Cannabis und Ritalin

Wie und warum es wo genau wirkt, ist ziemlich komplex. Die Sorte, Terpene, Dosis, Häufigkeit und Konsumform spielen auch eine große Rolle.

Mal hin und wieder abends eine entspannende Sorte wäre vielleicht noch okay.

Zusammen mit ADHS Stimulanzien wäre es für mich allerdings aus neurologischer Sicht und mit dem heutigen Verständnis zu unseren Hirnchen und den Medikamenten keine Option :slight_smile:

Hi,

ich würde gern hinzufügen das schon bei 15mg am Tag & sehr niedrige Dosen Cannabis sich bei mir ein auffälliger erhöhter Herzschlag bemerkbar macht, das rauchen an sich trägt aber auch seinen Teil dazu bei. (gemessen: ohne Cannabis etwa 60, bei Konsum 115) Mein Kopf arbeitet noch etwas mehr, gibt gute als auch schlechte Seiten an der Sache.

So, ich mach den Post jetzt um alle davor zu warnen da ich über Google drauf gestoßen bin.

30J, Männlich.

Einmaliger Konsum vor ~10J, nix gemerkt, war wohl schwaches Weed und nie Bedürfnis gehabt zu konsumieren.

Jetzt im November hat mir mein Neffe (Dauerkiffer) mal nen Joint mit 30mg Caliweed dagelassen.

Ich bin davon ausgegangen dass ich ADHS und OCD hab, die ganze Zeit schon, aber Termin zum Psychologen hatte ich da noch nicht gemacht. Hab meiner EX Freundin gesagt sie soll mir mal Medikinet mitbringen von ihrem Bruder da ich mal testen will obs wirkt bei mir.

Lange Rede kurzer Sinn.

Das war dann der Zweitkonsum in meinem Leben. Gegen 13 Uhr Ritalin reingedrückt, und am selben Tag kam noch mein Neffe (passiert im november) (Dauerkiffer) mal nen Joint mit 30mg Caliweed dagelassen. Der hat eh immer gesagt rauch doch mal einen usw.

Moral der Geschichte : Finger WEG! KOMPLETT!

Depressionen, und übelsten Stress hatte ich vorher schon, aber als ich dann um 20 Uhr das Weed geraucht hab war feierabend. 45 min und ich war in der Notaufnahme wegen Panikattacken und Bad Trip direkt daheim. Neffe konnte das Weed ohne Probleme rauchen und er meinte es war rein.

Danach Zwei Psychotische Episoden (Religiös), wo ich gemerkt hab wenns den Gott der Bibel gibt gibt dann kann das was gerade passiert nicht er sein sondern unser Körper/Gehirn weils im Widerspruch zu allem war.

Bin dann in ne Psychosomatische für Tabletten und hab auch schon nen Termin beim Psychologen und noch n Nachgespräch. Mit den Tabletten gehts jetzt, und ich hoffe es geht vorüber. Aber heftig wie das meinen Kopf gefickt hat.

Um gotteswillen MACHT DAS BITTE NICHT! Nehmt euer Ritalin aber lässt das Weed weg. War kurz davor mein Leben gegen die Wand zu fahren wegen sowas.

Warnt bitte alle die sowas machen oder darüber nachdenken, das kann richtig in die Hose gehen. Und bietet niemanden Weed an wenn ihr nicht wisst wie seine Verfassung is. Als ich mit jemanden aus der Gemeinde gesprochen hab wie er zum Glauben kam hab ich auch gemerkt irgendwas stimmt nicht mit ihm, bei ihm gehts auch auf Weedkonsum zurück und man hat gesehen er ist auch psychotisch. Unsere Veranlagung und Kulturelle Erziehung/Bild kann zu echt schlimmen Zeug führen. Achtet auf euch.

Tipp

Auch ich reagiere auf THC (insbesondere auf erhöhte Dosen) mit Panikattacken und Psychosen. Nehme aber kein Ritalin. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß mir Weed ohne THC aber stattdessen mit hohem CBD mit meinem ADHS hilft. Das bedeutet aber AUSDRÜCKLICH NICHT, daß meine Erfahrung auch ungeprüft auf andere Betroffene übertragbar wäre!!!

MEIN Fazit:

Wie man auf Weed mit THC reagiert, hat weniger mit Ritalin-Wechselwirkungen zu tun, denn mit der psychischen Verfassung des Konsumenten. Wer eh schon ein schlummerndes psychisches Ungleichgewicht mitbringt - was bei mir (und vermutlich auch bei anderen neurodivergenten Menschen) aufgrund des oft begleitend erworbenen kPTBS eindeutig der Fall ist - sollte tatsächlich vorsichtig sein, was die Einnahme von psychotropen Mitteln betrifft. Ist ja auch in Userkreisen seit Langem bekannt, daß THC (und andere psychoaktiven Drogen) vor Allem die vorhandene Stimmung verstärkten. Weshalb das Setting unheimlich wichtig ist - vergleiche Set und Setting

Und dann gilt bei Drogen eh immer: Wenn ich nicht weiß, wie stark die Droge ist (und bei Californian Weed können wir locker mal von 20-30% THC ausgehen - schließlich sind das auf Potenz gezüchtete Sorten), dann rauche ich nicht einfach mal drauf los, sondern taste mich ganz vorsichtig ran und nehme mir Zeit zum abwarten.

Und Weed von anderen Menschen konsumiere ich schon gleich überhaupt nicht. Man sieht einem Plastikbeutel voll Gras ja nicht an, wie das Zeug wirkt - oder ob da jemand mit anderen unbekannten Substanzen dran rumgepfuscht hat. In meinen Körper lasse ich nur Weed, das ich selber gezogen habe (glücklicherweise ist das ja seit vergangenem Jahr endlich legal, wenn man sich an die gesetzlichen Vorgaben hält). Und zwar aus Saatgut von medizinischem Cannabis, das ich von bekannten und transparenten Züchtern beziehe. Nur hier weiß ich wirklich, was ich bekomme.

Und zusätzlich habe ich meine Hausärztin über meinen Konsum informiert, weil es immer besser ist auch einen unabhängigen aber professionellen Begleiter mit im Boot zu haben.

Sicher daß sich da kein Rechenfehler eingeschlichen hat? 30mg Cali-Weed sind gerade mal ein paar Krümel in der Gesamtgröße von im Vergleich etwa einem Pfefferkorn. Die beschriebene Wirkung deutet aber entweder auf eine deutlich größere Menge - oder aber auf eine Beimischung synthetischer Cannabinoide hin.

Tipp: Niemals unbekannte Drogen konsumieren.