzt.
kurz und knapp, wenn ein adhsler in der zwischenmenschlichen kommunikation noch mehr schwierigkeiten hat mit dem verstehen, statt dem üblichen aufmerksamkeits problem, sieht zum verwechseln ähnlich aus. kommt recht häufig zusammen vor.
Ich räume alleine auf..
Bin mittlerweile froh das ich geschieden bin, auch wenn’s für die Kinder scheiße ist.
Was ich angeblich alles nicht konnte, klappt seit der Scheidung mehr oder weniger.
Ich würde schon sagen, dass die Anwesenheit von anderen Personen mir beim Arbeiten hilft. Ich habe mal in einem kleinen Raumbüro gearbeitet, heute bin ich Lehrerin, da hat mich das motiviert, wenn alle gleichzeitig am PC konzentriert gearbeitet haben.
Bei Hausarbeit ist es ein bisschen anders, da hilft es mir nur, wenn wir die Aufgabenbereiche klar getrennt haben. Wenn wir gemeinsam an einer Sache arbeiten, dann wird es mir schnell zu eng – also nicht räumlich, sondern die unterschiedlichen Arbeitsmethoden machen mich unrund.
Als meine Schwiegermutter noch gelebt hat und manchmal unangekündigt vorbeigekommen ist, hat mich das, während sie zum Beispiel einen Kaffee getrunken und mir das ein oder andere erzählt hat, dazu motiviert, währenddessen das Wohnzimmer oder die Küche zusammen zu räumen. Ich wollte mich nicht einfach hinsetzen und nichts tun. Bei anderen Gästen würde ich das auch gerne tun, weil ich mir mit dem konzentrierten Zuhören manchmal einfach schwer tue. Wenn ich körperlich etwas zu tun habe, kann ich mich einfach besser aufs Gespräch konzentrieren. Ist halt unhöflich.