Buchtipp Organisation

Hallo Zusammen,

nun komm ich dem Schritt nach und nach näher. Ein Termin zur Diagnostik habe ich, und dann schauen wir mal. Aber es passt schon soviel zusammen… Eine Frage an die Experten hier im Forum. Wie organisiert man sich besser und was macht Ihr ? To Do Listen und Outlook, etc. war und ist auf der Arbeit bei mir von kurzer Hilfsdauer… Überblick behalten und das Stresslevel unten halten wäre auch noch gut. Das werde ich in der Selbsthilfegruppe auch nochmal ansprechen, aber das sehen wir erst dann.

VG
Lucky

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Ich habe schon sehr viele Methoden durch, aber das einzige, was ich für mich brauchbar finde, ist eine sehr individuelle Kombi aus Wandkalender mit Monatsübersicht, Kalender auf dem Handy mit Widget in Tagesansicht und eine Art abgespecktes Bulletjournal. Weiß gar nicht, ob man das überhaupt noch so nennen kann…: ich habe darin Listen sowie nach Bedarf Tagesplanungen, immer nach einem identischen absolut minimalistischen Schema. Also ich mache keine disziplinierte (@allmighty :wink:) regelmäßige Tages-, Wochen-, Monatsplanung. Außerdem schreibe ich manchmal auch nur ein Zettelchen (weil ich das Buch wg. der Katze nicht offen auf dem Tischliegen lassen kann…), damit ich es SEHE. Und ich nutze die Weckerfunktion meines Handys ausgiebig, der erinnert mich jeweils, wann was ansteht.
Das klingt chaotisch, ist es aber für mich nicht, weil sich alle Teile für mich genau sinnvoll ergänzen, während ich alle „fertigen Methoden“ immer modifizieren, ergänzen… musste und gleichzeitig zu kompliziert und für meine Zwecke und Bedürfnisse nur teilweise brauchbar fand.

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Hallo liebe @Quitte😀 , das klingt doch gut wie Du das bereits machst, und ganz im Vertrauen, ich mache es eigentlich sehr ähnlich wie Du.
Tatsächlich arbeite ich mehrheitlich ganz simpel mit grossen übersichtlichen, gut SICHTBAREN Kalenderblättern und Tages Aufgaben in Form von Zetteln, die ich ebenfalls gut SICHTBAR aufhänge.

Zwar altmodisch, aber für MICH, immer noch die EFFEKTIVSTEN Mittel, denn sobald ich technische Hilfsmittel, also das Handy einsetze, ist die Gefahr für MICH einfach zu gross, dass ich mich wieder in anderen Dingen verliere, heisst abgelenkt bin, und meine Zeit wieder mit Dingen verplempere, die ich ja eigentlich vermeiden wollte. :wink:

Dann bemühe ich mich, das was die oberste Priorität besitzt, sehr gut SICHTBAR zu platzieren, heisst an einem Platz den ich unmöglich übersehen kann.
Dann achte ich darauf, dass ich nicht noch andere Aufgaben daneben hänge, oder dazu schreibe, kein WIRRWARR veranstalte, was bei mir bereits schon wieder dazu führt, dass ich mich nicht mehr auf diese EINE Sache konzentrieren kann. :exploding_head:

Also bildlich kannst Du Dir das so vorstellen, pro Aufgabe nur einen Zettel, und der Zettel wird erst abgehängt bis er ERLEDIGT ist, absolut Konsequent, keine Ausflüchte, keine Ausreden. :stop_sign:

Erst DANN kommt der nächste Zettel, mit einer NEUEN Aufgabe.
Da muss ICH wirklich SEHR pingelig sein, strikte EINHALTUNG, stures abarbeiten, EGAL wie sehr mich die Aufgabe angurgt. :cucumber:
Denn genau DAS ist ja MEIN Problem, da MUSS ich meinen inneren Schweinehund aus der Reserve locken, darf ihn nicht verhätscheln, heisst meine Aufschieberitis wieder mal durchgehen lassen. :racehorse:

Viel zu lange in meinem Leben habe ich mich selbst entschuldigt, habe mir gesagt „sei nicht zu streng mit Dir, heute oder morgen ist doch nicht so wichtig, ANDERE machen das doch auch so“ und BLA BLA…, nur bin ICH nicht ANDERE die das anscheinend „wirklich“ so machen können.

Ich funktioniere NICHT so, bei mir gibt es NUR entweder/oder, entweder ich MACHE es JETZT, oder ich MACHE nichts.
Also MUSS ich mich ENTSCHEIDEN das ich es JETZT mache, weil ich ansonsten NIEMALS aus meiner eigenen Tretmühle, dem Modus der Aufschieberitis, rauskomme. :pensive:

Und genau DAS ist ja wieder mein Adhs typisches Verhalten, dieses mühsame Aufschiebe Verhalten, dass mir immer wieder einen Stolperstein zwischen die Füsse wirft, und ich wie ein Clown immer und immer wieder über die gleichen Steine stolpere. :clown_face:

Deshalb bin ich für MICH ganz ALLEINE, zum Schluss gekommen, dass ich in diesen Bereichen, wo es darum geht Rechnungen „rechtzeitig“ zu bezahlen, Steuererklärungen auszufüllen, ect., ect., eben extrem WICHTIGEN Dingen, die im Grunde keinen „Aufschub“ dulden, auch keinen Aufschub mehr gewähren DARF, sonst nimmt das doch nie ein Ende, stehe ich mir immer und immer wieder selbst im Wege. :no_entry:

Ob es mir gefällt oder nicht, ich muss mich diziplinieren, muss in diesen Dingen sehr streng mit mir selbst sein, denn wenn nicht ICH, wer DANN?.
Nur ICH kann die Verantwortung für MEIN Handeln übernehmen, niemand sonst, heisst ich muss mich selbst immer und immer wieder Selbst disziplinieren, anders wird es nicht gehen, nicht wenn ich mich nicht mehr im Kreis drehen will. :carousel_horse:

Jedenfalls habe ICH für mich so entschieden, dass ich in gewissen Bereichen meines Lebens die Samthandschuhe mir SELBST gegenüber ablegen muss, sonst schaffe ich das einfach NIE, komme da nicht raus, stecke in der Sackgasse.
Und wenn man mal die Biografie von einem Erfolgsmensch liest, ich meine nicht die von „Erben“, oder solchen denen der Erfolg in den Schoss gefallen ist, sondern von solchen, die wirklich grossen Einsatz für ihren Erfolg geleistet haben, dann liest man oft, dass diese Menschen viel Disziplin gebraucht haben um ihr Ziel zu erreichen, oder?. :rocket::grinning:

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Ich hoffe das ich Dir damit, wie ICH mit diesen Problemen umgehe, vielleicht weiter helfen konnte.
Ich weiss, dass das alles vielleicht ziemlich hart klingt, aber das Leben ist ja auch hart, es wird einem nichts geschenkt, oder?.

Und in gewisser Weise bewirkt das dann leider, dass man lernen muss, zu sich selbst hart zu sein.

Ich sage mir dann: „lieber bin ich SELBST zu mir hart, bevor es andere sind“, heisst ich anderen die Macht gebe über MICH zu urteilen. Das sich andere darüber auszulassen was ICH wieder mal nicht geschafft habe.

Die sich daran laben, dass SIE doch VIEL schlauer, erfolgreicher, was auch immer sind, als ICH.
Um garnicht erst in solche Situationen rein zu schlittern, kann ich sowas nur umgehen, wenn ich lerne mein Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Und ja, das ist anstrengend, es ist unangenehm, es ist Kraft raubend, es ist oft genug zum davon laufen.
Aber alle diese negativen Gedanken und Gefühle, die mich dazu verleiten einfach nur vor all dem flüchten zu wollen, alles aufzuschieben, machen ja nichts davon besser.

Im Gegenteil, ich verliere noch mehr Kraft, ich verliere noch mehr Zeit, mehr Geld (z. B. Mahnungen), und am Schluss meine Selbsachtung.

Dann ist der Teufels Kreis perfekt, und ich bekomme überhaupt nichts mehr gebacken, dass alte Lied, in der Endlosschlaufe gefangen.

Deshalb muss man sich, sich selbst zuliebe, eben SELBST den berühmten Tritt in den Hintern verpassen, immer noch besser, als wenn das jemand anderer machen muss. Was dann wieder demütigend und frustrierend ohne Ende ist.
Also bleibt am Ende nur die Selbst Disziplin, ob MIR das gefällt oder nicht.

Ganz ohne das „müssen“ geht eben halt doch nichts im Leben, jeder muss irgendwelchen Verpflichtungen nachkommen, niemand ist frei von Verpflichtungen, nicht vor sich selbst, nicht vor anderen.
Aber immerhin kann ich bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, also konzentriere ich mich am besten auf MICH selbst, und auf MEIN eigenes Leben, und ich habe ja nur dieses EINE Leben.

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Hallo Abrissbirne, danke für Deine Offenheit und den ausführlichen Bericht. Ich stehe am Anfang und sauge einfach mal alles auf. Und dann heißt es probieren, schauen was geht gut und was geht nicht gut. Ich beobachte viel bei mir, aber den finalen Weg / Diagnose kommt ja leider erst noch evtl. Aber gut nach 2 Therapien wegen Angst / Depressionen, Pflege eines Elternteils bei Krebserkrankung bis zum Ende… kann mich relativ wenig schocken. Das ist Leben und das ist nicht immer einfach, aber es gibt Wege es einfacher zu machen oder angenehmer. Daher Danke. Und diese flüchten etc. Ja das kenne ich auch von mir, aber ich habe auch eher Vergesslichkeit bei mir gefunden. Schauen wir mal wie ich das mit Organisation eindämmen kann.

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Hallo Quitte, auch Dir Danke für deine offenen Worte. Chaotisch oder nicht who cares. Was Dir hilft oder einem selbst hilft ist doch das wichtige. Der Rest ist doch egal. Ich finde es gibt viele Wege, manche passen bei vielen, manche aber auch nicht bei jedem. Augen auf halten, offen bleiben und dann dran bleiben… :wink:

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Mr hat „todoist“ geholfen. eine todo liste die sowohl auf handy, computer und web läuft und mit dem gmail Kalender syncronisieren lässt.

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Danke muss ich mir mal anschauen bzw. auch schauen geht das auf dem Firmenrechner… da wäre es besonders wichtig, bzw. da muss ich mich organisieren.

Update, kostet die App was oder langt die Free Version ? so wie ich das sehe wäre ja das mittlere Angebot besser auch mit den Erinnerungen ? Wie machst Du das denn ?

Musst du mit deiner IT abklären. Ich nutze es halt privat und Ewigkeiten. Hab ursprünglich meinen Tag mit einem Blackberry organisiert, habe lange Zeit ein Smartphone wegen der Haptik abgelehnt und suchte halt etwas was da halt an die effizient bei der Organisation ran kommt. Und da war Blackberry extrem weit vorne.

Da es scheinbar bis heute keine Lösung gibt, die alles in sich vereint, bin ich damals bei todoist gelandet. Nahezu Plattform unabhängig, es gab es für winphone, windows, web, android oder usw. Das besondere an todosist das es sich in beide richtungen mit den google Kalender synchronisieren lässt. Sprich deine Tasks sind sowohl im Kalender, wie auch umgekehrt, alles, was man in den Kalender einträgt, landet auch in der Task liste und wen es erledigt ist, kann man es abhacken und es wie auch wieder gelöscht. Es ist also auch nichts doppelt. Und ich habe alles halt auf einen Blick. Es hält den Aufwand auf ein Minimum und alles ist auch schnell eingetragen, irgendwann organisiert man halt alles über den Taskmanager.

Die Konfiguration ist etwas fummelig, es bietet halt viele Einstellmöglichkeiten, da muss man sich etwas reinlesen, und schauen wie man sowohl toodist wie auch Kalender am besten konfiguriert, damit alles passt und es nicht nervt, funktioniert, den Kalender zumüllt oder gar löscht! Man kann für todoist nen eignen Kalender anlegen, ist etwas saver, aber dann hat man halt wieder alles doppelt. Nicht in Panik geraten wen etwas scheinbar nicht so funktioniert wie man es sich vorstellt.

Der zweite Punkt den ich halt super finde, man kann Termine fast wie früher beim Blackbarry, super praktisch und schnell einhändig reinhacken. Mit Wiederholung, mit Terminierung, usw. Beispiel du legst einen neuen Task an, „Jeden Tag um 8:00 Uhr Zähne putzen“. Dann hast du für jeden Tag. Ich habe es halt so eingestellt das nur terminierte Sachen auch synchronisiert werden, sonst müllt es mir zu viel den Kalender zur. Und die Sachen die ich möchte das sie im Kalender stehen Terminiere ich dann auch. So halte ich den Aufwand niedrig und zugleich die Routine und die Effizens hoch.

Wen es nur um die Reminderfunktion geht, geht das aber auch über den Kalender und kostet dann nichts. Muss ma nur richtig einbinden damit es keine bösen Überraschungen gibt. Daher wär ich Vorsicht bei einem Firmenrechner, Firmenaccount, wen man nicht weiß, was man tut. Den es synchronisiert schnell alles. Wen man es einem richtig eingerichtet hat ist es halt geil, weil man einen super taksmanger der sich perfekt in den Kalender einfügt.

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Bulletjournal.
Ablagekorb/Stapel auf dem Schreibtisch.

Alles was auf Handy oder Computer ist, läuft Gefahr, dass es aus den Augen aus dem Sinn ist.