Hallo zusammen, ich bin recht neu hier und bin gespannt auf Eure Erfahrungen, was Medikation angeht, auch wenn ich weiß, dass dies natürlich von Individuum zu Individuum unterschiedlich ist. Bislang sind wir mit der von der Ärztin empfohlenen Medikation gut ausgekommen, aber inzwischen wird nicht mehr das gewünschte Ergebnis erzielt. Um Euch auf Stand zu bringen, versuche ich die Geschichte unserer 8-jährigen Tochter (137 cm, 23,5 kg) kurz zusammenzufassen:
Im Alter von 6 Jahren (während des 1. Schuljahres) wurde bei ihr ADHS diagnostiziert. Hier handelt es sich um eine recht moderate Form, sie ist unkonzentriert, aufgedreht, rastlos, macht viele Dinge auf einmal und nie zu Ende. Da ein Therapieplatz (den wir inzwischen haben) in weiter Ferne war, wurde zunächst eine Therapie mit Medikinet retard 5mg begonnen; dies hatte Erfolg, da sich unsere Tochter zumindest vormittags besser konzentrieren könnt und insgesamt nicht so „aufgedreht“ war. Im Laufe der Zeit wurde die Dosis u. a. auch gewichtsbedingt erhöht über 10 mg auf 15 mg. Jedoch ließ die Wirkdauer zu wünschen übrig, der Schultag wurde so gerade über die Runden gebracht, aber während der OGS war die Wirkung schon weg. Unsere Tochter hat einen unheimlich rasanten Stoffwechsel (falls das damit zusammenhängen könnte), nach ca. 6 Stunden war die Wirkung von Medikinet dahin. Wir haben dann gewechselt auf Concerta 18mg, die Wirkdauer definitiv länger, aber ausreichend ? In den ersten Wochen auf jeden Fall, wir waren begeistert. Im Laufe der Zeit (nach ca. 1/2 Jahr) hatten wir Zweifel. Wir haben das im Rahmen der U9 mit dem KA besprochen, der vorgeschlagen hat, das Abfallen der Wirkung von Concerta durch die Gabe von Medikinet (unretadiert) 5mg am frühen Nachmittag zu strecken. Nach Rücksprache mit der verordnenden Ärztin aus dem SPZ haben wir das so gemacht. Den Erfolg vermissen wir noch. Hat von Euch jemand Erfahrung mit dieser Kombi? Was ist zu beachten? Wann genau sollte man dann Medikinet „nachschießen“? Ich denke, wenn der Zeitpunkt X vorüber ist, ist die Wirkung auch nicht mehr wie gewünscht ? Oder ist Concerta 18mg zu wenig? Ein Test mit 27mg während der Schulzeit hatte zur Folge, dass unsere Tochter völlig teilnahmslos im Unterricht saß, was eigentlich für eine zu hohe Dosierung sprach. Also im Moment ist es eine Gratwanderung… aber ich bin für alle Ratschläge und vor allem Erfahrungsberichte dankbar. Viele Grüße.