Hier findest du die Diskussion zu folgender Seite auf ADxS.org:
In dem Beitrag heißt es:
Wer trotz ausreichendem D3-Spiegel Symptome hat, die für D3-Mangel typisch sind, sollte jedenfalls den D3-Rezeptor untersuchen lassen, was ebenso wie die D3-Serumspiegel-Bestimmung im Labor möglich ist.
Hintergrund ist wohl die Feststellung, dass “bei ADHS die VDR-Funktion [Vitamin-D-Rezeptor] signifikant verringert“ scheint, was wohl auf genetische Faktoren zurückzuführen ist?!
Daraus ergeben sich für mich 3 Fragen:
- Was für ein Test ist hier gemeint?
Diese Frage hat mich in einen Recherche-Hyperfokus gestürzt und ich teile jetzt meine Erkenntnisse über den „Bluttest zur Messung von freiem Vitamin D“ als Impuls für eine Diskussion oder Klarstellung. Ich hoffe, dass spätestens dann etwas zustande kommt, das Anderen hilft, Vitamin-D-Mangel festzustellen / zu beheben!
(Disclaimer: Ich bin medizinisch absoluter Laie und demnach dankbar, wenn sich hier Leute mit der Frage befassen, die bewanderter sind! Auch wenn ich nur Seiten zitiere, die für mich als Laie irgendwie fachlich koscher wirken, sind es eben Seiten von Laboren, die ja an diesen Tests verdienen… Außerdem habe ich auch Seiten gefunden, die den Nutzen von „freien Vitamin-D-Tests“ in Frage stellen und deshalb zunächst dieses Zitat: „Die Studien-Daten zum freien und bioverfügbaren 25-OH-D3 sind limitiert und die klinische Relevanz dieser Bestimmungen ist Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion.“ (Labor Beyer, Feb 2025) )
Also: Neben dem herkömmlichen Weg, den Vitamin-D-Stoffwechsel zu kontrollieren (Bestimmung des Gesamt-25-Hydroxy-Vitamin-D im Blut - auch als Gesamt-25-OH-D3 bezeichnet) gibt es wohl seit ein paar Jahren auch die Möglichkeit, das freie (!) 25-Hydroxy-Vitamin-D zu bestimmen. Dabei wird wohl nicht das an Proteine gebundene, gespeicherte Vitamin D3 erfasst, sondern lediglich das ungebundene, biologisch aktive. Das sei „unabhängig vom genetischen Hintergrund des Patienten und insbesondere unabhängig von biologischen Störgrößen und reflektiert […] das Vitamin D, das mit dem Vitamin D-Rezeptor interagiert.“ (Laborverbund LADR) Dieser Art von Bluttests könne gerade bei „Verdacht auf eine Störung des Vitamin-D3-Stoffwechsels“ helfen, Vitamin-D-Mangel zu therapieren, also Supplementierung zu planen und zu kontrollieren. (IMD Potsdam)
Anwendungsbeispiel hier (herkömmlicher Test übersieht Mangel).
So werten es manche Labore als „»Entwarnung«, wenn das freie Vitamin D unter Therapie [Substitution] in den Normbereich geht.“ (IMD Potsdam)
Somit ergibt sich Frage
2) Ist das also die zu bevorzugende Methode zur Bestimmung von Vitamin-D Mangel bei diagnostiziertem ADHS? Oder gibt es bessere Weisen und wenn ja, wer bietet diese an?
Zum persönlichen Hintergrund meiner Frage: Ich habe diagnostiziertes ADHS und bin auffällig häufig Krank (AU bei über 60% meiner Arbeitstage, konstant über mehrere Jahre). Ich und meine Hausärztin gehen von einem schwachen Immunsystem aus. Sie hat mich mehrfach auf die Bedeutung von Vitamin-D für das Immunsystem hingewiesen und Vitamin-D-Tests gemacht. Erstes Testergebnis: 17 ng/mL im Januar. Also habe ich D3 substituiert (2.000-4.000 IE/Tag) und so ergab sich das zweite Testergebnis: 36 ng/mL im Juli. Während ich meinen Wert also von starker Insuffizienz/leichtem Mangel in den schwachen Normbereich kriegen konnte, hat sich meine gesundheitliche Situation noch verschlechtert. Das Jahr danach fast das selbe Spiel.
Also will ich jetzt einerseits meinen Spiegel erneut testen lassen und ggf. das Aufstocken beginnen (Ziel: 40-50ng/mL). Aber da stellt sich mir persönlich die Frage
3) Sollte ich diesen Wert erreichen, kann ich dann wirklich diesen Faktor in Bezug auf mein schwaches Immunsystem ausschließen oder sollte ich lieber gleich mein freies Vitamin D messen lassen?
Dankeschön!