Elvanse adult 30 mg Nebenwirkung

Hallo,

ich bin ganz neu hier, war aber schon länger stiller Leser.

Ich wurde ursprünglich gegen Depressionen behandelt und im Nachhinein wurde ich mit ADHS diagnostiziert.

Nunmehr habe ich meine Antidepressiva abgesetzt und mit Elvanse Adult 30 mg begonnen.

Mir geht es super mit Elvanse, ich bin fokussiert, nicht mehr launisch (was mein Mann für das Beste daran hält :-)), jedoch habe ich eine unheimliche Unruhe in mir - als hätte ich 4 Red Bull getrunken.

Kennt das jemand und vergeht das mit der Zeit.

Ich bin am überlegen, ob ich die Dosierung erstmal auf 10 mg reduziere und mich langsam ranteste.

Meine Ärztin würde mich lieber wieder auf Fluoxetin einstellen, ich möchte das aber nicht, da ich mich mental als sehr stabil empfinde. Deshalb habe ich nicht so richtig das Gefühl, mir ihr darüber sprechen zu können, weil ich Angst habe, dass sie mir kein neues Rezept ausstellt.

Was meint ihr?

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Willkommen im Forum! :adxs_happy:

Wie lang nimmst du die 30mg? Je nach dem kann die Unruhe eine Eindosierungsnebenwirkung sein oder tatsächlich auch eine Unterdosierung (sozusagen wärst du unterstimuliert).

Konsumierst du Koffein? Also Kaffee, Cola, Energydrinks…? Beeinflusst die Elvanse-Wirkung. Wenn ich 50mg Elvanse mit 5 Tassen Kaffee kombiniere bin ich wie unter Starkstrom.

Am Ende entscheidest du, ob du das Rezept einlöst und „mitspielst“. Ggf. kann man wegen AD später noch schauen, wenn sich das mit den ADHS-Stimulanzien eingependelt hat, was bekanntlich ruhig ein 1/2 Jahr dauern kann bis man das richtige gefunden hat.

Ich habe 30 mg einmal 10 Tage am Stück genommen, hatte dann eine Pause und nehme es heute erst den 2. Tag.

Gestern hatte ich zwei Kaffee und hätte gefühlt einen Marathon laufen können. Heute habe ich nur koffeinfreien Kaffee getrunken und bin „nur noch“ ein Duracel-Hase.

Ich möchte gern aus Erfahrungen schöpfen, da ich am Montag bei der Ärztin bin und ihr genau sagen möchte, was ich will!

Da ich deutlich klarer bin mit Elvanse, würde ich es gern eine längere Zeit ausprobieren, bin mir nur mit der Dosierung unsicher.

Von der Klarheit und Struktur in meinem Kopf würde ich eher sagen, dass ich höher dosiere. Wegen der Unruhe hätte ich jetzt erstmal runtergeschraubt.

Ohne Elvanse bin ich auch unruhig und kann nicht sitzen ohne etwas zu tun zu haben, aber ich habe so ein getriebenen Gefühl. Ich kann es schlecht beschreiben.

Hei bezzi,

ich nehme das Elvanse auch noch nicht lange und eire ganz schön damit herum, was aber an mir liegt.

Zu Beginn habe ich 3 Tage 30 mg genommen und mir ging es wie dir, nebenbei noch einen trockenen Mund, keinen Hunger und fühlte mich sogar leicht aggressiv.

Ich habe abgesetzt und den 2. Versuch nach 3 Tagen mit 15 mg gemacht.
Das ging deutlich besser, aber ich habe relativ bald gespürt, dass es nicht genug ist.

Nicht genug bedeutet, ich habe die Wirkung ausschließlich auf die Essstörung fixiert, das war das Einzige für mich was zählte. Ich habe nicht das ganze Paket gesehen.

Nach einer weitern Pause habe ich nun angefangen wieder 30 mg zu nehmen.
Die Dosis ist richtig, Nebenwirkungen leider spinnt mein Herz dadurch mehr, ansonsten wird es immer besser.

Durch die Gespräche hier lerne ich so langsam das Gesamtpaket zu betrachten und nicht alle an nur einer Baustelle fest zu machen.

Und somit erkenne ich in kleinen Schritten, dass viele Bereiche sich mit positiv verändern.

Ich denke, dass auch meine Einstellung und Erwartungshaltung blockierend wirkt.
Aber ich bin auch noch frisch dabei :wink:

Fluoxetin hat bei mir kaum gewirkt.

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Verständlich. Du kannst natürlich einen Versuch wagen in dem du mal 40mg ausprobierst. Den Kapselinhalt kann man in Wasser auflösen und dadurch ziemlich genau einteilen. Sprich und vereinfacht: Zwei Kapselinhalte 30mg in 600ml Wasser auflösen. 100ml = 10mg Elvanse, 400ml = 40mg, 500mg = 50mg. Ist natürlich offlabel und „nicht erlaubt“ ohne ärztliche Begleitung, letzteres ist ja maßgeblich.

Wenn die Ärztin eine Erhöhung der Dosierung ausschließt, wäre die Begründung spannend. Die Erfahrungen hier zeigen, dass die Kompetenz bei Medikamenten genauso in einem Spektrum/Normalverteilung liegen wie bei ADHS.:see_no_evil: Umso wichtiger ist es den Arzt mit Fragen zu „nerven“.

Wann hast du denn die Unruhe? Tag und Nacht gleich? Zu welchen Zeiten?