Elvanse am WE/freien Tagen reduzieren oder ganz weg lassen?

Mahlzeit zusammen!
Ich hatte heute einen neuen Termin bei meiner Psychiaterin, nach dem mein Elvanse alle war und der erste Monat mit dem Medikament rum war.

Sie hat mir bis zum nächsten Termin Anfang April 60 Elvanse Tabletten aufgeschrieben mit der Bitte, dass ich es auch mal probieren sollte mit weniger oder sogar ganz ohne die 30mg Elvanse klar zu kommen. Denn weniger sei mehr. Wie ist da eure Erfahrung es am WE zu reduzieren bzw ganz weg zulassen? Bin unsicher wegen dem Medikamentspiegel, der sich ja über die zwei Tage reduziert.
Ich hatte es nämlich bereits einmal für einen Tag komplett weg gelassen, um zu schauen, ob mit einem anderen Medikament eine Wechselwirkung besteht. Es waren da zwar nur 20mg, aber ich hab zwei/drei Tage gebraucht, um mich wieder gut zu fühlen. Meine Psychiater meinte, dass sei wohl normal am Anfang der Einstellung, dass der Körper empfindlich reagiert, wenn es „plötzlich“ komplett weg gelassen wird. Sie meinte auch „weniger sei mehr“. Ich soll mich nicht zu schnell vollstopfen mit dem Medikament und erstmal bei 30mg bleiben bis Anfang April. Wobei ich gerade auf Arbeit das Gefühl habe, ich brauche mehr - 40 oder sogar 50mg.

Werde es natürlich erstmal am WE probieren auf 15 mg zu reduzieren und zu schauen, wie ich darauf reagiere und mir es die folgende Tage geht, bis ich wieder den vollen Medikamentenspiegel habe.
Nur das ich erstmal bis April auf 30mg bleiben soll, schmeckt mir nicht so richtig :sweat_smile:

Wie ist denn euer Take dazu bzw was habt ihr für Erfahrungen gemacht, Elvanse am WE zu reduzieren? Wie ging es euch die nächsten Tage damit?

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Ich würde grundsätzlich niemals regelmäßig pausieren.
Dadurch wird „unnötig“ dein Hormon und Botenstoff Haushalt durcheinander gebracht.

Sagt dir Steady State was ? - im Forum gibt’s einige Dokumente hierzu, dauert zu lange um es hier kurz zu erklären. :slight_smile:
Wenn nein, der wird durch regelmäßige Pausen immer wieder zurückgesetzt und durcheinander gebracht.

Man sagt, 1x im Jahr 2-3 Wochen Pause am Stück sollte man machen.

PS: Elvanse braucht wirklich Zeit um perfekt dosiert zu werden. Ich habe fast ein ganzes Jahr mit 30mg „überlebt“ bis ich festgestellt habe, das war zu wenig. Bring hier etwas Geduld mit. :wink:

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg in der Eingewöhnungsphase.
In dem Forum gibt’s einige Beiträge zur Eingewöhnungsphase.

VG
Chris

So ein wenig entsteht für mich der Eindruck, dass die Ärztin nicht wirklich Erfahrung mit Elvanse hat.
Das zu Beginn mit 30 mg angefangen wird ist wohl so, doch wir selbst müssen ganz vorsichtig heraus bekommen, welche Dosierung „unsere richtige“ ist.
Einige benötigen sehr hohe Dosen andere niedrige, einige verteilen ihre Dosen auf 2 oder sogar 3 Mal.

Ich führe ein Tagebuch am PC und notiere die Zeit, wieviel ich genommen habe, was ich gegessen habe usw.usw.
Damit verschaffe ich mir einen Überblick.

Pausieren mache ich auch, aber nur weil ich bei mir feststelle, dass ich nach eine Wochenendpause wieder sensibler auf Elvanse reagiere.
Für mich fühlt sich das gut an, allerdings nehme ich auch nur 15 mg normalerweise.

Du selbst spürst am ehesten, was dir hilft und wenn du das der Psychologin klar schildern kannst wird auch sie beruhigter sein.

Ich pausiere regelmäßig. Elvanse macht mich manchmal aggressiv, dann bin ich rotzfrech, das kenn ich garnicht von mir. Kann ich garnicht brauchen. Daher : regelmässige Stopps wirken wahre Wunder (bei mir)

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Ich gehöre auch zu den Pausenclowns. :clown_face:

Das schlimmste im Bezug zu Elvanse war bei mir ein zu schnelles hin und her in der Dosierung weil ich glaubte damit dann direkt die passende Dosis zu finden.

Was ich schwierig im Bezug zu Elvanse finde, dass es neben der offiziellen Leitlinie einer Startdosis von 30mg so wie einer einmaligen Einnahme am Tag sehr unterschiedliche Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten gibt.
Ich glaube hier tauchen ehr die individuellen Elvansen auf, bei denen Schema F nicht funktioniert.

A und O ist immer !!!
-In der Eindosierung kein Koffeein
-Ausreichend Schlaf
-Ernährung

  • Eindosierungstagebuch oder Tabelle führen.

Ich finde es schwierig dir was zu empfehlen weil es so spezifisch sein kann.

Aber bestimmt bekommst du noch ein paar mehr Rückmeldung.

Hello! :slight_smile: Was würdest du denn in Bezug auf die Ernährung empfehlen?

Hey @Lea wie genau pausierst du denn dann denn? Also auch nur am Wochenende, oder immer mal wieder zwischendurch? Ich würde auch so gerne mal zwischendurch pausieren und dachte bisher da sei nicht gut :smiley:

Etwas zu empfehlen finden ich bei so einem Thema mit so viel Pro und Kontra im Diskurs sehr schwer. Ich beschreibe dir einfach mal wie es sich entwickelt hat.

Aufgrund dass ich immer lahmer wurde und kurz vor einer neuen Konfektionsgröße stand obwohl ich aß so wie ich immer aß wendete ich mich an meine Hausärztin, die zum Glück auch Ernährungmedizinerin ist .

2021 . Die Log downs, Wechseljahre, ADHS , Medikation, Diabetes in der Familie und zusätzlich höherer Stresslevel durch PTBS war zu einem Cocktail geworden , der sich gegenseitig ungünstig bedingte.

Eigentlich ist ihr Konzept im wesentlichen in Gruppen kursbasiert, aber zu Beginn war es zu spezifisch bei mir, so das ich Einzelberatung nutzte.
Ich passte alleine schon wegen Medikinet Adult nicht ins Dreimahlzeiten Konzept.

Kernpunkte waren dann zunächst
Leberfasten

Dann die weitere Beratung und Umstellung im Rahmen von

Bodymed Ernährungsprogramm

Bis zu einer Ernährungsform in Richtung
LOGI

Letztendlich ist es die Zusammensetzung der Micronährstoffe von Eiweiß, Kohlenhydrate und gesunde Fette auf Basis gesunder frischer so weit wie möglich natürlicher Lebensmittel.

Ich esse deutlich mehr Eiweiß und weniger Kohlehydrate und mehr gesunde Fette.
Meist reichen mir mittlerweile drei Mahlzeiten.
Ergänze noch mit dem Eiweißshake aus dem Leberfastenprogramm und nehme auch noch Nahrungsergänzungsmittel.
Alles aber über die letzen Jahre immer von der Hausärztin begleitet und einer regelmäßiger Körperwertemessung.

Die richtig großen extremen ADHS Spitzen sind seid dem deutlich reduziert.
Zu viel ungesunde Kohlhydrate auf einmal jagen meinen Blutzucker sofort hoch , dass hat direkt Auswirkung auf mein ADHS und Essverhalten. Brauch dann wieder ein paar Tage bis sich mein Essverhalten wieder einpendelt.

Wir sind aber immer noch im Feinschliff und ich werde auch noch einige Zeit eine Begleitung benötigen um es zu stabilisieren, weil dieser Cocktail an Einflüssen es schwerer macht.

Ja, vielen bekommt es wirklich nicht und anderen Einzelfällen tut es gut. Das musst du für dich selber herausfinden.
Vielleicht so Tage nutzen wo es ggf nicht zu nachteilig wäre.
Bei mir war es damals gar notwendig und vom verschreibenden Facharzt in der Eindosierung empfohlen da ich irgendwie wohl nicht schnell genug abbaute .

Huhu @froschfisch
Ich pausiere manchmal am Wochenende und immer im Urlaub. Mir tut das ganz gut :blush:

Hallo @Nelumba_Nucifera,

danke dir für die ausführliche Antwort! :slight_smile:
Sehr interessant wie krass Ernährung doch wirken kann und bewirken kann!
Ich wünsche dir, dass du für dich den perfekten Feinschliff findest und dich pudelwohl fühlst. :hugs:

Ja ich bin gerade noch beim Eindosieren, mittlerweile fast einen Monat und super unsicher mit allem. :confused:

Danke dir!! :slight_smile:

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Hey @Lea,
ach voll gut zu hören, dass es dir gut tut! Das würde ich definitiv auch mal ausprobieren und schauen wie es so ist. :hugs:

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Sorry für das lange nicht antworten. Arbeiten und mein Kleinkind halten mich gut im Griff :smiling_face_with_tear:

Die 10er Schritte hatte mir meine Psychiaterin empfohlen, weil bei mir noch der Verdacht auf bipolar im Raum stand und man könnte mit Elvanse wohl auch nie manische Phase auslösen, wenn man zu schnell auf einmal nimmt.

Aktuell merke ich, dass mir 30mg echt nicht reichen. Meine Stimmung ist seltsam gedrückt, wirklich konzentrieren kann ich mich nicht und meine aggressive impulsivität kommt langsam wieder zum Vorschein. Umso mehr nervt es mich, dass meine Ärztin darauf behaart hat, erstmal zwei Monate bei 30mg zu bleiben…

Noch dazu habe ich seit Donnerstag meine Tage und da wirkt das Elvanse noch schlechter. Werde an meinen Tagen wohl sowieso die Dosis erhöhen müssen.

Bin jetzt etwas unschlüssig, was ich tun soll. Nächster Termin ist Anfang April und bis dahin will ich ungern auf den 30mg sitzen bleiben, wenn ich weiß, da ist noch deutlich luft nach oben :face_with_spiral_eyes: finde zwei Wochen eigentlich gut zum testen, um dann ggf. zu erhöhen.

Die Ärztin nochmal kontaktieren, einen früheren Termin suchen, Situation schildern - wenn sie Ahnung hat und ein wenig Verständnis, dann wird nichts schief gehen.

Wenn du auf eigene Faust erhöhst, hast du irgendwann keine Medikamente mehr.