Diagnose ADHS vorw.unaufmerks.Typ im BEM mitteilen/Eure Erfahrungen mit ADHS +Depression im BEM allgemein

Hi! Ich wollte noch eine Kollegin dazu nehmen, sie wollte das jedoch auch aus gesundheitlichen Gründen nicht. Also das hört sich vielleicht gruselig an aber das ist es nicht. Ich weiß, dass sie mich 100% ig auf diesem Platz behalten möchten, da ich schon diverse andere Vorschläge gemacht hatte bezüglich interne Versetzung, Umzug, damit ich bei einer anderen Zweigstelle arbeite etc. Ich kenne das von vor 6 Jahren, da waren es auch viele die dabei waren. Jedoch waren die Themen eigentlich überhaupt nicht für ein BEM- Gespräch und einer der Beteiligten hatte seinen ganzen Unmut geäußert und es war alles äußerst unbefriedigend. Jedoch standen viele auf meiner Seite. Bei mir hätte sogar noch eine Vorgesetzte dabei sein können, jedoch sagte ich, dass ich sie nicht dabei haben möchte und daher ist sie auch nicht dabei.

Falls Du noch etwas wissen möchtest, ich werde versuchen es zu beantworten.

Du weißt ja nicht, wie das Gespräch verlaufen wird. Zumindest wird das kein 4-Augen-Gespräch. Wenn es dumm läuft, dann sitzt Du mehreren Leuten gegenüber, die auf Dich einreden. Darum ist es gut, eine Vertrauensperson dabei zu haben, die Dir den Rücken stärkt.

Und auch wenn es Dir schwer fällt - keine Diagnosen nennen. Gerade psychische Diagnosen können Dir sowas von auf die Füße Fallen, das hast Du dann nicht mehr in der Hand, wenn die erst mal offiziell bekannt sind.

Das war bei mir z.b mit nur einer Person und entspannt locker nett ???
.
Am besten vorher erkundigen und wenn dem so ist , dann würde ich auch jemanden mitnehmen.

Hey Anni
ich weiß nicht, ob dein BEM jetzt schon gelaufen ist, und hoffe, mein Beitrag ist nicht inzwischen obsolet.

Bei mir kam auch neulich das Angebot zu einem BEM ins Haus geflattert. Da ich Beamter bin, sind da die Abläufe und Regeln wahrscheinlich noch einmal anders. Aber bei mir besteht z.B. auch die Möglichkeit, die Schwerbehindertenvertretung eizuladen, unabhängig davon, ob ein GdB schon beantragt wurde oder nicht.

So oder so wäre es auf jeden Fall einen Versuch wert, den GdB zu beantragen. Dazu kannst und solltest du am Besten die Schwerbehindertenvertretung kontaktieren. Da wird man dich sicher gut beraten und unterstützen. Für meine Region gibt es sehr hilfreiche Materialien: Behinderung und Ausweis - | LVR Gemäß der Tabellen zum Störungsgrad kann eine ADHS alleine - je nach Ausprägung - schon einen GdB bis zu 50 gewährleisten (s. S 103f). Auch eine Depression kann für sich 30 bis 40 geben (S. 104). In Kombination sind 50 also vermutlich gar nicht unwahrscheinlich . Aber auch ab 30 könntest du dich ja gleichstellen lassen und hättest damit zusätzlichen Kündigungsschutz.

Ich hoffe, das hilft dir irgendwie weiter, und wünsche dir alles Gute

hallo lieber Phil-Osoph,

vielen Dank für deine Antwort!!

Ja, das ist wirklich noch einmal ein guter Hinweis. Ich bin jetzt auch vor kurzem in den Sozialverband eingetreten und das eben aus dem Grunde des Antrags. Vor dem scheue ich mich allerdings wahnsinnig gerade.

Ich habe so wahnsinnig viel anderes auf der Uhr.

Ich glaube, die Schwerbehindertenvertretung könnte bei mir komplett ohne Gleichstellung und Grad der Behinderung nicht mitmachen, weiß es aber nicht genau.

Leider würde bei mir eben auch genau die Regionalleitung mitmachen müssen, weil sie unglücklicherweise die BEM-Beauftragte ist, die ich nicht gerne dabei haben möchte. Beziehungsweise es wäre dann ein Verhandeln mit meiner direkten Leitung, ob es für die okay wäre, wenn die Regionalleitung nicht mitmacht, könnte mir aber gut vorstellen, dass bei unseren starren Abläufen sie das verneint.

Aber im Moment hat es sich so entwickelt, ich habe angekreuzt, dass ich an einem BEM teilnehmen möchte, aber zur Zeit nicht und jetzt habe ich seit kurzem den Fahrplan, wie es bei mir bei der beruflichen Reha weitergeht und dann kann es sein, dass im Rahmen dieser beruflichen Rehabilitation später auch mit der Rehaberaterin zusammen dort ein BEM stattfindet mit dem Ziel, zu gucken, ob es dort eine WiedereingliederungsMöglichkeit in einem ganz anderen Bereich für mich eventuell gäbe beziehungsweise zunächst eine Praktikumsmöglichkeit oder so oder eben nicht. Also da hätte ich dann Hilfe durch die RehaBeratung und da würde dieses BEM dann mit einem komplett anderen Ziel stattfinden als es jetzt der Fall gewesen wäre.

Wäre an sich natürlich nicht verkehrt, da ich da einen ordentlichen Arbeitsvertrag mit guten Sozialleistungen habe und ich mich Perspektive sicher nur und zwar deutlich verschlechtern werde, wenn ich diesen Vertrag aufgebe. Aber mein Gefühl will eigentlich von diesem Arbeitgeber weg.

Das ist jetzt also erst mal abgewendet und da bin ich auch sehr froh drüber.

Das Ding beim GdB – Antragist ja auch noch, dass man jeden der Ärzte, die was über einen wissen, noch mal bitten muss, speziell etwas zu schreiben, wie die Auswirkungen denn nun genau sind und eben nicht nur die Diagnosen und da könnte ich mir vorstellen, dass meine Ärzte da nicht begeistert worden sind. Weil es arbeitsaufwändig ist und sie keine Zeit haben.

Auch ist meine eigentliche sehr unterstützende und verständnisvolle Psychiaterin gerade langzeiterkrankt und wird von einem irgendwie sehr seltsamen anderen Arzt vertreten.

Ich glaube, dem müsste ich das vorschreiben und der schreibt das dann einfach etwas um und unterschreibt am Ende nur oder so. Vielleicht wäre das insgesamt sogar ein Weg auch für andere Ärzte.

Ganz liebe Grüße!