Elvanse + Depression: Zurück zu Sertralin oder SNRI ausprobieren?

Hallo zusammen,
ich möchte meine Situation schildern und um eure Erfahrungen bitten, insbesondere zu der Kombination von ADHS-Medikamenten und Antidepressiva.

Hintergrund:

  • Seit meiner Jugend leide ich unter Depressionen mit Grübeln, sozialer Phobie, Reizbarkeit/Wut, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen.

  • Danach habe ich jahrelang Sertralin genommen. Das hat mir geholfen, ruhiger zu werden, weniger aggressiv und weniger ängstlich zu sein.

ADHS-Diagnose und Medikation:

  • Vor einiger Zeit bekam ich die Diagnose ADHS (vor allem unaufmerksam, etwas impulsiv).

  • Zuerst habe ich Medikinet probiert → hatte bei mir gar keinen positiven Effekt, machte mich nur gereizter.

  • Danach Umstellung auf Elvanse (60 mg) → das wirkt gut, ich bin motivierter, fokussierter und auch aktiver im Job.

Antidepressiva in Kombination mit ADHS-Medikation:

  • Unter Elvanse habe ich Sertralin abgesetzt und stattdessen Bupropion 300 mg ausprobiert.

  • Leider hat Bupropion bei mir überhaupt nichts bewirkt.

  • Seit dem Absetzen von Sertralin merke ich wieder mehr Gereiztheit, Grübeln und teilweise auch Ängstlichkeit.

Aktuelle Überlegung:

  • Elvanse hilft bei ADHS, aber meine depressiven Symptome (Grübeln, soziale Ängste, Müdigkeit, Gereiztheit) bleiben.

  • Jetzt überlege ich:

    1. Zurück zu Sertralin (weil es mir vorher klar geholfen hat), oder

    2. Einen Versuch mit einem SNRI wie Venlafaxin oder Duloxetin (mein Psychiater ist hier zurückhaltend, da er meint, dass SNRIs problematisch in Kombination mit ADHS-Medis sein könnten).

Meine Frage an euch:
Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Kombination Elvanse + Antidepressivum?
Würdet ihr eher zurück zu Sertralin gehen, oder macht es Sinn, vorher noch ein SNRI auszuprobieren?

Danke schon mal für eure Antworten!

Hast du mal in Google Absetzsymtome Sertralin eingegeben

Hier Shots von einem Ausblick


Was du hast würde ich als typische Absetzsymtome erkennen

Hallo, bin nicht sehr erfahren, aber ich frage mich warum Atomoxetin nicht bei dir helfen könnte.

…Sorry, zu früh losgeschickt. Meine Tochter hat dieselben Symptome und nimmt es seit 3 Wochen. So langsam scheint eine leicht antidepressive und angstlösende Wirkung einzutreten. Nebenwirkung ist vor allem Müdigkeit, aber es wird besser. Einen Versuch scheint es wert!

Hmmm, kannst du denn ganz sicher die seit der Jugend bestehenden Depressionssymptome von dem ebenfalls (definitionsgemäß) seit Kindheit/Jugend bestehendem ADHS unterscheiden?

Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen/Reizbarkeit, Müdigkeit im Sinne von Antriebsstörungen oder Erschöpfung nach Überlastung; Grübeln weil man einfach mit seinem wirren Gedankenkarussell nicht zu einem Ergebnis kommt ,

Das gehört ja größtenteils auch bei ADHS zum Standardprogramm. Depressionen und Angststörungen entwickeln sich natürlich auch sehr sehr oft als Komorbidität aufgrund der ADHS-Probleme.
Aber mehrfach habe ich hier im Forum schon gelesen, dass jemand jahrelang auf Depressionen behandelt wurde, und nach erfolgter ADHS-Diagnose und medikamentöser Therapie die vermeintlichen Depressionen zumindest viel besser geworden sind.
Vielleicht solltest du erstmal die ADHS-Medikamente ohne AD richtig eindosieren, und nur wenn es so nicht funktioniert im zweiten Schritt wieder kombinieren?

Bupropion wird auch genutzt um die Elvansewirkung zu verlängern, da es eins der Enzyme hemmt, was Lisdexamfetamin abbaut (CYP 2D6). D.h. , mit 300 mg Bupropion und 60 mg Elvanse bist du vielleicht einfach überdosiert.

Vielleicht könntest du den zeitlichen Ablauf etwas genauer beschreiben?
Wann mit Elvanse begonnen? Langsam hochdosiert?

Wann Sertralin abgesetzt? Ausgeschlichen oder abrupt beendet?

Wann mit Bupropion begonnen? Erst 150 oder sofort 300 mg?

Dann könnte man vielleicht genauer unerscheiden zwischen Absetzreaktionen des einen, NW des anderen etc.’

Lg, Nicky

Hallo , ich habe auch eine Frage bezgl Sertralin. Ich bin 57 Jahre alt weiblich und bekam vor einem Jahr die Diagnose ADHS. Man hat dann fuer mich als Notbehelf einen Psychiater bzgl Medikamente gefunden. Dieser Arzt ist cholerisch, hat sehr schlechte Bewertungen und ist laut Spezialiszenangabe in Adhs unerfahren.

Bei diesem Arzt begann ich vor einem Jahr mit 30 mg elvanse, nach einer Woche dann 50 mg und dabei bin ich geblieben. Ausserdem mache ich eine Hormonersatztheraphie mit Famenita und Lenzetto.

Ich habe eine soziale Angststörung und der Arzt hat mir dann Sertralin 100 geben wollen. Ich habe mich erkundigt und herausgefunden, dass es besser ist niedrigdosiert anzufangen. Ich bat also um teilbare 50 mg weil ich mit 25 mg anfangen wollte. So das war dann der Auslöser für sein Wutausbruch. Er ist dafür bekannt und ich war ja vorgewarnt. Letztendlich hat er dann jedoch 50 er aufgeschrieben. Ich nahm die erste Woche 25mg und bin dann auf 50mg. Mit dem Elvanse 50 fühlte ich mich drüber und hatte hohen Ruhepuls + - 100. Da ich noch 30 iger Elvanse hatte habe ich die stattdessen genommen. Puls ist besser. Da ich so gar kein Vertrauen zu diesem Arzt habe und er auch nicht nach Blutfdruck oder Puls fragt, bin ich unsicher, ob das so gut ist, Sertralin zu nehmen. Es sind bislang erst 10 Tage, dass ich es einnehme. Kann mir jemand meine Unsicherheit nehmen ?

Lg Kati

Hallo Kati,

mit der Sertralineindosierung hast du es genau richtig gemacht, v.a. wenn eine Angststörung mit im Spiel ist, sollte man mit 25 mg starten.
Elvanse und Sertralin können zwar Wechselwirkungen verursachen, werden aber in der Praxis tatsächlich häufig kombiniert. Allerdings mutig von dem Arzt, sich für Blutdruck und Herzfrequenz nicht zu interessieren….
Zumal du ja (sorry, bin auch ü50 :wink: ) nicht mehr 20 bist.
Was ist mit regelmäßigen EKG- und Laborkontrollen? Wird das beim Hausarzt gemacht? Die haben ja auch eienn Blick auf Blutdruck und Puls. Und im Zweifel auch regelmäßig selbst kontrollieren und Protokoll führen.
Für den Arzt spricht lediglich, dass er dir überhaupt ADHS-Medikamente verschreibt; ansonsten bei fehelender Empathie, anscheinend fehlender Kompetenz auf dem Gebiet, fehlender Sorgfalt usw wohl höchstens als Übergangslösung tolerabel, bis du einen anderen gefunden hast.

Reichen dir denn 30 mg Elvanse aus? Dann kannst du es ja so weiternehmen wenn du es verträgst. Ansonsten gibt es für soziale Angststörungen wirksame verhaltenstherapeutische Strategien die man lernen kann. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Dann bräuchtest du vielleicht gar kein SSRI auf Dauer.
Ich nehme seit 5 monaten ADHS-Medikamente; erst Elvanse, jetzt MPH; und hab ziemlich zeitgleich eine Verhaltenstherapie wegen der sozialen Phobie angefangen, und ich finde es bisher erstaunlich gut und hilfreich. Hätte ich vielleicht auch ohne ADHS-Diagnose schon ein paar Jahrzehnte früher machen sollen.
Alelrdings ohne Medikamnete wäre ich glaube ich gar nicht therapiefähig gewesen.
Alles Gute für dich und liebe Grüße :slightly_smiling_face:

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Seit dem Absetzen von Sertralin sind mittlerweile etwa 6 Monate vergangen. Seitdem habe ich bereits Bupropion ausprobiert und wieder abgesetzt.

Danke dir für deine Antwort! :blush:
Kurz zum Ablauf:

  • Elvanse: seit ein paar Monaten, langsam von 10mg auf mittlerweile 60 mg → wirkt gut auf Motivation und Fokus

  • Sertralin: vorher jahrelang (100 mg), langsam ausgeschlichen → half mir gegen Grübeln, Gereiztheit und Ängste

  • Bupropion: ca. 2–3 Wochen nach Absetzen von Sertralin gestartet, von 150mg auf 300 mg → keine Wirkung, nach ~2 Monaten wieder abgesetzt

Seitdem merke ich wieder mehr Grübeln, Gereiztheit und etwas Ängstlichkeit. Elvanse allein deckt das nicht ab.

Daher überlege ich: zurück zu Sertralin (weil es klar geholfen hat) oder ein SNRI wie Venlafaxin/Duloxetin testen (Psychiater ist da eher vorsichtig).

Sertralin kann die Wirkung von Elvanse verstärken. An die Kombi sollte man also vorsichtig rangehen (mit einer kleinen Dosis Sertralin anfangen) und evl. muss die Dosis von Elvanse verringert werden.

@QH7b3v
Ich würde wieder Sertralin nehmen (evl. etwas niedriger dosiert als vorher und vielleicht die Elvanse-Dosis etwas verringern), wenn es gut geholfen hat und nicht mit SNRI herumexperimentieren.

Verständlich bei dem Arzt.
Lase Dich nicht verunsichern. Es war genau richtig, mit Sertralin niedrig einzusteigen und die Elvanse-Dosis zu verringern. :+1:

Ich nehme Elvanse und Escitalopram (auch ein SSRI und laut meinem Psychiater ähnlich wie Sertralin) wegen Depression+PTBS und komme damit gut klar. Mir geht es mit der Kombi deutlich besser als nur mit Elvanse.

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Vielen herzlichen Dank für eure Beiträge @Nicky und @Schusselflummi und das ihr euch die Zeit genommen habt mir zu helfen . Jetzt bin ich beruhigter. Es tut einfach gut Erfahrungen auszutauschen.

Zu der Frage ob mir 30 mg Elvanse reichen, kann ich gar nicht wirklich was zu sagen. Irgendwie fehlt mir da das Gespür. Da Ich Elvanse ja bereits seit einem Jahr nehme, kann ich nur sagen, dass ich Anfangs nicht mehr zu bremsen war. Zb Keller und Dach ausmisten, was ich zuvor nie angegangen wäre, weil ich gar keine Struktur hatte und keinen Plan womit ich anfange. Hab es einfach gemacht . Diese Wirkung hat sich aber irgendwann erledigt, was auch gut ist, weil mein Mann sonst das Weite gesucht haette. Ich war ja nicht zu bremsen :sweat_smile:. Bewusst habe ich dann keine Wirkung mehr gehabt ausser Appetitverlust und trockenen Mund, was fuer mich nicht nachteilig war. Rückwirkend betrachtet ist aber das Gedankenkarussell mit Endlosschleife sehr viel besser geworden. Ich war lange krank geschrieben wegen Burnout und lebte ziemlich zurückgezogen, aber gewollt zurück gezogen. Es ging mir gut. Jetzt arbeite ich wieder seit 3 Monaten und es geht mir nicht mehr gut. Ich bin so schnell überfordert und nehme mir alles zu sehr zu Herzen. Erkenne mich im RSD wieder .

Desweiteren habe ich viel in diesem Forum gelesen . Viele Patienten werden langsam an Elvanse herangeführt in kleinen Schritten, weil man dann die richtige Dosis besser bestimmen kann. Da das bei mir nicht der Fall war , habe ich einfach mal 30 mg genommen. Aber nur kurz weil der Leidensdruck auf der Arbeit so gross ist und ich mir dachte vllt mit den alten 50 mg emotional stabiler zu sein. Ehrlich gesagt habe ich null Plan was fuer mich passt und was nicht. Habe mir die Tagebücher angesehen wo man Veränderungen reinschreiben soll. Irgendwie bin ich in der Richtung blind. Mich belastet wie schon erwähnt die soziale Angst in großen Gruppen von Kollegen, die ich nicht kenne. Fühle mich schrecklich unwohl und habe Schwierigkeiten mich zu integrieren. Wenn jemand auf mich zu kommt, habe ich null Probleme. Das und die schnelle Überforderung , Harmoniesucht ist mein größtes Problem. Wäscheberge oder etwas Chaos jucken mich nicht sonderlich.

Ja der Arzt ist nur für medikamentöse Zwecke für mich brauchbar. Mein Hausarzt hat mir aber auch schon Elvanse verschrieben. Ich werde mal mit ihm reden bzgl laborkontrolle und ekg und ggf weitere Rezepte, dann kann ich mir den Choleriker ersparen.

Eine Frage noch zu Ssri .

Escalitopram und Elvanse, was ist mit Gewichtszunahme? Das ist eine Sache , die mich auch noch beunruhigt. Ich habe unter Elvanse im ersten halben Jahr einiges an Gewicht verloren und das war auch gut so. Bin bei 65 kg bei 166 cm Größe, also noch eher an der Grenze Übergewicht als Untergewicht. Das ist aber so ok fuer mich. Mehr will ich nicht und hoffe dass Sertralin mich nicht wieder in die andere Richtung schickt🙈.Über den Vorschlag Verhaltenstherapie soziale Phobie mache ich mich mal schlau.

Momentan bin ich noch sehr neugierig darauf ob ich irgendwann eine Wirkung von Sertralin wahrnehme. Ich nehme es ja noch nicht so lange. 5 Tage 25 mg und mittlerweile 50 mg seit 11 Tagen. Es kann ja bis zu 6 Wochen dauern bis man was bemerkt?

Wie waren da eure Erfahrungen?

So, das war jetzt wieder ein langer Text, nochmal Danke für eure Unterstützung. Wenn ich auch weiterhelfen kann tue ich das gerne. Lg Kati

30 mg ist die übliche Einstiegsdosis für Erwachsene. In besonderen Fällen (wie z.B. bei mir, weil ich auf viele Medis sehr sensibel reagiere) sollte man auch mit 20 mg anfangen. Da ich schon ziemlich viele schlechte Erfahrungen mit normalen Dosierungen von Medis gemacht habe, habe ich die 20 mg geteilt und mit 10 mg angefangen. Wenn man sonst aber normal auf Medis reagiert, sind 30 mg als Anfangsdosis schon o.k.

Da muss man schon aufpassen. Wobei Escitalopram nicht ganz so schlimm ist, wie andere AD. Ich habe z.B. keine Fressflashs. Seit ich mit Escitalopram angefangen habe sind trotzdem 5 kg dazugekommen, obwohl ich nach wie vor auf meine Ernährung achte. :slightly_frowning_face:

Finde ich nicht so toll, da ich vor 3-4 Jahren mein Gewicht von knapp adipös auf normal reduziert habe (damals noch ohne Stimulanzien) und das bis zur Einnahme von Escitalopram auch stabil halten konnte. Jetzt achte ich wieder genauer drauf, wie viele Kalorien in meinen Körper wandern und bisher habe ich zumindest nicht weiter zugenommen. Ich hoffe, dass ich nach und nach die 5 kg auch wieder los werde.

Auf Escitalopram möchte ich eigentlich nicht verzichten, sondern es deutet sich eher eine Dauermedikation an, weil es sich auch auf meine chronische Migräne positiv auswirkt. Ich habe zum ersten Mal seit Jahren wieder (einzelne) komplett kopfschmerzfreie Tage :adxs_jaaay:, worauf ich nicht verzichten möchte.

Das habe ich z.B. schon immer. Mir sind große Menschengruppen zu viel. Ich bin dann schnell überfordert von dem ganzen Input. Mit Elvanse ist es etwas besser geworden, weil ich nicht so schnell reizüberflutet werde. Da kann ich solche Situationen etwas besser ertragen. Aber zur Partymaus oder Rampensau werde ich nicht mutieren :upside_down_face:, was für mich völlig o.k. ist.

Die Medis können halt nicht alle Baustellen „reparieren“. Solange es insgesamt besser ist als vorher, helfen sie trotzdem.

Mach das. Stimulanzien sind halt keine Smarties. Die Kontrollen sind wichtig und sollten alle 6-12 Monate erfolgen. Mein Psychiater achtet da ganz penibel drauf. Wenn ich ihm nicht die gewünschten Laborberichte bringe, rückt er kein Rezept mehr raus.

Viel Erfolg beim Hausarzt! Vielleicht verschreibt er wenigstens so lange die Medis, bis Du einen anderen Psychiater gefunden hast.

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Das ist ja positiv, dass du Besserung bei Migräne hast. Stelle ich mir übel vor, selbst leichte Kopfschmerzen finde ich schon mies. Ja das liebe Gewicht. Also in meinen Höchstzeiten hatte ich 74kg. Trotz sehr viel Bewegung und wie ich finde nicht mit übermäßigem Essen oder naschen. Habe immer darauf geachtet aber irgendwie nahm ich nie ab. Die Wechseljahre kosten einen meist paar Kilo nach oben weil der Grundbedarf sinkt. Ich denke dass Elvanse, (ich nehme übrigens Ldx ratiopharm also nicht das Original ) einfach meinen Stoffwechsel in Gang gebracht hat. Apropos Eindosierung LDX, ich begann nur eine Woche mit 30 und sollte in der 2. auf 50 mg, dass ich ja auch bis vor kurzem noch nahm. Besser gewesen wäre wahrscheinlich länger bei 30 zu bleiben und ggf erstmal auf 40 zu steigern. Aber egal , es ist wies ist.

Natürlich habe ich mir auch viele Berichte bzgl Antidepressiva SSRI und Gewichtszunahme durchgelesen. Escalitopram und Sertralin sind bei dem was ich las wohl noch so einigermaßen human im Vergleich zu anderen. Aber das sind ja nur Worte. 5 kg mehr würden mich schon sehr fuchsen🙈, da ich mich so gerade ok fühle. Abwarten, vor allem auf die Wirkung von Sertralin, ich hoffe positiv spürbar.

Geduld ist angesagt, und wer hat diese schon in diesem Forum mit einer ADHS Diagnose.:face_with_monocle:

Wenn du auf Sertralin bisher gut angesprochen hast und es gut verträgst, wieso solltest du dann wechseln? Warum wurde es überhaupt gegen Bupropion ausgetauscht?
Ich würde wieder Sertralin nehmen, vorsichtig aufdosieren, und gucken wie du es verträgst.
SNRI sind komplizierter bei der Eindosierung und vor allem auch beim Ausschleichen.
Viel Glück :four_leaf_clover:

Ich fühl´s, könnte ich genauso geschrieben haben….:upside_down_face:
Versuch das mal mit der Therapie!
Bezüglich Gewicht: Nicht jeder nimmt unter SSRI automatisch zu, manche nehmen sogar ab. Ich hab Sertralin mal für 3 Monate vor einer wichtigen Prüfung genommen, weil gar nichts mehr ging, und hab nicht zugenommen. Allerdings nur 50 mg. Meine Tochter nimmt Escitalopram und hat auch nicht merkbar zugenommen. Die andere Tochter mit Sertralin/LDX schon etwas, aber auch durch veränderte Lebensunstände denke ich, würde das nicht alleine den Medis zuschreiben…..
Liebe Grüße :slightly_smiling_face:

Ich finde eure Erfahrungen sehr spannend, da ich ab morgen auf Sertralin + 20-40mg Lisdexamphetamin (je nach Zyklus) eingestellt werde. Ich habe zuvor nur Lisdexamphetamin in dieser Dosis eingenommen, aber trotzdem oft Probleme mit Reizbarkeit und schlechter Stimmung sowie Ängste gehabt. Die depressiven Symptome wurden trotz langjähriger Verhaltenstherapie nicht besser und das ADHS stand immer im Vordergrund, sodass es jetzt das erste mal ist, dass ich ein Antidepressivum zusätzlich erhalte. Ich bin nur etwas ängstlich dass sich beides potenzieren könnte und überlege während der eindosierung die Stimmulanzien nur an längeren arbeitstagen zu nehmen. reagiere recht sensibel auf medikamente und frag mich wie ihr die eindosierungsphase mit Elvanse+Antidepressivum empfunden habt.