Aber ich bin da widerspenstig. Als uns ein Psychologe mal erklärt hat, was „Konsequenz“ bedeuten soll, war ich innerlich nicht bereit…
Das heißt am Beispiel Kind soll sich im Winter fertig machen für’s rausgehen z.B. statt zu sagen: „Zieh dir die Schuhe an, dann Jacke, Mütze, Schultasche rauf und zum Schluss Handschuhe anziehen“ (lassen wir mal außen vor, dass ich sowieso nur sagen möchte: „Mach dich fertig für den Schulweg“ oder „Zieh dich an!“ )
Muss man quasi sagen: „Ziehe dir jetzt die Schuhe an“ warten bis ausgeführt oder nochmal dran erinnern „Jetzt ziehe deine Jacke an“ warten bis ausgeführt oder nochmal dran erinnern „Setze deine Mütze auf“ warten bis ausgeführt oder nochmal dran erinnern „Schultasche auf den Rücken“ warten bis ausgeführt oder nochmal dran erinnern „Jetzt ziehe deine Handschuhe an“ warten bis ausgeführt oder nochmal dran erinnern.
→ Sorry, ich kann das nicht… Ich bin froh, dass ich die Anweisung in der detailierten aufgeschlüsselten Reihenfolge geben kann (und eben nicht nur „Fertig machen zum rausgehen“), ohne dass ich gaga werde.
Ich erinnere natürlich auch, wo es notwendig ist - und ja, jeden Tag muss ich sagen: „Nein Handschuhe am Schluss!“ Weil das Kind mit dicken Handschuhen (oh Wunder! ) die Schuhe nicht anziehen kann - oder wenn es gut läuft und es gegen Ende passiert, die Schultaschen Schnallen nicht bedienen kann. Aber es geht schon recht gut, war die Winter davor schon weit schlimmer
Falls es aber auch anders geht, wären Tipps ja ganz cool.
Sorry, der Beitrag ist unkonstruktiv. Aber wenn ich das Lernen müsste - es geht einfach nicht.
Du wirst ja meistens wissen, was zu deinem Kind passt
Manche Therapeuten tun manchmal so, als hätten Eltern keinen Plan. Mag manchmal stimmen, aber längst nicht immer.
Hatte ich auch schon. Therapeutin von meiner einen Tochter fragt mehrere Wochen nach ihrer Autismus-Diagnose, ob und was ich denn zu dem Thema weiß. Eh, hallo, massenweise mittlerweile?? Als ob ich mich nicht informieren würde.
Mein Kind und ich haben VT. Man braucht dazu keine Überweisung o.ä. Man sucht sich eine/n Therapeuten/Therapeutin (mit Kassenzulassung wenn GKV) , lässt sich auf die Warteliste setzen, macht sog. probatorische Sitzungen (Ziel: beschnuppern, gucken es der/die Richtunge für mein Problem ist), dann beantragen die die Therapie, die KV genehmigt und dann hat man regelmäßige Sitzungen.
Die VT meines Kindes bindet mich sehr eng ein, ich denke das hängt stark vom Alter des Kindes ab, des Verhältnisses Eltee-Kind und Fachperson. Eine normale Kurzzeit Therapie beinhaltet theoretisch 12 Sitzungen mit Kind und 3 Elternsitzungen (ganz ohne Kind). Praktisch sprechen Therapeutin und ich viel öfter miteinander, meist zu Beginn für mind 10 Minuten für status quo.
Elterntraining wollen wir gern noch machen. Es bietet hier bei uns zB eine Praxis für Kinder und Jugendpsychiatrie (nicht unsere, aber dort können alle, auch praxisfremde Familien teil nehmen) an, kostet 120 Euro, sind 7 Termine und ist komplett Selbstzahlerleistung.
(Systemische) Familientherapie ist soweit ich weiß komplett Selbstzahlerleistung, da ist die Auswahl an Therapeuten nicht so groß wie normale VT. Es gibt auch die Möglichkeit sich einen geplanten, stationären Aufenthalt in einer Klinik verschreiben zu lassen. Es gibt Kliniken die mit Schwerpunkt Familie arbeiten, Erfahrungen habe ich da aber keine.