Einfluß von Vitaminmangel auf Medikamente

Ich hab hier Beiträge zum Thema ob ADHS Medikamente Vitaminmangel auslösen bzw verstärken können gesehen, auch wenn das dort nicht ganz klar war. Wie ist es aber andersrum? Hat Vitaminmangel (vor allem bei den B Vitaminen, B6, B9, B12 aber auch andere wie Vitamin D) einen Einfluß wie wirksam ADHS Medikamente (Medikinet, Elvanse, Buproprion) sind? Diese Vitamine spielen ja auch eine Rolle bei der Bildung von Neurotransmittern, also auch da wo die Medikamente wirken.

Spannendes Thema. Ich weiß dazu keine wissenschaftliche Antwort, kann aber meine Erfahrungen teilen, da bei mir Mitte Februar 2026 ein Mangel an Vitamin D und B12 festgestellt wurde.
Seitdem supplementiere ich beides. Mein davor letztes Blutbild mit Vitamin B12 und D war vom Oktober 2024 sodass ich davon ausgehen würde, dass beide Mängel schon länger vorliegen.

Bin seit Dezember 2025 in der Eindosierung mit Elvanse und es sieht folgendermaßen aus:

  • 08.12.25 - 24.12.25: 20 mg Elvanse - Wirkung ist da, aber recht wenig
  • 25.12.25 - 04.01.26: 40 mg Elvanse - Symptome einer Überdosierung, bin bis 4 Uhr nachts wach und extremer Hyperfokus, wie im „Zombiemodus“
  • 05.01.26 - 29.01.26: 20 mg Elvanse - Wirkung wieder da, aber recht wenig
  • 30.01.26 - 22.02.26: 30 mg Elvanse- Wirkung da, aber weiterhin recht wenig
  • Seit 23.02.26: tägliche Einnahme von Vitamin B12 (1000 Mikrogramm) + Vitamin D (5.000 IE)
  • 23.02.26 - ca. 01.03.26: 40 mg Elvanse - Wirkung wieder wie bei einer Überdosierung (extremer Hyperfokus)
  • 02.03.26 bis heute: 40 mg Elvanse - Symptome der Überdosierung sind weg und guter Fokus

Dass ich die 40 mg Elvanse jetzt so gut vertrage, erkläre ich mir aber eher damit, dass die schnelle Erhöhung von 20 mg auf 40 mg im Dezember zu viel war. Bei dem zweiten Versuch der Erhöhung auf 40 mg im Februar musste ich mich in der ersten Woche vielleicht an die höhere Dosis gewöhnen bzw. vielleicht hatte es mit dem Steady-State zu tun? Jetzt läuft es jedenfalls mit 40 mg ziemlich gut.

Vitamin B12 und D supplementiere ich erst seit drei Wochen und denke daher nicht, dass ich so schnell eine besserespüren dürfte. Ich kann aber gerne in ein paar Wochen nochmal Rückmeldung geben, wie es läuft.

Du hast auch sehr außer Acht gelassen, das gerade Vitamin B12 für die Nerven und auch die Bildung bzw. Erneuerung der Nerven wichtig ist und wenn du dort einen Mangel hast dadurch halt andere/ zusätzliche Probleme auftreten können, die wegen der Nerven irgendwo dann auch zwingend Einfluß auf das Wirkempfinden der Medikamente haben muß

Vitamin D3 könnte die Kalziumaufnahme stören und damit zwangsläufig über lange Zeit dann den Knochen bzw. die Knochenbildung und die Knochensubstanz Einfluß nehmen

Der Einfluß von B12 auf die Nerven ist mir sehr bekannt. Ich habe Symptome die damit zu tun haben könnten. Vitamin D spielt bei Neurotransmittern ja auch eine Rolle.

Auf meine Frage kam ich eigentlich, weil ich nach der Einnahme von Supplements gegen meinen Mangel, Symptome (wie z.b. trockener Mund) habe, die untypisch für die Beseitigung des Mangels sind, aber zu ADHS Medikamenten passen würden.

Von daher frage ich mich, ob nach der Mangelbeseitigung die effektive Wirksamkeit der Medikamente höher sein könnte bzw. wäre es vielleicht mit ein Grund, dass Medikamente bei mir nur wenig wirken.

Wenn du Mangel beseitigst und es dir deswegen besser geht, geht es dir ja deswegen besser ob nun mit oder ohne Medikation. Beseitigst du Mangel während du schon Medis nimmst , geht es dir ja deswegen besser und es hat in dem Sinne nichts damit zu tun, dass plötzlich die Medis besser wirken.

Aber die Medikation kann auch Auswirkungen auf den Nährstoffhaushalt haben und auch da hilft es den Mangel auszugleichen und dann fühlst du dich besser, aber nicht in dem Sinne, dass die Medis besser wirken auch wenn es sich so anfühlt. Ich hoffe, du verstehst den Unterschied ??

@UlBre ich weiß nicht ob ich es richtig sehe ?? Die Nahrungsaufnahme an sich, Schlafmangel, Alkohol oder Koffein können eine direkte Auswirkung auf die Wirksamkeit/Verträglichkeit bestimmter Medikamente haben.

Eine Ausgleich von Nährstoffmangel hat eher eine Auswirkung auf die Defizite , die da sind und ADHS Symptome können sich dann verbessern unabhängig zur Medikation. Ein Ausgleich von Nährstoffmangel kann ggf. jedoch nicht eine Medikation ersetzten . ?

Aber das ist es ja, um was es mir geht.

Vitaminmangelausgleich und damit hoffentlich eine Besserung der damit vielleicht zusammenhängenden Symptome, die auch an sich höchstens am Rande etwas mit ADHS zu tun haben könnten, ist ein ganz anderes Thema und da geht es mir auch gar nicht um Wirksamkeit von ADHS Medikamenten.

Mir geht es halt wirklich um diese Verbindung zwischen Nährstoffhaushalt und Medikamente. Wie beeinflusst sich das in welche Richtung auch immer. Um Symptome an sich geht es mir gar nicht. Ich will nur verstehen, wie das Zusammenhängt. “Verbraucht” den der Körper mehr Nährstoffe (welche auch immer) durch die Medikamente und wenn ja, wie passiert das und was passiert, wenn diese Nährstoffe nur unzureichend zur Verfügung stehen.

Letztendlich ist alles Spekulation, wenn nicht feststeht ob bei dir irgendwo ein Mangel besteht.

Eigentlich benötigst du ein Blutbild, vor allem auch um einen Ausgangswert zu haben.

Nachgewiesenen Mangel hab ich. Darum geht es mir aber gar nicht. Es geht mir nicht um einzele Symptome. Nichts spezifisches. Ich will einfach nur ganz allgemein Verstehen, wie das alles zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflußt. Nicht Spekulationen, sondern was über das Thema ganz allgemein in der Wissenschaft bekannt ist. Ich hab einfach nirgends was zu dem Thema gefunden. Über Verschieden Vitamine und Ernährung gibt es ja reichlich, aber das in Bezug zu ADHS Medikamenten ist wohl zu speziell.

Vielleicht findest du hier was passendes ?

Ich vermute, dass dein Körper seine Zeit gebraucht hat, bis er sich an das Medikament gewöhnt hatte. Ein Vierteljahr ist dafür zwar lang, aber auch nicht so lang, dass ich kategorisch ausschließen würde.