Eindosierung Elvanse bei 10jährigem ADSler

Hallo zusammen,

wir kämpfen uns seit etwas mehr all drei Wochen durch die Eindosierung unseres Sohnes mit Elvanse:

5 Tage lang 5mg waren ok, habe tatsächlich schon an Tag 1 erste Verbesserungen in der Selbstregulation gemerkt, aber alles sehr subtil

Dann aufdosiert auf 10mg - ab da überdreht, immer wieder Kopfweh, hat den kleinen Bruder dauergepiesakt. Nach Rücksprache mit KJP wieder zurück auf 5mg.

Nach 4 Tagen weiter mit 7,5 mg, alles entspannt, aber immer wieder Klage über Müdigkeit.

Seit gestern jetzt 10mg: Er kommt mir innerlich ruhiger vor, ist aber doch irgendwie Entscheidungs unfreudiger als sonst, weinerlich. Aber wieder gute Beobachtung meinerseits im Bezug auf Selbstregulation. Nach 10 Stunden hat er Kopfweh was mit trinken besser wird. Heute Abend war er extrem müde.

Mein Mann ist sehr skeptisch wegen der Medis an sich und will ihn so nicht an Dienstag (1.Schultag in Bayern) in die Schule schicken.

Wie würdet ihr weitermachen? Bin grad so ratlos.

Hallo liebe Stehaufmama,

so wie deinem Sohn ging es mir mit Concerta. Vorher hatte ich Medikinet und das lief super. Der einzige Grund, ein anderes Medikament zu testen, war die Einnahme mit Mahlzeiten, die auf Grund eines wechselnden Tagrhythmus und vielen Auswärtsterminen manchmal sehr schwer war. (Abgesehen davon, dass es schwierig war, die Mittagsdosis zu nehmen, wenn man keinen Hunger hat :face_with_hand_over_mouth: )

Unter Concerta war ich auch sehr unausgeglichen, teilweise nervös und aufgedreht, die Stimmung war auch recht gedrückt. Auf Anraten einer Ärztin versuchte ich es ein paar Wochen lang, in der Hoffnung, dass sich die Symptome legen. Schaut euch die aktuelle Dosierung vielleicht noch ein paar Tage an, aber wenn die Nebenwirkungen so bleiben, denke ich, solltet ihr nochmal ein anderes Präparat probieren. Es gibt so viele verschiedene Medikamente, alle wirken ein bisschen anders bei jedem einzelnen Menschen. Jeder Körper verarbeitet die Medikamente anders und auch die Medis wirken unterschiedlich. Einige erhöhen den Ausstoß von Dopamin, andere hemmen die Wiederaufnahme. Irgendwie scheint hier bei vielen ein wichtiger Unterschied zu liegen, welche Medikamente besser oder schlechter wirken inkl. Nebenwirkungen.

Wegen dem Kopfweh: Ihr könnt mal Traubenzucker probieren. Den habe ich immer dabei, weil die Medis irgendwann im Verlauf den Blutzucker rasch abfallen lassen und das führt zu Kopfschmerzen. So nach 2 h muss ich immer mal ein zwei Stückchen Traubenzucker einwerfen und die Kopfschmerzen bleiben weg. Auch wenn ich spüre, dass Kopfschmerzen im Anmarsch sind, Traubenzucker hilft da ganz fix.

Die Müdigkeit hatte ich von Concerta auch und das ist wohl nicht ungewöhnlich. Daher habe ich wieder zurück zu Medikinet gewechselt.

Liebe Grüße und alles Gute für die Eindosierung.