Eindosierung Medikinet - Große Verunsicherung

Hallo liebes Forum,

ich hoffe dass ich nicht der n’te bin, der mit dem gleichen Thema ankommt, habe mich aber heute Abend etwas durch das Forum gelesen und bin immer noch ratlos.

Ich nehme nach einer ADS Diagnose seit ca. einer Woche Medikinet Adult 10 mg. Ich verspüre allerdings seit der Einnahme eine eher paradoxe Wirkung: starker Brainfog, noch größere Probleme im Homeoffice bei meinen Aufgaben zu bleiben, Unaufmerksamkeit in Gesprächen; zudem noch körperliche Nebenwirkungen wie Schwitzen, mahlenden Kiefer und starke Müdigkeit Abends.

Was mich jetzt sehr verunsichert ist zum einen, ob meine Diagnose vielleicht doch nicht gerechtfertigt ist und ich einfach nur der verplante faule Hund bin, für den ich mich immer gehalten habe -

und wie ich jetzt mit der Dosierung umgehen soll. Die körperlichen Symptome scheinen ja schon fast in Richtung einer Überdosierung zu deuten, aber auf der anderen Seite scheinen 10 mg ja die Einstiegsdosis zu sein von der viele hier beschreiben, dass sie gar nichts merken.

Für Tips von euch wäre ich sehr dankbar !

wie lange ost das her?

wieviele Dosen Medikinet nimmst du?

Nur eine Kapsel morgens?

Hi,

Ich nehme seit 9 Tagen 10 mg, ausschließlich morgens. Auf ausreichend Frühstück achte ich. Innerhalb dieser Zeitspanne haben die Nebenwirkungen und die Verwirrung etwas abgenommen, aber es fühlt sich dennoch immer noch an, als wären meine “normalen" Symptome einfach verstärkt.

Hey scheint zu wirken.

Medikinet macht dich ja nicht „normal“. Also wie alle anderen.

Und mit dem Essen. …haha. Naja. Geh dem Essen aus dem weg. Ich hasse es. Essen, wenn es draußen hell ist. Dein Umgeld wird es schon irgendwann … hinnehmen müssen.

Hi, ich habe mich da glaube ich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte eher, es fühlt sich an als würde jemand den Drehregler von meinem ADS noch etwas nach oben drehen:

  • ich kann Gesprächen schlechter Folgen, “zone” immer wieder aus dem Gespräch
  • mich für Aufgaben zu motivieren fällt fast noch schwerer
  • wenn ich mal das Handy in der Hand habe, fällt es noch schwerer wegzulegen etc.

Was mich jetzt beschäftigt: Hatte jemand von euch auch solche Erfahrungen, also dass das AD(H)S beim eindosieren erstmal intensiver wurde? (sehr viele berichten ja eher von “Klarheit” und Symptomverbesserung). Und bei denen dann auch eine Dosissteigerung etwas gebracht hat ?
Oder spricht das eher dafür, dass das Medikament nicht wirkt/ 10 mg bereits zu viel sind/ ich gar keines brauche ?

Vielen Dank !

Ich hatte das am Anfang auch. Ich dachte, ich werde jetzt erst zu einem ADHSler, falls ich vorher keiner war. Ich bin dann erstmal mit der Dosis wieder runter auf 5 mg, habe aber später wieder auf 10mg erhöht und dann auf 15mg, und ab da war es dann deutlich besser. Aktuell nehme ich gerade 18mg plus 5mg unretardiert, und werde auf 27mg erhöhen (testen).
Es könnte also vielleicht ein Gewöhnungsproblem sein, oder die Dosis passt noch nicht. Das Zähneknirschen tritt bei mir, glaube ich, auch dann auf, wenn es zu viel oder zu wenig ist, oder wenn die Wirkung am abend nachlässt. Ich reagiere auch mit abendlichen Fressflashs, wenn die Wirkung nachlässt, was in meinem Fall wirklich schlecht ist. Bin also auch noch am Rumprobieren, wie es am besten funktioniert.