Kleines Update nach ca. 3 Wochen Abstinenz von Venlafaxin und Einnahme von Elvanse, 50 mg:
Es geht mir derzeit mies. Nach dem endgültigen Ausschleichen von Venlafaxin hat mich praktisch aus dem Nichts eine Welle körperlicher und vor allem psychischer Entzugserscheinungen überrollt, die echt die Hölle ist. Zwar keine Brainzaps und keine Übelkeit mehr, aber permanent Gliederschmerzen, massive Einschlafstörung - ich bin oft bis 03:00 Uhr hellwach und schlafe max. 4 Stunden -, vor allem morgens und gegen Abend (Rebound Elvanse?) Stimmungstiefs, die echt unerträglich sind. Ich habe bei ChatGpt nachgefragt und bin erstaunt, wie ausführlich hier geantwortet wird - da wurde offensichtlich schon viel Material zusammengetragen. Keine Ahnung, wie sehr man ChatGpt da vertrauen kann, die Tipps finde ich aber sehr hilfreich:
ChatGPT meint, diese Symptome liegen vollkommen im “Plan” und werden in dieser Phase häufig beschrieben. Es spricht davon, dass die Entzugserscheinungen nach langer Einnahme von Venlafaxin noch Monate nach dem Absetzen spürbar sein können.
Wichtig finde ich: ChatGpt empfiehlt dringend, in dieser Phase ca. 14 Tage auf Elvanse zu verzichten. Man hat zwar mit Elvanse subjektiv den Eindruck, tagsüber etwas besser zu funktionieren und die Symptome abgemildert zu erleben, der Schlafrhythmus droht aber vollkommen wegzukippen und reguliert sich nur schwer wieder ein. Da arbeitet Elvanse ziemlich dagegen und kann den Entzug verzögern.
Es wird in dieser Zeit empfohlen, begleitend Omega 3, Magnesium (Gliederschmerzen!) Vitamin B und pflanzliche Mittel wie Baldrian, Hopfen oder Passionsblume zur Beruhigung und zum Einschlafen einzunehmen. Melatonin (nur in niedriger Dosierung, sonst ist es kontraproduktiv!) hilft auch.
Generell gibt ChatGpt gute Tipps, wie man in dieser Zeit dem Nervensystem helfen kann, sich langsam wieder auf “normal” umzustellen. Wichtig dabei ist, sich immer vor Augen zu halten: Das ist kein “Rückfall”, das ist das Nervensystem, dem Serotonin, Dopamin und Noradrenalin fehlen und das halt leider viel Zeit braucht, um sich selbständig wieder einzuregulieren. Lasst euch also nicht vom Arzt einreden, wieder höher einzudosieren! Damit beginnt ihr wieder bei Null! Maximal, wenn gar nichts mehr geht, eine Mini-Eindosierung von bis zu 10 mg und dann sehr langsam wieder ausschleichen. An alle, die sich gerade in der gleichen Sch… befinden: Durchhalten, es kann nur besser werden!