Hallo Ihr lieben ADHS Betroffenen,
zuerst einmal vielen Dank für Eure Hilfe vor ca. einem Jahr, da ging es um den Anfang der
Medikamentengabe bei meinem Sohn (8 Jahre) von der zweiten zurück in die erste Klasse gekommen.
Anfangs ein Schock, im Nachhinein das beste was ihm passieren konnte . . .
Eure Gedanken und Meinungen waren mit ausschlaggebend mit meinen Sohn den Weg der Medikamente zu gehen. Noch einmal herzlichen Dank für Euren Input in diesen schwierigen ZEiten!
Mein Sohn ist 8, hoch- sensibel und intelligent, Diagnose ADHS, Verdacht auf Authismus.
Familiäre Verhältnisse - maximal schwierig. Tochter (13 Jahre) hat ebenfalls ADHS diagnostiziert,
mit dem Bruder, das geht fast immer Streß. Die Mutter, sagt selbst sie habe Depressionen und ADHS.
Blöd ist nur, das sie nichts dagegen macht, treffen dann alle drei zusammen, was eigentlich täglich
mehrmals passiert, also Mutter, Tochter und Sohn, egal wie - kracht es immer, nicht selten heftigst.
Türen fliegen, Schreierei, Heulerei - das ist bei den dreien eigentlich Alltag geworden.
Ich versuche nach Kräften zu deeskalieren, komme nach all den Jahren allerdings nicht nur mental
sondern auch kräftemäßig an meine Grenzen.
Seit der Medikamenteneinnahme startet der Sohn durch, in der Schule gehts sehr gut, wäre da nicht
die elenden Bauchschmerzen! Immer und immer wieder, von Medikinet 5mg auf Medikinet 10mg,
nach 4 Monaten Umstieg auf Elvanse 20mg.
Da zuckte ich zusammen, denn als ich am Nachmittag mit ihm sprach, dachte ich zeitweise einen
Erwachsenen vor mir zu haben. Nach zwei Wochen wieder Bauchschmerzen. Wieder gegen elf aus
der Schule geholt, mach ich freilich gerne, nur kann das auf Dauer nicht die Lösung sein.
Wieder umgestellt, diesmal auf Ritalin LA 10mg - um elf kam abermals der Anruf der Schule:
Ihr Sohn hat Bauchschmerzen und möchte abgeholt werden.
Ich frage mich mittlerweile, was kann ich (noch) machen?
Eine der elenden Nebenwirkungen ist ja bekanntlich die Appetitlosigkeit, heißt bei uns: Morgens ist
mit Essen nichts zu machen, - egal was, egal wie! Es geht so gut wie nix!
Also mach ich - auf Empfehlung der Ärztin - die Kapsel auf und streue die paar Körnchen aufs Brot
oder in den Joghurt. Bei Ritalin LA 10 mg ist es ja glücklicherweise weniger als bei Medikinet 10mg.
Schlimmer noch, mittlerweile assoziiert mein Sohn die Pille, egal welche mit Bauchschmerzen.
Das ist für mich der GAU.
Die Ärztin ist, na ja, nett. Da geht man halt hin wenn man Pillen braucht. Eine wirkliche
Auseinandersetzung mit den Kindern hatte ich nicht so erlebt. Da stellt man das Kind halt eben auf
die Waage und schon hat man das Rezept. Dabei war ich froh, überhaupt jemanden gefunden zu
haben. Kennt der eine oder andere vermutlich auch . . .
Ich darf zu Ende meiner Gedanken noch einmal fragen:
Wie bekomme ich die Bauchschmerzen weg?