Hallo ich mal wieder. Wir sind nun bei 2mg intuniv und 20mg Ritalin LA angekommen. Wirkung, nicht zufriedenstellend.
Er ist immer noch sehr impulsiv und aggressiv wenn es nicht nach ihm läuft, Autoritätsproblem. Schule ist gut. Noten gut. Verhalten in der Schule unauffällig.
Wir werden wohl das Intuniv wieder absetzten. Unter dem Ritalin LA ist es ertragbar. Sollen wir es mit einer Nachmittagsdosierung Ritalin oder Medikinet versuchen?
20 mg Ritalin LA decken nicht den ganzen Tag ab. Bei meinem Sohn wirkt es etwa vier Stunden. Es müsste also am Mittag nochmals nachgelegt werden. Zum Beispiel 10 mg Ritalin LA. Und je nach Einnahmezeit auch nochmals am Nachmittag/frühen Abend zb 2,5 mg unretardiertes Ritalin.
Ja unbedingt eine zweite Dosis! Dass es in der Schule wirkt und zu Hause nicht, liegt wohl am Rebound und dass die Wirkung nicht bis am Nachmittag anhält, wie ich ganz oben mal geschrieben hatte:
@Ecomo89 Ich finde den Gedanken von Moya schon berechtigt und möchte die Frage mal präzisieren:
Wie geht es ihm in den Ferien? So nach 4/5 Tagen schulfrei?
Eine Überreizung entsteht nicht über Nacht. Die baut sich über Tage, Wochen langsam auf und ist nicht über Nacht durch 1x schlafen am nächsten Morgen weg.
Beide meiner Kinder sind laut Test am Cut-Off. Aber es ist nur ein Test, der eine Momentaufnahme zeigt. Will sagen, trotz Cut-Off Ergebnis sind sie Autisten (mit ADHS) und der Schulalltag reibt sie auf. Tag für Tag. Wenn sie nach den Ferien erholt, mit Energie wieder in der Schule starten, ist die erste Woche okay. Die zweite Woche wird schon wieder anstrengender für sie. Ab Woche drei fehlten dann komplett die Ressourcen. Sie sind überreizt, was sich deutlich in ihrem Verhalten zeigt. Nicht in der Schule, da wird maskiert. Aber zuhause knallt es bzw. wird implodiert.
Ecomo89, achte mal darauf. Und wenn du magst, gib uns eine Rückmeldung.
also überreizt ist er aufjedenfall. Wir denken ebenso das es in die ASS Richtung geht. Vermutlich Kombination ADHS, ASS, Hochbegabung… Diagnose haben wir nur für ADHS.
Konzentration bekommen wir mit Ritalin LA20 hin damit ist er auch super zugänglich und scheint zufrieden zu sein.
Abends dann 3mg Intuniv.
Er ist sehr leicht Reizbar. Gefühlt hat er kaum Impulskontrolle.
Ist schlecht, ist daher unterzuckert und gereizt.
Nun sind Ware wir nochmals beim Arzt, dieser meine wir sollten es nochmal auf 4mg Intuniv und den ritalin la20 versuchen.
Wir haben nun seit gut 5 Wochen Elvanse. Gestartet sind wir bei 20mg 1 Woche dann 30mg 1 Woche und anschließend 40mg 1 Woche. Es eskaliert leider zunehmend.
Mit 40mg kommt er überhaupt nicht klar, sagt das er in der Schulpause nur noch rumsitzt und nichts mehr Spielen möchte. Ich nehme an die 40mg sind für ihn zu viel. Wie sind eure Erfahrungen? Er möchte diese nun auch nicht mehr nehmen.
Wir sind heute wieder auf 20mg runter, mal sehen wie hier seine rückmeldung nach der Schule ist.
An dem Tag als wir von 20mg auf 30mg gegangen sind lief alles super, Tagsdrauf bereits nicht mehr. Er ist sehr schnell gereizt, aggressiv impulsiv.
Wurde zu schnell hochdosiert? Ist es doch nicht das richtige Medikament? Gibt es unterschiede bei den Generikas?
Was können wir noch machen sind langsam echt am verzweifeln!
Eigentlich schlage ich selten Mediwechsel vor, da ich ein ständiges hin- und herwechseln aufgrund von Tipps im Forum nicht sinnvoll finde.
Aber da wir so gute Erfahrungen gemacht haben und ich im Zitat von dir einen Ansatzpunkt sehe: Unser Sohn hat genau diese Kombi (halbe Dosis aber das spielt keine Rolle), ABER wir ergänzen am Mittag mit Medikinet retardiert. Auf eure Dosis umgerechnet würde das heissen:
Morgens: 5 mg Ritalin unret + 36 mg Concerta
Nach dem Mittagessen: 10 mg Ritalin LA
Am Mittag reicht eine halbe Dosis, da noch ein Rest vom Concerta im Blut ist.
Nur so beim Lesen ein Gedanke – in komplexen Fällen in denen das MPH nicht ausreichend wirkt gibt es Psychiater die MPH mit Guanfacin kombinieren und gerade mit Vermutung Richtung ASS - vielleicht wäre es eine Überlegung wert, das mit dem Psychologen zu besprechen.
Wenn die ASS im Raum steht bitte auch mit dem Psychiater besprechen. Mit dieser Diagnose hat man vielleicht auch noch andere Hebel in der Schule. Und bei uns ist das auch so - nach der Schule erst mal 1-2 Stunden runterregulieren. Erst dann sind Hausaufgaben möglich. Mit der Pubertät wird es ja noch herausfordernder, wenn die Hormone bei der optimalen Dosis mitmischen. Deshalb sind Angebote zum runterregulieren, erst mal nicht interagieren und reden nach der
Schule, zusätzliche Pausen in der Schule (kurz vor die Tür setzen - mit Lehrer absprechen) usw. sehr hilfreich sein.
PS: und ich habe oft gelesen dass die ASS Symptome oft bei mit MPH behandelten ADHS ein bisschen mehr zum Vorschein kommen. Reizüberflutung und Meltdown etc. sind dann nicht mehr vom ADHS gepuffert.