Elvanse Eindosierungsphase & Schlaf

Hi zusammen, ich habe vor kurzem mit Elvanse 20mg zur Eindosierung begonnen.

Das konnte ich leider nur 5 Tage lang machen, musste dann aufgrund einer Corona Infektion für 5 Tage pausieren und nehme es nun wieder seit 4 Tagen.

Sowohl in den ersten 5 Tagen der Einnahme, als auch jetzt die letzten 4 Tage habe ich sehr starke Schlafprobleme, sodass ich mich extrem gerädert fühle und dadurch deutlich weniger produktiv und konzentriert bin. Ich nehme es meistens vor 7 Uhr ein, bin aber trotzdem nicht vor 0 müde. Das Einschlafen ist aber gar nicht mein größtes Problem - vielmehr habe ich das Gefühl, dass ich mich die ganze Nacht eher im Halbschlaf befinde und sehr oft komplett wach werde. Für mich ist das ein großes Problem, da ich im Job mit vielen personenbezogenen Daten zu tun habe und mich einfach konzentrieren muss.

Meine Frage wäre, ab wann ihr in der Eingewöhnungsphase eine Verbesserung bei eurem Schlaf gemerkt habt? Ich soll ab nächster Woche auf 30mg erhöhen und habe Angst, dass es dann nur noch schlimmer wird. :smiling_face_with_tear:

Ggf sind 20 bei dir schon zuviel…

Ich habe bei meiner Einmedikamentierung (die ich abgebrochen habe, weil der Facharzt keine Ahnung hatte), die Tablette ca 5.45h genommen. Hab dann ca 8h Wirkung gehabt..bis Abends 20.00/20.45 und wurde dann relativ schnell müde und konnte problemlos endlich nochmal durchschlafen

1 „Gefällt mir“

Hey hey,

Also ich kenne die Probleme, gerade in der Eindosierung kam es auch bei mir häufiger vor. Ich habe damals mit 30mg begonnen und habe diese Dosis einen Monat beibehalten, davon war die erste Woche was den Schlaf anging leider ziemlich grauenhaft. Entweder ich konnte sehr schlecht bzw spät einschlafen oder war einfach ab 4 Uhr hellwach. Bei der Erhöhung von 30 auf 40mg kam das auch vor und bei meiner letzten Erhöhung auf 50mg garnicht. Die Dinge die ich damals getan habe um das tatsächlich zu bessern: 1. Elvanse vor dem Frühstück 2. Mehr Bewegung am Tag 3. Melatonin Spray

Bitte erhöhe die Dosis nicht zu schnell und gib deinem Körper Zeit sich daran zu gewöhnen. Mach ggfs. langsame Schritte damit dein Nervensystem nicht komplett überfahren wird und habe Geduld mit dem Schlaf. Und wenn dein Schlafmangel zu extrem ist an manchen Tagen, bleib der Arbeit dann besser fern und lass dich krank schreiben. Wenn du wegen Nebenwirkungen oder ähnlichem nicht arbeitsfähig bist dann wird das in der AU im Bezug auf der ADHS Diagnostik gesetzt :blush:

Ob das Gang und gebe ist weiß ich nicht, das ist natürlich nur meine Erfahrung

3 „Gefällt mir“

Hallo,

ich habe im Oktober mit Elvanse angefangen. Die esrten Wochen waren bei mir schrecklich mit dem Schlaf. Ich habe häufig Schlafprobleme, aber das war komplett anders. Es ging einfach absolut nicht. Ich habe probiert Elvanse morgens um 4 zu nehmen, damit konnte ich dann zwischen 22 und 23 Uhr einschlafen…. Den Punkt, an dem ich einschlafen konnte, konnte ich sehr sehr genau spüren. Aber die 5 Stunden Schlaf, wenn überhaupt, sind für mich trotzdem viel viel zu wenig gewesen

Ich habe hier zu den enzymen recherchiert CYP2D6: Genetische Unterschiede und Bedeutung für ADHS-Medikamente - ADxS.org , und Studien gelesen, wonach bestimmte Sachen dieses Enzym hemmen können. Z.b. Kurkuma, Ingwer etc. Und auch ein NAhrungsergänzungsmittel, das ich wegen Histaminintoleranz genommen habe, enthielt etwas, was dieses Enzym hemmt. Das alles habe ich dann weggelassen und ich konnte besser schlafen… Bin mir aber nicht sicher, ob es das war, denn inzwischen (gerade mal einen Monat später) esse ich wieder Kurkuma und Ingwer ohne Probleme.

Kaffee habe ich inzwischen komplett umgestellt auf koffeinfrei, damit habe ich mich bei Ritalin noch schwer getan, jetzt gehts, ging ja nicht anders, an Schlaf war sonst absolut nicht zu denken.

Und ich bin auf ein anderes Melatoninpräparat umgestiegen, es ist mit Magnesiumbisglycinat und Ashwadhanga - ich war komplett verzweifelt von meinem extremen Schlafmangel. Ich weiß nicht, ob das zur Besserung beigetragen hat. Ich bezweifle es etwas. Aber es hat mir das Gefühl gegeben, dass ich was mache, und es wurde besser. NAchdem ich es inzwischen öfter mal weg lasse und trotzdem gut schlafe, denke ich dass das höchstens unterstützt hat, aber nicht Grund dafür ist, dass ich jetzt gut schlafe.

Im Endeffekt glaube ich, dass mein Körper einfach Zeit gebraucht hat. Die ersten 4 Wochen waren absolut übel, der Schlafmangel sehr extrem. Nach ca. 4-5 Wochen hat das Schlafen wieder geklappt, wenn ich die drei genannten Maßnahmen eingehalten habe, jetzt nach 7 Wochen muss ich nix mehr machen, schlafen geht gut, ich habe auch die Dosis inzwischen von 20mg auf 40 mg verdoppelt und ich kann trotzdem super schlafen. Auf “echten” Kaffee zu verzichten war sehr schwer, aber jetzt wo ich es geschafft habe, komplett darauf zu verzichten, habe ich kein Interesse damit wieder anzufangen.

Langer Text, kurzer Rat: Geb dir Zeit und halte durch.

3 „Gefällt mir“

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und mir geht es gerade genauso.

Vor 3 Tagen habe ich mit Elvanse bzw. dem entsprechenden Generika Lisdex-Aristo mit 20 mg angefangen. Davor war ich nicht auf Medikation (außer die 15mg Escitalopram, die ich schon seit Jahren nehme).

Tagsüber ging es mir am ersten Tag wunderbar, aber dann kam die Nacht und ich konnte nicht schlafen. Dazu kamen noch unruhige Beine. Der zweite Tag war Wirkung ähnlich, den Schlafmangel habe ich erst ab 16 Uhr gespürt. Die zweite Nacht war genauso, aber gegen die unruhigen Beine hat Magnesium geholfen.

Jetzt ist der dritte Tag und ich spüre den Schlafmangel schon sehr. Wenn ich diese Nacht auch nicht schlafen kann, wird es morgen übel.

Ich weiß echt auch nicht, ob ich die 2 Wochen Eingewöhnung durchhalte, wenn es weiterhin so bleibt… @Donut, da versteh ich dich gut :smiling_face_with_tear:

Ich habe überlegt, ob ich morgen mal als Wasserlösung auf 10mg runtergehen sollte und die Eindosierung niedriger und langsamer starten soll? Also 2 Wochen 10, dann 15, dann erst 20.

Ich bin dünn und vielleicht ist 20mg für den Anfang zuviel. Normalerweise startet man scheinbar bei 30mg, aber mein Arzt hat meine Statur (und meine Ängste) schon berücksichtigt und meinte 20mg wäre besser. Ist das bei dir zufällig ähnlich, @Donut ?

Leider ist mein Arzt nun selbst diese Woche krank und ich kann ihn nicht fragen wegen der Reduzierung.

Daher Grage in die Runde: Denkt ihr es wäre nachteilig für die Eindosierung, wenn man nach einigen Tagen 20mg erst nochmal auf 10mg runtergeht?

Bzgl. Melatonin bin ich vorsichtig, da ich damit noch keine Erfahrungen habe und ich nicht weiß, ob es Wechselwirkungen mit Elvanse (oder Escitalopram) gibt.

Bin für Ideen und Rückmeldungen sehr dankbar :slight_smile:

Viele Grüße, JL

1 „Gefällt mir“

Hey @JLuzia :slight_smile: ich habe allein hier im Forum von vielen Personen gelesen, die anfangs ähnliche Probleme mit dem Schlaf haben und hoffe einfach, dass es sich etwas legt.

Zu meiner Figur: würde ich als ganz normal beschreiben (62 Kilo auf 166cm) und habe bei Schmerzmitteln oder auch Opipramol (vor ein paar Jahren aufgrund einer Angststörung) bisher eigentlich tendenziell immer eher etwas mehr gebraucht. Daher wundert es mich in diesem Fall auch so, da die meisten ja sogar mit 30 mg einsteigen.

Inzwischen merke ich eine leichte Verbesserung und dass ich mich nicht mehr so krass gerädert fühle wie am 2. bis zum 5. Tag nach meiner allerersten Einnahme. Ich versuche, auch wenn ich sehr kaputt bin, abends trotzdem noch einen großen Spaziergang zu machen oder zumindest ne halbe Stunde auf dem laufband zu gehen. Und (wie viele andere hier auch raten) das Handy früher zur Seite legen (damit habe ich leider weiterhin meine Probleme :‘)

Ich nehme abends eine Melatonintablette (abgeklärt mit meinem Psychiater und auch mit einer Apothekerin). Vielleicht Placebo weil mir das vorher auch nicht wirklich geholfen hat, vielleicht hilft die Melatonin wirklich, vielleicht gewöhne ich mich aber auch so langsam an das Medikament. Habe das Gefühl, dass die coronabedingte Unterbrechung einfach wirklich sehr unglücklich war, da einem ja schon dazu geraten wird, es mindestens 14 Tage am Stück durchzunehmen.

Drücke dir die Daumen, dass es bei dir bald besser wird! <3

3 „Gefällt mir“

Hey @Raphaell danke für deine ausführliche Antwort! Und ja, ich habe das Gefühl, dass mein Psychiater einen dahingehend auch einfach recht schnell abfrühstückt (von wegen Sie sind ja körperlich fit, was soll schon passieren). :sweat_smile:

Aber nach ewig langer Suche und langer Wartezeit bin ich überhaupt froh, jetzt irgendwo untergekommen zu sein und komme ansonsten auch gut mit ihm zurecht.

Ich habe mich jetzt auch entschieden diese Woche noch die 20mg zu nehmen, sodass ich die Wirkung wirklich über einen längeren Zeitraum beobachten kann. Habe noch genug Tabletten übrig und kann ja immer noch erhöhen :blush:

2 „Gefällt mir“

@xyz12345 danke für die aufmunternden Worte :slight_smile: Koffein & Coke Zero lasse ich derzeit aktuell auch komplett weg. Das fällt mir schon sehr schwer, geht aber.

Wie du schon sagst braucht es vermutlich einfach seine Zeit, aber nach 3 Nächten hintereinander kaum schlafen fühl ich mich im Büro wie nach nem Festivalbesuch :grinning_face_with_smiling_eyes: nicht zu wissen, wann das aufhört fördert das ganze dann auch nicht, weil ich mich dann erst recht reinsteigere.

Aber beruhigend zu hören, dass es vielen hier ähnlich ging und es irgendwann besser wurde. :blush:

1 „Gefällt mir“

Hallo @Donut :slight_smile: Danke für deine Antwort!

Danke dir und ich drücke dir auch die Daumen, dass der Schlaf sich bei dir bald wieder noramisiert! Manchmal tut es gut zu wissen, dass man nicht allein ist damit.

Ich bin jetzt am Ende des 5. Tages und heute Abend ist es bisher am Schlimmsten mit der Erschöpfung. Das hat auch meine Ängste gleich wieder getriggert und ich musste arg aufpassen um mich nicht reinzusteigern. :smiling_face_with_tear:Deshalb hoff ich wirklich sehr, dass es heute Nacht etwas besser wird und bergauf geht.

Um den Schlaf zu fördern mache ich auch was ich kann. Gehe tagsüber raus trotz Müdigkeit, Magnesium am Abend, Handy weg nach 20.30 Uhr, Meditation,… Aber ich schätze, das sind alles nur kleine Hilfen, der Körper braucht halt die Zeit :sweat_smile:

Ich denke, wenn diese Nacht auch nicht besser wird, frage ich mal morgen beim Arzt an, was er mir rät.

Wie läuft es bei dir inzwischen? Hat es sich schon deutlich gebessert jetzt mit dem Schlaf und dem tagsüber gerädert sein?

Konntest du eigentlich als du es während deiner Krankheit abgesetzt hattest, dann sofort nachts wieder normal schlafen? Oder hat das noch nachgewirkt?

Zur deiner Überlegung mit der Dosis: Da ich immer eher zu Ängsten und Nervösität neige, habe ich bei mir die Vermutung, dass Medikamente, die mich beruhigen oder einschläfern sollen (war auch bei Narkose schon mal so!) oder Schmerzen lindern sollen meist eher mehr brauchen als mein Gewicht vermuten lässt. Stimulazien wirken ja in die andere Richtung und ich könnte mir vorstellen, dass ich darauf empfindlicher anspreche wegen der Ängste. So meine Theorie :joy:, aber ich weiß nicht, ob das bei dir auch sein könnte.

1 „Gefällt mir“

Hey @JLuzia der 5. Tag war bei mir tatsächlich auch am allerschlimmsten. Mache mir dazu Notizen im Handy :grinning_face_with_smiling_eyes:

Ich konnte in der Pause direkt normal schlafen und habe tatsächlich besser und mehr geschlafen als sonst. Vermutlich weil mir schon so viel Schlaf gefehlt hat und mein Körper gegen Corona gekämpft hat.

Als ich dann wieder angefangen habe war es gefühlt wieder wie bei der ersten Einnahme.

Ich nehme es jetzt wieder seit 3 Tagen am Stück und habe heute Nacht eine deutliche Verbesserung zu allen Nächten davor gespürt und sogar durchgeschlafen. Trotzdem war ich ab Mittags recht erschöpft, also komplett erholend war der Schlaf anscheinend noch nicht - aber es geht spürbar aufwärts.

Bei mir ist es genau wie bei dir @JLuzia, da ich mich aufgrund meiner Angststörung und Hypochondrie extrem in Themen wie Schlaf oder körperliche Reaktionen (wie den erhöhten Puls in der Eindosierungsphase) reinsteigere. Ist ne echt beschissene Kombi aber am allerersten Tag der Einnahme sowie dem ersten Tag nach einer Pause habe ich schon positive Auswirkungen auf meinen Alltag gemerkt und möchte daher unbedingt dranbleiben.

Deinen Arzt zu kontaktieren ist vielleicht trotzdem eine gute Idee und hilft dir, dich nicht zu arg reinzusteigern. Ich hatte das auch gemacht und mich im gleichen Zuge erkundigt, ob ich Melatonin oder Baldrian nehmen kann :blush:

1 „Gefällt mir“

Hallo @Donut, na dann hoffe ich mal, dass es bei mir ähnlich ist und ich mit Tag 5 den schlimmsten hinter mir habe :smiley:

Verstehe, das wirft einen also stark zurück, wenn man pausiert. Ich hatte das überlegt um mal eine gute Nacht reinzukriegen, aber das klingt ja eher als wäre es das nicht wert.. :sweat_smile:

Du hattest also 5 Tage mit, 5 Tage ohne und jetzt wieder 3 Tage mit? Ich hatte deinen ersten Post vor 6 Tagen so verstanden, dass du da schon nach Corona wieder 4 Tage genommen hattest. Hast du nochmal pausiert?

Super zu hören, dass du das erste Mal durchschlafen konntest! :blush: Das ist doch ein sehr gutes Zeichen. Vielleicht sind ja noch etwas wenig Tiefschlafphasen dabei, aber das kommt dann sicher auch bald. Ich drück die Daumen.

Da sprichst du mir mit den Ängsten und der Hypochondrie aus der Seele, das geht mir genauso. Bei mir ist der blutdrucksteigernde Nebeneffekt zwar hilfreich, da ich sonst fast immer einen zu niedrigen Blutdruck habe, aber gewöhnungsbedürftig ist es trotzdem.

Ich habe mich auch an den ersten zwei Tagen echt gut gefühlt mit der Elvanse Wirkung und bin daher auch motiviert dran zu bleiben! Ich war ausgeglichener, ruhiger aber konnte mich besser aufraffen und motivieren, die Ängste waren interessanterweise auch reduziert. Jetzt wird das leider fast komplett überlagert von der Erschöpfung durch den Schlafmangel, aber das gibt sich ja hoffentlich bald! Wir schaffen das @Donut :wink:

Die Praxis habe ich angerufen und die Arzthelferin wollte den Arzt zwischen seinen Terminen mal fragen. Ich warte aber noch auf die Rückmeldung. Mal schauen, was er sagt :woman_shrugging: Wieviel mg Melatonin nimmst du denn?

@JLuzia ich musste letztes Wochenende nochmal pausieren, da ich auf zwei 30. Geburtstagen in meinem engsten Kreis eingeladen war und da auch was trinken wollte. Der November ist echt für mich der blödeste Monat um anzufangen, aber ich wollte meinem Psychiater auch nicht sagen, dass ich aus diesem Grund erst im Dezember anfange. Der Leidensdruck bei mir war schon sehr hoch, da ich auch in eine depressive Episode gerutscht bin durch den mangelnden Antrieb, ausbleibende Erfolgserlebnisse etc. Er hatte mir aber auch gesagt, dass ein-zwei Tage Pausen nicht schlimm seien. Diesen Eindruck teile ich jetzt aus eigener Erfahrung und dem was ich hier gelesen habe überhaupt nicht :sweat_smile:

Das mit der Überlagerung durch die Übermüdung war bei mir auch 1:1 genau so. Ich hatte echt den Eindruck, dass ich ohne die ganzen Nebenwirkungen deutlich produktiver gewesen wäre.

Ich habe auch gemerkt, dass Zucker in Kombination mit Elvanse bei mir total krass anschlägt. Selbst abends wenn das Medikament eigentlich kaum mehr wirkt, bekomme ich totales Herzklopfen und werde das jetzt auch weglassen / deutlich reduzieren um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Leider schwierig in der Weihnachtszeit :grinning_face_with_smiling_eyes:

Von gestern auf heute war es bei mir hinsichtlich Schlaf nochmal besser. Ich nehme 1 mg Melatonin. Laut Apothekerin ist das wenig, aber die Menge hatte sie mir empfohlen um das mal auszutesten :blush:

Da das bei dir @JLuzia alles ziemlich ähnlich klingt, kann ich dir (zumindest von meinem Empfinden ausgehend) sagen, dass es schneller besser wird als man denkt :slight_smile: Ich habe mich vor ein paar Tagen noch echt verzweifelt gefühlt und hier meinen ersten Beitrag verfasst. Heute sieht die Welt schon wieder ganz anders aus für mich.

Ich bin am Montag auch für ein EKG und Blutbild bei meinem Hausarzt (vorher wurde keins gemacht, weil ich ja gesund bin :smiling_face_with_tear:) und werde mich da auch nochmal rückversichern, bevor ich die Dosis dann ab nächster Woche auf 30mg erhöhe.

1 „Gefällt mir“

Ah, das versteh ich, @Donut. Dann war das ungünstiges Timing, so ist das Leben leider manchmal.. Umso besser, dass es bei dir jetzt trotzdem schon deutlich bergauf geht.

Das mit dem Zucker habe ich jetzt schon ein paarmal gehört. Ich selber habe irgendwie seit Elvanse weniger Appetit auf Süßes. Vielleicht erkennt mein Körper ja von selbst schon, dass weniger Zucker derzeit besser ist. :sweat_smile: Manchmal funktioniert die Selbstregulation also wohl doch.. aber echt schwer bei Plätzchen, das stimmt!

Ich konnte leider bisher nicht direkt mit dem Arzt sprechen, aber er hat mir am Freitag Doxepin zum Schlafen verschrieben. Da habe ich lange gezögert, ob ich mich das auch traue zu nehmen :melting_face: Habe mich dann am Freitag nach einem total kaputten Tag dazu überwunden in einer ganz kleinen Dosis. Ich konnte trotz der Nervösität dann aber deutlich besser schlafen und habe vermutlich auch endlich wieder mehr Tiefschlaf gehabt. Auch an Träume habe ich mich heute Morgen - anders als die Nächte davor - nicht erinnert, was vermutlich heißt, dass ich nicht so oft aus dem REM Schlaf gerissen wurde. Ich nehme ungern noch etwas drittes in meinen Mix dazu, aber wenn es nur vorübergehend ist und hilft, dann sei es so. :slight_smile:

Nach zwei erholsameren Nächten dank Doxepin spüre ich jetzt die Elvanse Wirkung wieder deutlich mehr, nachdem sie bisher vom Schlafmangel überdeckt war. Ich habe nun den Eindruck, dass 20mg bei mir vielleicht wirklich schon etwas zu viel sind, da es mich tagsüber etwas zu unruhig/getrieben macht, bisschen zittrig und unkoordinierter als sonst. Den Rebound spür ich auch recht stark immer zwischen 16 und 18 Uhr (bei Einnahme gegen 9 Uhr). Das gefällt mir auch so gar nicht.

Montag werde ich mal versuchen mit dem Arzt zu sprechen, ob er eine Dosisreduktion auf 15mg für sinnvoll hält. Ich bin inzwischen ziemlich überzeugt, dass das bei mir besser wäre. Vielleicht wird das mit dem Schlaf dann ja auch leichter.

Das ist interessant, EKG oder Blutbild zur Kontrolle hat bisher mein Arzt gar nicht erwähnt :thinking: Weder davor noch für jetzt. Musstest du das selbst anschieben oder kam das vom Arzt? Werde ich Montag auch mal ansprechen!

2 „Gefällt mir“

@JLuzia freut mich, dass du kurzfristig etwas gefunden hast, was dir hilft! :slight_smile: und ganz ehrlich, ich glaube das ist wahrscheinlich immer noch weniger schädlich für deinen Körper, als so ein krasser Schlafmangel. Aber ich verstehe voll, dass du so wenig wie möglich nehmen willst.

Ich habe hier auch schon von Leuten gelesen, für die die perfekte Dosis irgendwo zwischen 20 und 30 mg liegt. Vielleicht ist das ja echt eine Lösung für dich :slight_smile:

Als ich nach psychiater:innen gesucht habe, habe ich von einigen die Rückmeldung erhalten, dass ich zum Termin (Monate später) bereits ein Blutbild und EKG mitbringen müsste. Mein Psychiater meinte, dass das vorab bei gesunden Menschen nicht notwendig ist, wenn keine Vorerkrankungen bekannt sind. Das ist anscheinend auch gängige Praxis, hat mich aber schon etwas verunsichert da mein Vater auch Herzprobleme hat. Bei mir wurde aber im April unabhängig von der Diagnose alles abgecheckt und keine Auffälligkeiten gefunden. Mein Psychiater meinte daher, dass es eher sinnvoller ist, nach einem Monat Einnahme ein kleines Blutbild + EKG machen zu lassen. Ob er das von alleine auch veranlasst hätte, weiß ich ehrlich gesagt nicht :sweat_smile: mir war das schon wichtig es einmal gemacht zu haben, da ich mich dann auch weniger in oben genannte Themen reinsteigere.

Hello :slight_smile: dieser Thread gibt mir gerade sehr viel Hoffnung!

Ich bin neu hier, habe vor drei Wochen meine ADHS-Diagnose bekommen und nehme nun seit Montag 20 mg Elvanse. Seitdem habe ich insgesamt vielleicht 6 bis 8 Stunden geschlafen :face_with_bags_under_eyes:

Während der Montag (Tag 1) mit Elvanse tagsüber sehr angenehm war, konnte ich dann bis min. 5 Uhr morgens nicht einschlafen.
Somit war ich gestern an Tag 2 tagsüber so müde, dass ich nicht viel geschafft habe und mich Abends um 18 Uhr ins Bett gelegt habe, nur um dann dort wach herum zu liegen. Zu müde, um irgendwas zu machen, aber dann auch nicht einschlafen können.
Heute an Tag 3 bin ich wieder so müde, nehme aber weiter 20 mg Elvanse. Ich hoffe ja, dass sich das bessert, wenn ich den steady state erreiche.

Ich muss auch gestehen, dass ich explizit keinen Sport gemacht habe, da ich erst mal die Wirkung von Elvanse auf meinen Körper beobachten wollte, bevor ich ihn auch noch mit Sport weiter fordere. Ist es sinnvoll, auf Sport zu verzichten oder könnte das die Schlafproblematik verursachen?

Ich nehme außerdem gerade Elvanse immer gegen 11 Uhr, entweder weil ich vorher verschlafe oder weil ich vorher mein L-Thyroxin nehmen muss und Abstand zwischen beiden Medikamenten halten sollte. Ist der Einnahmezeitpunkt vielleicht auch zu spät?

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich diese Woche keine Termine habe und ich somit zumindest keinen Druck von außen habe :upside_down_face:

3 „Gefällt mir“

@Fineless zu müde um was zu machen aber zu wach um zu schlafen beschreibt es ganz gut :grinning_face:

Ich habe auf hartes cardio / spinning etc verzichtet, jedoch ist Bewegung dennoch wichtig. Ich war dann entspannt Fahrrad fahren, spazieren oder bin auf dem laufband gegangen.

Der Einnahmezeitpunkt klingt zumindest für mich viel zu spät :smiling_face_with_tear: ich habe am Anfang immer um 08:00 Uhr genommen und nach dem ersten Tagen auf 06:45 Uhr vorgezogen, weil die Wirkung von Elvanse einfach lange und konstant anhält.

Vor einigen Tagen habe ich von 20mg (nachdem ich endlich weniger Schlafprobleme hatte) auf 30mg erhöht und habe nun wieder die gleichen Probleme :face_with_bags_under_eyes::joy: Ich schlafe zwar gut ein und vermeintlich auch durch, jedoch merke ich 2-3 Stunden nach dem aufstehen dass ich extrem müde bin und fühle mich so, als hätte ich gar nicht geschlafen. Vielleicht frage ich doch auch mal nach dem Medikament was @JLuzia dagegen bekommen hat.

Es ist wirklich nervig seinen Alltag mit so wenig Schlaf zu bewältigen und ich glaube, dass ich meinem Psychiater sage, dass ich dieses Mal länger als einen Monat bei dieser Dosis bleiben möchte.

Ich fühle auf jeden Fall mit dir :smiley: @Fineless

1 „Gefällt mir“

@Fineless , ich kann auch gut mitfühlen! Die erste Zeit war furchtbar mit dem Schlaf..

Zu dem Einnahmezeitpunkt würde ich auch sagen versuch es früher hinzubekommen. Ich peile immer so 9 Uhr an, früher habe ich es leider auch nie geschafft. Wäre aber bestimmt noch besser. Es wirkt halt doch recht lang und je später du es nimmst, desto länger liegst du nachts wach..

Zum Sport kann ich nicht viel sagen, da ich allgemein nicht sehr sportlich bin. Leichte Bewegung ist aber bestimmt etwas hilfreich, solange von deinem Puls/Blutdruck usw. nichts dagegenspricht.

Ansonsten sind die Schlafprobleme am Anfang wohl leider einfach nicht zu vermeiden, egal was man tut, so habe ich den Eindruck. Du bist auf jeden Fall nicht allein damit, falls das tröstet! :slight_smile:

@donut Das Doxepin hat bei mir wirklich die Schlafqualität verbessert. Ich brauche zwar immernoch mindestens eine halbe Stunde zum Einschlafen und schlafe nicht komplett durch bis 7 Uhr, aber deutlich besser. Ich bin tagsüber zumindest nicht mehr ungewöhnlich müde und merke auch die eigentliche Elvanse Wirkung seither wieder. Am Anfang habe ich 5mg Doxepin 15min vor dem Hinlegen (wichtig: 3 Stunden davor nichts essen, sonst wirkt es anscheinend verzögert) genommen, inzwischen bin ich auf 2-2,5 mg runter. Mal schauen, ob es bald ganz ohne klappt, das teste ich vielleicht dieses Wochenende. :slight_smile:
Ich drücke dir weiter die Daumen für deine Eindosierung und hoffe, es ist nicht bei jeder Höherdosierung so blöd mit dem Schlaf!

Bei mir hat sich rausgestellt, dass 20mg schon zu viel waren. Ist wohl selten, aber für manche ist die ideale Dosis von Elvanse wohl sehr niedrig zwischen 10 mg und 20mg irgendwo. Wo genau das bei mir ist bin ich gerade noch am austüfteln. Ist aber scheinbar (leider) auch zyklusabhängig, was es nochmal etwas erschwert. Letzte Woche waren 15mg bei mir scheinbar genau richtig, diese Woche ist es wieder einen Ticken zu viel und ich teste heute 12mg… :woman_shrugging: Wäre ja sonst auch zu einfach.. :joy:

Danke für euren lieben Worte :blush: Ich werde versuchen, Elvanse ab morgen früher zu nehmen. Heute habe ich auch ein paar Besorgungen in der Stadt gemacht und bin dabei 7500 Schritte gelaufen - das ist vielleicht ein guter Anfang, um sich wieder an Sport ranzutasten :grinning_face_with_smiling_eyes:

Leider kommen zur Eindosierungsphase noch zwei Sachen dazu: Zum einen war ich bisher Koffeinjunkie und konnte ohne Koffein nicht den Tag verbringen - das lasse ich nun aber natürlich konsequent weg. Zum anderen habe ich bis letzte Woche noch täglich 90 mg Duloxetin (Antidepressivum) eingenommen, was ich nun ausschleichen lassen und daher bis Weihnachten nur noch alle zwei Tage 30 mg einnehmen soll. Dieser „Entzug“ kommt auch noch dazu.

Das, zusammen mit dem Schlafentzug, ist gerade echt unangenehm. Dadurch spüre ich die positive Wirkung von Elvanse, die ich am ersten Tag noch spürte, seit gestern gar nicht mehr. Mein Arbeitsgedächtnis existiert gefühlt gar nicht mehr und mein Zeitgefühl ist auch sehr schlecht :sweat_smile: Dazu dann immer wieder “Brain Zeps”, die vom Absetzen von Duloxetin herrühren :upside_down_face: Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass sich das im Laufe der nächsten Tage bis Wochen verbessert.

@Donut Ohje, da denkt man, man hätte die Schlafprobleme hinter sich und dann fängt das wieder an :sweat_smile: Ich hoffe, das wird schnell wieder besser bei dir mit dem Schlaf (und dass du nicht mehr viele Dosisänderungen brauchst)!

@Fineless

Zwei Ideen:

  1. Elvanse immer zur gleichen Zeit am Morgen nehmen, Wecker stellen auf z.B. 07:30, einnehmen, dann bei Bedarf weiterschlafen.

  2. Duloxetin absetzen: Ich bin weiss Gott kein Experte, aber letzte Woche noch täglich 90 mg und jetzt alle 2 Tage 30 mg?? Ist das nicht viel zu schnell? Wenn ich nach Symptomen bei zu schnellem Absetzen google, finde ich u.a. „Schlafstörungen“.

PS: Gleichzeitig Antidepressivum absetzen und Elvanse eindosieren ist eigentlich eine schlechte Idee, da du dann keine Ahnung hast, welche Wirkungen und Nebenwirkungen wovon kommen…

2 „Gefällt mir“

Ich war auch erstaunt, als meine Psychiaterin das mit dem Duloxetin und Elvanse so angeordnet hat. Allerdings war ich mit dem Duloxetin aufgrund der Nebenwirkungen ohnehin schon seit langem nicht mehr zufrieden, v.a. hat es mich so müde gemacht, dass ich 10 bis 14 Stunden Schlaf brauchte. Dabei bin ich mir auch sicher, dass ich seit min. zwei Jahren keine Depressionen mehr habe, sondern dass die Symptome durch das ADHS herrühren. Deshalb war ich dann sehr froh darüber, dass es so zügig abgesetzt wird und habe meine Psychiaterin nicht nochmal darauf angesprochen, ob langsamer nicht besser wäre.

Und dass ich Elvanse schon während des Ausschleichens nehmen soll, fand ich auch etwas merkwürdig. Da ich aber möglichst schnell die Eindosierung angehen wollte, habe ich auch hierzu keine Zweifel geäußert :upside_down_face:

Heute Nacht konnte ich tatsächlich halbwegs gut schlafen und fühle mich dadurch schon wieder viiieeel besser. Und ich konnte Elvanse heute um 9 Uhr einnehmen :slight_smile: Ich werde daher wohl jetzt vermehrt auf Bewegung achten und ansonsten bei dem bisherigen Vorgehen erst mal bleiben.

1 „Gefällt mir“