Bupropion - Bauchweh, Kreislauf, Nebenwirkungen

Hi,

ich nehme seit knapp 5 Wochen Bupropion / Elontril 150mg. Die ersten 2 Wochen waren gar nicht witzig mit den NW.

Was jetzt noch auftritt und einschränkt sind Bauchschmerzen, Erschöpfung/Müdigkeit und Kreislaufprobleme. Und eine zu kurze Wirkzeit - ich habe Nachmittags einen Rebound von ca. 1.5-2 h mit negativen gefühlen, die hochkommen.

Ich kenne das Phänomen mit dem Kreislauf / Erschöpfung davon, wenn ich starken Filterkaffee trinke. Dann kann man mich den rest des Tages ins Bett schicken.

Kennt das jemand und weiß einen Tipp? Wird das besser?

Hallöchen,

ich komme gerade von 6 Monaten Bupropion 300mg und kann vielleicht meine Erfahrung teilen.

Ich hatte tatsächlich wenig bis keine Nebenwirkungen außer starke Kopfschmerzen an Tag 10 und einen etwas erhöhten Puls. Hat sich aber schnell wieder gelegt.

Was vielleicht der Unterschied zu dir ist, ich bin direkt von 40mg Elvanse auf 150mg Bupropion gewechselt. Heißt, mein Körper war diese stimulierenden Effekte quasi schon gewöhnt.

Mit der Wirkzeit hatte ich eigentlich auch keine Probleme, hab es als konstant bzw. konstanter gegenüber Elvanse wahrgenommen.

Ist Bupropion dein erstes Medikament? Vielleicht erzählst du etwas zu diener Historie, wenn es denn eine gibt. Kann es sein, dass es auch Angst ist die du beschreibst? Ich frage deshalb, weil Bupropion meine Ängste wieder verschlechtert haben gegenüber Elvanse. Ich habe auch eine Angststörung.

Hi,

Ich habe bereits Erfahrung mit Elvanse bis zu 30mg, welches ich mehrere Monate genommen habe. Es hat bei mir zu ungewollten Hyperfoci, Agression und Zombifizierung geführt sowie zu stundenlangen Rebounds und Müdigkeit. Aber es hat auch zeitweise positiv gewirkt, mich etwas strukturierter gemacht.

Medikinet adult ging etwas besser, aber war für mich nicht alltagsfähig aufgrund der viel zu kurzen Wirkzeit und Bindung an die Nahrungsaufnahme und die starken Schwankungen über den Tag.

Bupropion wirkt sonst auf jeden Fall Stimmungsaufhellend und Stimmungsausgleichend. In den ersten 5 Tagen war ich völlug aufgekratzt und danach einige Zeit eine Schlaftablette. Mit der Zeit ist das aber schon etwas besser geworden.

Auf Angst wirkt das Bupropion bei mir tatsächlich eher positiv! Ich habe weniger Gedankenkreisen und bin mehr im “Ach mach doch einfach mal” - modus statt alles zu hinterfragen. Und ich nehme es auch als konstanter/weicher in den Übergängen war, als Elvanse und Medikinet. Außerdem antriebssteigernd, teilweise sogar etwas zu doll (oder es ist in den Reboundphasen am Nachmittag, dass ich kribbelig werde, da bin ich gerade etwas unsicher…)

Aber die Bauchschmerzen führe ich eindeutig auf das Medikament zurück. Sie treten in der Regel vormittags auf und stören mich tatsächlich mit am meisten, da das recht Energiezehrend ist.

Hast du mal auf die Inhaltsstoffe geschaut? Manchmal wird da komisches Zeug reingemischt was zu Unverträglichkeitsreaktionen führen kann.

Und Koffein hattest du immer und konsequent weggelassen?

Deine Tochter tut mir so leid, weil ich nachfühlen kann, wie doof es ist für eine/n Jugendliche/n, wenn man nichts hinkriegt wie man es sich wünscht und man immer wieder versagt.

Hallo,

vielleicht waren 30 mg schon zu viel? Edit: Ich habe gerade nachgelesen, du hast auch kleinere Dosen ausprobiert, aber jeweils sehr kurz?

Und okay, wenn Medikinet vor allem wegen des Essens unpraktikabel ist, nimmt man ein anderes Methylphenidat.

Deine Ärztin ist vermutlich nicht wirklich ADHS-Medikamenten-erfahren und gibt zu schnell auf?

Bupropion ist kein ADHS-Medikament.