Hallo,
ich bin 27 Jahre alt und habe seit 3 Jahren eine ADHS Diagnose und nehme täglich etwa 10 mg Ritalin. Für mich ist es so, dass ich unter der Medikation besser „funktioniere“ und mehr Struktur in meinen Alltag bekomme und nicht so faul und antriebslos bin. Auch konnte ich mich besser konzentrieren und manche Bereiche im Leben, die mir vorher schwer fielen, gingen nun endlich besser.
Je länger ich das Medikament einnehme, desto häufiger wird meine Stimmung während der Einnahme getrübt. Ich habe eine Zeit gebraucht um den Zusammenhang bei mir zu sehen, aber seitdem ich drauf achte ist es für mich klar: wenn ich MPH einnehme, gibt es viele Tage, an denen ich WÄHREND der Einnahme deutlich unglücklicher bzw. depressiver bin. Außerdem bin ich sozialen Situation dann oft unsicherer und reagiere viel sensibler auf meine Umgebung.
Es ist auch kein Rebound, denn wenn das MPH aufhört zu wirken merke ich wie das ADHS „zurückkommt“ und ich werde lockerer, leichter und glücklicher.
Jetzt frag ich mich erstens, ob jemand dieses Problem auch hat und ich frage mich auch, ob ich vielleicht doch kein ADHS habe und z.B. eine Fehldiagnose erstellt wurde.
Würdet ihr sagen, dass euch Ritalin „glücklicher“ macht?
Anmerkung: Elvanse habe ich früher auch mal ausprobiert und es war genau dasselbe Problem. Ich hab auch höhere Dosen Ritalin getestet, aber das hat das Problem verstärkt.
Danke.