Elvanse ganz langsam einschleichen – wer hat das gemacht? (Bitte nur Mutmachendes 🙏)

Jap, kann ich voll verstehen . Wirklich absolut.
Klar ist alles individuell , aber die meisten vertragen die Medis wohl sehr gut . Vor allem Elvanse .

Mein Angststörung war in den Monaten vor den Medis mein Alltag. Sie hat alles bestimmt . Ich hatte Pabikattacken , Gedankenkreisen und Katastrophengedanken. In jeder Situation . Als war wirklich extrem . Als das weg war .. es war einfach nur toll.

Wenn du das Medikament einschleichen lĂ€sst , dann gewöhnst du deinen Körper ja sehr labgsam dran . Dementsprechend sollten Nebenwirkungen, sollten sie auftreten , auch nicht ĂŒberdimensional krass sein . Hast du denn vor allen Nebenwirkungen Angst oder nur vor bestimmten ? Du musst das natĂŒrlich nicht beantworten.

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Jap so war es bei mir auch.

Und schon mit niedriger Dosierung weg.

In den 3 Wochen die ich Medikinet jetzt nehme, in verschiedenen Dosierungen, hatte ich genau 1 mal eine Panikattacke. Die irgendwie nicht so richtig raus kam. Das war aber eine sehr krasse Situation, wo glaube ich auch jemand ohne Angststörung angst gehabt hÀtte.
Und selbst da hat es sich „nur“ mit einem Kribbeln im ganzen Körper geĂ€ußert. Mein Kopf hat sofort verstanden was los war und reagiert. Und anstatt alles noch schlimmer zu machen, kam von Gehirn: „Guck mal wir sind sich gerade zu Hause und in Sicherheit. Ist ne blöde Sache, aber das können wir regeln! Und jetzt in diesem Moment kannst du erst Mal durchatmen!“

Als hÀtten die Jahre Therapie plötzlich gegriffen :rofl: das hat so noch nie funktioniert. Hab dann was getrunken und ein paar Mal tief durchatmen und dann war es weg.

Heißt natĂŒrlich nicht das es bei jedem gleich ist. Doch ich denke das es dir vielleicht mut macht sowas zu hören.

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Achso und .. kleiner Nachtrag. Ich hatte auch eine mini Panikattacke bei der ersten Einnahme.
Hab mich dann abgelenkt bis die Wirkung eingetreten ist. Und da war es schon Àhnlich wie gerade beschrieben. Auf einmal konnte ich logisch denken, das ich ja merke das nix schlimmes passiert. Und dann ist es auch sofort abgeebbt..

Du kennst dich selbst am besten. Versuch dir gute Bedingungen zu schaffen fĂŒr die erst Einnahme und mach dir nicht zu viel Druck das ist bei mir dann meistens schief gelaufen.

Wenn du magst halt uns doch auf dem laufenden :four_leaf_clover::waving_hand:

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Hey natĂŒrlich beantworte ich das.

Also erstmal das mit der Angststörung klingt echt krass unangenehm.
Ich habe auch viele GrĂŒbeleien, aber im Alltag bei der Arbeit und so bin ich jetzt nicht ĂŒberĂ€ngstlich. Also ich kann schon noch leben. Bei mir betreffen meine Ängste viel den sozialen Bereich, Beziehungen, Familie, etc. Oder halt eben den Gesundheitsbereich wie die Medikamentenangst.

Und ich habe ganz konkret die Angst, dass ich durch die Medis in einen Zustand gerate, den ich als so unaushaltbar unangenehm finde, dass ich ihn nicht ertrage und damit klarkomme. Können Nebenwirkungen sein, komisches Bewusstseinsempfinden, whatever.
Eig. dumm die Angst, denn es ist fast schon Angst vor der Angst .
Und aus meiner Erfahrung nach, ist der Zustand vor dem man Angst hat, lange nicht so schlimm wie die Angst vor dem Zustand, soll heißen wir leiden in unseren Vorstellungen hĂ€ufig viel mehr als wir tatsĂ€chlich in der RealitĂ€t leiden wĂŒrden
Aber genug vom Kluggeschnacke. Das war grade nur meine rational denkende Seite, die aber tatsĂ€chlich keine Chance hat gegen meine Ă€ngstlich denkende Seite . Haha

Ne die Angst ist nicht dumm . Im Bezug auf die Medis hatte ich wirklich ebenso genau diese Ängste. Ich war auch wie gelĂ€hmt .

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Okay sagen wir einfach das Ausmaß meiner Angst ist absolut irrational und jenseits von Gut und Böse. Die Angst schadet mir mehr als, dass sie mich vor Dingen bewahrt die schaden.

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Hallo ADHDtrauma,
ich bin sebst immer ein Panik-Kandidat gewesen und hatte auch große Sorge davor, Lisdexamfetamin zu nehmen. Inzwischen bin ich einfach nur glĂŒcklich damit und so froh, dass meine Neugier auf die Wirkung mĂ€chtiger war, als meine Riesen-Angst vor einem hohen Puls. Denn das war meine grĂ¶ĂŸte Sorge, da ich durch mein ADHS innerlich nie zur Ruhe gekommen bin und durch das stĂ€ndige Aufgeregt-Sein sowie wegen meiner diagnostizierte Angststörung, hatte ich von Haus aus schon einen entsprechenden Puls. Wichtig ist, dass du deinem Körper vertraust. Der kann mehr als wir manchmal denken. Und die ADHS-Medis helfen deinem Gehirn, TĂŒren zu öffnen, die sonst hermetisch abgeriegelt sind.

Der erste Tag meiner Tabletteneinahme war so gut, weil ich nicht nur endlich verstanden hab, dass ich wirklich ein neurobiologisches Problem habe. Dieser Tag stellt einen Wendepunkt in meinem Leben dar und ich wĂŒnsche dir, dass du das auch erlebst. Du brauchst keine Angst zu haben, dass du wegen der Tabletten plötzlich völlig neben dir stehst oder so. Die Ärzte verschreiben in der Eingewöhungszeit Dosierungen, die fĂŒr deinen Körper kein Problem sind, sofern du einigermaßen gesund bist und sie schauen ja auch, welches Medikament in deinem Fall am besten wĂ€re. Den ersten Tag der Einnahme hatte ich so geplant, dass ich nie allein war. Das hat mich etwas beruhigt. Du wirst wahrscheinlich, allein aus deinen BefĂŒrchtungen heraus, auf alles achten, was in dir vorgeht.

Du wirst eine VerÀnderung merken, und wenn du sie merkst, ist das super :smiley: , dann achte darauf, was dir leichter fÀllt: Wie ist dein Fokus, kannst du dich besser gegen UmgebungsgerÀusche abgrenzen und und und. Das sind alles sehr angenehme VerÀnderungen :wink: und eben nichts Gruseliges, Schlechtes oder PersönlichkeitsverÀnderndes. Inzwischen nehme ich die Wirkung gar nicht mehr als besonders wahr, sondern erlebe sie als ganz normal. Nebenwirkungen bei mir sind nur noch ein etwas trockener Mund, leichte Verdauungsprobleme, weniger Hunger.

Mein Herz hat sich gut auf das Medikament eingestellt, dazu kann ich dir nur sagen - falls du Ă€hnlich funktionierst wie ich: Mach keinen anstrengenden Sport, solange du frisch eindosierst, und stell einfach mal fest, was sich nach ein paar Tagen/Wochen so tut. Ich bin 43 und hab in der Anfangszeit immer wieder meinen Puls gemessen. Der lag meistens in den ersten 4-5 Stunden bei 90, außer wenn ich hochmotiviert meinen Haushalt gemacht habe 
 (endlich hochmotiviert Dank der Tabletten :smiley: ) - mein Blutdruck war aber immer top. Nach ca 2. Monaten hab ich gemerkt, dass auch mein Herz (Puls) viel besser mit meiner „Lissy“ klarkommt und nebenbei ist mir aufgefallen, dass meine Angststörung sich irgendwo ins Nirvana verzogen hat. :smiley:

Sehe die Medikamente als eine Chance. Außerdem kannst du dich ja immer auch dafĂŒr entscheiden, so zu leben, wie vor den Medis. Ich lass meine Tabletten ab und an weg, meist an einem Tag in der Woche. Hab einfach mal zum Ausprobieren auch mal ne 4-tĂ€gige Pause gemacht.
Die Medis machen nicht sĂŒchtig, aber vieles leichter. Wenn ich sie weglasse, merke ich immer den Hirnnebel ganz arg. Lisdexamfetamin lĂŒftet diesen Schleier auf eine sehr sanfte Weise, und auch wenn es nachlĂ€sst, merke ich nur sehr sanft, dass mein Clown zurĂŒckkommt - und eben der Bewegungsdrang etc.. Ich hoffe, es wird dir mit den Medis Ă€hnlich gehen: In meinem Fall ist das u.a. eine Sortiertheit und Klarheit im Kopf, die sich nicht nur auf mein Denken, sondern auch auf meine Emotionen bezieht.Ich fĂŒhle nicht mehr stĂ€ndig alles auf einmal (Chaos), sondern empfinde gezielt, je nachdem, mit was ich mich befasse - und dann sind es eben auch endlich angemessene GefĂŒhle. Ich habe auch ein dickeres Fell und daher endlich die Chance bekommen, einfach ich zu sein. Ich könnte so viel dazu sagen! Im Großen und Ganzen wĂŒrde ich sagen: die Tabletten helfen uns, die Kontrolle zu bekommen, was so vieles leichter macht. Endlich bestimmt weitgehend unser Wille, was wir tun, fĂŒhlen und sagen und nicht mehr die vielen ADHS-Blockaden. Alles Gute dir!

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Also mit „Ausschleichen“ von Antidepressiva habe ich persönlich in der Vergangenheit bereits eigene Erfahrung gesammelt, aber mit dem „Einschleichen von ADHS Stimmulanzien“ ehrlich gesagt noch nicht.

Denn ADHS Stimmulanzien werden meines persönlichen Wissensstand nach IMMER „langsam aufdosiert“, heisst in der Regel wird erst mal mit der niedrigsten Dosierung angefangen, und dann schaut man wie der Patient auf das Medikament reagiert bevor man mit dem Medikament weiter fĂ€hrt, was eigentlich meines persönlichen Wissens nach so gut wie bei den meisten Medikamenten so ĂŒblich ist, heisst also unabhĂ€ngig davon ob es sich z.B. um ein Herz Medikament, oder weiss der Geier was ansonsten fĂŒr Medikamente handelt wo es sich um eine mögliche Dauermedikation handelt.

Deshalb verstehe ich persönlich diese Formulierung mit dem „Einschleichen“ ehrlich gesagt nicht so wirklich.

Aber egal, ich selbst habe z.B. auch mit dem Medikament Elvanse ĂŒberhaupt keine Erfahrung, unter anderem natĂŒrlich auch deshalb weil dieses Medikament anscheinend in Deutschland besonders begehrt zu sein scheint.

Ich selbst nehme Concerta und habe wirklich nur gute Erfahrungen mit diesem Medikament, welches im Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz, „glaube ich nach Hören-Sagen jedenfalls“, bei uns in der Schweiz sozusagen "angeblich die erste Wahl unter den ADHS Stimmulanzien ist.

Wie auch immer, jedenfalls habe ich persönlich bis heute noch nie etwas von der Ausdrucksweise „Einschleichen“ gehört, sondern höchstens von einem sogenannten „Ausschleichen“ von Medikamenten wo ĂŒber lĂ€ngeren Zeitraum ein bestimmter nachweisbarer Pegel im Blut erkennbar sein muss, wie z.B. bei bestimmten Antidepressiva.

Und da bei ADHS Stimmulanzien meines persönlichen Wissens nach nicht so ein messbarer Pegel im Blut aufgebaut werden muss, kann man diese meines persönlichen Wissens nach auch jeder Zeit wieder absetzen, ohne das man deshalb z.B. so etwas wie „Entzugserscheinungen“ hĂ€tte.

Hallo an alle.
Jetzt schreib ich hier zum ersten Mal.
Ich nehme Elvanse seit ca. 2,5 Jahren. Damals wurde bei mir mit 51 Jahren ADHS diagnostiziert. Vorher wurde ich 5 Jahre auf Depression und Angststörung behandelt. Also nur auf Symptome. An der Ursache war kein Arzt interessiert
naja, andere Geschichte.
Jedenfalls wurde mir als erstes Medikinet verschrieben. Ich glaube es waren 10mg. Leider hab ich das gar nicht vertragen. Das Zeug war redardiert (fĂŒr Erwachsene) und so hielt die Wirkung 14 Stunden an.

Zu der Zeit musste das Medikament als erstes verschrieben werden, weil erst wenn es nicht vertragen wird, darf der Arzt Elvanse verschreiben.

Und dann bekam ich Elvanse. 30 mg, ebenfalls retardiert. Auf die Idee, die Kapsel aufzuteilen, bin ich nicht gekommen.

Wirkung: Ein absolutes HochgefĂŒhl! Unglaublich positiv und offen. Hab mich ewig nicht so gut gefĂŒhlt.
Nachteil: ich war 36 Stunden wach! Klar, das Zeug ist Àhnlich wie Speed!
Die Zeit habe ich genutzt und hier das gesamte Forum und die medizinischen Abhandlungen und HintergrĂŒnde durchgelesen. Vollkommen fokussiert.
So kam es, dass ich hier eine einfache Anleitung fand, wie man die Kapsel ohne Abwiegen aufteilen kann.

So habe ich mit 10mg angefangen und mich auf knapp ĂŒber 20 mg gesteigert.
Die ersten 3 Tage mit meiner richtigen Eindosierung werde ich nie vergessen! Dieses unglaublich positive GefĂŒhl, meine plötzlich positive innere Einstellung zu allen Dingen
der Hammer! NatĂŒrlich will man das weiter erleben, aber wie bei allen Drogen ebbt das ab.
Aber nach 2,5 Jahren will ich das Mittel nicht mehr missen. Mein Depri ist weg, AngstzustĂ€nde ultraselten, nur bei ReizĂŒberflutung. Und ich bin resilienter geworden. NatĂŒrlich ist Elvanse nur eine KrĂŒcke. Die eigene innere Einstellung zu allem muss man selbst verĂ€ndern.

Nebenwirkungen habe ich nach wie vor. Mundtrockenheit und auch der Schlaf leidet ab und zu, besonders wenn ich ne Pause mit Elvanse mache.
Gegen Bluthochdruck nehme ich sowieso Medikamente. Das hab ich in Absprache etwas erhöht.

Seit meiner ADHS Diagnose gehe ich sehr offen damit um. Bisher nur positive Reaktionen. Durch das Elvanse quatsche ich vielmehr. Das kann schon nerven. Aber ich merke das und erklÀre, warum das so ist. Ich geb dann nen Freibrief, dass man mir das ohne schlechtes Gewissen sagen darf.

Meine Ausstrahlung ist so positiv, dass mich Menschen darauf ansprechen.
Auf der Arbeit bin ich wesentlich leistungsfÀhiger geworden.

Jedenfalls kann ich Dir das Mittel nur empfehlen. Antidepressiva haben mir nicht geholfen. Aber das Elvanse.
Der Nebel im Hirn ist weg.
Und da ich mein ADHS als etwas Besonderes empfinde, weil ich komplexer denken kann als Normalos, tobe ich mein ADHS am Wochenende ohne Elvanse aus. Das geht.

Hoffe mein „Roman“ hilft Dir!

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Das klingt doch super!! Hast du auch abgenommen? Weil ich sollte echt nicht mehr abnehmen.

Seit ich Medikamente gegen ADHS nehme 
 hat sich folgendes verÀndert (alle mitmachen) :pill:

Guck mal den hab ich heute gefunden .. ist doch auch ein schöner Mutmachender Beitrag .. :wink:

Lach Nein. Man verspĂŒrt wirklich weniger Hunger. Aber das Hirn braucht mehr Futter als sonst. Es arbeitet mit Elvanse auch mehr.
Ich hatte vom Psychiater gar keine Beratung und wurde unglaublich vergesslich. Bis ich selber herausfand, dass ich durch das Mittel so fokussiert bin, dass ich auch Hunger ausblende.
Also Tipp von mir: Traubenzucker kaufen und immer wieder vormittags reinwerfen. Schokolade geht auch, wenn man nichts da hat. Irgendwas, das schnell ins Blut geht. Man unterzuckert schneller als ohne Elvanse.

Abnehmen hĂ€tte ich mir (weiblich, Wechseljahre) gewĂŒnscht, aber 5kg drauf!

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@Chaoshuhn

Ich hab das am Anfang auch ganz schlimm gehabt mit dem Unterzucker.

Appetit hat es gezĂŒgelt aber dann hab ich eben gemerkt upps.. regelmĂ€ĂŸig Essen total wichtig.
Hat mich erst total geÀrgert weil ich gerade so schön am abnehmen war und einen guten Essenplan hatte der funktioniert hat.
Aber nach ein paar Tagen Àrgern hab ich halt entschieden, okay, wichtiger das es mir im Kopf gut geht und wenn das lÀuft beschÀftige ich mich mit dem Gewicht.

Ich mach es aktuell so (und hab zumindest nicht zugenommen!)

Morgen gutes FrĂŒhstĂŒck und Medis 1. Runde rein.
Dann mach ich mir in so einem Thermobecher mit Strohhalm eine Fruchtsaft Schorle. Hilft den Unterzucker zu vermeiden, hat nur natĂŒrlichen Zucker und ein paar Vitamine, und mach den blöden Trockenen Mund besser.

Dann Mittagessen halbe Portion - denn meine 2. Dosis fĂ€llt immer so doof auf den Nachmittag. FĂŒr Mittagessen zu spĂ€t fĂŒr Abendessen zu frĂŒh.
Also 2. HĂ€lfte Mittagessen am Nachmittag und dann die 2. Runde Medis rein.

Und dann halt Abend normal. Wenn zwischendurch was rein muss .. MĂŒsli oder Nussriegel - gibt’s ja auch ohne zugesetzten Zucker. Ich Versuche SĂŒĂŸstoffe zu vermeiden. Hab den Eindruck die machen es irgendwie schlimmer.

Ich hab allerdings das GefĂŒhl viel weniger Heißhunger auf SĂŒĂŸes zu haben. Was gut ist.

Also wenn aktuell keine massiven gesundheitlichen Probleme wegen dem Gewicht bestehen, sehe ich das eben so das man erst mal schaut das die Medis passen und dann wenn man weiß was und wie kann man sich mit Abnehmen ran tasten.

Bei mir war es jetzt das verteilen von den Mahlzeiten was schwer fĂ€llt damit es eben nicht insgesamt zu viel wird. Esse eigentlich lieber seltener und dafĂŒr große Portion. Aber so klappt’s eben am besten 


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Hey @Chaoshuhn

Bin gerade per Zufall auf deinen Beitrag gestossen. Es freut mich sehr, dass Elvanse dir so gut hilft! Lass dir bitte nicht von den Medien oder von Leuten, die keine Ahnung von ADHS haben, einreden, dass Elvanse eine Droge ist! Lies sonst mal das hier:

Zitat: „Die Mittel der ersten Wahl bei ADHS sind nach wie vor Stimulanzien: Methylphenidat und Amphetaminmedikamente. Als Medikamente werden sie in so geringer Dosierung und mit so langsamer An- und Abflutung eingesetzt, dass sie nur das bestehende Dopamin- und Noradrenalindefizit auffĂŒllen. In der Folge haben sie keinerlei berauschende Wirkung. Drogen wirken durch hohe Konzentrationen und ein schnelles, starkes und kurzfristiges Besetzen der Rezeptoren ĂŒber das gesunde Maß hinaus, bewirken also einen starken Dopamin- und NoradrenalinĂŒberschuss.
Verbildlicht: man kann ein Schlagloch auf der Straße auffĂŒllen (Medikament) oder man kann mit demselben Material einen Buckel auf den Asphalt setzen (Droge). Ein Buckel beschĂ€digt das Fahrwerk genauso wie ein nicht aufgefĂŒlltes Schlagloch.
Es ist also nicht ein gegebenes Medikament, das eine Gefahr darstellt, sondern ein nicht gegebenes Medikament bei einem bestehenden Defizit.“

Liebe GrĂŒsse :hugs:

Das ist soweit richtig. Jedoch merkt man schon einen Unterschied mit Elvanse oder ohne, wenn es das richtige Medikament fĂŒr einen ist. Es wirkt bei Menschen ohne ADHS wahrscheinlich vollkommen anders. Man muss wissen, verkĂŒrzt gesagt, dass bei ADHS im Hirn sozusagen alles auf Standby steht. Nur wenig Sachen sind so interessant, dass man sich wirklich darauf konzentrieren kann. Mit Elvanse wird das Hirn aufgeweckt und plötzlich ist man da! Seeehr verkĂŒrzt beschrieben, wie gesagt.

Abgesehen davon, schön dass mein Beitrag gelesen wird. Danke fĂŒr deine Resonanz!:blush:

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NatĂŒrlich, das soll man ja auch :+1:t2: Das ist aber eben nicht der Unterschied von „normal“ zu „unter Drogen“ sondern von einem (Neurotransmitter-) Defizit zu „normal“.

Ich bin da nur ein bisschen pingelig, weil es schnell mal heisst, wir setzen unsere Kinder auf Drogen und stellen sie ruhig. Was ja eben nicht der Fall ist.

Ja, das finde ich schön beschrieben. Ich hab mal zur Anfangszeit der Diagnose meines Sohnes gelesen, dass Kinder/Menschen mit ADHS grundsĂ€tzlich „mĂŒde“(=unterstimuliert) sind, und deswegen zappeln, klettern, streiten etc. um sich „aufzuwecken“. Fand das noch eine interessante und erhellende ErklĂ€rung.

Mit dem Pingelig kann ich nachvollziehen. Ich wollte zuerst schreiben, dass alle Medikamente Drogen sind im engeren Sinne. Ich habe ein Buch von einer Apotheke bekommen ĂŒber KrĂ€uter. Titel: Teedrogen. Das ist ein Ausdruck aus der Pharmazie.

Dass aber Unwissende gern mal Eltern von Betroffenen verurteilen, empfinde ich als unmöglich! Das unterstellt den Eltern, sie wollten ihrem Kind nichts Gutes und ihre Ruhe. Dabei ist es fĂŒr das Kind eine enorme Hilfe. Um das zu erkennen, muss man sich mit dem komplexen Thema befassen und wer hat das schon?

Das mit dem Hirn und standby bzw. unterstimuliert ist medizinisch nachgewiesen. Daher kostet es jemanden mit ADHS wesentlich mehr Kraft, etwas zu lernen und zu leisten. Denn man muss sehr viel Energie aufwenden, um erstmal auf den Konzentrationslevel eines Normalos zu kommen. Das Ausblenden von Ablenkung kostet auch Energie. Z.B. hatte ich meinem Psychiater erzĂ€hlt, dass ich eine 2-jĂ€hrige Weiterbildung in Vollzeit zum staatl. geprĂŒft. Maschinenbautechniker gemacht habe mit Bestnoten
.Er hatte den grĂ¶ĂŸten Respekt, da er wusste, was das ohne Medikamente bedeutet. Also es ist machbar, aber es war ein Kraftakt. Was wĂ€re möglich gewesen mit Elvanse??? Ein Studium?

Und DAS wollen doch Eltern fĂŒr ihre Kinder. Die bestmöglichen Chancen, ohne dass sich das Kind quĂ€len muss, so wie ich und viele andere es mussten!

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Ich habe sogar mal gelesen, dass das ADHS Hirn bei Unterstimulation sogar Cortisol ausschĂŒttet und Ängste „erzeugt“, nur damit es irgendwas fĂŒhlt.

Das nennt sich glaube ich: low arousal theory und self-induced hyperarousal.