Dahin Vegetieren

Lieber @Rob , wie gesagt, je mehr Du bereit dazu bist über Deine Probleme zu sprechen, desto mehr können wir alle Dir hier letztendlich „vielleicht“ weiter helfen. Natürlich verstehe ich, und wahrscheinlich so ziemlich jede:r hier, wie es @Quitte schon geschrieben hat, dass Du Dich in einer schwierigen Situation befindest aus der Du es alleine möglicherweise nicht raus schaffst, und natürlich versteht auch jede:r das es Dir nicht leicht fällt über Deine Probleme zu sprechen.
Aber genau das ist es was Du wahrscheinlich eigentlich tun müsstest, über Dich und Deine Sorgen, über verschiedene Dinge die Dich momentan stark belasten, zu sprechen.
Natürlich versteht wohl jede:r im Forum, dass Du das nicht alles hier im Forum öffentlich erzählen willst, deshalb wäre es unbedingt empfehlenswert wenn Du fachkompetente Hilfe in Anspruch nimmst.

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Ja das trifft definitiv zu.
Für mich ist es überhaupt nicht zu bewältigen.
Es ist so oft schief gelaufen das ich erst garnicht versuche anzufangen um mich selber zu schützen nicht in ein Loch zu fallen.
Im Grunde ist es aber Blödsinn weil ich mir so oder so Vorwürfe mache, ob es direkt in den Moment ist weil ich es wieder nicht schaffe anzufangen oder wenn ich merke das ich etwas nicht zu Ende gebracht habe. Zum Beispiel fang ich an Wäsche zu machen und in meinen Kopf zählt nur wenn ich alles erledige was natürlich komplett unrealistisch für mich ist… alles andere zeigt mich nur als Versager.

So war es in meiner Jugendzeit schon!

Mir hilft immer ein Stück weiter, so etwas als eigentlich sinnvolle und funktionale Reaktion zu verstehen. Wie Du selbst sagst: Du schützt Dich so. Warum solltest Du etwas anfangen, wenn Du schon weißt, Du fühlst Dich gleich wieder noch stärker als Versager.

Also bist Du nach Einsteins Definition von Wahnsinn:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

ja schon mal nicht komplett irre.

Du hast noch einen Job und Du hast sogar noch eine Freundin. Du hast noch ein verstecktes Sofa und ein Dach drüber und der Strom für YouTube und Forum ist auch noch nicht abgestellt. Noch.

Also hast Du noch eine Riesenmenge, um dass es sich zu kämpfen lohnt. Und sogar jemanden, der mit Dir kämpfen könnte.

Vielleicht meldet sich ja ein Tandem-Partner per DM, der Dir hilft und im Gegenzug räumst Du mit bei ihm auf und machst Platz für einen neuen Anfang.

Eine außer Kontrolle geratene Wohnung ist für ADHSler nun wirklich überhaupt kein einzigartiges Problem:

Aber wenn Du es nicht schaffst, Dich zwei Tage krankzumelden, 20 Müllsäcke mit Dreckgeschirr und Schmutzwäsche zu füllen und zur Deponie zu fahren oder abholen zu lassen… Dann geht der Teufelskreis vielleicht weiter, alles wird vielleicht noch schwerer und dann kommt der soziale Dienst und macht es mit Gummihandschuhen und trägt es an Deinen Nachbarn vorbei und stapelt es auf der Straße. Volle Gönnung für alle, die es schon immer gewusst haben.

Vielleicht. Vielleicht schaffst Du es ja auch, den status quo noch bis zur Rente zu retten. Kann außer Dir keiner hier wissen.

Es könnte aber eben alles noch schlimmer kommen. So unbequem muss man sich die noch verbliebene Komfortzone wohl schon machen.

Die Lösung ist in Dir.

Und alle anderen hier, die um die Heftigkeit von Erledigungsblockaden wissen, haben ehrlicherweise zu viel mit ihren eigenen versifften Sauställen zu tun, um hier Tipps rauszuhauen, von denen Du ohnehin nur sagst „Das bringt bei mir nichts. Schaffe ich eh nicht. Ist schon seit meiner Kindheit so. Medikamente bringen nichts und mit Therapie habe ich schlechte Erfahrung.“

Dein verstecktes Sofa ist immer noch etwas, nach dem sich andere, die schon viel tiefer abgestürzt sind, gerade verzweifelt sehnen.

Sorry für die Negativität.

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Ja die Arbeit ist auch so eine Sache…
Es ist der einzige Ort wo ich mir selber Erfolge eingestehen kann… leider sind die Arbeitsbedingungen massiv schlechter geworden die letzten Jahre und eigentlich lass ich mich nur noch ausnutzen… der typische Ja sager…
Daraus stellt sich natürlich die Frage was ich jetzt machen will. Neuer Job, Studium, Ausbildung was auch immer… ich finde seit Jahren Gründe dieses Problem aufzuschieben. Meistens sind es selbstzweifel die mich dazu bringen nichts zu ändern.

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Ich kenn sie beiden doch garnicht.
Will auch nickt so dreist sein sie blöd von der Seite anzuquatschen.

Ich habe schon einige Wege probiert einen neuen Psychiater zu finden.
ZB über Einrichtungen wie Vitos oder nachgefragt beim Hausarzt, Krankenkasse oder KV aber immer die selbe Antwort das sie mir keine Spezialisten raussuchen können sondern nur eine Liste mit Psychiater die in meiner Nähe sind, bei denen kriege ich entweder die Antwort wir behandeln nur Kinder und Jugendliche oder wie behandeln garkeine ADHS.
Auch über den Kontakt zentrales ADHS Netzwerk wurde mir nur geraten Mich an Selbsthilfegruppen zu wenden. Irgendwann habe ich dann aufgegeben mich ständig für ein Telefonat zu überwinden mit dem Ergebnis das mir nicht geholfen werden kann.
Die 2. Option war ein Reha Aufenthalt in der Schön Klinik. Doch die wollen einige Unterlagen von mir haben natürlich von einem Facharzt… und 9-12 Monate Warteliste. Also eine Hürde die für mich unmöglich erscheint wenn ich daran denke das ich nicht mal einen Termin bei einem Facharzt bekomme.

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Das ich Hilfe brauche ist mir schon lange bewusst aber ich das will? Ob ich es verdient habe? Oder ob es überhaupt möglich ist weiß ich alles nicht.

Wer soll diese Person sein? Ich habe niemanden.
In der Verhaltenstherapie erzähle ich ja auch alles aber das ist nochmal was anderes als jemanden mit meinen Problemen zu belasten.

Ich habe mich immer auf Therapie Maßnahmen eingelassen. Das Problem ist das ich nie Erfolg darin hatte. Meistens fühle ich mich nicht verstanden… und häufig sind die Therapeuten und Ärzte auch skeptisch gegenüber adhs.
Meine Therapeutin hat zumindest sowas angedeutet das es adhs nicht gibt.
Solche Aussagen kommen auch von meiner Mutter. Die letzte Theorie von ihr war ich hätte eine Quecksilber Vergiftung und sie hat mir direkt eine Nummer gegeben von einem Arzt der das Queksilber ausschleichen lassen kann/will.
In der Therapie davor hat der Therapeut die Behandlung abgebrochen: „nicht therapierbar“hat er gesagt weil ich die Übungen zuhause nicht umsetzen konnte und auch der wollte mir kinetische Energie Steine und irgend ein Wasser andrehen für Sau viel Kohle :sleepy:

Wie gesagt: Klingt für mich alles zu sehr nach ADHS-Folgen, als dass hier irgendjemand die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde… wegen schmutzigem Geschirr und Wäsche, die tagelang in der Maschine bleibt.

Solange die Maschine noch läuft, mach sie eben nochmal an. Du bist erwachsen und niemandem Rechenschaft schuldig über die Nutzung Deiner Waschmaschine. Nervig wird es erst, wenn sie kaputt ist und Du kein Geld oder keine Kraft, eine neue zu organisieren und die alte abholen zu lassen.

Kommt auch vor. Lässt sich mit Zeitblindheit und „Jetzt ist immer“-Grundgefühl aber schlecht antizipieren und daher auch schlecht dafür Vorsorge treffen. Das ist eben dem Störungsbild immanent.

In einem ungeöffneten Briefkasten finden sich daher auch vielleicht irgendwann gelbe Umschläge ein, und dann wird es teurer und peinlicher und nerviger.

Scheint mir aber alles so typisch wie eine Arztodyssee, bei der ADHS an sich angezweifelt wird.

Danke, dass Du das hier alles teilst. Der Wiedererkennungseffekt dürfte bei vielen sehr hoch sein. Ich fasse mich jedenfalls heute aus Solidarität nochmal stärker an die Nase meiner eigenen Blockaden. Am Ende kann man sich immer nur selbst retten. Und sei es, indem man sich Hilfe holt. Vielleicht ist die ja sogar in Reichweite.

Ein Satz wie „Ich habe niemanden“ von jemandem, der mit seiner Freundin zusammen wohnt … Erinnert mich irgendwie an Streets of London.. Finde ich jedenfalls auch nicht fair Deiner Freundin gegenüber.

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Es ist nicht so das ich es nicht schaffe einen einigermaßen ansehnlichen Zustand wieder herzustellen es ist aber immer wieder das gleiche.
Ich schaffe es nicht auf Dauer Ordnung zu halten oder eher gesagt wir. Ich wohne ja nicht alleine.

Und jedes Mal aufs Neue sich überwinden zu müssen alles ist anstrengend und aufwendig.
Nichts läuft automatisiert ab aus dem Grund schaffe ich es auch nicht etwas zu ändern zumindest auf Dauer… ja ich schaffe es 3 Tage lang drauf zu achten das ich Chaos direkt beseitige etc. aber eben nicht länger und dann geht das Spiel von vorne los.
Das kann ich auf alles mögliche runterspielen am Ende bleibt alles anstrengend und das nervt.
Macht die ganze lange halt einfach nicht lebenswert.

Neue Routinen brauchen mehrere Monate um sich zu etablieren.
Wenn du die Änderungen zu hoch ansetzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du sie nicht lange durchhälst.
Genau das ist dir mMn passiert.

Anstatt das gesamte Chaos zu beseitigen würde ich zB damit anfangen zu sagen, dass ich jeden Tag 10 Minuten aufräume. Was ich schaffe ist super, was nicht, das ist eben egal. Oder lass es 5 Minuten sein, du kannst dich dann ja langsam steigern.
Ich bin derzeit bei 30Minuten.
Du wirst irgendwann überrascht sein wie viel man in so einer kurzen Zeit schafft.

Oder immer mehr kleine wenn - dann Aufgaben etablieren. Fang mit einer an, zB wenn die Klopapierrolle leer ist, dann hänge ich eine neue auf und die leere Rolle kommt in den Müll.

Wenn ich mir die Zähne geputzt habe, mache ich die Tube wieder zu oder spüle das Waschbecken aus.

So solltest du anfangen. Und irgendwann wirst du feststellen, dass das „Chaos“ keins mehr ist.

Und kleiner Zusatztipp: je weniger unnötiges Zeugs man hat, desto weniger muss man managen.
Hier wieder der Verweis auf Minimalismus - wie schon von @Elementary angesprochen.

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Und wenn 5 Minuten jetzt nicht attraktiv oder sexy genug klingen für ein ADHS-Hirn, nutz doch den Thread hier für die Zwischenerfolge. Vorher-Nachher-Beiträge. Was auch immer.

Dann hast Du für den Start ein Meer von Cheerleadern, die die buntesten Pompons rausholen. Manchen hier hilft das. Versuch ist es wert.

Wirklich. Das ist alles sooo klassisch. Wenn Du es da raus schaffst - so, wie sich z.B. @Hypoborea gerade auf den Berg kämpft - dann machst Du das nicht nur für Dich. Du machst das für uns alle, weil Du zeigst, dass es geht. Dass die Lage auch in einem ADHS-Leben lebenswert sein kann.

Es wird brutal schwer sein, wenn Du keinen Rückenwind durch Medi-Unterstützung hast oder durch Menschen in Deinem Umfeld, die Dich mal ein Stück mitreißen und mit Energie anstecken. Vielleicht lohnt sich da nochmal ein neuer Versuch, in beide Richtungen.

Aber es wird gehen. Wenn Du es nicht wolltest, hättest Du diese Beiträge nicht geschrieben.

Genau so wie wir uns manchmal zurufen, dass eine Kränkung vielleicht durch den Filter unserer Zurückweisungssensitivität verzerrt wird… So müssen wir uns auch manchmal zurufen, dass der Brocken im Harz kein Mount Everest ist.

Und andererseits uns aber auch daran erinnern und darin stützen, dass ein ADHS-Leben erhebliche Risikofaktoren für Teufelskreise birgt. Die Kraft wird nicht von selbst wieder mehr werden. Also müssen die Belastungen reduziert werden, damit sich das mehr wie Leben in Balance anfühlt. Der Rob von morgen wird Dir dankbar sein, wenn Du dem nicht noch mehr auflädst.

Besser das als Lebensaufgabe als gar keine. So gehe ich jedenfalls meine eigene Scheiße gerade an.

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@Rob das scheint wirklich eine ziemlich schwierige und vertrackte Situation zu sein, dass alles tut mir sehr leid für Dich, tut mir leid wenn ich Dir nicht weiter helfen konnte, ich wünsche Dir alles Gute. :four_leaf_clover:

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Ob du das willst, musst du schon selbst mit dir klären. Da kann dir keiner bei helfen.
Ob du es verdienst? Muss man sich Hilfe verdienen? Die Frage ist vielmehr, ob du selbst es dir wert bist, dir Hilfe zu suchen. Auch das musst du ganz alleine mit dir selbst ausmachen.
Ob es (=Hilfe?) überhaupt möglich ist? Das kannst nur du selbst herausfinden. Eine aussagekräftige Antwort setzt allerdings jeweils eine große Portion Entschlossenheit, Beharrlichkeit und Stehaufmännchenmentalität voraus.

Also erstens stimmt das ja nicht, du hast mehrere Personen genannt. Zweitens hast du hier eine ganze Reihe Tipps erhalten, wo du ansetzen kannst. Im allergrößten Notfall ruf die Telefonseelsorge an und frag die nach einer konkreten Telefonnummer für einen Ansprechpartner. Der springende Punkt ist: Fang an. Egal womit.

Wenn du dich nicht entscheiden kannst, womit du anfängst, schreibe dir die verschiedenen Möglichkeiten auf einzelne Notizzettel, falte sie zweimal und wirf sie in ein großes Einmachglas oder in irgendein sonstiges Gefäß, wo du sie auch bequem wieder rausfischen kannst. Und dann angele dir einen raus und TU DAS.

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Ich werde versuchen mit einen ADHS Spezialisten zu suchen. Ich hoffe ich zieh das auch endlich mal durch… in der Vergangenheit habe ich AD immer abgelehnt. Bin mir immer noch unsicher ob ich mir wirklich so viele Medikamente nehmen möchte… aber was bleibt anderes?

  • Behandlung anfangen
  • Therapie Fortsetzen
  • weniger Medien Konsumieren
    Und eine Leidenschaft finden.
    Etwas wo ich mich drauf fokussieren kann und meine Kreativität ausleben kann.

Danke @all für die vielen Antworten :slight_smile:

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Dieser Imperativ ist ja grade das Kernproblem bei uns.
Ich kann @Rob gut verstehen.
Mit ganz viel Scham habe ich durch meine Betreuerin eine Hilfe gefunden, die mit Aussenblick meine Wohnung inspizierte und mir sagte, was schon OK ist, für Ottonormal, das ich schon gemacht habe.
Allerdings nur durch den Schamdruck.
Mir hilft, immer und gleich was wegzuräumen, mal drüberzuwischen, obwohl ich schon in Gedanken woanders bin. Ich bringe jeden Tag den Müll raus, obwohl es nur kleine Tüten sind. Immer kleine Schritte. Und nur diese.
So konnte ich diesen Berg langsam abtragen.
Meine Wohnung war auch sehr unsauber über die Jahre, aber nicht zugemüllt.
Und mit strengem Blick meiner Betreuerin geht es auch leichter.
Spass macht das nicht, aber wenn man etwas Routine hat, ist das nicht mehr so schlimm. Das läuft dann unbewusst.
Ich hasse meine Betreuerin in dem Augenblick, wenn sie alle Schwächen von mir Analytisch und Stringent aufdeckt, fühle mich auf meine Fehler reduziert, aber ohne diese „Nachbeelterung“ komme ich noch nicht klar.
Vielkeicht solltest du dir auch Ambulantes Betreutes Wohnen angedeihen lassen.
Das kostet erstmal viel Überwindung und ist mit viel Stress verbunden, mit Scham, Angst zu versagen, aber es lohnt sich.
Nur an den richtigen Mitarbeiter solltest du gelangen, das ist ganz wichtig. Die Chemie muss stimmen.
Allein oder nur mit ADHS Partner wird es schwierig.

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Ich weiß… :confounded: und ich verstehe @Rob auch… Aber blöderweise ist mindestens der erste Schritt leider der, den man selbst tun muss: Sich Hilfe holen. Ggf. eben Hilfe, die einem hilft, weitere Hilfen zu bekommen.
Diese allererste Hürde zu überwinden ist sehr sehr schwer und setzt einen wirklich gewaltigen Leidensdruck voraus. Und wie du auch schreibst: Anschließend geht es hart weiter, in kleinen Schritten, einen langen Weg.
So ist das leider. Schönfärben und drumrumreden nützt leider nix :confounded: Wenn man den ersten Schritt noch nicht schafft, bedeutet das leider, dass es einem erst noch besch… gehen muss :scream:

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Hallo Rob!
Also wie ich das jetzt verstehe, bist du gefangen in einer Mischung aus Antriebslosigkeit, Depression und einer gewissen Hilflosigkeit. Die Arbeit, zu der du dich aufraffen musst, macht keinen Spaß und auch sonst versuchst du dich ( mit wechselndem Erfolg) nur zu Dingen aufzuraffen, die unbedingt notwendig sind.

Ich hab jetzt eine Idee, die im ersten Moment völlig absurd erscheint (und vielleicht ist sie das auch):

Such dir ein Hobby, wo du dich bewegen musst! Irgendetwas, wozu du dich nicht zwingen musst, damit anzufangen. Weil es dir Spaß macht, was dich aber wieder in die Gänge bringt. Das kann Sport sein, mein erster Gedanke war sogar: Dem fehlt ein Hund! Vor Hunden musst du dich nicht rechtfertigen, die lieben dich so, wie du bist. Und wenn es erstmal nur damit anfängt, 1x pro Woche mit einem Hund aus dem Tierheim Gassi zu gehen (geht natürlich nur, wenn du Hunde magst).

Aber geh raus, und zwar für einen Zweck, der dir gut tut, der dich mit Glückshormonen versorgt. Wo du mal nicht an deine Probleme denken musst. Wenn du das packst, lobe dich dafür. Dass schafft auch ganz zwanglos weitere soziale Kontakte.

Wenn das geschafft ist, kannst du dich vielleicht auch besser für eigentlich notwendige Dinge aufraffen.

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wie realistisch das ganze ist. Vielleicht schlagen jetzt die, die sich da besser reinversetzen können, die Hände über’m Kopp zusammen. Ich kenne mich mit deinem Krankheitsbild nicht die Bohne aus. Aber so aus dem Bauchgefühl heraus, ist das der Tipp, den ich dir geben würde.

In jedem Fall aber wünsche ich dir alle Kraft, aus diesem Tal wieder raus zu kommen.

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