Dinge tun müssen (Steuererklärung, etc.) die man eigentlich nicht kann

Hi Kathy,

Interessanter Aspekt, das spielt bestimmt eine wichtige Rolle.
Was hinzukommt sind massive Konzentrationsprobleme, weshalb ich Fehler ohne Ende mache.
Das ging mir auch bei dem Buch, das ich geschrieben habe so und darauf hatte ich richtig Bock. Ich habe es bestimmt 10 x überarbeitet und immer wieder Fehler gefunden :roll_eyes:. Das ist wie ne Art digitale Legasthenie.

@MissStephanja ich glaube das ist etwas anderes.
Ich habe auch alles lieber ausgedruckt, kann drauf schreiben etc. Das fällt mir leichter, damit komme ich besser zurecht etc. Gerade auch wenn es um das Lernen in der Uni und die ganzen Aufzeichnungen geht.
Spannend, die jungen Leute sind da fix und kommen gut damit zurecht.
Alle die immer klassisch ausgedruckt mur Vorlagen, Texten etc gearbeitet haben kommen damit super zurecht, das fällt den jungen Leuten deutlich schwerer.
ADHS wird da bestimmt mit reinspielen und die Tagesform, dochcdas was uns Jahrzehnte geprägt hat, muß so gewohnt und routiniert sein, daß uns das leicht fällt überall digitale Unterlagen zu haben war nicht immer normal und selbstverständlich. Ich hatte zwar früh einen Commodore C64 und dann mit 17 einen PC mit 1 MB Arbeitsspeicher und 400 MB Festplatte lach aber damit wurde anderscgearbeitet, anders gelernt etc. Ich hab in der ersten Büroausbildung noch Steno und Schreibmaschine gelernt, das merkt man entsprechend an den Lernstruktuten noch heute => es wird alles zum Lernen ausgedruckt, was pro Modul immer weit über 200 Seiten ist und auf Papier dann geschrieben statt auf dem Tablet

Ich glaube unser größter Irrtum ist manchmal der Glaube, alles allein schaffen zu müssen. Kannst Du Menschen in Deiner Umgebung um Hilfe bitten? Das müssen keine Steuerexpertinnen sein, nur Menschen, die physisch bei Dir sind, wenn Du die Dinge zusammensuchstm die Du brauchst. Oder die eine Software beherrschen. Oder Dich daran erinneren, jeden Tag (ok, alle drei Tage) 10 Minuten in die Suche und Ablage zu investieren. Ich bin ja fest davon überzeugt, dass niemand mit ADxS seine Steuererklärung allein gut und beim ersten Mal kann. Vielleicht finden sich hier Menschen, mit denen Du Dich vernetzen kannst? Sonst vielleicht FB-gruppen, MeetUps, Mail an alle Freundinnen…

tl, dr: lasst uns Banden bilden!

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Ich habe das große Glück, dass mein Bruder u.a. Steuerberater ist. Er nutzt, seit er berentet ist, dafür WISO. Aber Belege sortieren etc. muss ich. natürlich trotzdem, so dass er dann nur noch die Zahlen eingeben muss. Ich nutze dafür Excel, dafür muss man sich auch gar nicht groß damit auskennen. Für jede Rubrik gibt es eine eigene Tabelle (die Reiter unten), also Einkünfte, Werbungskosten, Gesundheitskosten, Vorsorgeaufwendungen, haushaltsnahe Dienstleistungen, Fortbildungen, Kapitalerträge, Spenden, …
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Oben drüber schreib ich auf jede Seite Anlage 1, 2, 3 etc. Da trage ich in eine Spalte dann den jeweiligen Posten ein, z.B. die Firma, bei der ich gekauft habe, z.B. Amazon, und daneben den Betrag. Ganz unten lass ich dann die Summe ausrechnen, das ist auch nicht schwer. Sonst kann man das notfalls auch mit dem Taschenrechner machen. Die Datei bekommt mein Bruder, das FA dann die ausgedruckten Tabellen. Dann kann man in der Steuererklärung auf die jeweiligen Anhänge verweisen. Der Vorteil ist auch, dass ich fürs neue Jahr die Datei kopiere, alles behalten kann, was sich jährlich wiederholt (z.B. Versicherungen, ggf. Beitrag aktualisieren), und den Rest nur löschen muss, um die Zahlen vom neuen Jahr einzutragen. .

Da ich auch nicht so gut bin im Belege sammeln, mach ich inzwischen ganz viel über das online-Banking. Da gibt es eine Filterfunktion, und ich kann z.B. nach Jahr und Empfänger oder sonst was filtern und habe dann alle Beträge für das Jahr auf dem Bildschirm. Ausdrucken oder Screenshot machen und fertig. Bei Amazon filtere ich das Jahr und geh dann die Bestellungen durch, ob da irgendwas dabei ist, was irgendwie absetzbar sein könnte.

Wenn ich denn Belege sammel, landen sie erst mal im Hängeordner und dann, nach Kategorien sortiert, im Aktenordner.

Ich muss meine Steuern für 23 auch noch machen :blush:

Hast du Einkünfte noch zusätzlich geclustert? Also Einkommen, KAP aus Geldanlagen, Miete etc…

Haushaltsnahe Dienstleistungen deiner Hausverwaltung, unter was hast du die abgelegt?

Freibeträge, Werbungskosten…welche Rubrik nutzt du da?

Ich frage, weil ich mir ständig neue Steuer- Ablage Systeme anschaue und gern abgucke was bei anderen funktioniert :wink:

Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles verstanden habe :blush:

Einkommen sind bei mir zurzeit diverse Renten, die gehen ja alle automatisch ans Finanzamt, aber ich schreibe sie für mich trotzdem auf. Geldanlagen als Kapitalerträge, sonstige Einkünfte habe ich nicht. Muss gestehen, dass ich den Freibetrag nicht gut verteilt habe.

Haushaltsnahe Dienstleistungen alle zusammen, egal, ob von mir direkt veranlasst oder von der Hausverwaltung (Treppenhausreinigung z.B. oder Schornsteinfeger).

Was meinst du mit Rubrik? :thinking:

Danke für deine Ausführungen!
Rubrik meint, wo in deiner Liste du sie ablegst.
Bei Freibeträgen, notierst du sie am Ende der Tabelle oder am Anfang bei Geldeingängen?

Es gibt von der Hausverwaltung 1x jährlich ein Dokument fürs Finanzamt zu den Aufwänden. zB In der WEG rechnet der Verwalter den Schornsteinfeger für alle ab. Das meinte ich

Ja genau, die musst du angeben, es sei denn du bist von der Erstellung der Steuer befreit (das hab ich zB bei meiner Mum damals durchgeboxt)

Haushaltsnahe Dienstleistungen laufen bei mir unter Handwerker.

Freibeträge trage ich in Excel nicht ein. Die Renten auch nur für mich.

Ich glaube, ich mach das mit Excel seit ich einen Computer habe, also mindestens 28 Jahre. Weiß gar nicht, wie ich das früher gemacht habe.

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Danke dir für deinen Input liebe @ulschke !
Ich bastel mal an meiner Tabelle weiter und werde deine guten Ideen mit einbeziehen.

Sonnigen Tag für dich :sunny:

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Ausgedruckt oder nicht ausgedruckt, ich schaffe es ein unfassbares Chaos zu erzeugen.
Ich habe so einen fetten Fehler gemacht ( bei WISO die Umsatzsteuer von 22 in 23 eingetragen und es erst nach dem Abschicken gemerkt. Das Finanzamt will jetzt 800 € haben. Dann einen Widerspruch (sogar fristgerecht eingelegt) aber nicht geschnallt, dass ich hätte Widerspruch gegen die Umsatzsteuer hätte schreiben müssen (habe Widerspruch gegen die Einkomemnssteuer) geschrieben. Also Widerspruch abgelehnt - das war heute in der Post und ddie Forderung nach den 800 € besteht weiter. Und die Frist für den Widerspruch ist abgelaufen. :see_no_evil::see_no_evil::see_no_evil:
Ich komme mir so dumm vor und bin so eine furchtbare Chaotin in diesem Sachen.
Zudem versetzen mich solche Sachen in nackte Panik.

Das KInd ist leider schon dermaßen in den Brunnen gefallen. Und leider habe ich niemand der mir dabei helfen kann.
Bin vor zwei JAhren aus gesunddheitlichen Gründen aufs LAnd gezogen und kenne hier kaum jemand bisher, der das kann und auch die Zeit, Geduld und Nerven hätte.
Würde auch gerne Teil einer Bande sein :wink:

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Moment, erstmal keine Panik.

Du hast USt 2023 abgegeben. Was hast du daraufhin vom Finanzamt bekommen? Eine Mitteilung oder einen Bescheid? Oder nur eine Mahnung?

Wenn du keinen Bescheid bekommen hast, dann kannst du eine korrigierte USt Erklärung abgeben.

Der Widerspruch den ich eingelegt habe war gegen den Bescheid.
Und dem ist nicht stattgegeben worden weil er gegen den flaschen Bescheid war (wie oben geschrieben) und nun ist die Frist abgelaufen und ich soll 800 € bezahlen (vom Bürgeregeld)

Also hast du einen Einkommensteuerbescheid und einen Umsatzsteuerbescheid?

Es ist normalerweise so:
Man gibt eine Umsatzsteuererklärung ab und muss nach einem Monat den Betrag zahlen. Und man bekommt KEINEN Umsatzsteuerbescheid, es sei denn die Erklärung war falsch.
Deswegen nochmal die Frage: hast du überhaupt einen Umsatzsteuerbescheid?

Ich versuche nur zu helfen. Gehe bitte nochmal alle Unterlagen durch, wo Umsatzsteuer steht und sag bzw. Schreib, was du alles hast.

Meine Erfahrung ist: im Finanzamt arbeiten auch nur Menschen und man kann sogar richtig gut mit ihnen sprechen. Ich habe schon oft dort angerufen und bin immer sehr freundlich behandelt worden.

Ruf doch dort mal an und erkläre deine Situation. Ich bin sicher dass es eine Lösung gibt.

Vielleicht kannst du die 800 Euro in Raten zahlen? Oder sogar doch noch einen Widerspruch platzieren?

Und vielleicht kannst du beim nächsten mal doch einen Steuerberater zu Rate ziehen? Die sind nicht so teuer wie man meint. Und du kannst ihn absetzen .

Kopf hoch, das kannst du sicher zu deinen Gunsten regeln! Irgendwas geht immer

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Ich kann auch falsch liegen…
Meine Vermutung ist, dass du nur einen
Einkommensteuerbescheid hast und deswegen gegen diesen Einspruch eingelegt hast.
Und für die Umsatzsteuer hast du jetzt eine Mahnung bekommen.
Normalerweise reicht es, eine berichtigte Umsatzsteuererklärung abzugeben.

Wie Lea schon geschrieben hat, ruf beim Finanzamt an und erklär die Lage. Sie helfen weiter.

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Ich habe einen Einkommenssteuer- und einen Umsatzsteuerbescheid.
Bei der Einkommenssteuer steht 0,00 €
und auf dem Umsatzsteuerbescheid knapp 900,00 €

Nein, keine Mahnung, sondern auf der Ablehnung des Widerspruchs Einkommenssteuer (gegen die ich in meinem wirren Panikkopf Widerspruch eingelegt habe) eingelegt habe, stand ein Satz, dass ich die 900 € Unsatzsteuer bezahlen soll. Und ich hatte noch eine Aussetzung beantragt und die wurde abgelehnt. Und jetzt ist die Widerspruchsfrist vorbei.
Aber ich werde da gleich anrufen.

Ich drücke die Daumen, dass es sich klären und ändern lässt.

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Ich drücke auch fanz fest Däumchen! Berichte mal was das FA gesagt hat

Toi toi toi!!!

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