ich hab schon einen ewig langen Thread zu meinem Sohn hier, jetzt aber eine konkrete Frage zur Elvanse Dosis.
Es ist unser zweiter Elvanse-Versuch, nachdem der erste in Kombination mit Aripiprazol schon extrem gescheitert war (er wurde etwas paranoid und sehr aggressiv).
Jetzt haben wir mit 20mg angefangen (von 30mg Medikinet retard gewechselt) und er isst damit und ist auch grundsätzlich ganz gut drauf. Hat aber selber gesagt, ah für die Schule (jetzt 5. Klasse) dürfte es etwas mehr sein. Die 20mg hatte er die ganzen Sommerferien über. Er hat dann also 30mg bekommen und Tag 1 war gut, Tag 2 war richtig hervorragend mit 30mg und ab Tag 3 wurde es wieder schlechter, an Tag 4 hat er sich in der Schule geprügelt. Jetzt wollte er wieder auf 20mg zurück. Ich weiß, steady state und so, aber lässt sich daraus irgendwie folgern dass die im Körper verfügbare Menge am Dienstag am besten war? Oder hätten wir die 30mg weiter durchziehen müssen? Er hat halt Angst, dass er dann wieder ausrastet und deshalb die 30mg verweigert. Vielleicht 25mg? Wobei es jetzt beim wieder runtergehen auf 20mg auch nicht so nen guten Tag zwischendrin gab wie am Dienstag. Argh.
Er kriegt noch Intuniv 3mg dazu, aber ob das jetzt wirklich was bringt…
es ist so so schwierig, einen anderen Menschen einzudosieren Vor allem wenn der Mensch sehr wenig Wirkung beschreibt/selbst wahrnimmt. Meh.
Elvanse kann bei 30 mg schlechter als bei 20mg oder auch 40 mg empfunden werden
Aber gerade wenns nicht voll schlecht ist, kann es sich lohnen Elvanse 2 oder 3 Wochen zu geben, damit kann sich die Wirkung stabilisieren oder verbesser (keine Wunder. wenn ok kanns trotzdem sich gleichmäßiger und angenehmer anfühlen)
Grundsätzlich könnte man wenn die erste Erhöhung nicht gut war, dann eine zweite probieren und schauen ob es dann besser wird.
Vielleicht wenn wr aber Angst hat einfach mal einpendeln lassen und wenns wieder wie vorher ist dann ggf. mit 2 Erhöhung probieren
Elvanse kann mit viel Dosisveränderung auch „zickig“ reagieren erst recht wenn man es nicht gut einschätzen kann.
Hab ich alles damit erlebt zumal Elvanse ja eher unterschwellig wirken soll und keine dolle Veränderung deshalb ja wahrgenommen wird.
Vielleicht braucht dein Sohn auch erst mal Zeit sich an Medikament und wirkweise zu gewöhnen.
Man sagt immer schnell im Perfektionismus, den man manchmal unter diesen Medikamenten spürt (hab ich mehrfach gehabt) das mehr besser wäre und bin teils doch wieder deutlich zurück.
Der beste Tipp, an messbaren Ergebnissen beurteilen und lieber viel, viel Zeit für jede Dosis brauchen als zu schnell hochsteigern, weil Elvanse halt nicht unmittelbar wie Methylfinidat ist aber auch der Körper sich ja durch das Medikament verändern kann, weil kein Adhs Dauerstress besteht und dadurch auch sich einiges positives entwickeln kann