Diagnostiktermin erhalten, endlich fühle ich mich gesehen

Das macht natürlich Sinn. Nach dem Abschicken hab ich dann auch in diese Richtung gedacht.

Also ist es aber dann von Patient zu Patient individuell zu bewerten und nicht per se zu sagen, keine Medis - keine Therapie.

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So nämlich. Die Erfahrungen des einen müssen nicht denen anderer entsprechen.

Es gibt auch viele positive Erfahrungen.
Die fallen aber nicht unbedingt so direkt ins Auge, bzw. das Hirn sucht schlimmstenfalls vielleicht sogar gezielt nach
dem Negativen.

Pessimismus und ADHS sind leider auch nicht allzu selten miteinander verwandt. Das ist aufgrund negativer Erfahrungen zwar verständlich - für schlechte Erfahrungen anderer kannst du aber nichts.

Das hier ist dein Thema, deine Geschichte, deine Gesundheit. Du machst das schon richtig.

Verschweigen - darüber kann man streiten.
Ein erfahrener Diagnostiker wird das aber sowieso entsprechend abklären :slight_smile:

Zur ADHS Diagnostik gehört auch eine Differenzialdiagnostik.

Die Symptome müssen bis ins Kindesalter nachvollziehbar sein und andere Diagnosen dürfen sie quasi nicht plausibler erklären, bzw. wird eben differenziert, was wo / wann anfing und komorbid aufgrund einer möglichen Quelle ADHS im Lebensverlauf dazukam.

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Ich habe vor ein paar Tagen mal per Mail gefragt, wann ich ungefähr mit Ergebnissen rechnen kann. Habe darauf auch Recht zeitnah eine Antwort erhalten und gestern nun dann die Mail mit einem Terminvorschlag für die Besprechung der Ergebnisse.

Das ganze wird am 13.1. stattfinden und ich freue mich und habe etwas Angst zugleich. :heart:

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Das Gefühl kann ich gut nachempfinden, ich bin am Montag dran mit dem Auswertungsgespräch! :see_no_evil_monkey:

Bin auch so aufgeregt!

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Du warst aber nicht auch in einer Praxis in Hamburg? :grinning_face_with_smiling_eyes:

Was sind so deine Gedanken dazu?

Ich wünsch dir schonmal ein angenehmes Gespräch und ein Ergebnis, dass sich für dich passend anfühlt. :folded_hands:t2:

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Nee :grin:
Ich weiß nicht, in meinem Kopf ist die Angst, dass es doch einfach “normal” ist, sich so zu fühlen, wie ich mich fühle, nur dass ich damit eben nicht umgehen kann oder so. Obwohl ich schon glaube, dass er mich und meine Probleme ernst genommen hat. Nur wenn es jetzt nicht Teil des ADHS-Spektrums ist, was ist es dann? Und was kann ich dann tun? Dann wäre ich gefühlt wieder am Anfang… Und ich würde gerne Medikamente probieren und damit erfahren, dass es eben nicht so schwer sein muss, wie es ist.

Ich hoffe auch, dass du ein angenehmes Gespräch hast. Und was denkst du so in Bezug darauf?

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Da bin ich ganz bei dir. Es ist einfach ein anderes Lebensgefühl, zu wissen, da läuft tatsächlich etwas anders und es ist wirklich alles schwerer als für manch anderen.

Ich habe “Angst”, dass sie zu viel aufs Borderline schieben, weil das nach meinem Empfinden nicht passend ist und es dann keine genaue ADHS Diagnose werden könnte, sondern eine Tendenz. Ich wurde darauf therapiert und habe tools an die Hand bekommen, die mir aber nunmal nicht wirklich helfen, weil die Ursache meiner Probleme eben nicht in einer Persönlichkeitsstörung liegt. Ich habe Sorge, dann keine Medikamente probieren zu können und würde an meiner Selbstwahrnehmung und Einschätzung zweifeln.

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Das kann ich mir vorstellen, dass so eine, vielleicht zu voreilig gestellte, Diagnose eine weitere Diagnostik behindern kann. Zumindest gelesen habe ich schon davon, dass es wohl häufig vorkommt, dass ADHS-Symptomatik häufig fälschlicherweise als Borderline interpretiert wird, insbesondere bei Frauen. Ich hoffe, dass dein Diagnostiker sich nicht zu sehr von vorherigen Diagnosen beeinflussen lassen hat, sondern unvoreingenommen bei der Diagnose vorgegangen ist.

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Dankeschön :slight_smile:

Das wird sich bei dir bestimmt bestätigen. Du musst ja einen Leidensdruck haben, sonst würdest du dich nicht in Diagnose begeben und dann steckt da auch was hinter.

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Ich melde mich, sobald ich Klarheit habe :wink:

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So, ich habe jetzt tatsächlich meine Diagnose:

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Na das ist doch eine tolle Nachricht :innocent: jetzt wird sich bestimmt vieles zum Besseren wenden :dizzy: :sun_with_face:

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Danke, das hoffe ich auch :upside_down_face:

Ich drücke dir für heute auch die Daumen, dass du ein gutes Gespräch hast! :four_leaf_clover:

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Dankeschön, liege noch im Bett, jetzt mal aufstehen, um 11 Uhr geht’s los. Bin ziemlich nervös. :woozy_face:

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Omg :smiling_face_with_tear: :heart:

Es ist ADHS. Sie hat ausreichend Hinweise gesehen, auch bereits in der Kindheit.

Im Zusammenhang damit Depression, Bulimie und schädlicher Alkoholgebrauch. Borderline akzentuiert.

Meine Einschätzung war also komplett richtig. All meine Kopfthemen (bzw als einzelne Diagnosen benannt in älteren Arztberichten) die vlt erstmal nicht ADHS schreien, sind eine Folge davon oder stehen im Zusammenhang damit. Das hat sie im Gespräch auch so nochmal benannt und es tat gut, meine Worte aus dem Mund einer Fachperson zu hören.

Ich komme außerdem nah an den Grenzbereich zum Autismus.

Ich rufe nachher in meiner psychiatrischen Praxis an und frage, ob wir den Termin kurzfristig vorverlegen können. Ich habe gerade Urlaub, noch bis Dienstag und würde gerne im Urlaub noch mit einer Medikation starten.

Ich bin so erleichtert :smiling_face_with_tear:

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Liebe Fluttershy und lieber Brunoscholuno

Ich ‘gratuliere’ euch zur Diagnose. Also vor allem, dass eure Vermutungen richtig waren und es nun wie ein Weg gibt, mit den Symptomen umzugehen.

Ich wünsche euch einen guten Start mit den Medikamenten und/oder beim Umgehen mit dem ADHS und dem Akzeptieren der eigenen Schwierigkeiten, aber natürlich auch das Schätzen der eigenen Stärken. :tulip::green_heart:

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Dankeschön liebe @Trulllana das ist sehr lieb :blush:

Ich nutze das hier (meine Autokorrektur macht da immer erstmal “Bier” draus, dabei schreibe ich nie Bier :joy: ) mal, um dann vlt bisschen zu dokumentieren.

Was mir gerade durch den Kopf ging.. ich sitze gerade auf meinem Sofa und warte auf meine Ofenbrötchen und es herrscht Stille im Raum. Kein TV ist an, Handy auf stumm (eh immer!), Fenster ist zu, also an sich wirklich keine Geräusche. Gut, jetzt der Ofen halt.

Und ich erlebe aber keine Stille. Wie oft hatte ich das schon, dass ich zb im Bus saß, Kopfhörer schon aufgesetzt und eingeschaltet hatte, nach Musik zum Hören gesucht habe und dann aber iwie zu Instagram gekommen bin, ohne Musik ausgewählt zu haben und mir reels auf stumm angesehen habe. Und erst nach einigen Momenten merke ich dann, dass ich ja gar nichts an habe. Weil mein Kopf immer laut ist. (Ich mein, euch brauche ich das ja nicht zu erzählen)

Und jetzt bin ich wirklich so gespannt darauf, ob das mal anders wird mit Medikamenten. Also wirklich anders. Dass mein Kopf mal wirklich nur mir gehört und unter meiner Kontrolle steht.

Ich habe von einem Arbeitskollegen mal Medikinet bekommen, nachdem ich vorsichtig gefragt habe. Mein erster Eindruck war, dass ja wie war das.. Ich habe aufgeräumt. Und es ploppten zusätzliche Tasks auf, natürlich nicht im Hintergrund, sondern erstmal gleichwertig offen. Dann aber, konnte ich ganz ohne Probleme und ohne Angst, dies später zu vergessen, dem eigentlichen Task folgen. Ich nahm alles andere wahr, musste aber nicht drauf reagieren. Mein Kopf fühlte sich anders und zwischendurch saß ich auf dem Sofa und mir stiegen ein paar Tränen in die Augen.

Ja. Wie gesagt. Ich bin so gespannt und so voller Hoffnung :face_holding_back_tears: :four_leaf_clover:

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