Depressionen und ADHS im Alter

Hallo…ich habe schon mehrmals geschrieben…und jetzt brauche ich wieder euren Rat: bin 72, habe schon immer ADHS, bewusst ist mir das erst, nachdem mein Sohn vor 30 Jahren damit diagnostiziert wurde. Depis auch schon seeehr lange, mehr oder weniger stark ausgeprägt. Vor ca 10 Jahren habe ich angefangen sporadisch Medikinet 20mg zu nehmen, hat mir Energie und eine positivere Grundstimmung verschafft. Seit 6 Jahren ist mein Mann an Alzheimer erkrankt und seit 3 Monaten in einer Demenz WG. Seit ca 2 Jahren nehme ich täglich Medikinet ein (warum soll es mir nicht jeden Tag besser gehen) doch seit ca 4 Monaten habe ich den Eindruck, dass es nicht mehr so wirkt. Habe meine Depimedikamente erhöht, mein Morgentief hat sich trotzdem verstärkt und verlängert. War teilweise auch ängstlich und wie getrieben. Jetzt hat mir meine Ärztin geraten, das Fluoxetin auszuschleichen und dann mit Bupropion anzufangen. Natürlich hängt meine Stimmung auch mit meiner Lebenssituation zusammen, ich muss mich daran gewöhnen, nach fast 50 Jahren Single zu sein, trotzdem vermisse ich meine Lebensfreude. Obwohl ich Familie, Freunde und Aktivitäten habe, komme ich aus dem Tief nicht heraus. Ich hoffe, dass sich mit dem neuen Medikament (plus Medikinet?) endlich was tut. Welche Erfahrungen habt ihr mit Bupropion gemacht?

Freue mich auf Erfahrungsberichte Maggy

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Vielleicht könnten dir Beratungsgespräche / Gruppengespräche helfen den emotionalen Teil zu verstehen und zu verarbeiten.

Also wenn du das emotionale dahinter verstehst , in dem Sinne von natürlichen Abläufen, wie es nachweislich jeder Mensch hat, dann wüsstest du, wo du dich ggf. damit in einer „leider normalen“ Phase befindest .

Ich könnte mir auch vorstellen das Erschöpfung nach all diesen Jahren dazu kommt aber auch das Loch wenn sehr hohe Anforderungen von 100 auf Null gehen. Das erzeugt auch eine Art Leere.

Vermutlich hilft Medikinet nach wie vor aber eben nicht bei diesem Problem.

Eine Möglichkeit wäre auch das du körperlich ausgelaugt bist und vielleicht irgendwo ein Mangel liegt .

Man darf aber einfach auch mal nach so einer Phase in ein Loch fallen und depressiv sein und zu nichts mehr in der Lage sein.

Vom Gefühl her, schau nicht nur auf „Selbstoptimierung“ und „Medikamente“ hol dir eine Möglichkeit um über diese Jahre und deine aktuelle Situation zu reden .

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wieso musst du denn alles am Zeug nehmen anstatt endlich durchgehend eine Tagesabdeckung Medikinet

Wieso wehrst du dich gegen die täglich Einnahme von Medikinet?

Wahrscheinlich brauchst du den Rest dann nicht mehr, weil die Adhs eingestell sein könnte und dann die Adhs bedingten Erschöpfungsdepressionen ausbleiben?

Wenn Medikinet hilft ist die Wahrscheinlichkeit. it Medikinet wesentlich mehr Unterstützung und Lebensqualität zu erreichen bei einer Tagesabdeckung mit Medikinet wesentlich größer als mir allen anderen Medikinet-> vorausgesetzt: Adhs überlastungsdepression auf die sich dann alle anderen Probleme aufsetzen und dadurch Depressionen verstärken/ verschlimmern

Durch diagnostizierte Adhs wird das Hauptproblem die Adhs Überlastungsdepression sein. Dazu mußt du wochen bis Monate die Medikinet Tagesabdeckung nehmen bis die Depressionen bessern und gehen. Nach 10 Jahren schwerster Depressionen von Einnahme Ritalin bis zum verschwinden der Depression ca. 10 Monate. Innerhalb von 2 Wochen wurde es besser und dann ging es wöchentlich immer ein bisschen besser.

Du hast die gleichen Chancen statt mit allem anderen zu experimentieren

Satz „Bist du selbst…“ vom Moderator gestrichen

Hallo @Kathy , tut @Maggy nicht mehr, sie schreibt oben:

Der Hinweis, nicht nur täglich, sondern besser mehrmals täglich Medikinet (oder ein anderes Methylphenidat) einzunehmen, damit der Tag abgedeckt ist, ist natürlich trotzdem richtig.

Aber vielleicht tut Maggy das sogar schon?

Wobei die Aussicht,

auch mit der allerbesten Medikation die Stimmung vermiesen kann, denke ich.

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Hallo @kathy. Hier bittet jemand um Hilfe und benötigt kein hinterfragen und gefühlt ne Moralpredigt.

Und wenn du schon was zu beanstanden hast , lies bitte vorher richtig

Ich habe langsam kein Bock mehr darauf , dass man dich freundlich und nett um einen netteren Tonfall bitten muss.

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Für mich liest es sich nicht nach täglich und auch nicht nach einer täglich Ganztagsabdeckung. Je nach Wirklänge min 2 ggf. 3 oder mehr Einnahmen täglich

Ich fürchte das hier die Medikinet Versorgung zu wenig ist und dadurch wher keine Besserung erfolgt.

Haben wir in einigen Beiträgen ohne Tagesabdeckung gelesen.

Wie gesagt ich plädige für Medikinet oder Rutalin weil nahrungsunabhänige Einnahmen für eine Tagesabdeckung bevor wild mit Antidepressiva herumhantiert wird, weil ich denke das die Belastung Alltag die Überlastungsdepression der Adhs trifft da keine Tagesabdeckung Stimulanzien (Medikinet, Ritalin etc) vorhanden ist

Ich danke euch…ich nehme, wie gesagt, jeden Tag Medikinet. Wenn es keine Wirkung zeigte, habe ich mittags noch mal eine genommen…ohne Wirkung …also muss ich herumexperimentieren.

Maggy da hast du deinen Gedankenfehler!

Medikinet als einmalige Einnahme wirkt bei den meisten Personen die das nehmen hier im Forum 3 bis 5 std => Medikinet kann nicht den ganzen Tag wirken!!!
Und die Frage ist, wieso merkst du denn manchmal keine Wirkung?

Ißt du täglich das gleiche bevor du Medikinet nimmst?

Medikinet braucht zwingend eine reichhaltige Mahlzeit und du solltest dir zusätzlich bewußt sein:

Es kann sein wenn du meinst, daß Medikinet nicht wirkt etwas anderes gegessen hast und damit die verzögerte Freisetzung anders funktioniert

→ ggf. du eine höhere Initialdosis von Medikinet brauchen könntest!

Das was bei gelegentlich mit 20 mg reichte bei täglicher Nutzung etwas höher ist. Es ist nicht ungewöhnlich das nach einer gewissen Zeit der gefunden Dosis nochmal diese Dosis angepaßt werden müsste, sprich 25 oder 30 mg nötig wären.

Wäre jetzt nicht so unübersichtlich ich meine ich mußte nach 5 Monaten nochmal anpassen

Alternativ könntest du auch mit dem Arzt besprechen ob ggf. Ritalin (auch Methylfinidat) auszuprobieren und ob das besser passt lder Concerta wäre vom Wirkprinzip wie Medikinet und könnte bei dir länger wirken.

Es gibt aber eigentlich kein Medikament was mit 1 Einnahme 12 std wirkt bei Medikinet wäre wenn es 5 std wirkt wahrscheinlich sinnvoll va. nach 4 std erneute eine Dosis ggf. etwas niedriger die Wirkung erhaltend

vielleicht bereitet dir diese nicht vollständige Tagesabdeckung die Depressionensprobleme weil du immer noch zu viel Zeit des Tages ohne Medikament zurechtkommen musst

**Du mußt für dich versuchen eine Tagesabdeckung mit Adhs Medikamenten zu erreichen, ggf. auch mit mehreren Einnahmen oder aucheiner Umstellung eventuel. Das müsstest du mit dem Arzt besprechenund ein Stückweit ausprobieren. Aber 1 KapselMedikinetkann nicht reichen und wird nichtgenug innerliche Entlastung bringen eher so 4 bis 5 std schätzeich das mal frech ggf. auch nur 3 std. und natürlichkann diese restlicheTagesüberforderung noch depressiv machen.

Mach dir mal Gedankenob du nicht lieber mit Medikinet eine Tagesabdeckung versuchen möchtest**

Ich hätte jetzt auch darauf getippt, dass da vielleicht ein Teil des Problems herkommen könnte:

So wie die Leute, die immer im Urlaub krank werden.

Du hattest ja vorher gar nicht die Möglichkeit, zusammenzubrechen. Da reisst man sich halt zusammen, und wenn dann der Druck plötzlich nachlässt, fällt man ins Loch…

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Okay, wie viel Medikinet? Vielleicht ist die Dosis nicht ausreichend und du solltest 10 mg mehr nehmen?

Und über den Mittag hinaus ist ohnehin keine Wirkung zu erwarten, wie auch @Kathy anmerkt, d. h. eine zweite Dosis (die dann etwas geringer als die erste) wäre auch dann eine gute Idee, wenn die erste befriedigend wirkt. Und zwar eine halbe Stunde bevor die erste erfahrungsgemäß nachlässt, damit keine Lücke entsteht.

Wenn du zum passenden Zeitpunkt keine Mahlzeit einbauen kannst, eventuell ein anderes MPH-Produkt.

Liebe @Maggy ,

ich habe mit Buprion ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Mein erster Psychiater wollte mir das verschreiben, weil ich, als er bei mir die ADHS-Diagnose gestellt hat, erstens bereits eine jahrzehntealte Depressions-Diagnose hatte und er zweitens der Meinung war, dass „ältere Menschen“ (ich war damals 52!!) besser keine Amphetamine nehmen sollten. Buprion hat bei mir aber umgehend zu Panikattacken geführt und ich habe mich geweigert, das weiter zu nehmen. Zudem habe ich den Psychiater gewechselt…

Ich habe auch, weil ich die Hoffnung hatte, dass die Depressionen eine Folge der unerkannten ADHS waren, alle Antidepressiva (bis auf Agomelatin fürs Schlafen) komplett ausgeschlichen. Dazu habe ich mich aber auch vor allem deshalb entschieden, weil mir kein Antidepressivum wirklich gut geholfen hat. Ich habe immer viel mehr unter den jeweiligen Nebenwirkungen gelitten. Aber natürlich kann es sein, dass für Dich die Einnahme von Antidepressiva richtig und wichtig ist! Das weißt nur Du und Dein/e behandelnde/r Therapeut/in.

Heute nehme ich Elvanse und fahre ganz gut damit. Wenngleich ich nicht komplett ohne depressive Phasen durchs Leben komme. Das hat bei mir ganz viel mit den aktuellen Lebensumständen zu tun und die sind bei Dir ja derzeit wirklich herausfordernd! Für mich ist auch die psychotherapeutische Begleitung eine sehr wichtige Stütze! Und was auch einen immensen Einfluss auf mein psychisches Wohlbefinden hat, ist Bewegung und die richtige Ernährung.

Ich will Dir Mut machen, der ADHS-Medikation in Verbindung mit Psychotherapie und einer achtsamen Lebensweise eine Chance zu geben. Finde das richtige Medikament für Dich und dann noch die richtige Dosis. Das braucht zu aller erst eine/n gute/n Psychiater/in und dann viel Geduld.

Noch ein kleiner Hinweis:

Doch, Elvanse (wirkt bei mir ca. elf Stunden).

Alles Gute für Dich und liebe Grüße,

Cat

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bei mir auch.