👉 Dringend: Finde keinen Arzt für ADHS-Behandlung (Raum Ulm/Günzburg/Augsburg) - wer kennt Anlaufstellen?

Hallo zusammen,

ich weiß aktuell wirklich nicht mehr weiter und hoffe sehr, dass mir hier jemand helfen kann – vor allem bei der Suche nach konkreten Anlaufstellen/Ärzten.

Ich bin 29 Jahre alt und habe ADHS (Diagnose seit Kindheit, zusätzlich 2019 und 2022 bestätigt). Zusätzlich habe ich eine Angst- und Panikstörung mit agoraphobischen Anteilen.

Ich war bereits stationär in Behandlung (Median Klinik Wilhelmsheim, ca. 4,5 Monate). Dort wurde ich damals auch erstmals medikamentös auf Elvanse eingestellt.

:brain: Aktuelle Situation

Mir geht es aktuell wieder sehr schlecht (ca. 8–9/10):

  • starke Konzentrationsprobleme (ich kann Gesprächen kaum folgen)

  • keine Struktur im Alltag

  • extreme Antriebslosigkeit (ich liege oft nur im Bett und komme nicht ins Handeln)

  • Vergesslichkeit

  • sozialer RĂĽckzug (teilweise wie soziale Phobie)

  • ich fĂĽhle mich oft „nicht ich selbst“

Zusätzlich habe ich starke körperliche Angstsymptome:

  • Herzklopfen / starkes PulsgefĂĽhl

  • Stechen in der Brust (teilweise wie Stromschläge)

  • Schwindel, Benommenheit

  • Kopf-, Nacken- und Augenschmerzen

:pill: Medikation (wichtig)

Ich habe Elvanse 50 mg von Januar 2022 bis März 2025 genommen.

Darunter ging es mir deutlich besser:

  • mehr Ruhe im Kopf

  • bessere Konzentration

  • mehr Motivation

  • sozial deutlich stabiler

Nebenwirkungen waren vorhanden (erhöhter Puls, weniger Appetit, unangenehmes Runterkommen), aber insgesamt hat es mir klar geholfen.

Ich habe das Medikament selbst abgesetzt, weil ich Angst hatte, dass es meinem Herz/Kreislauf schadet.

Seitdem ging es schleichend wieder bergab.

Aktuell nehme ich nur Sertralin 50 mg (seit ca. 1 Monat wieder, davor auch schon von 2018–2024).

Elvanse nehme ich momentan nicht, obwohl ich es eigentlich wieder bräuchte.

:prohibited: Mein eigentliches Problem

Ich finde einfach keinen Arzt, der mich behandelt.

Ich habe im Raum Ulm, GĂĽnzburg, Augsburg, Heidenheim wirklich alles versucht:

  • zahlreiche Psychiater angerufen → keine Neuaufnahmen

  • PIA Ulm → behandeln kein ADHS mehr

  • PIA GĂĽnzburg → nur Diagnostik, keine Behandlung

  • PIA Augsburg → nur fĂĽr eigenes Einzugsgebiet

Mein frĂĽheres Medikament wurde mir von meinem Hausarzt verschrieben, der inzwischen im Ruhestand ist, und seitdem habe ich gar keine medizinische Betreuung mehr.

Ich stehe gerade komplett ohne Hilfe da, obwohl sich mein Zustand deutlich verschlechtert hat.

:magnifying_glass_tilted_right: Was ich konkret suche

  • einen Psychiater zur Wiedereinstellung auf Elvanse (oder alternative Medikation)

  • regelmäßige Begleitung (so wie damals in der Therapie)

  • ggf. zusätzlich Psychotherapie

Ich bin bereit, 80–100 km zu fahren, z. B. Richtung:

Ulm, GĂĽnzburg, Augsburg, Heidenheim, Stuttgart, Memmingen, Kaufbeuren usw.

:man_running: Was mir noch hilft

Sport hilft mir etwas (Boxen, Joggen, Krafttraining), aber es reicht nicht aus.

:bullseye: Mein Ziel

Ich möchte einfach wieder:

  • Ruhe im Kopf haben

  • ohne Angst rausgehen können

  • normal mit Menschen sprechen

  • ein stabiles Leben fĂĽhren

  • wieder arbeiten können

:red_question_mark: Meine Fragen

  • Kennt jemand konkrete Ă„rzte / Ambulanzen / Anlaufstellen in meiner Region (oder im Umkreis bis ca. 100 km)?

  • Wie seid ihr wieder in Behandlung gekommen, wenn ihr ĂĽberall abgelehnt wurdet?

Ich bin wirklich fĂĽr jede Hilfe dankbar.

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Warst du schon in einer Akutambulanz in deiner Umgebung, daĂź die ggf. so lange mit Verordnungen weiterhelfen bist du einen Psychiater gefunden hast?

Hast du Kontakt zur Klinik aufgenommen und gefragt ob sie ambulant deine Behandlung übernehmen könnten. Falls die zu weit weg ist könntest du trotzdem dort anfragen und bitten ob sie vielleicht in ihrem Netzwerk jemanden haben, den sie kontaktieren damit dieser Psychiater dich behandelt?

Es gibt ja Berichte und Behandlung aus der Klinik und ggf. durch deine Kontaktaufnahme das es wichtig und pressierend sei und dann vielleicht sich für einen Behandlungsplatz einsetzen könnten. Plätze sind leider grundsätzlich extrem, extrem schwer zu bekommen und zumindest meines Wkssens in meinem Raum nur durch Aufnahme in eine lange Warteliste, was wahrscheinlich wenn ich dich nicht falsch verstehe eigentlich schon viel zu spät sei.

Du könntest auch noch wenn das alles nicht funktioniert dir eine Frauenberatungsstelle suchen und dort hingehen, deine Lage erklären und um Unterstützung bitten. Frauenberatungsstellen setzen sich grundsätzlich für ALLE FRAUEN IN EINER NOTSITUATION EIN.

Sie haben auch ein Netzwerk, könnten mit und für dich zu Ärzten Kontakt aufnehmen oder ggf. dich zu einem Psychiater begleiten wenn du persönlich in der Praxis um dringende Hilfe fragst bevor es zu spät ist..

Meist bewegt sich mehr wenn der Slzialpsychatrische Dienst oder eine Sozialarbeiterin von einer Frauenberatungsstelle dich begleitet und sich vorstellt (wer sie ist und warum sie dich begleitet)

Es ist ne helfende Stelle, zumindest wird es der Praxis schwerer fallen dich abzuweisen als wenn du alleine in die Praxis gehen wĂĽrdest.

Es ist nur ne Idee dessen Versuch zumindest lohnenswert erscheint.

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Hey, erstmal echt vielen Dank fĂĽr deine ausfĂĽhrliche Antwort :folded_hands:

Dass du dir so viel Zeit genommen hast, ist wirklich nicht selbstverständlich, hat mich echt gefreut und auch ein bisschen aufgebaut.

Ich bin ein Mann & keine Dame :winking_face_with_tongue:

Ich hab mir jetzt auf jeden Fall vorgenommen, den sozialpsychiatrischen Dienst zu kontaktieren und mir dort einen Termin zu holen. Das klingt fĂĽr mich gerade nach einer der sinnvollsten Optionen.

Wegen der Klinik wollte ich dich nochmal fragen:

Meinst du, es bringt wirklich was, wenn ich mich dort nochmal melde, wo ich damals stationär war (Median Klinik Wilhelmsheim)? Die ist halt leider 2–2,5 Stunden von mir entfernt und ich bin jetzt auch schon ca. 3 Jahre raus. Bin mir unsicher, ob die mir da noch helfen können oder ob das „zu lange her“ ist.

Und noch eine Frage:

Mit Akutambulanz meinst du einfach die psychiatrische Klinik bzw. Notaufnahme, oder? Also dass man da einfach hingeht und seine Situation schildert?

Ich bin mir da nämlich unsicher, weil bei mir in der Nähe (Günzburg) die PIA ja kein ADHS behandelt und ich nicht weiß, ob ich dann in der Klinik/Notaufnahme trotzdem ernst genommen werde oder ob die mich direkt wieder wegschicken.

Danke dir auf jeden Fall nochmal, ich bin wirklich fĂĽr jeden Tipp dankbar :folded_hands:

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E-Mail wĂĽrde schon versendet, vielen Dank!

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