Elvanse Eindosierung - Dosiserhöhung um mehr als 10 mg?

Hallo Leute :slightly_smiling_face:

Ich habe eine Frage zu meiner ersten Dosiserhöhung im Rahmen der Eindosierung. Seit dem 08.12. nehme ich täglich 20 mg Elvanse. Anfangs hatte ich vor allem Schlafprobleme, das hat sich nun aber gut eingependelt. Ansonsten eine höhere Herzfrequenz/Puls als sonst (insb. beim Sport). Nun möchte ich die Feiertage nutzen, um die Dosis zu erhöhen.

Meine Psychiaterin hat mir eine 90er-Packung mit 20 mg-Kapseln verschrieben. Ich soll mit 20 mg Elvanse anfangen und meinte, dass ich gegen Ende des Jahres auch 2 x 20 mg probieren kann. Wenn ich merke, dass die 40 mg zu viel sind, würde sie mir dann beim nächsten Termin (der in der letzten Januarwoche stattfindet) die 30 mg-Kapseln verschreiben.

Hier im Forum lese ich nun regelmäßig, dass man beim Eindosieren um max. 10mg erhöht. Damit würde ich mich auch wohler fühlen - 40 mg wären immerhin das Doppelte der bisherigen Dosis.

Ich spiele daher mit dem Gedanken, erstmal 30 mg einzunehmen und dazu entsprechend Kapseln zu teilen. In zwei Wochen könnte ich es dann mit 40 mg probieren, sodass ich bis zum Termin Ende Januar eine Einschätzung habe, wie ich 20 mg, 30 mg und 40 mg Elvanse vertrage.

Allerdings habe ich auch große Bauchschmerzen dabei. Sollten 30 mg nicht so gut sein, müsste ich ihr das beim nächsten Termin mitteilen. Damit müsste ich aber zum einen zugeben, dass ich mich nicht an ihre Verordnung gehalten habe, zum anderen, dass ich die Kapseln geteilt habe. Ich hatte auch irgendwo hier im Forum gelesen, dass das manche Ärzte gar nicht gerne sehen.

Meine Befürchtung ist, dass sie mich dann für “unzuverlässig” halten könnte. Gerade beim Psychiater und der Behandlung mit BTM-Medikamten ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient wichtig - das gilt in beide Richtungen.

Nun stelle ich mir also diese Fragen:

  • Soll ich die Dosis nun von 20mg auf 40mg erhöhen, wie von der Ärztin verschrieben? Was wären dabei eventuelle Risiken?
  • Oder von 20 mg auf 30 mg erhöhen? Wie realistisch ist es, dabei das Vertrauensverhätnis zum Arzt zu beschädigen?

Unzuverläsdig weil du weniger nimmst ist quatsch. Unzuverlässig wäre sie sagt max 40 mg ubd du würdest 70 mg nehmen oder statt 40 mg 2 x 40 mg nehmen und würdest sagen, ich dachte pro Einnahme und ich brauche 2 Einnahmen.

Hoffentlich verstehst du was ich damit sagen möchte.

30 mg kann unangenehm sein, viel unangenehmer wie 20 mg oder 40mg war bei mir so und hatte ich auch nur 3 Tage durchgehalten weil ich auf 30mg sehr emotional eskalierte. Kann immer passieren, kann bei dir auch erst bei 40 mg passieren. Langsamer von der Zeit zu steigern ist immer besser und auch in den Milligramzahlen. Ich bekam damals eine 20 mg Packung und eine 30mg Packung Kapseln mit dem verweis max wmchentlich zu steigern, die Maxdosis 70 mg sei und das ich mir aus beiden Stärken mir jede Stärke zusammenstellen könne.

Wenn du noch Probleme mit dem Puls hast auch wenn es „nur“ nach dem Soort ist, ist die Wahrscheinlichkeit für höhere oder stärkere Nebenwirkungen wenn du um 20mg steigerst als wenn du um 10 mg steigerst. Das kannst du auch einfach mit der Suche herausfinden bzw. geziel danach suchen.

Wenn du psychisch nicht gut mit 30mg zurecht kommen solltest kannst du ja nach 3 Tagen einfach auf 40mg gehen und schauen ob es besser wird. Grundsätzlich lohnt es sich bei unangenehmen Nebenwirkungen erst einmal um 10mg zu steigern und gehts nicht weg nochmal um 10 mg zu steigern weil es wohl öfter mit den Steigerungen besser wird - ist keine Garantie aber die Versuche Wert um es beurteilen zu können.

Letztlich gibt es kein richtig oder falsch sondern man muß das ausprobieren immer mit jedem Stimulanz weil jeder Körper anders reagiert.

Du hättest besser gefragst wieso gleich um 20 mg bzw. verdoppeln statt auf 30 mg, dann hättest du um ihren Beweggrund bescheid gewu ßt. Kann auch sein, daß sie mit 30 mg viele schlechte Erfahrungen bei ihren Patienten beobachtet hat und deshalb ggf. diese Disis ausläßt um diesen Problemen aus ihrer Sicht aus dem Weg zu gehen

Das kann aber nur sie dir beantworten und wir hier leider nur spekulieren oder mutmaßen

Koffein läßt du bei Elvanse wegen Puls weg, gell? ? ?

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Wie hat die Psych das gemeint mit 2 x 20mg? Beide Kapselnauf einmal oder getrennt z. B. Morgens und. Mittags?

Wann lässt bei dir Wirkung spürbar nach? Nachmittags schon. Oder erst am Abend?

Sie meinte eine Kapsel morgens und eine vormittags. In den ersten Tagen habe ich die Wirkung gut gespürt, aber max. 6 Stunden. Seit über einer Woche spüre ich nichts mehr von der Wirkung.

Danke für deine Antwort :slightly_smiling_face:

Das war nie meine Sorge. Meine Sorge ist, dass sie mich für unzuverlässig halten könnte, wenn ich mich nicht an ihre Verordnungen halte und aus ihrer Sicht mich lieber auf die Meinung von Leuten aus dem Internet verlasse, als auf eine Fachärztin. Plus, dass ich, “nur” weil das Menschen im Internet so schreiben, eine Kapsel teile, was eigentlich nicht so vorgesehen ist. (Zur Klarstellung: ich sehe das selbst nicht so, dieses Forum ist eine Goldgrube an Wissen und Erfahrungen, die ich sehr schätze!) Ich hatte bisher nur zwei Termine bei ihr und kann sie in dieser Hinsicht noch gar nicht einschätzen, ob sie eigene Recherche und den Erfahrungsschatz eines ADHS-Forums wertschätzt oder sich davon auf den Schlips getreten fühlt.

Zu diesem Zeitpunkt kannte ich mich mit der Dosierung von Elvanse null aus und konnte das entsprechend nicht weiter hinterfragen. Ich weiß auch nicht, wie gut sie sich eigentlich mit ADHS generell auskennt; auf der Adressliste von ADxS war sie jedenfalls nicht drauf.

Ja, klar. Das war tatsächlich vorher eine große Sorge, weil ich seit Jahren absoluter Koffein-Junkie war und ohne Koffein in rauen Mengen gar nicht erst funktioniert habe. Mit Elvanse hatte ich aber schon seit Tag 1 überhaupt kein Verlangen mehr nach Koffein :slight_smile:

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann nimmst du seit ein paar Tagen zur Zeit zweimal 1 Kapsel mit 20 mg. Das wäre eine Tagesdosis von 40mg. Damit wärst du in einem steady state ; das heißt du hast immer mindestens 40 mg Wirkstoff im Kreislauf, der bei der nächsten 20 mg Kapsel auf 60 mg steigt und dann wieder langsam absinkt.

Wenn meine Annahmen stimmen, dann ist es (für mich) kein Wunder, dass du glaubst , keine Wirkung zu spüren. Den Effekt hatte ich auch. Die Wirkung war dennoch vorhanden, hat mir mein Umfeld aufgrund meines Verhaltens gespiegelt.

Dann kam das leider falsch rüber. Ich nehme seit dem 8.12. bis jetzt unverändert einmal 20 mg morgens nach de Aufstehen ein. Die Frage geht um meine erste Erhöhung der Dosis.

Die Ärztin meinte, ich könne gegen Jahresende probieren, zwei Mal 20 mg pro Tag zu nehmen, also einmal morgens und einmal vormittags.

Und hier bin ich gerade am Abwägen, ob ich wirklich direkt zwei Mal 20 mg (also 40 mg) nehmen will (wie die Ärztin es meint) oder eine 20 mg Kapsel plus eine “halbierte” Kapsel, also 30 mg.

Da kommt auch die Frage auf: macht es einen Unterschied, ob man morgens und vormittags jeweils 20 mg einnimmt oder morgend direkt die 40 mg?

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Ichts zu spüren bedeutet nicht unbedingt was, was sagen die Ergebnisse? Schaffst du mehr, fällst du im Umfeld posktiv auf? Bist du immer noch nicht mehr so unsortiert und auch weiter nicht so schnrll überrekzt?

Morgens und Vormittags ist dad gleiche außer du sollst 3 oder 4 std Abstand halten dafür gibt es dann auch keine Alternative trotzdem 5 Tage Steady-state und es können trotzdem mehr Nebenwirkungen gerade mit Puls und Blutdtuck auftreten.

Zumindest wird wahrscheinlich die Wirkung deutlich verlängert

Der zeitliche Abstand macht einen Unterschied. Die Erhöhung deines Wirkstoff-Spiegels im Blut ist dann nach einer Kapsel nicht so krass. Wenn du nach 4 bis5 Stunden die zweite nimmst, kommst du über Tag mit einer längeren Wirkungsdauer hin und der Abfall ist nachmittags / abends nicht so deutlich.

Ich war bei Methylphenidat super empfindlich bei der Dosis.

Bei Elvanse ging von 20 auf 40 super- außer halt anfängliche Schlafschwierigkeiten.
Du könntest auch 40 mg ausprobieren und wenn du merkst das ist nichts auf 20 zurück oder 30 ausprobieren.

Merkst du denn irgendeinen Unterschied zwischen Vormittags und Nachmittags?

Mit einmal 20 mg morgens nach dem Aufstehen habe ich gar keine Wirkung mehr gespürt, weder Vormittags noch Nachmittags.

Tatsächlich habe ich gestern zum ersten Mal die Dosis erhöht und mich dazu entschieden, um 9:00 Uhr und um 12.30 Uhr jeweils eine 20mg Kapsel zu nehmen, also doch insgesamt auf 40 mg zu erhöhen.

Ausschlaggebend war die Erkenntnis, dass ich bei 20 mg gar keine Wirkung mehr spüre (und dass ich mir dachte, von 40 mg werde ich schon nicht sterben :wink: ). Und ich hatte gestern und heute richtig gute Tage! Keine negative Wirkungen, außer dass ich bis 3 Uhr gelernt habe :sweat_smile: Kam heute aber dennoch gut um 8 Uhr aus dem Bett, wobei früh aufstehen eigentlich immer ein Problem bei mir war. Fühlte mich auch trotz der 5 h Schlaf fit und wach. Dazu bin ich heute emotional angenehm ausgeglichen.

So mache ich erstmal weiter :slight_smile: (bis auf den Schlaf, da sollte ich schon bisschen mehr hinbekommen)

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Gerade verzweifle ich ein wenig… Seit dem 25.12. nehme ich nun 2 mal 20 mg Elvanse, also 40 mg. Am 25., 26. und 27.12. habe ich die erste Kapsel gegen 9 Uhr und die zweite gegen 12.30 Uhr genommen. Die Wirkung fand ich hier immer sehr angenehm.

Seit Sonntag, den 28.12., wach ich aber immer erst gegen 13-14 Uhr auf und gehe entsprechend spät ins Bett. Ich bin mir unsicher, ob das nur von der Dosiserhöhung allein herkommt, weil das zwischen den Jahren häufiger ein Problem ist (v.a. wegen der fehlenden Struktur etc.).

Vom 28.12. bis zum 31.12. habe ich nun immer direkt 2 Kapseln (also 40 mg) auf einmal eingenommen, jeweils gegen 14 Uhr - weil ich dann erst wach war.

Nachdem ich vom 01.01. bis zum 03.01. sogar erst um 14:30 Uhr aufgewacht bin, habe ich dann nur eine Kapsel, also 20 mg genommen, in der Hoffnung, ich könnte abends besser einschlafen. Fehlanzeige.

Daher stellt sich mir folgende Frage: Wie sollte ich mit der Einnahme weitermachen, wenn ich so spät (13/14 Uhr) aufstehe? Trotzdem bei 40 mg bleiben? Die 40 mg auf einmal oder doch besser 2 x 20 mg? Generell wieder auf die 20 mg runter? Wenn ich um 9 Uhr aufstehen würde, fände ich eigentlich die Variante mit 20 mg um 9 Uhr und 20 mg gegen 12 Uhr am besten. Aber um 14 Uhr 40 mg einzunehmen scheint mir auch nicht das wahre zu sein.

Kurz zur Wirkung: Mit 20 mg war ich zuletzt sehr zufrieden, damit hat der größte Teil gut geklappt. Ich hatte aber dennoch das Gefühl, dass ich auch etwas mehr vertragen könnte.

Mit den 40 mg hatte ich nicht mehr Nebenwirkungen als mit den 20 mg. Die 40 mg haben mir auch einen wirklich guten “Schwung” gegeben, wobei ich mit den 40 mg teilweise viel zu sehr Fokus hatte. Beispiele aus den letzten Tagen:

  • Am 27. 12 dachte ich mir um 16 Uhr, ich könnte mal kurz (max. eine Stunde) in die Dateien von meinem Alt-Laptop reinschauen und mir einen Überblick verschaffen, wie viel ich davon sichern möchte und was nicht. “Plötzlich” war dann 4 Uhr nachts.
  • Am 28.12. wollte ich gegen 15 Uhr nur kurz recherchieren, welche Kanzleien für meine nächste Referendarsstation infrage kommen, um dann 6 Stunden später eine 7-seitige Tabelle erstellt zu haben, wo ich sämtliche Infos zu interessanten Kanzleien und deren Rechtsgebieten, Ansprechpartnern, Erfahrungsberichten usw. eingearbeitet und ausgewertet habe. Das ist nicht völlig unnütz, aber einfach viel zu viel Aufwand.

Oje, so wie es sich anhört hast du deinen Tag/Nachtrhythmus völlig durcheinander gebracht. Hoffentlich hast du diese Woche noch Urlaub/Ferien.

Ich kann dir leider nicht wirklich helfen, ich „kämpfe“ selber immer noch mit der richtigen Dosierung. Sprich ich habe selber keine Ahnung :face_with_peeking_eye: Aber wäre ich in diesem Dilemma würde ich mir morgens einen Wecker stellen, mich zum Essen zwingen und dann Elvanse nehmen. Dann den Tag irgendwie überstehen und zeitig ins Bett.

Konntest du deinen Rhythmus wieder normalisieren?

Ui, dein Schlaf/Wach-Rhythmus ist ein wenig durcheinander.

Meine Erfahrung zu Lisdex:

Zu hohe Dosierung und/oder zu späte Dosierung macht heftige Schlafprobleme.

Meine Meinung zu deinen Fragen:

  1. Nicht bei 40 mg bleiben.

  2. Wenn überhaupt,dann 2 x 20

  3. 9 Uhr (eher noch früher) und 12 Uhr ist besser?

Ergänzung:Vielleicht würde eine Tagesdosis von 30mg schon ausreichen. Z. B. mit zweiter Dosis von 10 mg, die du selber von Hand potionieren müsste. Im Forum und Youtube gibt es Anleitungen, wie.

Habe es heute Nacht um 1 Uhr ins Bett geschafft und bin um 7 Uhr wieder aufgestanden :partying_face: Entsprechend konnte ich heute um 8 Uhr meine 20 mg Elvanse einnehmen und kann heute Abend dann hoffentlich noch früher ins Bett.

Ich werde bis zum nächsten Termin bei der Psychiaterin (in 2,5 Wochen) bei 1x20 mg bleiben. Beim kommenden Termin wird sie mir wahrscheinlich 30mg Kapseln verschreiben und ich kann das Thema ansprechen, ob das Aufteilen der Kapseln in Ordnung ist. Generell kann ich ihr jetzt viel bessere Fragen stellen als beim ersten Termin, wo ich leider recht uninformiert reingegangen bin :slight_smile:

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Super. Ich denke, du ist auf einem guten erfolgversprechenden Weg.

Wie geht es dir mit den 20mg? Schläfst du gut?

Ich bleibe dabei, dass man erstmal mit 1x morgens versuchen und die Dosis erhöhen sollte. Oder eben 2x gleichzeitig, wenn keine anderen Dosisstärken vorhanden sind.

Erstmal rausfinden, wie viel Wirkstoff benötigt wird, um eine optimale Wirkung zu erhalten.

Dann schaut man, wie lange es wirkt und was man ausserhalb noch optimieren kann.

Hat man diese Dosis gefunden, dosiert man nochmal höher, um sich sicher sein zu können, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist und geht zurück zur optimalen Dosis.

So lernt man es besser einzuschätzen und für sich selbst ein Gefühl zu bekommen.

Sollte diese Dosis dann nach einer Weile nicht für eine Tagesabdeckung reichen, dann schaut man weiter.

Das mit dem Auflösen, um in kleineren Schritten als vorgegeben einzudosieren, finde ich im Einzelfall sinnvoll.

Ohne die benötigte Wirkstoffmenge jedoch zu kennen, finde ich eine Mehrfacheinnahme eher riskant als sinnvoll. Vor allem eben während der Eindosierungsphase.

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