Effekt bei Dosissteigerung ein valides Indiz für Unterdosierung?

Hallo🌞
Ich bin immer noch in der Lisdexamphetamin Eindosierungs–Phase und ich habe bei den letzten Dosiserhöhungen (immer +5 mg nach 5 Tagen) etwas beobachtet, das mich zu einer Frage bringt. Vielleicht wurde es woanders schon erwähnt, aber es ist mir noch nicht aufgefallen.

Am Tag der LDX Dosiserhöhung spüre ich jeweils einen guten Effekt: ich werde ruhiger, die wirren Gedanken in meinem Kopf verschwinden und ich kann mich besser konzentrieren. Der Effekt ist dann fast so gut wie in der Honeymoon-Phase ganz am Anfang … einen Tag lang.

Aber schon am zweiten oder dritten Tag ist dieser Effekt wieder deutlich geringer und ich merke, daß ich „meine Dosis“ immer noch nicht gefunden habe. Ich mache mit der Dosis weiter, bis Steady State erreicht ist, aber die Wirkstärke vom ersten Tag kommt nicht zurück.

Mir erscheint es nun naheliegend, daß dies ein Indiz dafür ist, daß ich immer noch unterdosiert bin. Weil die Dosissteigerung kurzfristig gut wirkt, sich dann aber wieder eine Toleranz einstellt.
Ist dieser Schluß zulässig, oder könnte das bei einer schon vorhandenen Überdosierung auch so sein?

Wenn man aus diesem Effekt mit einer gewissen Sicherheit ableiten könnte, daß ich noch unterdosiert bin, wäre das für mich eine Erleichterung und ich müßte mir keine Sorgen machen, wenn ich weiter raufdosiere. Wie viele andere auch, bin ich relativ unsicher bei der Beurteilung der Wirkung. Ich fühle mich manchmal „etwas drüber“ und auch der Blutdruck hat sich zuletzt noch einmal ein wenig erhöht, so daß ich unsicher bin, ob ich nicht vielleicht schon längst überdosiert bin.

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:adxs_wink: @blinkenbaum

Für mich war tatsächlich der Blutdruck ausschlaggebend, für’s weitere steigern, ebenso für meinen Rückschritt.

Ich brauchte einfach etwas, woran ich mich orientieren konnte, da ich diese Euphorie auch nie hatte, von der hier einige schreiben.

Meine Messlatte für die Dosis waren somit BD & Puls, denn ich möchte mich zum einen ja auch wohlfühlen und zum anderen kein weiteres Medi nehmen, um den BD zu senken.

60mg waren heftig, aber nun bei 50mg sind die Werte wieder im grünen Bereich, ich fühle mich gut damit und kann nun erstmal in Ruhe beobachten, was Elvanse für mich tut.

Das war bisher mein Weg, vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen.

Alles Gute weiterhin :four_leaf_clover:

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Bei einer Überdosierung steigen die Nebenwirkungen, nicht die Wirkung.
Wie viel nimmst du denn im Moment?

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das wird mit ziemlicher sicherheit daran liegen, daß elvanse + ritalin nur funktioniert, wenn du energie hast. und am dritten tag bist du komplett alle.

übersetzt heißt das: du isst zu wenig.

stimulanzien bedingen eine erhöhung der basalen stoffwechselrate. du sezt mehr energie um.

gleichzeitig hast du viel weniger appetit.

die dosis klappt, sonst wärst du nicht effektiv. also liegt das problem woanders, und nicht direkt an der dosis.

kurzfristig kannst du mit der erhöhung was reißen, stimmt. das bleibt aber nicht, weil deine energie fällt und fällt und fällt.

das müßtest du sogar mit einem blutzuckertest messen können.

da musst du aber sehr oft am tag messen, und in vielen körper zuständen, also wach, müde, mit elvanse, ohne elvanse, mit effektivität, mit hoher dosis, mit niedriger dosis.

ich sage voraus: keine effektivität = für deine verhältnisse niedriger blutzucker.

dosissteigerung: blutzucker steigt kurzfristig an, fällt dann aber ab.

in ALLEN fällen ein konstant immer gleicher blutzucker ist der ideale zustand. der körper will immer den gleichen wert haben.

naja istn sehr komplexes thema, hab mich 2 jahre damit beschäftigt, weil ich ultrakopfschmerzen hatte…

versuch pause, überleg was du isst, iss ein bisschen mehr, und vor allem BEVOR du deine tagesdosis nimmst.

du fühlst dich drüber:

ja, das ist das unangehme gefühl der überdosis. oder wenn man ritalin / elvanse nimmt, aber nichts gegessen hat, oder krank ist.

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puls und blutdruck bei gesunden menschen:

salz und magnesium + calcium. hau dir das mal rein wenn du wieder herzkasper hast.
salz in glas wasser auflösen, trinken. muß salzig sein, aber nur so salzig daß du nicht reiherst.

warum einem das nicht gesagt wird, weiß ich auch nicht.

Danke für den Tipp, aber die Zeiten sind für mich leider bereits lange vorbei, deshalb muß ich auf andere Kleinigkeiten achten.

Aber Dankeschön, vielleicht hilft es ja einem anderen Fori.

ja, sorry. hilft leider wirklich nur, wenn du gesund bist, also alles normal funktioniert, abgesehen vom adhs.

wenn man gerade an der grenze zu mangel ist, kann das stimulanz einen manchmal in den mangel reinschieben.

gute besserung!

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@Silberlocke
Bei mir war die positive Wirkung (endlich Ruhe im Kopf, klar und konzentriert denken können, genug Energie, um Dinge anzufangen und fertig zu kriegen) so überzeugend, daß ich es in Kauf nehme, dafür einen niedrig dosierten Blutdrucksenker nehmen zu müssen. Zumal es möglich ist, daß der Blutdruck sich vielleicht wieder normalisiert, sobald der Körper sich angepaßt hat.


@UlBre
Ich bin gerade bei 45 mg.
Am ersten Tag mit 45 mg dachte ich: das ist es endlich - so müßte es den ganzen Tag über sein. Ruhe und Konzentrationsfähigkeit waren so gut wie vorher nur ganz am Anfang einmal, aber jetzt statt der bisherigen 4 ½ Stunden etwa 6 Stunden. Also eine Steigerung der Wirkung. Allerdings stieg an diesem Tag der Blutdruck etwas an, weshalb ich die Dosis des Blutdrucksenkers etwas erhöht habe. Der Blutdruck ist wieder im Normalbereich, nur mein Puls ist höher (+20) als vor der Medikation, aber noch im unbedenklichen Bereich.


@ppaul
Da könnte was dran sein. Ich fühle mich ertappt. Tatsächlich war ich noch nie ein Fan ausgiebiger Frühstücke. Zur Zeit ist das eine Scheibe Brioche mit einer Tasse entkoffeinierten Kaffees. Etwas richtiges esse ich erst um 14, 15 oder 16:00 Uhr. Das war auch vor meiner Diagnose schon so. Allerdings war ich zu der Zeit mit zu wenig Dopamin auch viel weniger aktiv.
Ich finde es furchtbar lästig und weiß auch gar nicht wie ich es anstellen soll, aber ich versuche es ab morgen mit einem ausgiebigen Frühstück. Mal sehen, ob sich etwas ändert. Gleich nach dem Aufstehen und bevor das LDX wirkt fühle ich mich aber nicht in der Lage, mir irgendwelche opulent Mahlzeiten zu zaubern. Ich müsste irgendetwas am vorhergehenden Abend oder in der Nacht vorbereiten, nur was? Es dürfte nicht zu aufwändig sein, sonst kriege ich das auf Dauer nicht hin.

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versuch folgendes:

spiegel ei mit kartoffeln und speck. oder sowas in der richtung. pretein, fett, gemüse, plus etwas weniger kohlenhydrate als man essen würde, du musst den schwerpunkt etwas in richtung fett und protein schieben - weil das länger satt macht. vergiss salz nicht. salz ist shr wichtig, weil man bei elvanse meist gewicht verliert, und dabei auch salz.

was bei mir gut funktionier hat, ist kochautomat. ich hau irgendwas rein, wenn ich wiederkomme, habe ich einen eintopf.

ja klar, abends essen geht auch - aber nur, wenn es nicht ausschließlich kohlenhydrate ist.

iss eine ganze dose erdnüsse, bevor du elvanse nimmst. iss hart, aber geht. irgendwas musst du verändern, du merkst ja, daß du probleme hast.

auf die dosissteigerung und den essensmangel sind viele reingefallen, du musst dir das nicht zu herzen nehmen. ich hab das auch ein jahr lang so gemacht, bis ich gemerkt habe, was ich für ein iiot bin.

das elvanse täuscht das hungergefühl bei manchen leuten echt superkrass.

denk dran daß du ca. 30 % mehr energie umsetzt, die muss irgendwo her kommen (diese zahl hab ich mir natürlich ausgedacht, es ist eine gefühlte angabe)

mach ein paar tage komplett pause. dann steig ein mit essen BEVOR du elvanse nimmst, das ist SEHR wichtig.

hau dir in der pause ein paar steaks mit gemüse rein.

dek dran. nur nudeln, hafer und milch und proteinshakes läuft nicht.

gibt viele wissenschaftler die sagen, daß proteinshakes , das protein betrachtet, eh voll der humbug sind. iss viele eier, zur not gekochte fertig gekauft.

iss fisch. iss gemüse.

ok viel glück!

iss zur not ne packung käse morgens, nen ganzen camembert, ein fertiges schnitzel, fertige gekaufte fleischbällchen. das alles kannst du mit drei bissen wegputzen. nix mit kochen, du nimmst es aus dem kühlschrank, und würgst es dir rein, weil du ein volldepp bist, der nicht auf seinen körper hören kann, so wie ich.

mach alles, außer garnichts essen, oder schwerpunkt kohlenhydrate. schwerpunkt ist für leute wie wir es sind: proteine, fett, gemüse.

kohlenhydrate + obst sind nettes beiwerk.

ok, viel glück, du machst das schon, alles wird gut :wink:

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@ppaul
Danke für die Tips und für die aufmunternden Worte :blush:

Es war mir tatsächlich noch nicht richtig klar, daß ich bei meiner nun deutlich erhöhten Aktivität auch etwas mehr essen müßte. Ist bei mir auch so eine saisonale Sache. Im Sommer mache ich mir ganz gern irgendein leckeres Gemüse, mit dem ich mich dann ins Grüne raussetze. Mitte Oktober bis Mitte März ist bei mir in den letzten Jahren immer eine saisonale Depression da. Habe dann keine Lust, in meiner kleinen Single Küche zu stehen und mit Essen rumzumachen.

Sehe aber ein, daß ich das jetzt ändern muß. Wenn es wirkt, wäre das natürlich eine Motivation, um in dieser Richtung weiterzumachen. Vielleicht bin ich ja schon nah an meiner richtigen Dosis dran.

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