Diskussion zum Beitrag "Noradrenalin" auf ADxS.org

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Moin,
mal als Frage/Anmerkung zur Fett markierten Stelle und danach.

6. Noradrenalin-Rezeptoren

Noradrenalinrezeptoren werden auch Adrenozeptoren genannt. Die drei Noradrenalinrezeptortypen (Adrenozeptoren) unterscheiden sich anhand der Noradrenalinaffinität:7

  • α1-Adrenozeptoren: mittlere Affinität zu NA
  • α2-Adrenozeptoren: hohe Affinität zu NA
  • β-Adrenozeptoren: niedrige Affinität zu NA

Noradrenalin wirkt:59

  • erregend via postsynaptische α1- und ß-Adrenozeptoren
    • niedrig affin
    • nur bei hohen Noradrenalinspiegeln (akuter Stress)
  • hemmend über die primär präsynaptischen α2-Adrenozeptoren
    • hauptsächlich im PFC
    • hoch affin
    • schon bei niedrigen Noradrenalinspiegeln adressiert
      (uns ist derzeit unklar, wieso niedrige Noradrenalinspiegel die hemmenden Autorezeptoren adressieren; das würde ja schon bei niedrigen Noradrenalinspiegel zu einer weiteren Verringerung der Noradrenalinausschüttung führen; vermutlich wirken α2-Adrenozeptoren nicht hemmend auf die Noradrenalinausschüttung)

Das ist ja kein Wiederspruch in sich oder?
Wenn die Autorezeptoren die größte Affinität besitzen strebt das System „selbstreguliert“ immer zum Grundzustand, ob dieser nun Null-Aktivität oder erhöhte Aktivität bedeutet entscheidet sich an anderer Stelle. Wie schell das geht ist eine andere Frage.

Das noradrenerge System des Gehirns ist im Schlaf vollständig deaktiviert. Beim Aufwachen wird es durch den Locus coeruleus aktiviert.

Also die „Wachreaktion“ verursacht der LC ja eben nicht ausschließlich selbstreguliert. Also Wecker, Cortisol und viele andere Dinge