Eindosierung Elvanse

Hi
also hier jetzt der Eindosierungsthread.
Vlt kann ja jeder einfach den weiterbenutzen und Fragen stellen zur Eindosierung.

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Ich fang mal an.
Leider hab ich ein wenig schlechte Laune, weils grad nicht so gut läuft. Ich hatte zuerst mit 10mg angefangen und dann auch leicht erhöhten Puls. Ansonsten gings mir eig. morgens gut und es hat sicher was gewirkt im Gegensatz zu gar nichts.
So nach 3 bis 5 h kam dann so ein Down, das ich mal stärker und mal weniger merkte. Danach nahm ich mit noch einigem zeitlichen Abstand um wirklich sicher zu sein, das das Elvanse nicht mehr wirkt dann Ritalin unretardiert.

Ich hatte dann von 10mg auf 15mg.
Heute 20 mg.

Ich war nach der Einnahme sehr müde, was ja auch eine NW sein kann. Dann war ich ca 3 Stunden ziemlich aktiv, hab alles erledigt, war aber eher zu schnell, zu fahrig, und assozial. Mein Handeln war auch nicht sonderlich gut überlegt bzw nach einem Plan, also eher sprunghaft und eine Arbeit anfangen und mich vom nächsten Ablenken lassen. Also ev schon zuviel Elvanse?
Ist mir aber aufgefallen, das während dieser Tage mit Elvanse die Wohnung chaotischer wurde.

Dann nach 4 h wieder das Down und Danach total verwirrt, einfach nicht klar im Kopf. Auch mit dem unretardierten Ritalin wurde das im Kopf nicht besser.

Ich überlege jetzt hald mal einen Tag pausieren und wieder nur das Ritalin unretardiert nehmen, was die einzige Medikation ist, die sonst funktioniert, wobei ich mir nicht 100% sicher bin ob es wirklich so gut ist, aber immerhin schaffe ich den Alltag damit.

Leider hatte ich mit Concerta also das retardierte MPH sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte es ca 3 Wochen genommen, versucht irgendwie einzudosieren und war in der Zeit total neben der Spur, also es hat das ADHS wohl eher verschlimmert. Das hab ich dann erst gemerkt, als ich wieder das Ritalin nahm. Das möchte ich jetzt mit dem Elvanse nicht nochmals so erleben. Es hat auch blöde Folgen teilweise für das Leben sowas.

lg Zoraya

Mir geht es gerade ähnlich:
Habe mit 10 mg angefangen und es war ganz angenehm. Das nervöse Flattern im Bauch ließ gut nach und ich fühlte mich wohl.
Konzentrierter war ich jetzt nicht unbedingt, aber ok. Muss ich wohl mit leben.
Dann 15 mg - war auch ok.
Bei beiden Dosierungen hatte ich aber nach einer Woche keine Wirkung mehr. Wie eine Gewöhnung. Das war bei MPH tatsächlich nicht so.

Jetzt bei 20 mg fühlt es sich schlecht an. Ich bin flatterig, unruhig, zerstreut, leicht verwirrt… Ich hatte das auch bei MPH (Medikinet und Ritalin).
Dieselbe Frage wie bei @zorayazia : ist das schon überdosiert
oder könnte das auch Nebenwirkung sein?

Oder anders: hat jemand hier die Erfahrung gemacht, dass das vorüber geht wenn man die Dosis beibehält oder weiter aufdosiert?

@Hibbelanna
Und was machst du dann in der Situation? Hattest du es den ganzen Tag diese Wirkung oder hat es nachgelassen?

Also bei mir ist das grösste Problem glaube ich, dass es aufhört irgendwann.

Ich überlege mir jetzt mal das Attentin oder bei uns in CH heisst das anders vom Arzt zu holen, damit ich dann verlängern kann.

lg Zoraya

Gestern und heute hatte ich die Wirkung den ganzen Tag - jetzt (nach 19 Uhr) wird es langsam besser.
Das nervt einfach nur.
Im Beipackzettel ist dieses Gefühl als Nebenwirkung aufgeführt. Und Nebenwirkungen gehen ja wohl häufig wieder vorüber (???). Hatte jemand andere Nebenwirkungen und kann das bestätigen, dass die wieder vorüber gehen?

Ich habe jetzt mal beschlossen, das noch 2-3 Tage „auszuhalten“, wenn es dann nicht besser wird, gehe ich wieder auf 15 mg. Wobei die Frage ist, ob das Sinn macht - da hatte ich eigentlich dann nach ein paar Tagen überhaupt keine Wirkung mehr, ich meine, dann kann ichs auch lassen…

Momentan habe ich (wie man unschwer erkennen kann :oops: ) wenig zu tun und kann (eigentlich: muss!) mir die Zeit „leisten“. Autofahren könnte ich zB. so mal gar nicht. Auch nicht wirklich unter Leute…
Eine ähnliche Erfahrung hatte ich ja schon bei MPH. Allerdings hat mir Ritalin, niedrig dosiert, mehr gebracht als jetzt Elvanse.
Auch da war schon die Frage: kann es sein, dass es beim Aufdosieren wieder besser wird und die Nebenwirkungen verschwinden. Hatte es aber nicht ausgehalten und bin dann - wegen der angenommenen besseren Verträglichkeit - auf Elvanse umgetopft worden.

Also der Unterschied zwischen Nebenwirkung und Überdosierung ist mir da überhaupt nicht klar.

@Hibbelanna
Ja ich kann leider so auch nichts tun wegen Autofahren usw. Das ist ja gut, dass du dir die Zeit nehmen kannst. Ich hab hald das Kind und muss eig. schon funktionieren und gehe eigentlich auch überall mit dem Auto hin. Dann hast du auch ganz neu angefangen?
Dann sind wir in der gleichen Situation. Ich hatte zuerst Ritalin, das war ok, dann Concerta, das ging gar nicht.
Ich hatte jetzt heute wieder das unretardierte Ritalin. Da ist mir auch aufgefallen, das ich teilweise nervös werde.

Also in einigen Eindosierungsempfehlungen steht, das man bei Nervösheit nochmals ein Bisschen weitersteigern soll, das ist aber bei MPH stand das. Du solltest mal deinen Arzt fragen. Persönlich habe ich Angst vor Psychosen, was bei zu hoher Dosierung anscheinend ausgelöst werden kann.
Ich bin aber normalerweise eher Hypo. Wie Unterscheidet sich dann das Gefühl, das du vom Medikament hast zu dem was du normalerweise hast? Sorry wenn das eine doofe Frage ist :smiley:

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Normalerweise habe ich eine Grundhibbeligkeit (seit ich denken kann), die sich in Unkonzentriertheit und Unruhe (auch motorisch) äußert, in Gedankenkreisen, knibbeln, viel reden, nervöser Magen, nervöse Blase…
Jetzt bin ich grade angespannt bis in die Haarspitzen. Könnte mit den Fingernägeln die Wände hoch gehen. Fühlt sich an wie eine leichte, aber andauernde Panik oder Angst, vermutlich weil es mir auch Angst macht. Habe eben Puls und Blutdruck gemessen, ist aber ok…(zum Glück)
Ich denke, ich werde etwas runterdosieren - noch so einen Tag will ich echt nicht. Auch wenn ich es jetzt nicht für gefährlich halte… Vielleicht probiere ich es irgendwann später mal aus, was sich noch machen lässt.
Vermutlich pfuschen mir da auch die Hormone (Wechsel) mit rein, das lässt sich ja so alles nicht so trennen.
Es wäre halt echt nett, wenn’s ein bissel einfacher wäre. Kompliziert hatte ich jetzt eigentlich genug…

Elvanse fand ich im Vergleich zu MPH weniger konzentrationsfördernd, weniger Fokus… und ich hatte auch das Gefühl, dass die Nebenwirkungen zu stark wurden, ohne dass die optimale Dosis erreicht war.

Jetzt mit Attentin finde ich die Wirkung etwas greifbarer…

@Hibbelanna
@zorayazia
Wie lange seit ihr bei der ersten Dosis geblieben?

Bei Elvanse ist es wichtig nicht zu schnell zu steigern. Also mind. 1 Woche am Anfang, zum Ende der Zieldosis kann ich bei meinen Männern frühestens nach 2 bis 3 Wochen, eher 4 Wochen sagen in es passt.

MPH kann alle 2-3 Tage hochgesteigert werden. LDX aber sollte wie eben beschrieben länger beibehalten werden.

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Ich hatte erst gesteigert, nachdem ich praktisch keine Wirkung mehr gespürt hatte. Nach je einer reichlichen Woche.
Aber im Prinzip hatte ich wie gesagt bei MPH dasselbe Problem. Wenig Wirkung, viel Nebenwirkung.
Also: wieder runterdosieren und dann länger nehmen. Vielleicht brauchts einfach die lange Eingewöhnung.

Vielleicht tatsächlich mal mehrere Wochen auszuprobieren. Elvanse ist nicht ganz so deutlich wie bei MPH zu durchschauen, wenn du nich keine Erfahrung bzw. Davor schon eine passende Dosierung/Medikament hattest.

Und einfach Geduld haben mit sich und dem Medikament. Leichter gesagt…

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Danke, das werde ich tun!

@Maya18Max
Ja stimmt, danke für den Einwand. Ich hatte schon bei MPH mangels Zeit schnell aufdosiert.
Ich hatte ja nur die 10mg Elvanse, was ja wahrscheinlich eh zu wenig wäre. Und dann mit MPH kombiniert. Ich denke eher, dass ich gemerkt hatte, wenn vom MPH der Wirkspiegel weg ist. Ich habe ja immer Nachmittags und Abends Ritalin genommen. Habe jetzt herausgefunden, das ich in etwa dieselben Symptome habe, wenn ich morgens einfach das Ritalin weglasse (ohne Elvanse zu nehmen). Würdest du das auch so sehen? Also das es einen Wirkspiegel gibt, der noch über die Nacht hält?
Dann ist es wahrscheinlich ungünstig das MPH und das Elvanse zu kombinieren. Ich kann aber auch nicht 1 WOche ohne Medikation oder eben niedrigmedikation, die ich dann nicht merke. Vlt. sollte ich die Eindosierung von Elvanse noch verschieben und auf Ritalin LA umsteigen, weil ich von Ritalin die Peaks und das Nachlassen merke und alle 2.25 h eine nehmen muss.

Blöderweise hatte ich heute nochmals ein Bisschen vom Elvanse genommen zusätzlich zum Ritalin weil und nun fühle ich mich überwach. Das war auch so ein Problem, das ich Schlafprobleme hatte mit Elvanse. Und mit Ritalin nicht.
Aber sonst sagt man ja eher, das Erwachsene Elvanse besser vertragen und Ritalin weniger. Warum eigentlich?

lg

@zorayazia

Also ich würde MPH nicht mit LDX kombinieren gleichzeitig, nacheinander geht. Ich habe am Anfang am Nachmittag und Abend MPH hinterher genommen, aber mir hat es weiterhin nicht gut getan.

Elvanse hat bei mir den Vorteil, dass ich wacher und konzentrierter bin wie mit MPH und das blöde Nachnehmen und der Rebound einfach wegfällt.

Ich weiss durch meine NW (Puls und Schwierigkeiten Kohlenhydrate zu essen) bei MPH, wie schwierig es ist, mehrere Medikamente gleichzeitig einzudosieren. Ich hatte dann Betablocker, Schilddrüsenmedikamente und Unstellzng MPH auf Elvanse bzw. Attentin am Nachmittag gleichzeitig. Das geht leider einfach überhaupt nicht.

Ich musste feststellen, dass ich in den sauren Apfel beißen musste und eins ums andere einstellen und dann eben am Anfang Tage zu haben, bei dem ich nicht komplett abgedeckt war. Du kannst ja abwarten, bis Elvanse merklich auswirkt und dann noch MPH nachnehmen. Aber beides gleichzeitig macht überhaupt kein Sinn beim Eindosieren, weil du ja alles verfälschst.

Das mit dem Wirkspiegel habe ich nicht verstanden. Aber ich glaube nicht, dass du es in dieser Deutlichkeit über Nacht merkst.

Ich habe mit MPH und LDX Schlafprobleme, wenn das Medikament insgesamt zu niedrig ist tagsüber, sprich Reize zu hoch, bzw. 1-1,5 std vor oder nach dem Auswirken. Wenn es länger wirkt und es kleiner wie die Anfangsdosis ist, kann ich wunderbar schlafen.

@Maya18Max
Hi danke dir für die Antwort.

Ja so hatte ich das auch gemacht.

Also hast du das Attentin quasi auch noch zusätzlich eindosiert? Wäre ja logisch würde ich auch so machen.

Ja, irgendwie geht das bei mir nicht. Ich hatte sonst auch immer meine Mittelchen, v.a. Koffein. Und das verträgt sich bei mir gar nicht mit dem Ritalin oder Elvanse. Ich werde es sicher irgendwann machen müssen oder vlt dann zusammen mit dem Attentin.

Ich hatte jetzt auch gemerkt, dass ich mit dem Ritalin noch deutliche Wirkpausen habe und es noch enger nehmen sollte, also alle 2 h oder 1.45 h. Das ist ja dann auch nicht wirklich praktikabel und ich komme auch dann sicher über mehr wie 60mg pro Tag.

Die Hauptgründe bei mir auf Elvanse umzusteigen sind v.a. weil es von der Kasse übernommen werden würde und die Wirkdauer. Und die meisten Leute meinen ja, es seie besser für die Erwachsenen.

@Hibbelanna und wie liefs heute?
lg

@zorayazia Danke der Nachfrage. Der Vormittag war noch lausig, ab Mittag war es dann ok und ich konnte einigermaßen arbeiten.
Bin wohl eher der Minidosis-Typ, das ist anscheindend nicht so unüblich.
Jetzt dosiere ich wieder runter auf 10 mg und warte, wie der Monat läuft. Geduld ist jetzt nicht soo meine Stärke…

@Maya18Max Du schreibst über Schwierigkeiten mit KH - wie äußert sich das? Ich hatte das jetzt mit Elvanse, da hatten ein paar Schokoweihnachtskugeln die Wirkung wie ein doppelter Espresso…

@Hibbelanna
Bei mir ist es so, dass ich neben dem Adhs noch Schilddrüsenprobleme habe/hatte.

Sprich durch das MPH ist der TSH in den Keller gerauscht und hat mir dadurch massive Überfunktionssymptomarik gemacht. Herzrasen, RuhePuls bis 140, und dabei stellte sich heraus, dass ich dann keine Kohlenhydrate mehr essen konnte. Vor allem eine Std. Nach dem Essen schoss mein Puls in die Höhe. Bis ich das kapiert hatte, was Sache war, vergingen Jahre. Weil zuerst jeder dachte es liegt am MPH bzw. Dessen NW. Deshalb Betablocker und SD-Medikamente und dann später der Umstieg auf Elvanse, der bei mir die Schilddrüse nicht so beeinflusst hat.

Das ganze war dann die Krönung, weil es in Zyklusverlauf auch noch geschwankt hat. Und nur durch mein rigorose aufschreiben und dokumentieren konnte ich da dahinter steigen. Kein Arzt, weder Hausärzte, SD Fachspezialisten, Herzspezialisten, Krankenhäuser und Reha konnten mir wirklich helfen.

Hab dann selbst eindosiert und ausgeschlichen (SD und MPH, LDX) und den Betablocker weggelassen.


:shock: :shock:
Das ist übel. Wie gehts der Schilddrüse jetzt? Hat sich mit LDX komplett erledigt?
Bei mir hoffe ich doch, dass es daran liegt, dass ich gerade ein wenig „sensibel“ :twisted: bin durch diese komische Eindosierungsphase.
Vor 2 Monaten war das Blutbild noch ok, da hätte man das ja sehen müssen…

Heute gings mir wieder ganz gut. Allerdings war ich morgens sehr müde, hatte auch verschlafen. Die letzten Tage waren einfach auch anstrengend. Daher wurde heute nur gechillt und gedaddelt.
Morgen muss ich aber wieder ran. Das geht dann hoffentlich.
In jedem Fall wäre es mir ohne Eure Unterstützung gerade gestern deutlich schlechter gegangen - vielen Dank!

A propos Schilddrüse, bei mir hat sich die Dosis beim L-Thyroxin trotz Medikation mit MPH bzw. LDX nicht verändert. Im Gegenteil, es stellte sich kürzlich heraus, dass ich sogar ein klein wenig mehr nehmen muss als bisher. Ich nehme es erst seit drei Jahren…

Ach ja und vielleicht hat mein Haarausfall damit zu tun, dass ich im Sommer die L-Thyroxin Dosis zunächst sogar etwas reduziert habe, als wir an der Nordsee waren und ich irgendwie so eine innere Unruhe spürte… da dachte ich, es käme daher, dass ich dort etwas weniger brauche. Die Dosis habe ich zu Hause noch weiter so gelassen und in diesen zwei Monaten beobachtet, wie es sich anfühlt. Irgendwann habe ich dann wieder erhöht und fand das dann auch wieder angenehm… ja und jetzt nehme ich sogar noch mehr…