Elvanse Dosiskalbrierung, wann Blutspiegel messen?

Manchmal macht es Sinn, es in anderen Worten zu lesen, um es zu verstehen oder weitere Anregungen zu bekommen. Was in diesem Fall tatsächlich zutrifft und wofür ich dankbar bin :hugs:

Und hier meine persönliche Auswertung auf der langen Suche nach einer Antwort auf meine Frage, wann der Blutspiegel zu messen ist. In der Hoffnung, dass ich meine Mitleser unterstützen kann, selbst zu einer zufriedenstellenden Lösung ohne unnötige Umwege zu kommen.

Vielleicht macht es Sinn, über eine Blutuntersuchung von Elvanse den Talspiegel 1 Stunde vor täglicher Einnahme zu messen, um zu schauen, wie die „Grundversorgung“ noch ist UND den PEAK 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme zu messen, um festzustellen, wieviel wirklich und maximal wirkt.

Die hier im Netz gefundenen [Richtwerte] (Lisdexamphetamin | Labor Augsburg MVZ GmbH) erscheinen mir sinnvoll, ich habe mich ebenfalls daran orientiert. Bitte beachten, dass die maximale Verfügbarkeit im Blut erst ab dem 3. Tag erreicht ist und eine Blutabnahme frühestens ab diesem Zeitraum nach Beginn der Medikation erfolgen sollte.

Was Du und Dein Arzt aus den beiden Ergebnissen macht, oder einfach darauf verzichtet und nach Gefühl geht, bleibt Euch überlassen, da das erfahrungsgemäß sehr individuell sein könnte. Ich habe gelesen, dass bei manchen Patienten die Hyperaktivität erst bei höherer Dosierung nachlässt, Konzentration und Gelassenheit schon früher gefördert wird. Für mich fällt aktuell eine Entscheidung noch immer schwer, da die positiven und erwünschten Wirkungen so unscheinbar auftreten und ich deshalb erst nach Reduzierung oder vorübergehender Einnahmepause mehr weiß. Aber grundsätzlich scheine ich mit 70mg Maximaldosis seit nunmehr 10 Wochen eingestellt. Die lästigen Kopfschmerzen, die zwischendurch aufgetreten sind, sind nun auch weg. Da ich bei 70mg einen Talspiegel von 23 ng/ml habe, was bei einer Halbwertszeit von 11 Stunden nachvollziehbar ist, gehe ich davon aus, dass Elvanse leider auch eine unerwünschte Nebenwirkung auf meinen Schlaf hat. Ob ich meinen Schlaf durch Reduzierung der Dosierung oder ein weiteres Medikament verbessern kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, was meine Geduld sehr auf die Probe stellt. Aber ich bleibe dran :fist:

1 „Gefällt mir“

Wegen Schlafproblematik habe ich zum Glück rechtzeitig etwas unternommen und nach ca. 8 Wochen vor dem Schlafengehen 2 mg retardiertes Melathonin zu mir genommen, was meinen Schlaf signifikant verbessert.

Meine Blutuntersuchungen lassen darauf schließen, dass ich aufgrund der Maximaldosis von 70mg aufgrund der Halbwertszeit von Elvanse (11 Stunden) noch mit ca. 47 mg im Blut ins Bett gehe, was dem Durchschnitt entspricht und mit höchster Wahrscheinlichkeit Einfluss auf meinen Schlaf haben wird. Ich werde nun vorsichtig in kleinen Schritten reduzieren und hoffe, dass die positiven Wirkungen, die ich tagsüber auf das Medi zurückführe, dennoch weitestgehend erhalten bleiben.

Bei 47mg ist man wahrscheinlich weit weiiiiit drüber :grimacing:

Lisdexamfetamin dimesilat 70 MG
(Äquivalenz: Dexamfetamin 20.78 MG ← der aktive Wirkstoff)

Aber ja. Natürlich wirkt da noch genug über Nacht auf das ZNS und das führt oft zu leichterem Schlaf mit reduzierten / verschobenen REM Phasen.

Langfristig kann es also leider die Schlafarchitektur noch mehr aus der Balance bringen und das wirkt sich dann tagsüber wiederum negativ auf das Wirkempfinden und die ADHS Symptomatik aus :confused: