Hallo zusammen, ich bin 21 und habe vor ungefähr 5 wochen meine Diagnostik erhalten. Der erste Versuch mit Ritalin Adult ist quasi kläglich gescheitert. 10-20 mg hatten gar keine WIrkung, bei 30-40 mg war die Wirkung gering und der Rebound wirklich heftig, ich war depressiv verstimmt , unfassbar kaputt etc. etc.
Jetzt bin ich seit ungefähr 2 Wochen auf Elvanse , habe mit den Dosierungen ein bisschen „rumexperimentiert“ wie es der Psychiater vorgeschrieben hat und bin bei 40mg angekommen. Die dosierung werde ich jetzt erstmal über einen Zeitraum weiter testen und gegebenenfalls danach nochmal erhöhen. Ich spüre die WIrkung subtil stark. Ich fühle mich das erste mal in meinem Leben wirklich „da“ , weil mein Kopf einfach ruhiger ist. Ich habe keine 9 Bildschirme im Gehirn offen die alle paar sekunden in den Fokus rücken , sondern kann mich konkret auf eine Sache fokussieren und auch konzentrieren ( Konzetration ist noch verbesserungswürdig , deswegen die evtl. Dosiserhöhung). Ich „binge“ nicht mehr , und auch anderes Suchtverhalten sowie Impulsivität haben in dieser kurzen Zeit stark nachgelassen und sind wirklich gut kontrollierbar. Nebenwirkungen habe ich so gut wie keine , außer „schläfrigkeit“ wenn die Wirkung nachlässt, die aber auch gut kontrollierbar ist. Nur, wie schon erwähnt, beim Thema konzentration, vor allem beim lernen von Unistoff gibt es noch verbesserungspotential. Da gehe ich aber von aus, dass alte Muster ( starke Selbstdisziplierung, scheitern, Verzweiflung etc.) , die ich auf Grund meiner undiagnostizierten ADHS jahrelang mitgemacht habe , auch eine Rolle spielen und sich mit der Zeit lösen.
Hat mit meinem letzten Punkt jemand gleiche Erfahrung gemacht?
eine Frage noch : Wie kann es sein, dass diese beiden Wirkstoffe so unterschiedlich in meinem Kreislauf reagieren? Ritalin Adult war für mich wirklich fast unerträglich. Hat diese Erfahrung auch jemand gemacht? Oder könnte was anderes dahinter stecken?
Bist du sicher das du bei Ritalin keine Wirkung gespürt hast oder kaum eine? Weil das mit Ritalin und auch dem Depressionen hatte ich bei starker Überdosierung weil ich auch leicht aufdosieren konnte… ich habe Monate gebraucht bis ich auf 40 mg war.
Die Erfahrung zeigte mir zu schnell zu viel kippte und tat mir mit keinem Wirkstoff gut eher alles langsam kennenlernen…
teils braucht der Körper schon Zeit um sich an Stimulanzien zu gewöhnen aber auch um neue synaptische Verbindungen ausbauen zu können, die ja auch dann wieder viel bewirken
Dankeschön für die Antwort! Der Effekt beim Ritalin war , vor allem im Vergleich zu elvanse momentan, nur gering ausgprägt, bei den niedrigeren Dosen wirklich quasi nicht vorhanden. Mit unretadierten Ritalin bin ich vorher viel besser klar gekommen und konnte die Wirkung wirklich aktiv merken. Das mit der Überdosierung und dem heftigem Rebound macht Sinn, nur war der Effekt so niederschmetternd, dass ich es wirklich nicht weiter hätte durchziehen können.
Du bist sehr allgemein und das ganz große Probleme dabei ist, daß du quasi bei folgenden Sachen schon aus der Kurve fliegen kannst wegen überdosierung
du denkst zu früh, w
die Wirkung ist weg z.B. nach 1 1/2 std wo meiner Erfahrung nach Ritalin LA/ Adult nicht mal voll angeflutet ist und nimmst nach
Während erste (sofort freisetzende Phase) ausklingt und die verzögert freisetzende Dosis noch nicht angeflutet/ voll angeflutet ist und das Wirkloch für das Wirkende gehalten wird
wie gesagt zu schnell steigern
etc. Dazu wirkt retardiert anders als unretardiert und wenn die Ritalin zu langsam voll da war wäre Medikinet ggf. in Zukunft eine Option, da Medikinet Adult deutlich schneller freisetzt und auch deutlich schneller als Ritalin voll angeflutet ist, was für einige gerade deshalb wesentlich aktivender ist
Grundsätzlich kannst du bei allen Stimulanzien in der Wirkwahrnehmung bzw. nicht gut wahrnehmen immer das Thema Schlaf, zu wenig Schlaft, unausgeruht etc. als Einflußfaktor, der das Wirkempfinden gefühlt stark beeinflussen kann, dazu kann es auch das Thema Essen bzw. falsches Essen (zu viel/ ausschließlich schnell freisetzende Kohlenhydrate zählen, weil die starke beeinflßung des Blutzuckerspiegels und später auch dem sehr rapide abfallenden Blutzuckerapiegel im Blut auch das Gefühl, die Wahrnehmung und das gestresst und sehr nervös bis agressiv vergesslich sein bei starker Unterzuckerung empfunden werden.
Das ist alles kein muß, weil es nicht bei jedem aber bei vielen deutschen Einfluß nehmen kann und ja keiner Unterzuckerungen ohne Stimulanzien kennt und somit auch solche komischen Empfindungen als Nebenwirkungen hält, weil man sie ja sonst nicht zuordnen kann, außer man ist Diabetiker und kennt Unterzuckerungen und kann es dann zielsicher zuordnen.
So gibt es zu jedem Stimulanz immer die Möglichkeit, das man etwas empfindet, daß man nicht kennt und versteht man aber als unangenehm empfinden kann, weshalb 15 bis 30 min ab Einnahme gerne bis 2 Std nach Wirkende täglich anfangs stichpunktartig protokollieren sollte.
So kannst du später andere Medikamente besser vergleichen und hast nichts vergesses, kannst dich selbst dann besser bzw. kannst es nach 3 oder 6 Monaten noch einmal nachvollziehen und müsdtest es auch nicht nochmal ausprobieren um es vergleichen zu können.
Gerade in den ersten Wochen muß man Medikamente und Wirkprofile auch im Wirkzyklus irgendwie verstehen/ verstehen lernen, denn jeder reagiert ja in Feinheiten durchaus anders genau wie es ggf. am Anfang komisch ist und später das vielleicht auch gar nicht mehr in Empfindungen bei einem abgebildet werden - der Anfang ist eher eine nette Reise wo auch wirklich sich am meisten auch noch was tut von unangenehm/ benebelt oder anderes bis die Gewöhnung der Dosis bewirkt, daß man es ggf. weil man es gut verträgt gar nicht mehr unangenehm warnimmt