hey ihr Lieben!
Seit gestern fahre ich mal wieder so einen meiner berühmten Sorgenfilme.
Ich bin nach zweimaliger Versetzung seit 1,5 Jahren in einer Nische meines Berufsfeldes angekommen, in der ich so einigermaßen klarkomme, in diesem Nischen Job werde ich aber nicht bis zur Rente bleiben können.
Nach der zweiten Versetzung habe ich von der Möglichkeit einer beruflichen Rehabilitation erfahren und diese beantragt, das war jetzt circa vor einem Jahr.
Es ist dann häufig so, dass die Rentenversicherung erst mal eine medizinische Rehabilitation anordnet, bevor sie weiter über die Erfolgsaussichten der beruflichen Rehabilitation entscheidet.
Seit einigen Wochen bin ich nun aus meiner medizinischen Rehabilitation zurück.
Diese war an sich für mich sehr gut.
Ich bin am Ende jedoch als arbeitsunfähig und in der letzten Tätigkeit nur noch unter 3 Stunden leistungsfähig entlassen worden.
Somit bin ich jetzt auch in meinem NischenJob seit Reha-Ende jetzt schon seit einigen Wochen krankgeschrieben.
Ich habe meinem Nischen Job aber noch nicht kommuniziert, dass ich eine berufliche Rehabilitation beantragt habe, weil ich zum einen nicht damit gerechnet habe, dass ich arbeitsunfähig entlassen werde und weil mir davon abgeraten wurde, solange noch nicht klar ist, ob die berufliche Rehabilitation bewilligt wird.
Auch habe ich noch nicht meine beiden Diagnosen ADS und mittel schwere depressive Episode bei der Arbeit kommuniziert, auch davon ist mir abgeraten worden.
Da ich jetzt schon deutlich länger als 6 Wochen in diesem Jahr arbeitsunfähig bin, habe ich Sorge, dass ich bald zu einem BEM Gespräch eingeladen werde, also zu dieser gesetzlich vorgeschriebenen WiedereingliederungsMaßnahme.
Sorge deshalb, da ich ja eigentlich jetzt nur noch auf die Bewilligung der beruflichen Rehabilitation und auf ihren baldigen Beginn warte, da ich sehr wahrscheinlich meine Firma und meinen bisherigen Beruf komplett werde verlassen müssen.
Ich weiß nicht, wie ich mich in einem BEM bezüglich meiner Diagnosen verhalten soll. Ich lese eher, dass davon abgeraten wird, die Diagnosen mitzuteilen. ich fühle mich nur selber immer nicht wohl damit, da ich mehr und mehr das Gefühl habe, um einen Elefanten, der eh im Raum ist, herum zu tanzen und ich so etwas nicht gut kann und mich mit so etwas eigentlich gar nicht wohl fühle.
Nur es kannl eben auch zu falschen Interpretationen und falschen Befürchtungen und Stigmata führen und deshalb ist es mir bisher abgeraten worden.
Ich schreibe das, weil ich hoffe, dass es hier Menschen gibt, die schon mal Erfahrungen mit BEM – Gesprächen und Maßnahmen gemacht haben und mir hier sagen können, wie offen sie mit ihren Diagnosen umgegangen sind und welche Erfahrungen sie mit BEM im Kontext von ADHS und Depressionen insgesamt gemacht haben.
Ich grüße euch herzlich!