Diagnostik erst nach Zweitmeinung

Den Test hatte ich vor 2 monaten schon mal gemacht, da hatte ich aber gerade auch eine stark psychisch belastete Zeit .Da fiel er auch schon pro ADHS aus…hab ihn gerade noch mal gemacht… laut diesem Test zeige ich immer noch starke ADHS Symptome. Ich dachte vielleicht hat meine Psyche mir vor ein paar Wochen einen Streich gespielt aber nein.

Nun bin ich gespannt, wie der Angehörigenfragebogen ausgewertet wird in ein paar Monaten. Das interessiert mich nämlich schon irgendwie. Meine Mutter könnte sich vorstellen, dass ich Adhs habe…sie zeigt selbst Symptome.

Ja, ich dachte auch in die Richtung lieber nicht zu erwähnen, dass man schon woanders war. Ich fürchte ,einen falschen Eindruck zu hinterlassen. Vielleicht ist das auch noch so ein verkopftes erziehungsding. "Autoritäten widerspricht man nicht " …keine Ahnung. :sweat_smile:

Genau! Und bei mir war es auch: Die denken sonst bestimmt, ich will mir eine Diagnose erschleichen :sweat_smile:
Oder nur diese bösen, bösen Betäubungsmittel bekommen :smiling_imp:

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Haha exakt so ist es :laughing:…deswegen war auch mein Gefühl der zweiten Fachärzten nichts von meiner ersten (vermutlich falsch, definitiv schlechten )Diagnostik zu erzählen. Denn tatsächlich gehts mir in erster Linie um inneren Frieden. Wobei ich auch Medikamente probieren würde, wenn mir ein Arzt dazu rät.
Aber auuh mir fällt es wahnsinnig schwer nicht ehrlich zu sein. Ich bin ein offenes Buch und kann ultra schlecht ein Pokerface aufsetzen…

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Darum hab ich mir recht schnell angewöhnt mit offenen Karten zu spielen.
Warum etwas verheimlichen / lügen?
Kommt sowieso raus…

Und entweder nehmen die Menschen einen so wie man ist oder eben gar nicht :wink:

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Tatsächlich mache ich das auch, weil ich damit noch nie gut gefahren bin. Aber in dieser Situation, möchte ich nicht die Patientin sein, die dem Kollegen nicht vertraut…die ,die „hochnäsig " sein " können“ anzweifelt. Ich bin so ein krasser people pleaser ,dass ich ihn auch vor ihr nicht schlecht machen möchte… und was, wenn er doch recht hat? (Wobei ich hier im Test 36 Symptome zeige ) … ich möchte einfach gern ein leeres Blatt Patientenpapier sein :sweat_smile:

Übrigens hab ich bereits angefangen Notizen zu machen… bin bei 1½ Seiten handschriftlich…und jetzt fällt mir so viel ein…ich müsste permanent dieses Büchlein bei mir haben. Dein Tipp war toll.

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Bei dem Patienten Büchlein muss ich spontan an Nathan Drake aus den Unchartet Spielen denken, nur das man im eigenen Büchlein keine Tipps dabei hat, die muss man nämlich selbst heraus finden. :sweat_smile:

@Friedaline so sollte keine Diagnostik ablaufen. Das Kernstück ist die ausführliche Anamnese und Fremdanamnese.

Danke Michael. Ich ahnte es. Dann ist ein zweiter Anlauf sehr richtig und wichtig.

@Friedaline Drücke die Daumen. Ich hatte meinen Arzt über das Forum gefunden; er bietet/bot die Testung online an, was super war und nur geringe Wartezeit beinhaltete.

Das wäre aber das wichtigste - und genau dafür benötigt man die Diagnose. Das ist ja tatsächlich die wichtigste Konsequenz.

Ich empfehle dir mal die Vorträge von Heiner Lachenmeier. Kennst die?

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Dss mache ich. Dankeschön. Ich bin nicht gegen die Medikamente und würde die definitiv auch mal ausprobieren. Aber eine ärztliche Diagnose würde für mich einfach so viel bedeuten…ich könnte mit meinem inneren kind Frieden schließen und diese ganzen Glaubenssätze in einem besseren Licht betrachten („sei nicht so empfindlich „, „du bist nicht stressresistent“, " du wirst es mal schwer haben,wenn du so bist!“, " nimm doch nicht alles so persönlich!“, „du musst dich nur mehr anstrengen“ - die Klassikern)… und ich möchte eine verhaltenstherapie machen. Medis könnte ich mir zur Unterstützung vorstellen, wenn ich in meinem Job in der Berichtsphase stecke .

Dann mach’s doch einfach :wink:

Freut mich sehr dass es dir bereits so sehr hilft!

Das typische bullshit Bingo eben :zipper_mouth_face:
Das, was uns andere unser Leben lang angetan haben und teilweise immer noch tun…

Bloß nicht aus der Rolle fallen, bloß nicht auffallen.
Immer schön brav lächeln und winken und zu allem ja und Amen sagen…

Eh nein?

Sry but not my, not our species!

Was meinst du damit? :thinking: Das dieses Verhalten typisch für ADHSler ist?

Dann würde ich sagen nein oder jein. Für einige vielleicht, aber sicher nicht für alle.

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Nein, ich meine damit dass das exakt das ist, was pauschal von uns erwartet wird.
Ich erinnere mich nur an meine Kindheit / Jugend (und teilweise auch noch danach) wo mir dieser Mist immer und immer wieder gesagt wurde.

Immer die Forderung so zu sein wie andere uns haben wollen. In eine genormte Form gepresst zu werden, egal wie unpassend die ist.

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Jetzt verstehe ich besser, was du meinst.

Teilweise setzt man sich selbst auch da unter Druck - weil man nicht versteht, warum man anders als die anderen ist und wenn man anders ist - gehört man nicht dazu, fühlt sich „nicht richtig“ usw.

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In einem anderen Beitrag schreibst du, deine Psychiaterin hätte den Arzt empfohlen.

https://adhs-forum.adxs.org/t/arzt-fuer-adhs-testung-gefunden/13384/14?u=justine

Was denn nun?

Mir scheint das du dieses Forum allein deshalb aufgesucht hast, um diesen Arzt in mehreren Beiträgen zu empfehlen.

Wenn du damit anderen helfen möchtest, ist’s ja ok. Aber wenn da ein unseriöser Eindruck entsteht wirft das ein schlechtes Licht auf Dr Eckert - und das möchten wir so nicht.

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