Hallo zusammen,
leider geht es mir ganz schlecht und bräuchte mal Fachwissen.
Ich habe 4 Jahre Amisulprid 150 mg genommen. Am Anfang war es super, alle Beschwerden weg. Nach und nach verschwand die Wirkung mehr und mehr und Angst und Unruhe, keine Akathesie machten sich breit. Amisulprid gibt das meiste Dopamin im Striatum ab, vermutlich zu viel für meine amygdala, stresssystem. Ich habe dann zusätzlich tavor und ssris bekommen um es etwas abzufangen. Mit der Zeit wurde ich kognitiv und auch stimmungstechnisch immer schlechter, und die amygdala übernahm immer mehr die Oberhand, nehme ich an. Ich konnte Gesprächen nicht mehr folgen, nicht mehr arbeiten, nicht mehr kochen etc..
vor 18 Wochen habe ich es abgesetzt. Jetzt geht es mir ganz schlecht. Habe sprach und handlungsblockaden, kann gar kein Gespräch mehr führen, gehirnnebel, starke Ängste, das Gefühl, ich verliere mich immer mehr, keine depersonilation, ahnedonie, Reizoffenheit, total entgleistes stresssystem, amygdala etc. Nehme noch Venlafaxin 2x37,5, mehr vertrage ich wegen dem Noradrenalin nicht und tavor. Beides wirkt zur Zeit paradox, kriege es aber jetzt aber nicht auch noch ausgeschlichen. Weine nur noch aus Verzweiflung. Vermutlich habe ich auch eine empfindliche up Regulation der Rezeptoren im limbischen und striatalem System. Wiedereindosieren geht nicht, dass würde mein Stresssystem sprengen und womöglich noch eine Psychose auslösen. Habe noch nirgendwo von solchen Auswirkungen beim absetzen gelesen. Was ist bloß mit meinem pfc passiert? Wieso kann ich gar nichts mehr, ohne das mein Stresssystem anspringt? Vertrage übrigens die gängigen adhs Medikamente nicht. Hat jemand eine Idee, was mit mir passiert sein könnte?
Lieben Dank!
Vg Silke