ich bin seit 3 Monaten in der Eindosierung mit Elvanse. Anfangs 30mg, dann immer je nach Zyklus nach dem Eisprung 40m. Anfangs spürte ich noch eine positive Wirkung, jetzt eigentlich kaum. Dann war mein Zyklus auf einmal auch 52 Tage lang und bringt alles durcheinander. Jetzt ist die Empfehlung, an Tagen bis zum Eisprung 40mg zu nehmen und danach 50mg. Ich fühle mich die letzten Tage total gereizt, mehr nicht, vielleicht weil ich auch privat eher viel los ist. Es fällt mir schwer zu essen, habe seit dem 10kg abgenommen, höchstens mittags konzentriert und da kann es dann auch mal in 2Stunden konzentriert Dokus schauen enden. Die ersten Tage waren viel schöner, habe direkt ungeliebtes abgearbeitet und jetzt ist mir alles einfach zu viel, bin erschöpft und schaffe es momentan kaum bis garnicht Arbeiten anzugehen etc. und Beige wieder dazu Treffen und Co abzusagen. Ist Elvanse vielleicht nicht das Richtige? Wie ist es bei euch? Ich freue mich auch über positive Berichte oder über Infos zu Unter oder Überdosierungen…
Viele Grüße
Das steht ja auch im Beipackzettel; ist eine sehr häufige Nebenwirkung von Amphetaminen, leider. nehme auch 40mg Elvanse und habe dasselbe ess- Problem. Ich habe einfach keinen Appetit….
Aber ansonsten komme ich mit Elvanse gut zu recht, das Problem ist halt zwecks Zyklus, die Forschung kümmert sich nicht darum. Also der weibliche Zyklus wird bei Studien und Medikament Herstellung swit je her vernachlässigt/nicht beachtet… viele Medikamente werden ja auch nur an Männern getestet weil die diesen nervigen Zyklus nicht haben und leider wissen auch viele Ärzte nicht, dass man die Dosis dem Zyklus anpassen muss, bzw wie man das macht.
Da hilft leider nur, rumprobieren. Ich habe auch das Problem, dass Elvanse die Tage vor dem Eisprung gefühlt nicht wirkt. Ich bin super müde, extrem unkonzentriert, und natürlich fallen meine Lern-Phasen für die Uni Klausuren immer auf die Zyklusmitte effektiv lernen dann maximal 2h am Tag….
Ich hab´s auch schon probiert mit mehr (50mg dann) aber dann hatte ich andere Nebenwirkungen, die es nicht besser gemacht haben (extrem hippelig, kann nicht sitzen zum lernen usw). Also so die Optimale Lösung habe ich auch noch nicht. Nehme Elvanse seit 14 Monaten.
Ich habe davor Medikinet genommen, da hatte ich viel zu viele Nebenwirkungen, daher ist das keine Option (mehr). An sich funktioniert Elvanse für mich ja - ich bin prinzipiell konzentrierter, ich bleibe an der Arbeit dran, ich bin etwas weniger Impulsiv (meistens), ich denke bevor ich rede XD, in meinem Kopf herrscht ruhe.. nur ca eine Woche im Zyklus, ist hormonell bedingt halligalli und da kommt Elvanse nicht dagegen an. Kann man dem Medikament aber keine Schuld geben, eher den Entwicklern - die den Zyklus und hormonelle Schwankungen bei Frauen nie berücksichtigen…
Hey! Schön, noch jemand die studiert damit Bist du eher der unaufmerksame oder hyperaktive Typ? Ich bin so die Mischform.
Merkst du einen Unterschied in Seminaren bzw. gehst du tatsächlich zu Vorlesungen? Vielleicht magst du ein bisschen erzählen, da du es ja schon länger nimmst, wie du dich damit fühlst, gerne im Uni-Zusammenhang (Nachteilsausgleich etc. gerne auch)
Gern auch per Privatnachricht.
Ich gehe eher nicht so oft zu den Vorlesungen meine Kommilitonen wissen schon, wenn mich ein Modul nicht interessiert sehen sie mich da nach der Einführungsveranstaltung nie wieder haha. Wobei man auch dazu sagen muss, ich bin “nebenbei” Selbständig schon in der Branche, im Frühjahr-Sommer ist die Hauptarbeitszeit und da bin ich oft aus Arbeitstechnischen Gründen nicht am Campus.
Ich lerne tatsächlich lieber außerhalb der Vorlesungen, weil dieser Frontal Unterricht hat mir in der Schule schon nicht getaugt, und auch jetzt mit Diagnose + Medikament bringt mir das nichts. Ich lade mir alle Vorlesungsfolien online runter und lerne dann damit - alleine zuhause, alleine in der Bib oder in einer Lerngruppe. Damit fahre ich (auch notentechnisch) besser. Für alles, was ich nicht verstehe, gibt es Google, Kommilitonen, Foren, etc pp ich komm schon an meine Infos.
Ich habe einen Nachteilsausgleich (25% mehr Zeit in schriftlichen Klausuren). Muss man bei uns alle 12 Monate neu beantragen, mit neuem Attest vom Psychiater als ob es sich in Luft auflösen würde XD ich habe eine Kommilitonin die hat LRS und braucht alle 2 Jahre (!) ein neues Gutachten vom Amtsarzt. Natürlich muss sie das selber zahlen. Als ob sie plötzlich besser lesen könnte…anyways…
Also ich sag mal so, dadurch, dass ich mir meinen Hochschulalltag ziemlich flexibel gestalten kann, hatte noch nie Pflichtveranstaltungen oder so, komme ich eigentlich ganz gut klar (auch schon vor der Diagnose +Medikament). Aber jetzt mit Elvanse ist es deutlich angenehmer, weil ich eben besser arbeiten kann. Und meine Noten sind endlich auch gut mein ganzes Leben habe ich gelernt, gelernt, gelernt und trotzdem nur 3er und 4er geschrieben, und mit Elvanse kann ich so lernen und das Wissen auch in Prüfungen abrufen (!) dass ich endlich auch mal im 2er Bereich gelandet bin. Leider schreibe ich demnächst meine BA, d.h der Großteil vom Studium war eher mit schlechten Noten, aber ich konnte meinen Schnitt dennoch auf 2,… inzwischen heben. Ich hoffe, im Master wird´s vielleicht sogar mal ne 1,… einfach nur für mich.
Lustigerweise sind wir mehr als 50% neurodiverse in meinem Studiengang, ADHS und Autismus ist in unserem Ingenieur-Bereich anscheinend seeeeehr vertreten ich kenne auch einige ältere Leute, die auch ADHS haben und dasselbe studiert. Irgendwie ist der Bereich ein Pool für ADHSler haha. Ist halt auch was nischiges, nichts alltägliches, sehr spezifisch je nach dem wie man sich spezialisiert…also ja, perfekt für ADHSler und Autisten. Immer etwas abseits der norm
Ich frage mich, wie machst du das mit dem eigenständigen Lernen Zuhause? Also sitzt du wirklich direkt am Schreibtisch und arbeitest da? Also du merkst meine Verblüffung, mir bereitet sowas große Schwierigkeiten und ich brauche, bis ich dann wirklich am Schreibtisch sitze (sitzen ist ja auch so eine Sache…, meistens liegt ein Bein auf dem Tisch etc.) viel Zeit. Hast du da irgendwie Tipps oder was du erst dafür machen musstet, dass das dann auch klappt?
Krass zu hören, dass man diese Ausgleiche so oft neu beantragen muss… Ich schreibe selber nur noch Hausarbeiten, Klausuren nur am Anfang des Studiums. Bald kommt auch die Bachelorarbeit, ich habe so Sorge davor, habe zwar jetzt auch einen Nachteilsausgleich, aber ich schreibe sie dann halt auch auf dem letzten Drücker mit verlängerter Zeit. Hast du da irgendwelche Skills oder praktische Erfahrungen/Tipps?
Haha ja, also effektiv lernen kann ich maximal 2-3 Stunden am Tag. Die restlichen Stunden stehe ich auf, laufe rum, putze die Wohnung, fege die Terrasse, telefoniere mit meiner Mutter… Prokrastinieren at it´s best.
Bis ich am Schreibtisch bin, vergehen auch mal locker 1-2 Stunden nach dem aufstehe morgens (Bad, Frühstück, Küche putzen, Pflanzen Giesen, Keller aufräumen… )
Aaaaber der große Vorteil mit Elvanse ist, in diesen 2-3 Stunden die ich mal effektiv lerne, bin ich 100% dabei, total fokussiert und muss mich auch mal daran erinnern, zu trinken, aufs Klo zu gehen,…also wenn ich angefangen hab, dann bin ich into it.
Also mein Tipp: Nimm dir die Zeit und räum davor schön alles auf, putz es, etc pp weil dann denkt dein Hirn nicht ständig daran, was es eigentlich jetzt noch im Haushalt ganz dringend machen müsste. Funktioniert bei mir, weil sonst stresst es mich, zu wissen, dass ich ja noch Staubsaugen wollte oder so. Wenn um mich rum alles clean ist….bin ich auch innerlich clean sozusagen.
Ah, also für meine BA habe ich bisher keinen Ausgleich beantragt weil da bin ich mir sicher, dass ich das schaffe. Mit Projekt-/Studienarbeiten hab ich zum Glück gar keine Probleme. Wir sind ein sehr Projekt lastiger Studiengang bzw sehr Praxisorientiert, jedes Semester gibts mindestens 1 großes Projekt Modul (Gruppenarbeit) und mehrere Einzelarbeiten. Ich schreibe also seit 4 Jahren pro Semester mindestens 3-4 Studienarbeiten, und mir macht das voll Spaß. Ich kann so praktische/praxis nahe Dinge viel besser als stumpfe Klausuren (hab auch immer 1.0-1.7 in den Arbeiten, das hebt meinen Schnitt deutlich XD).
Meistens arbeite ich die direkt am Semesterstart/mitte ab. Ich bin mindestens 1 Monat vor Abgabe fertig. Dann hab ich nämlich gaaar kein Zeit stress. Mein Tipp wäre also, mach es direkt. Vergiss die Deadline, tu so, als wäre die Deadline mindestens 4 Wochen früher. Meine Motivation dazu ist, dann ist es weg. Dann hab ich es abgehakt und kann entspannt das Semester genießen und muss nicht wie die anderen dann plötzlich 2 Wochen vor Abgabe anfangen 5 Dinge gleichzeitig zu schreiben XD Klar, bei dem ein oder anderen Thema, das mich mal nicht so interessiert hat, habe ich auch bis 5 vor 12 gewartet und dann den Druck gebraucht, aber das war halt stressig
Daher solltest du dir als BA Thema wirklich was aussuchen, wofür du richtig brennst. Etwas, dass du so auch später beruflich machen willst. Etwas praktisches. Etwas, womit du dich vielleicht sowieso auch in deiner Freizeit /als Hobby beschäftigst. Ich mache genau das, ich mache mit dem Studiengang mein Hobby zum Beruf und bin dementsprechend schon richtig Hyped auf meine BA, weil ich coole Themen hab (bespreche sie diese Woche mit meinen Betreuern und suche hoffentlich direkt fix eins aus) und dann wird losgelegt uns wurde eh empfohlen, wir sollen schon vor dem offiziellen Anmelden mit schreiben anfangen, weil 3 Monate sind ziemlich knapp. Da ich auf die Vegetationsperiode der Natur angewiesen bin, kann ich eh frühestens ab April anfangen mit der praktischen Feldarbeit. Ab Februar werde ich aber anfangen, Quellen zu suchen, die BA zu Gliedern, einzelne theoretische Kapitel schreiben,… sodass ich dann im Juni /Juli nur noch meine praktischen Ergebnisse einfügen muss.
Danke für deine so tolle authentische Nachricht, das ist irgendwie schön zu lesen, wenn man das eigene Verhalten noch nicht eindeutig zuordnen kann. Sorry für die späte Antwort.