Einschätzung zu meinem Therapeuten

Hallo.

Ich bin seit etwa 3-4 Monaten in einer Tiefenpsychologischen Therapie (aufgrund von Schichtarbeit und damit Terminproblemen nicht immer wöchentlich)

Bei ADHS soll eigentlich Verhaltenstherapie besser/ passender sein, aber ich habe insgesamt überhaupt keinen Therapeuten gefunden und bin an diesen nur durch einen Zufall gekommen.

Zunächst mal muss ich sagen, dass der Sympathiefunke von Anfang an nicht so direkt übergesprungen ist.

Ich war aber in einer ziemlich schlimmen Depressiven Episode und habe mich daher trotzdem „überwunden“ und hab dort möglichst alles offen auf den Tisch gelegt.

Ich bin ansonsten sehr sehr verschlossen und rede eigentlich mit niemandem, nicht mal mit meiner Frau (mittlerweile schon) über das, was wirklich in mir vor geht. Weil die Vergangenheit mir oft genug gezeigt hat, dass keiner mich wirklich versteht (Diagnose ADHS erst letztes Jahr, also hab ich mich eigentlich auch selbst nie wirklich verstanden).

Es ist meine erste Therapie, obwohl ich schon seit meiner Jugend (vielleicht sogar Kindheit) an Depressionen leide.

Am Anfang hat es tatsächlich richtig gut getan, überhaupt mal mit jemandem zu sprechen. Ich habe Jahre lang so viel verdrängt, geschluckt, maskiert.

Soweit war alles in Ordnung.

Dann hatte ich im April meinen ersten Termin beim Psychiater, welcher mir zunächst, wegen der akuten starken Depression, Bupropion verordnet hat.

150mg, 5 Wochen später 300mg.

Jetzt kommt der Part, an dem ich langsam etwas genervt wurde.

Nach ± zwei Wochen auf 300mg Bupropion ging es mir erstmalig DEUTLICH besser. Die depressive Gedankenspirale ist mehr oder weniger verschwunden.

Ich hab das in der Therapie erzählt.

Und seine Reaktion war: Medikamente sind aber auch keine Lösung auf Dauer. Man muss auch lernen den, den Schmerz zu fühlen. (2 Wochen vorher hab ich ihn erzählt, dass ich überhaupt erst langsam wieder anfange etwas zu fühlen, weil ich bis dato wenn es zu schlimme war oft, wie mit einem Schalter, plötzlich innerlich leer war. ).

Ich war wirklich glücklich, dass es mir endlich besser geht. Viel besser. Vielleicht zum ersten Mal seit Jahren wieder gut.

Und der reagiert so negativ.

Im weiteren Verlauf jetzt, merke ich auch immer mehr, dass er sich mit ADHS halt überhaupt nicht auskennt.

Er hat keine Ahnung, oder versteht es nicht, was ein Overload ist, der vor allem bei ADHS und Autismus oft sehr schnell kommt und die daraus resultierende gereiztheit. Und dass meine Reaktionen, vor allem der Familie gegenüber, nicht normal sind (manchmal bin ich komplett im Overload, es hat gar nichts mit meinen Kids oder meine Frau zu tun, und ich reagiere wegen einer Kleinigkeit völlig über),.

Er tut das damit ab, dass das halt menschlich ist. Dass man auch wütend reagiert, wenn z.B. die Kinder nicht auf mich hören.

Ich leide aber sehr darunter, weil es gegen alles ist, was meine tiefe Überzeugung ist, wie man mit einander umgehen sollte, weil ich meine Kinder und meine Frau damit verletzte, wenn ich sie völlig ungerechtfertigt anschnautze, oder meine Reaktion der Situation viel zu heftig ist.

Meine Gereiztheit, meine Wut kommt zu schnell und zu heftig. Ich bin mir 100% sicher, dass das so nicht normal ist.

PS. Das ist mit Methylphenidat, welches ich seit letzter Woche endlich nehme, deutlich besser. Aber morgens und abends, wenn es halt nicht wirksam ist, ist es dann wieder so wie vorher.

Für ihn ist das normal, er sagt ich bin ein sehr einfühlsamer und reflektierter Mensch und das ist ja schon mal gut. Mir fehlt das Verständnis von ihm, und ich habe mich gefühlt, als will er das Thema damit einfach abschließen. Ich soll das einfach an mir akzeptieren.

Zweiter Punkt, gestern, dass ich mich immer Schuldig fühle meiner Familie gegenüber, wenn’s denke schlecht geht, sogar wenn ich nichts dafür kann.

Dass ich Versuche immer allen gerecht zu werden, es aber nie schaffe, genug für meine Kinder, Meine Frau und Haushalt etc etc. zu sein.

Ich nehme mir fast nie Zeit für etwas, was mir gut tun würde, weil ich das Gefühl habe, wenn ich jetzt z.B. ne Radtour mache, lasse ich die alleine, im Stich etc.

Mir ist klar, dass ich nicht alles übernehmen kann, dass es nicht möglich ist, für jeden so viel da zu sein, wie ich es gerne möchte.

Vor allem mittlerweile weiß ich auch, dass ich nach mir schauen muss, weil ich sonst gar nicht für sie da sein kann.

Aber ich komme aus diesem Kreis nicht raus.

Auch hier, keinerlei Lösungsansätze oder irgendwas hilfreiches.

Ich weiß, mittlerweile, wo meine Probleme liegen, schaffe es aber nicht, diese Spiralen zu durchbrechen (das hab ich übrigens auch eher selbst raus bekommen, weil ich einfach sehr sehr viel über mein Leben nachdenke und mich und meine Reaktionen auf Situationen jetzt einfach viel genauer beobachte, statt alles einfach weg zu stecken und immer weiter zu machen).

Von einem Termin auf den ich mich gefreut habe, ist es langsam etwas geworden, worauf ich gar keine Lust mehr habe, da ich nicht das Gefühl habe, dass er mich irgendwie weiter bringt. Weil er es glaube ich einfach auch nicht versteht, mit welcher Intensität ich diese Situationen einfach erlebe und fühle.

Auch auf den Hinweis, dass ich es als viel zu stark und intensiv erlebe, ihm also mehr oder weniger sage, dass ich mich nicht verstanden fühle, kam keine wirkliche Reaktion.

Danke für jeden, der bis hier hin gelesen hat!

Es ist meine erste Therapie. Aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an.

Hattet ihr schonmal ähnliche Situationen?

Ist es Teil einer Therapie l, einfach zu sagen, du bist schon Recht so wie du bist (ja ist es auf eine Art) aber wir kommen nicht vorran, wie ich da raus komme z.B.

Das Problem ist halt, breche ich dort ab, ist es fraglich, ob ich überhaupt nochmal irgendwo jemanden finde, da ausnahmslos alle im Umkreis hier niemanden mehr aufnehmen (bin auf einer Warteliste, ansonsten nur Absagen).

Ich möchte am Ende nicht nur meckern, bei einer Sache hat er mir auf jeden Fall den Anstoß gegeben, mich endlich meiner Frau anzuvertrauen.

Weil unsere Ehe auch ziemlich am bröckeln war. Und momentan sind wir uns dadurch wieder sehr nahe gekommen.

In meiner Gedankenspirale hatte ich immer das Gefühl, dass ich sie nicht zusätzlich belasten will.

Nicht zu reden war aber eine viel viel schlimmere Belastung.

Aber in einer Depression ist ein klarer Blick halt nicht vorhanden.

Ich glaube, der tut dir gar nicht gut.

Er tut dir sogar schlechter als kein Therapeut, denke ich, wenn er deine Überzeugungen, wie die dass es falsch ist, gegenüber seinen Kinder oder seiner Frau ungerecht zu sein, relativiert!

Von daher möchte ich dich ermutigen, hier auf deine innere Stimme zu hören, wenn sie dir sagt, es ist besser die Therapie bei ihm abzubrechen. Auch wenn du dann eine Weile gar keinen hast.

Super, dass du offener mit deiner Frau sprichst. Das ersetzt vermutlich keine Therapie, aber es ist wichtig für euch beide. Deine Frau ist der Mensch, mit dem du dein Leben teilst, mit dem du in einem Haushalt lebst und mit dem du Kinder hast. Je mehr ihr euch (im wörtlichen Sinne) versteht, desto besser für euch.

(Was schreibe ich für einen Stuss, das weißt du selbstverständlich selbst.)

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Lieber @Levi1608 ,

ich fürchte, das, womit Du hier haderst, ist der grundsätzliche Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und einer tiefenpsychologischen Therapie. Wenn ich dich richtig verstehe, wünschst Du Dir die zielorientierte Behandlung Deiner aktuellen Probleme durch gemeinsame Arbeit an Verhaltensweisen und Denkmustern. Die wirst Du von Deinem aktuellen Therapeuten wahrscheinlich nicht bekommen.

Mein Vorschlag: lass Dir über 116 117 ein Erstgespräch bei einem Verhaltenstherapeuten vermitteln. Dort kannst Du mal testen, ob diese Art der Therapie für Dich besser ist. Parallel kannst Du über diverse Online-Suchen nach einem Verhaltenstherapeuten suchen, der Dich (irgendwann…) dauerhaft aufnehmen kann.

Ich drück Dir die Daumen!

LG, Cat

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Ach so, was die Zeiten morgens und abends, wenn du keine Medikamentenwirkung hast, betrifft, vielleicht lassen sich die noch (deiner Familie zuliebe) reduzieren?

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Am Anfang war ich vor allem wegen der Depression da.

Aktuell ist der „Bedarf“ einfach verschoben, da die depressive Episode, im Moment, ja wieder weg ist.

Jetzt sind es eher spezifischere Probleme die meinen Alltag noch ziemlich belasten.

Vielleicht wären Teile von beidem in verschiedenen Bereichen hilfreich.

Ich hab im meinem Leben aber auch schon einiges durch, vor allem in der Kindheit, was ziemlich belastend, vielleicht so gar traumatisch war.

Und dann sind noch die Aspekte die h ADHS die

Auch ist es momentan, wahrscheinlich, die Medikation weshalb es mir wieder besser geht (Depression).

Ich glaube die Kernpunkte ganz aktuell (oder schon länger) bei mir sind.

A) ich bin einfach schnell überfordert bzw. mir wird der Alltag schnell zu viel, ich komme in einen Overload.

Bsp.

Ganz schlimm ist, wenn ich am Haushalt machen bin und dabei unterbrochen werde. Wenn ich schon mit was angefangen habe, dann will(muss) ich das fertig machen. (Schlimm genug, dass ich auch hierbei ständig von mir aus noch irgendwas anderes kurz machey was mir z.Bm beim Küche aufräumen auffällt).

Wenn dann noch „Anforderungen“ von ausen kommen, oder der Wechsel auf eine andere Tätigkeit und dann wieder zurück (wenn ich mich danach noch erinnere, das ich eigentlich gerade was am machen war) erzeugt bei mir ein unfassbaren inneren Stress.

Gerade mit zwei kleinen Kindern passiert das gerne Mal 5x in 3 Minuten :see_no_evil_monkey: und jedes Mal steigt mein Stresslevel.

Dieser entlädt sich indem ich irgend was in die Ecke schmeiße, oder ich werde pampig, oder schreie sogar.

Hinter fühle ich mich Elend, schuldig und schlecht. Aber ich komme in der Situation nicht aus meiner Haut. Dieser Druck der sich in mir anstaut, wird irgendwann unerträglich.

Und B) dass ich einfach nicht „genug“ bin.

Das muss ich glaub an einem Beispiel erklären.

Meine Frau ist kräftemäßig auch ziemlich am Ende.

Mein Großer (fast 7) braucht eigentlich dringend mal wieder Zeit mit einem von uns Eltern alleine (seine Schwester ist ihm halt den ganzen Tag auf den Fersen).

Die Kleine ist, wie 2 Jährige halt so sind, ein Wirbelwind den man kaum aus den Augen lassen kann, bekommt also die meiste Aufmerksamkeit von uns.

Das Haus sieht aus als wäre in Tornado durch.

Ich will meiner Frau ne Pause verschaffen. Mache was mit beiden Kindern. Der große hat nicht das, was er braucht.

Ich geh was mit dem großen machen. Ist meine Kleine total traurig weil sie mit will, meine Frau hat keine Pause.

Mache ich den Haushalt, kommen alle drei von denen zu kurz.

Dieses Spannungsfeld stresst mich auch sehr sehr stark und löst in mit das Gefühl aus, dass ich einfach nie genug bin und allem einfach nicht gerecht werde.

Ich hab oft sogar ein schlechtes Gewissen, wenn ich arbeiten gehe, und meine drei dann alleine lasse, obwohl wir mit dem Geld zum Großteil unser Leben finanzieren.

Punkt B ist ein großer Anteil gewesen aus meinem Gedankenkarussell während der Depression (über die letzten Jahre hinweg).

Dann kommen da noch Probleme bei der Arbeit und Finanzen oben drauf…

Und diese Gefühle relativiert der Therapeut. Oder versteht nicht, nimmt es nicht wirklich ernst, was das tatsächlich für einen Leidensdruck bei mir auslöst.

Irgendwie hab ich mich beim Schreiben jetzt ein bisschen verloren, bin aber irgendwie selber auf eine Lösung gekommen… Ja ich glaube Verhaltenstherapie wäre das, was mir aktuell mehr bringt…

Aber ich finde generell die Reaktionen auf das, und die Medikation dank der ich mich endlich mal wieder besser fühle einfach daneben, unprofessionell keine Ahnung…

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wieviele Sitzungen hattet ihr? bis max 5 Sitzungen kannst du ohne Anrechnung die Therapie abbrechen und über 5 werden dir Stunden a n gerechnet

man muß keine ahnung haben aber du solltest dich gut aufgehoben fühlen sonst ist es meiner Erfahrung vergeudete zeit die nichts bringt

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8 bis 10 müssten es sein. Grob überschlagen. Ich hab nicht jeden Termin im Kalender stehen, da wir manche auch per SMS ausgemacht haben.

Wir hatten fast immer nur zwei Wöchig.

Wegen Terminproblemen und meiner Schichtarbeit.

Der Typ klingt genauso super wie ein Therapeut, bei dem ich mal ganz kurz war.
Ich erzähle von körperlicher und seelischer Gewalt aus meiner Kindheit und er lacht erstmal „Haha, ja in Bayern sagen wir watschn dazu“ (=Ohrfeige).
Ja…sehr lustig, dass ich also gefühlt tägliche a watschn kassiert habe. :slightly_smiling_face:
Aus eigener Erfahrung würde ich dir daher raten, die Therapie zu beenden. Kein Therapeut ist besser als der…

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Ich hab’s gestern angesprochen, dass ich mich nicht verstanden fühle.

Dass es für mich bagatellisierend ist, wenn man einfach sagt, meine Reaktionen seien menschlich und dass er nicht versteht, was das für ein Leidensdruck in mir auslöst. Dass ich das Gefühl habe, dass ich einfach viel zu stark reagiere, oftmals.aus diesem Overload, den er aber irgendwie auch nicht Recht versteht.

Und dass das bei mir ein ganz ganz wunder Punkt ist, weil ich mich, solange ich mich zurück erinnern kann, IMMER unverstanden, anders und einsam gefühlt habe (auch wenn ich unter Menschen war).

Dazu hat er mir eine Hausaufgabe gegeben:

Ich soll mir überlegen, was es braucht, damit ich mich verstanden fühle…

Meine Antwort wird wohl lauten: einen anderen Therapeuten.

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Das ist wurst. Im Zweifel bekommst du so bei nem anderem/ besser passenden Therapeuten statt bei Langzeittherapie 100 std dann 90 std (100-10std geleistete Stunden)

Aber Therapie muß dir was bringen und dein Bauchgefühl ist entscheidend und wenn kicht eingegangen wird auf Adhs bzw. Nebenerscheinungen von Adhs im Alltagskonflikt dann kann es besser sein abzubrechen und wen neues zu suchen ggf. auch mit Wartezeit.

Ein Therapeut muß aus meiner Sicht keine Ahnung von Adhs haben, denn es geht ja um Emotionen etc, doch er muß die Bereitschaft haben das dann grob nachzuarbeiten um auch andere passendere Schlüsse ziehen zu können.

Es gibt nicht viele Therapeuten die auf Adhs spezialisiert sind und das könnte um einige Jahre länger dauern auf den Listen zu stehen.

Es kommt auf Chemie, neu/anders bewerten von Alltagsproblemen weil Adhs manches zumindest deutlich im Emotionsbereich verstärkt/ deutlich verstärkt bzw. teils erst hervorruft

Passt die Chemie und du bekommst für dich brauchbare Bilder und Methoden gespiegelt damit du für dich da gut arbeiten kannst und für dich eine Verbesserung oder deutliche Linderung bewirken ist es ja das was du eigentlich möchtest.

oft ist es schwierig genug den passenden Therapeuten dafür zu finden

Vielleicht suchst du dir auch besser einen Traumathereuten, denn es könnte sein, das sowas im Untergrund mitschwelt weshalb du das jetzt alles so abstellen willst und es dich quält, denn teils ist es ja auch für Adhsler nicht untypische Erfahrung mit Mobbing, Zurückweisung und vielem mehr, was ja bei genug traumatisch empfunden wird…

Oder du liest mal etwas zum Thema Traumatherapie im Netz, schaust bei Youtube ob es besser passen könnte.

Aber nur ne Idee - denn ich weiß nicht wirklich was bei dir alles zusammen kommt und was dich alles unterstützen könnte

Falls nicht kannst du trotzdem dem intuitiven Bauchgefühl trauen meist haben wir darin vieles unbewußte abgespeichert, was wir noch monaten oder länger erst genauer benennen können
ich hab das extra stark und kam mir früher immer wie hellsehen vor weil ich es einfach mir nicht anders erklären konnte …

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Scheinbar schon

weil er ist so überheblich, daß er nicht verstanden hat, verstehen will (zu viel neues erarbeiten) das es bei Adhs auch nur ein Gefühl sein kann.

Ich habe mich lange nicht verstanden, gesehen, zugehörig gefühlt und sogar als Outsider - und plötzlich bekomme ich mit das ich viel eingebundener in meiner Sportgruppe bei den Kursen im Studio bin etc.

teils wird durch unser Gefühl ja einiges verstärkt, falsch wahrgenommen etc. teils kann man Dinge zu kryptisch erklärt haben und vieles mehr- und dazu braucht man einen Therapeuten der dann einem hilft mit sich und allem besser umzugehen.

Vielleicht probierst du ein paar Therapeuten aus znd ggf.. auch gerne Damen statt Herren.

Ich weiß nicht was wirklich passt BAUCHGEFÜHL!!!

Da ich aber 46 Jahre in Therapie gehe kann ich sagen, daß ich mit Herren wenig gut Gespräch führen konnte, aber sehr gut Ziele erreichen.

Sprich Bescheinigungen und entsprechende Wege gingen gut mit Herren und mit Frauen konnte ich besser ins emotionale Analysieren und dann entsprechende Techniken und Lösungswegansätze finden mit denen ich zurecht kam.

Vielleicht schaust du mal wer für dich besser im emotionalen Raum passen könnte und auch eher den Rahmen der Emotionalen Problemkriesen erfassen und mögliche Umgangsmöglichkeiten aufweisen kann. Das kann sehr helfen von der ersten Sekunde sehr pingelig und kritisch auf deine Emotionskriesenerfassung zu schauen, wer das belächelt, wird wegen fehlender eigener Emotionswahrnehmung erst recht nicht deine Emotionskriesen und Emotionsbelastungen verstehen

Wie gesagt vielleicht hast du zu den Kriesen auch Traumata oder wegen unbewußter Traumata triggert und treibt dich das geschilderte Emotionsstörungsbild so große innerliche Zerrissenheit aus und belastet so stark

Aber ich hab nir Ideen, ich kann nichts einordnen oder bewerten das mußt du bitte für dich selbst und mut dir selbst machen - ich möchte nur mögliche zusätzliche Blickwinkel erzeugen, dir dir selbst mehr/ besser helfen könnten

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Ich bin jetzt, doch vorzeitig, raus aus der Therapie…

Es ist nicht so, als hätte es mir gar nichts gebracht, aber mir wurde es auch wieder einfach zunehmen unangenehm.

Auch wenn er sich etwas „rausgeredet“ hat, was die Medikamente und das bagatellisierennan geht.

Medikamente: meinte er vor einiger Zeit nochmals, dass man durch den Schmerz gehen muss, damit die Therapie funktionieren kann.

Zur Erinnerung: ich habe ihn damals schon erzählt, dass ich jetzt überhaupt wieder Dinge wirklich fühle, durch die Medikation (Bupropion).

Ich bin ein sehr sehr emotionaler Mensch, aber die letzten Jahre, war jede Emotion ab einem gewissen Grad zu viel, es hat „klick“ gemacht und dann war da mehr oder weniger leere l, anstatt Schmerz oder Freude etc. Außer Wut… Wut geht irgendwie (leider) immer…

Und mit dem „das geht jedem so“ wollte er mich beruhigen, dass meine Gefühle nicht ungewöhnlich sind und dass ich sie haben darf :man_shrugging:

Durch Erzählungen von meinem Alltag, z.B. wie sehr es mich stresst, wenn ich etwas das ich angefangen habe, nicht zu Ende bringen kann , oder unterbrochen werde (mit Kindern also Quasi bei allem was ich mache) und der Unruhe, Druck und Wut die durch sowas in mir entsteht, hat er angefangen zu erzählen, dass er eine andere Patientin mit ADHS hat, die genau das erzählt.

Aber ihr geht’s viel schlechter als mir, bzw. ist sie im Alltag viel eingeschränkter sie nimmt sogar ADHS Medikation (ich hab ihm das nie gesagt, dass ich das mittlerweile auch nehme, weil er bei Bupropion schon so blöd reagiert hat).

Weil ich seit 10 Jahren im selben Betrieb arbeite und eine langjährige Beziehung/Ehe habe, braucht ich das ja nicht.

Dass ich Probleme mit der Emotionskontrolle (vor allem Wut/ schweren innerlichen Druck durch Überforderung, Stress, Reizûberflutung) habe, dadurch meine Familie oft schlecht behandle (im Sinne von ungerechtfertigtem Anschnsutzen oder sogar schreien), das mich im Alltag EXTREM belastet, dass ich die Ruhe und die Konzentration für das spielen mit meinen Kindern kaum aufbringen oder durch meine Impulsivität zwischendrin ständig aufspringe um „kurz“ was zu machen, was mir gerade eingefallen ist und dass ich durch die ganzen Problematiken eine Depression mit Suizidgedanken/ konkreten Plänen hatte die seit der Jugend, vielleicht Kindheit besteht, und nur noch durch geführt habe, wegen meinen Kindern und bei der Arbeit regelmäßig Aufgaben nicht, oder viel zu spät erledigt bekomme etc. reicht wohl nicht aus.

Ich brauche dringend mehr Probleme, damit Medikamente gerechtfertigt sind :wink:

Am Ende jetzt hatte ich nur noch das Gefühl, mich irgendwie rechtfertigen zu müssen, weshalb es mir schlecht geht. Meine Gefühlslage war auch oft sehr wechselhaft, von guten, bis total be​:poop:en Tagen…

So richtig hat er meine Entscheidung nicht verstehen können, aber meinte das es meine Entscheidung ist.

Ich sei ja aus dem gröbsten momentan raus und es wäre dann sowieso die Frage gewesen, ob wir es nach den letzten Terminen noch verlängern hätten sollen.

Ich hätte schon viel früher aufhören sollen, aber immer diese doofe Hoffnung, oder dieses, vielleicht liegt’s doch an mir Gefühl :exploding_head:

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