Wir sind auch nicht an der zieldosis von 40 mg angekommen. Mein Sohn hat 25 mg gut vertragen, alles darüber hinaus hat ihn aggressiv gemacht.
Das mit dem Appetit wurde bei uns mit der Zeit besser.
Hallo Vonni, darf ich fragen was bei euch die „Hauptproblematik“ ist?
Unsere aktuelle Situation: wir hatten ja im Winter und Frühjahr einige Wochen, nachdem wir auf der Zieldosis von 35 mg angelangt waren, die wirklich super entspannt waren. Kurz nach Ostern fing das ganze wieder an zu kippen. Hier hatte ich die Vermutung, dass sie unterdosiert war, da sie gewachsen ist und an Gewicht zugenommen hatte. Also höher dosiert, das war dann zu viel (so auf alle Fälle mein Gefühl), jetzt sind wir seit 2-3 Monaten auf 40 mg, was wieder den 1,2 mg pro kg Körpergewicht entspricht (wie im Winter mit den 35mg).
Leider sind wir nicht mehr in die richtig entspannte Situation zurück gekommen, welche wir im Winter/Frühjahr hatten. Allerdings haben wir auch wirklich eine schwierige Zeit hinter uns, lauter emotional schwierige Situationen fürs Kind (Klassenfahrt, Abschluss der 4. Klasse, Kennenlernen der neuen Schule und Klasse vor den Sommerferien, sehr viele Klassenarbeiten in kurzer Zeit, ein schwerer Fahrradunfall ihres Vaters mit Krankenhausaufenthalt und OP und daraus bedingt die Absage unserer Pfingsturlaube…), was die ganze Sache für sie sehr erschwert hat. Solche Dinge kann sie emotional nur sehr schwer verarbeiten und das „gärt“ immer sehr lange nach und entlädt sich dann hier zu Hause in massiven emotionalen Ausbrüchen/Meltdowns und deutlicher Gereiztheit, Schulverweigerung… Eigentlich hatte ich gehofft, dass das Atomoxetin genau das „abmildern“ würde, hat es bestimmt auch, aber eben nur bedingt.
Parallel haben wir in der Schule nach wie vor massive Konzentrationsprobleme, was den Selbstwert des Kindes arg runter zieht.
Nun hatten wir gestern Termin bei der KJP und versuchen zum Atomoxetin ganz ganz niedrig dosiert Elvanse dazu zu geben. Allerdings erst am Ende der Sommerferien. Wir werden wohl mit 5 mg starten. Es kann gut sein, dass wir nicht in den Konzentrationsbereich kommen werden, aber es gibt Studien, welche besagen, dass ganz niedrig dosierte Stimulanzien bei Kindern, welche solche emotionalen Probleme haben wie bei uns, helfen können, in der Emotionaregulation. Und evt hilft es ja doch ein wenig bei der Konzentration.
Das ist aktuell unsere Situation. Leider nicht so schön wie im Frühjahr. Und wir haben auch schon sehr viel durch, viele Medikamente (wobei Elvanse noch nicht dabei war, aber Attentin), 2 Jahre Verhaltenstherapie…
Hallo. Sorry für die späte Antwort, aber es ist schwierig und man hat nicht immer die kraft für alle. Kennt ihr ja sicher selbst.
Unser Hauptproblem ist Wut, Zerstörungswut, dazu schlechte Laune, alles diskutieren. Schlechte Konzentration, will nicht zur Schule, weil langweilig. Schwierig ist es auch sozial mit gleichaltrigen Kindern.
Wir stehen immer noch bei 18mg. Haben am Dienstag einen Termin, nach dem wir hoffentlich steigern können. Ansonsten bin ich mir sehr unsicher, ob ATX das richtige Medikament für uns ist. Ich habe lust, Intuniv zu probieren. Mal schauen, was man uns am Dienstag sagt.
Schade für euch, dass es nicht mehr so richtig klappt. Hab ich schon mehrmals gelesen, dass es eine zeitlang super läuft, um dann wieder umzuschlagen. Da frag ich mich, warum das für manche so schwer sein muss. Andere fangen an mit Ritalin oder so und haben das dann viele jahre und es funktioniert. Zermürbend…
Was ich bei unserem Sohn beobachte: er ist sehr einsichtig, beruhigt sich etwas leichter, ist aber auch irgendwie in schlechterer Grundstimmung. Stellt sein Leben in frage wegen seiner Diagnose. Gestern war er so wütend und wollte erwas zerstören. Haben aber nix gefunden, was ihm und uns recht war, kaputt zu machen…da hat er sich langsam aber sicher trotzdem runter reguliert. Ist ja schon mal was…
Hey es ist ja jetzt schon ein Jahr her deine Nachricht. Wie ist es bei euch weiter gegangen ? Habt ihr das richtige Medikament gefunden ? Ich kann so gut nachempfinden wie es euch als Eltern geht. Bei uns ist auch seit Wochen wieder Katastrophen Zustand. Ich weiß nicht mehr weiter. Wir haben so viel durch seit einem Jahr. Ich kann bald nicht mehr.
Ihr könnt irgendwo einen Sandsack aufhängen und ihn wenn er sich abreagieren muß men Besenstiel oder Baseballschläger geben mit dem er auf nen Sandsack alternativ auch Bettbezug mit Decke oder Schaumstoff aufhängen und achlagen lassrn.
Zum abreagieren körperlich wahrscheinlich das schnellste und effektivste
Wie ist denn bei euch der Stand? Ihr hattet Intuniv probiert, oder?! Sind die Nebenwirkungen irgendwann weniger geworden?
Wir haben vor Weihnachten ATX und Concerta abgesetzt und sind im Rahmen einer “stationsäquivalenten Begleitung” dabei Intuniv einzudosieren. 1 Woche 1 mg, dann 1 Woche 2 mg und nun seit 2 Wochen 3 mg. Ich habe das Gefühl dass es positiv ist, dass sie nicht mehr alles völlig aus der Bahn wirft, dass sie den “Weg zurück findet”, wenn sie wütend wird. Auch wir haben als Eltern versucht einiges zu ändern, begleitet durch die Klinik, die die stationsäquivalente Begleitung anbietet. Aber es ist durchaus noch “Luft nach oben”. Es steht im Raum dem Intuniv erst mal noch Zeit zu geben, um seine Wirkung noch voll zu entfalten, um dann ggf. noch auf 4 mg hoch zu gehen und/oder nochmal die 18mg Concerta dazu auszuprobieren (Intuniv tut leider hier nichts für die Konzentration).
Sprich es hat sich alles etwas beruhigt bei uns, ich bin vorsichtig optimistisch… Aber wir hatten es leider schon oft, dass das Kind zunächst positiv auf Medikamente reagiert hat und dann ist bei ATX z.B. die Wirkung verpufft, bei Stimulanzien wurde die emotionale Dysregulation noch ausgeprägter…
Ich kann deine Aussage “nicht mehr weiter zu wissen” so sehr verstehen. Ich stehe/stand immer wieder an dem Punkt. Man funktioniert irgendwie noch, aber ich weiß gar nicht wo die Kraft noch hergekommen ist.
Hallo Vonni, wie ist denn bei euch aktuell der Stand? Seid ihr noch bei ATX oder habt ihr doch noch Intuniv ausprobiert? Wir mussten ATX wieder absetzen und dosieren gerade Intuniv ein… schauen wir mal
Hallo Lielan.
Wir haben schon im August wieder abgesetzt. Er war deprimiert und hatte suizidale Gedanken.
Nach dem Sommer haben wir beschlossen, ihm eine lange Pause zu gönnen und sind momentan noch ohne. Er hat auch wahnsinnige Angst, was neues zu probieren. Ausserdem haben wir einen sch… Arzt, der Intuniv nicht versuchen will, aber auch nicht nochmal Methylfenidat. Es ist frustrierend. Wir wohnen in Norwegen und hier hat man nicht so die Chance, einfach einen neuen Arzt zu suchen…
Oh je, das hört sich schwierig an. Wir hatten letztes Jahr ein halbes Jahr komplett ohne Medikamente, was dann aber leider auch nicht die Lösung war. Intuniv wollte unsere Ärztin auch nicht probieren, wir haben es nun im Rahmen einer “stationsäquivalenten Begleitung” eindosiert. Ich bin aber auch grad unsicher, ob wir nicht noch weiter hoch gehen müssen… Aber das muss dann ambulant laufen. Und hier hat unsere Ärztin gekündigt, haben bei einer neuen Ärztin Mitte Februar einen Termin, schauen wir mal was die dazu sagt… Ich drück euch fest die Daumen, dass ihr einen guten Weg findet. Es ist einfach unglaublich kräftezehrend…