Elvanse ganz langsam einschleichen – wer hat das gemacht? (Bitte nur Mutmachendes 🙏)

Hey Leute,

ich fange bald mit Elvanse an – allerdings nicht in voller Dosis, sondern mit einem sanften Einstieg in ganz kleinen Schritten, wie es mir meine Psychiaterin empfohlen hat.

Der Grund: Ich habe großen Respekt davor, Medikamente zu nehmen, besonders solche, die das Bewusstsein beeinflussen könnten. Ich kämpfe mit einer ausgeprägten Angst vor Kontrollverlust, was mir den Einstieg zusätzlich erschwert.

Ich weiß rational, dass Elvanse vielen hilft – und ich wünsche mir das auch für mich. Aber emotional bin ich schnell überfordert, wenn ich zu viele Infos oder negative Berichte sehe.

Daher auch mein Wunsch an euch: Bitte, wenn ihr antwortet, schreibt eher Ermutigendes als Abschreckendes.

Meine Psychiaterin meinte, bei so kleinen Mengen wie 2,5–5 mg werde ich höchstwahrscheinlich einfach nichts spüren – was völlig okay wäre.

Aber wie das halt so ist:

Im Internet schreiben dann doch ein paar Leute Horrorsachen – sogar über Unterdosierungen!

Und das setzt mich total unter Druck, obwohl ganz viele sagen, dass man bei kleinen Mengen einfach „gar nichts merkt“.

Ich hoffe, durch das langsame Einschleichen etwas Vertrauen aufzubauen – und nicht das Gefühl zu haben, direkt mit der Tür ins Haus zu fallen.

Was ich mir erhoffe:

  • weniger GrĂĽbeln
  • mehr innere Ruhe
  • weniger Getriebenheit
  • mehr Präsenz in mir selbst
  • klarere Gedanken und weniger Angst
  • endlich mal „einfach da sein“, ohne ständig im Kopf auf Flucht zu sein

Ich bin jetzt auch in Therapie, um genau diese Muster anzugehen – aber ich wünsche mir sehr, dass Elvanse mir eine Art inneren Anker geben kann.

Habt ihr Erfahrungen mit Mikrodosierung gemacht?

Hat sich das Einschleichen fĂĽr euch gelohnt?

Wie habt ihr das erste Mal erlebt, ohne direkt voll einzusteigen?

Ich freue mich über jeden liebevollen Erfahrungsbericht und danke euch jetzt schon – ehrlich – für eure Zeit und eure Offenheit.

:heart_hands:

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Ich habe zwar nicht langsam eindosiert aber ich kann dir sagen das bei mir alle Punkte die du dir erhoffst eingetreten sind. Ich habe mich aus verschiedenen GrĂĽnden auch lange vor Medikation gescheut,aber jetzt nach ein paar Wochen kann ich sagen das ich sehr glĂĽcklich mit der Entscheidung bin. Das Leben ist zwar trotzdem nicht einfach,aber viele Dinge funktionieren besser.

Schwierig, denn am Ende ist es, wie immer, individuell mit den Medikamenten.

Die einen brauchen mehr, die anderen weniger.

Dagegen hilft meiner Meinung nach nur, sich intensiv einzulesen. Wissen und Verständnis beruhigt den Kopf.
Bei ängstlichen Patienten vielleicht hilfreich.

Die Gründe für eine langsame Eindosierung in kleinen Schritten hast du dir oben auch schon selbst erklärt.

Im Kompendium auf adxs.org gibts viel dazu und u.a. auch, warum in manchen Fällen eine Eindosierung in kleinen Schritten der bessere Weg sein könnte.

Wenn ich jetzt nichts durcheinanderwerfe, hast du beim MPH auch bereits auf kleine Mengen entsprechend angesprochen. Von daher wĂĽrde ich sagen, ist der Weg des Arztes in diesem Falle wohl sinnvoll.

Den Rest ermittelt man dann indem man Eindosierungstagebuch fĂĽhrt und die vergangenen Wochen rĂĽckblickend bewertet, wie es gelaufen ist.
Das bespricht man dann eben regelmäßig auch mit dem Arzt bis man die optimale Dosierung herausgefunden hat.

Ist alles kein Hexenwerk. Keine Angst.

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Ich habe noch nie ADHS Medis vorher genommen

Lg

Hi @ADHDtrauma :adxs_wink:

Ich habe mit 10 mg angefangen, weil ich auf viele Medikamente sehr sensibel reagiere - auch bei niedrigen Dosierungen.

Mit Elvanse hatte ich dahingehend keine Probleme. Ich habe bei 10 mg tatsächlich schon was gespürt, aber das war positiv - etwas mehr innere Ruhe und leisere Musik im Kopf. Ja, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit bzw. kein Hungergefühl waren auch dabei, aber mit Traubenzucker waren die Kopfschmerzen zu händeln und essen konnte ich trotzdem - wenn ich dran gedacht habe.

Nach ein paar Tagen habe ich auf 20 mg erhöht, das war schon besser und dann bin ich in 5 mg-Schritten vorgegangen - und auch mal wieder zurück, wenn ich mir nicht sicher war, was besser passt. Habe eine Weile etwas zwischen 20, 25, 30 hin und her gependelt, auch mal 35 mg probiert (und aus Versehen 45 mg) und letztlich waren die 30 mg am besten für mich.

Trau Dich und probiere es aus! :four_leaf_clover:

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Oh, hab ich dich doch verwechselt :adxs_crazy:

Naja, dann würde ich einfach mal abwarten, wie es demnächst läuft.

Kleinschrittig einzudosieren kann in einigen Fällen schon sinnvoll sein. Vielleicht ist die Ärztin aber auch erstmal vorsichtig, weil du ängstlich wirkst.

Also erstmal gucken, wie du auf den Wirkstoff ansprichst und dann doch mal in 10mg Schritten aufdosieren, sollte es in Mikrodosen deutlich zu wenig scheinen.

Allet wird jut, keine Angst.
Ganz viele nehmen es.

Manche stiegen mit 30mg ein, andere mit 10mg und sind individuellen Eindosierungsplänen gefolgt und meistens ans Ziel gekommen.

Und alle leben noch :slight_smile:

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Vielen Dank für eure Antworten – ich würde euch am liebsten alle drücken.

Euer Zuspruch macht mir wirklich Mut.

Aber ich gebe ehrlich zu: Neben der Hoffnung ist bei mir auch eine große Angst da – nämlich, dass mir die Medikamente vielleicht gar nicht helfen. Und wenn das so wäre… weiß ich wirklich nicht, wie es weitergehen soll.

Denn mein Leben kann so, wie es aktuell läuft, einfach nicht ewig weitergehen.

Ich stecke fest – in einer depressiven Phase, mit massiver exekutiver Dysfunktion.

Ich komme kaum aus dem Bett, verliere mich im Grübeln, bin gereizt, motivationslos, impulsiv und ständig auf Reizsuche. Ich kann meine Emotionen kaum regulieren – egal ob Wut, Frust oder Traurigkeit. Dazu kommen beginnende Suchtprobleme mit Alkohol und Nikotin – einfach um irgendetwas zu spüren oder auszuhalten.

Das Schlimmste ist aber dieses GefĂĽhl, nie wirklich bei mir selbst zu sein.

Egal was ich mache – ich bin im Kopf immer woanders. Ob ich mit Kumpels angeln gehe, am Strand entlanglaufe oder mit Leuten rede… ich bin nie richtig präsent. Stattdessen läuft im Hintergrund ständig das Gedankenkarussell, oft negativ, oft sorgenvoll. Und gleichzeitig scanne ich die Umgebung wie auf Autopilot: Wer ist da? Was passiert? Gibt es irgendwas Spannendes? Eine attraktive Frau, ein cooles Auto, irgendein Reiz, an dem mein Hirn hängenbleiben kann.

Ich will das gar nicht. Ich will nicht mehr getrieben sein, nicht mehr das GefĂĽhl haben, immer innerlich auf der Flucht zu sein.

Denn genau so fĂĽhlt es sich oft an:

Mein Körper ist fast immer in Alarmbereitschaft.

Nicht in totaler Panik – aber auch nie richtig entspannt. Es ist, als wäre mein System ständig näher an „Fight or Flight“ als an echter Ruhe. Selbst wenn ich äußerlich nichts tue, ist innerlich dauernd etwas „an“. Ich finde kaum einen Zugang zu tiefer Entspannung.

Und das zeigt sich sogar körperlich:

Ich laufe fast immer doppelt so schnell wie andere. Ich merke es selbst gar nicht – aber ständig fragen mich Leute, warum ich so am Hetzen bin, als wäre ich auf der Flucht. Und ehrlich gesagt… genau so fühlt es sich innerlich oft auch an.

Diese typischen Fragen bekomme ich oft:

„Warum bist du so angespannt?“

„Warum kannst du nicht einfach mal chillen?“

„Warum redest du kaum mit und bist immer so rastlos unterwegs?“

Ja, gute Frage. Ich frage mich das selbst seit Jahren.

Und genau deshalb habe ich mir jetzt endlich Hilfe geholt.

Ich bin in Therapie, ich will das Elvanse nehmen – auch wenn ich große Angst vor der Wirkung habe.

Angst vor Kontrollverlust. Angst davor, mich selbst so sehr zu beobachten, dass ich die Wirkung „kaputtdenke“. Und Angst, dass ich dadurch zu früh aufgebe – obwohl es vielleicht helfen könnte.

Ich weiĂź, das klingt irrational. Aber so funktioniert mein Kopf leider manchmal.

Ich habe viele Berichte gelesen von Menschen, die ähnliche Ängste hatten – und trotzdem gute Erfahrungen gemacht haben. Und ich hoffe einfach, dass ich auch zu denen gehören kann.

Ich will einfach nur eins:

Ankommen – in mir selbst.

Klar denken, ruhig atmen, fühlen dürfen ohne Panik, und präsent sein in meinem Leben.

Wenn du das hier liest und dich in irgendetwas davon wiedererkennst, dann danke ich dir.

Allein das zu wissen, gibt mir gerade Kraft.

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Ich kann dir eigentlich nur Mut machen, es zu probieren und dann sehen was passiert.

So unterschiedlich sind hier manchmal die Berichte im Bezug zur Eindosierung, Wirkung und Nebenwirkung .
Jeder ist anders und muss es nach und nach fĂĽr sich herausfinden .

Ich bin auch niedrig dosiert mit 5mg angefangen und hab nach und nach langsam in 2,5 mg schritten hochdosiert .

Auch bei 5mg hatte ich schon minimal was gespürt. Mein Fehler war aber , dass ich ich zu schnell höher gegangen bin und als ich richtig was gespürt hatte glaube ich nicht lang genug in einer Dosis geblieben bin und dann zu viel hin und her ausprobiert habe.

Grundlegend hatte ich in der Phase auch noch etwas mehr psychischen Stress.
Aber ich war gut begleitet und konnte die Schwierigkeiten mit Elvanse in den Griff bekommen.

Du wirst ärztlich begleitet und kannst dich auch hier austauschen.

Starte einfach und schau was passiert .
Es kann nichts zu spĂĽren sein, oder direkt was und vielleicht bleibst du bei 10mg weil es reicht oder gehst nach und nach bis 70mg hoch und es passt und das ohne weitere Probleme .
Vergiss nicht hier melden sich die meisten Leute , die Probleme oder Fragen haben .
Von all denen wo es direkt funktioniert hören wir hier ja nichts , weil die ja keine Fragen haben.

Ebenso kann es aber auch sein, dass es etwas schwieriger wird, aber auch das ist ein normaler Prozess der Eindosierung und es gehört dazu bis es dann passt .
Ein wenig Nichtwirkung , Nebenwirkungen und Wirkung benötigt man ja um überhaupt seine Dosis finden zu können.

Ich hatte auch die Sorge das ADHS Medis etwas mit mir machen, was ich nicht steuern kann. Deswegen habe ich auch nur Drogen (Kiffen) ausprobiert.

Es war aber so, das ich mich unter Medikation plötzlich so fühlte das ich mich plötzlich selbst besser in der Hand hatte und nicht mehr vom ADHS „fremdgesteuert“ fühlte , also irgendwie stabiler und sicherer .
Um zu seiner Dosis zu kommen geht man aber einmal so in die Höhe, bis es sich nicht mehr passend anfühlt und dann wieder zurück.

Ich habe mich auf die Medikamente eingelassen , weil es keine Spiegelmedikamente sind und es halt ein nehmen oder nichtnehmen ist.
Passt die Dosis nicht ist es ja nach paar Stunden wieder vorbei .

Ich habe immer am Wochenende die Dosis gesteigert . Erstens um nicht von der Arbeit abgelenkt zu sein um mich dann besser wahrnehmen zu können und ggf einen Puffer bei Nebenwirkungen zu haben .

Auch wenn ich mal Schwierigkeiten wegen der Medis hatte, das durchhalten hat sich gelohnt .

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So habe ich es auch gemacht, weil auch einfach grundsätzlich eher ängstlich und Angst vor Kontrollverlust.

Das kann ich so unterschreiben. Nicht davon beirren lassen wie die anderen so dosieren. Und nicht denken, je höher die Dosis desto „schlimmer“ das ADHS.

Das kann ich ebenfalls unterschreiben.

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Hast du auch Angst gehabt oder weswegen hast du so niedrig angefangen?
Ich hoffe dass was du spĂĽrtest bei 5mg hat sich gut und angenehm fĂĽr dich angefĂĽhlt.

Lg

Und war das fĂĽr dich positiv das langsame Eindosieren und hat es dir geholfen bei deiner Angst? Und bei welcher Dosis bist du jetzt?
Wie lange bist du bei den einzelnen Dosen geblieben?

Lg

Hallo :waving_hand:,

jetzt weiß ich natürlich wieder nicht wie das geht einen Beitrag zu verlinken :disappointed_face: ich habe auch vor ein paar Wochen mit Medikamenten angefangen und hatte total angst. Da mein Arzt leider nicht so arg empathisch mit meinen Ängsten umgegangen ist, habe ich mich hier an Forum gewendet und genau wie du gebeten eher positive Erfahrungen zu teilen.

Bei mir ist das auch so, zu viel negatives und ich fresse mich richtig dran fest. Da finde ich es extrem schwierig diese Balance zu finden zwischen, gut informiert sein und sich nicht verrĂĽckt machen.

Ich hab also nach ein paar Tagen grübelei mit 10mg Medikinet angefangen. Mir hat es sehr geholfen das ich einen tollen Partner habe, der sich dann auch anhört wenn ich sage: oh ich glaube mir kribbelt gerade die Nase.. kann das von den Medis sein? Und mich zwar ernst nimmt aber beruhigt.
Hast du vielleicht jemanden den du ins vertrauen ziehen kannst? Der bei dir ist wenn du die ersten Male das Mittel nimmst?
Auch wenn’s nur am telefon ist.

So und erst hinterher hab ich erfahren das man auch mit 5 mg hätte anfangen können. Aber das hat jetzt im Nachhinein so gepasst.

Schön war bei mir das ich kaum Nebenwirkungen gespürt habe - da habe ich von jedem Antidepressiva was ich bisher hatte DEUTLICH mehr unangenehme Sachen gehabt- und das bisschen was war, war nach dem 2 oder 3 Tag weg.

Dann hab ich ganz schnell die Angst verloren und spiele jetzt nach 3 Wochen schon voll entspannt mit der Dosis rum.
Für mich als ängstliche hat geholfen eben immer jemand informieren wenn ich was verändere und nur an Tagen wo ich nicht arbeiten muss und auch sonst nix großes ansteht!

Sonst möchte ich dir gerne noch ein bisschen mut machen!
Ich bin jetzt Jahre lang auf Depressionen und Angststörung behandelt worden. Vieles hat ein bisschen geholfen, aber irgendwie nie so ganz. Ich war mir ganz sicher ich bin einfach kaputt im Kopf und muss jetzt auch so bleiben. Oder mich eben total wegdröhnen. Was gar nicht geht weil ich ganz genau wie du totale Angst vor Kontrollverlust habe!!

Als ich die Diagnose bekommen habe, sagte der Psychiater: mal schauen ob wir in 3 bis 4 Monaten die anderen Medikamente gegen Depressionen und Angst absetzten können. Da hab ich gedacht .. der spinnt doch!
Und jetzt, nach 3 WOCHEN, merke ich schon das allws viel besser wird.

Denn diese ganzen Sachen wie keine Motivation und Gedankenkreisen und auf der Couch liegen und der Kopf schreit und du kannst dich nicht bewegen, das alles wurde bei mir mit den Medis vieeeel besser. Und ich bin ja noch nicht fertig.

Also: unabhängig welchen Mittel du nimmst. Versuche es, lass dich nicht entmutigen falls es nicht so klappt. Viele nehmen hier mehrere verschiedene bis sie das richtige finden.

Und mach langsam! Bringt nix wenn du panik hast und dich dann in irgendwas reinsteigerst.

Ich wĂĽnsche dir von ganzem Herzen das du es so positiv empfindest wie ich!

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So hoffe das klappt…
Das war mein Beitrag.
Passt natĂĽrlich nicht wegen Dosierung und so, nehmen ja was anderen ein. Aber damit du siehst es geht dir nicht alleine so!

Liebe GrĂĽĂźe

Ich hatte schon länger Medikinet Adult genommen und war trotzdem Vorsicht und hatte meine Bedenken/Ängste.

Da ich auf alles sehr empfindlich reagiere und mein Arzt mich schon gut kannte sollte ich von ihm aus niedrig starten und ich selber wollte es auch . Damals gab es nur 30mg für Erwachsene und er hatte nur die Lösung das Pulver zu dritteln um wenigstens auf 10mg zu kommen . Als ich aus dem Forum mit der Möglichkeit des auflösens ankam war froh , weil es nun noch kleinschrittiger ging.

Ich habe bei 5mg nichts schlimmes gespĂĽrt nur das ich irgendwas was spĂĽre.

Du kannst einfach nur selber starten . Egal wie positiv oder negativ du was hörst , das sagt nichts aus wie es bei dir ist.

Mein alter Arzt hatte viele Patienten, die sind einfach ohne Probleme mit 30mg gestartet .
Ein paar wenige hatte er da musste er etwas individueller schauen und dann passte es auch .

Wenn du eine Kopfschmerztablette nimmst macht es ja auch was mit dir und plötzlich sind die Kopfschmerzen weg , aber das ist dann so gekommen und ist ja auch nicht schlimm.

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Bist Du sensibel? Dann kannst du sehr wohl etwas spĂĽren bei dieser Dosis.
Bedenke, dass Du durch den langsamen Anbau von Elvanse über mehrere Tage einen Spiegel aufbaust und die Wirkung also bis zum dritten Tag einer Dosis immer stärker wird. Nach dieser Zeit könntest Du theoretisch hochdosieren, es wird aber empfohlen, mindestens eine Woche zu warten.

Das Bewusstsein wird definitiv beeinflusst. Wenn Du auf das Medikament ansprichst wirst du merken, dass in deinem Geist ein Licht angeht und Du Dich wesentlich mehr wie Du selbst fĂĽhlst als bisher. Also nichts vor was man Angst haben mĂĽsste.
Du kannst das Medikament auch jederzeit wieder absetzen wenn Dir die Wirkung nicht gefällt. Allerdings kann es sein, dass besonders am Anfang gewisse körperliche Nebenwirkungen auftreten, die sich aber nach einigen Tagen bessern könnten.

Und ja, manche berichten von negativen Zuständen bei Unterdosierung.
Stell Dir das so vor: Du lebst in einer Nebelwelt = ADHS.
Das Medikament hebt dich in die Luft. Nach einer Weile siehst Du nichts mehr am Boden weil du zu weit oben bist. Nur noch Nebel um dich rum. Dann brichst Du durch die Wolkendecke und kannst plötzlich klar sehen.

Bei zu geringer Dosierung kann sich das subjektiv so anfĂĽhlen als wĂĽrdest du in der Nebelwolke stecken.
Alles hier natĂĽrlich metaphorisch zu verstehen.
Bei mir ist das zwar auch ein bisschen so aber ich profitiere von allen Dosierungen, auch von geringen.

Dass manche Menschen so negativ auf zu geringe Dosen reagieren könnte daran liegen, dass sie zwar einen veränderten Zustand fühlen aber noch keine positiven Wirkungen erleben und ein Gefühl von Kontrollverlust erleben.
Es könnte auch sein, dass bei zu geringer Dosis im Verhältnis mehr Noradrenalin frei gesetzt wird als Dopamin. Das ist nicht so recht erforscht aber bei MPH ist es so. Noradrenalin kann zu recht unangenehmen Körpersymptomen führen da es den Sympathikus anregen kann.

Aber so richtig lässt sich das Phänomen nicht erklären, da diese Leute ja theoretisch immer diese schlimmen Nebenwirkungen haben müssten wenn morgens nach der Einnahme der Blutpegel langsam ansteigt und dann wieder wenn der Pegel unter einem bestimmten Wert fällt. Das ist aber nicht so.

Naja, eigentlich soll man das auch so machen. Damit kann man Nebenwirkungen reduzieren da sich der Körper langsam darauf einstellen kann.
Bei vielen reicht dafĂĽr die Geduld nicht.

Ich wĂĽnsche dir alles Gute!

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Ja, im Nachhinein war es das.
Ich bin jetzt aktuell bei 10mg morgens und zufrieden, nachdem ich länger bei 40 mg war.
Am Anfang war ich etwas ungeduldig, und bin so 7 Tage bei einer Dosis geblieben (Hochdosierung in 2,5mg Schritten). Später dann 4 Wochen bei jeder Dosis.

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Hey hey , ich hatte genau die gleichen Gedanken aus den gleichen GrĂĽnden. Super Angst vor Medikamente , die mich beeinflussen . Kontrollverlust bei Nebenwirkung etc .

Ich hab es zwar nicht mit dem Einschleichen gemacht , kann dir aber vielleicht trotzdem ein wenig Mut machen .
Ich sollte bei 30mg starten . Weil ich sehr doofe Erfahrungen mit einem anderen Medikament gemacht habe , dachte ich , ich starte lieber bei 20mg. Das war nicht gut . ABER es war nichts , was nachhaltigen Schaden verursacht hat ! Und ich bin dann freiwillig doch auf 30 mg hoch . Und was soll ich sagen . Mittlerweile bin ich bei 60mg .
Meine generalisierte Angststörung idt nahezu weg und auch die generelle Panik und Angst vir dem Medikament ist nahezu weg . Selbst mit 20mg war ich trotz der nebenwirkung so gefasst , dass ich nicht komplett ausgerastet bin , da es trotzdem auf eine Weise sehr positiv gewirkt hat .
Alles in allem möchte ich sagen : Selbst wenn es Nebenwirkungen , vergehen die nach einiger zeit , oder sie sind definitiv zu händeln . Wenn nicht , gibt es noch andere Medis bzw. Alternativen. Trotz meiner schlimmen Angst hat es sich gelohnt . Ich drücke dir die Daumen !

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Hey wie fühlte sich denn deine Angststörung und Angst an bei der Ersteinnahme, dass du so gefasst warst? Hat es deine Angst unterdrückt?

@ADHDtrauma also bei der Ersteinnahme von dem anderen Medikament bin ich aus Panik, direkt nach der Einnahme fast umgekippt . Das hatte allerdings nichts mit der Wirkung der Medikamente zu tun , sondern nur mit der Angststörung!
Letztendlich hat die negative Wirkung der Medikamente ( ich war allergisch - vermutet der psychiater - dagegen ) diese Panikreaktion trotzdem nicht gerechtfertigt.

Ich bin dann nach 1 Woche Pause auf Elvanse umgestiegen . Da war die Panik bei der Ersteinnahme auch sehr groß- vorallem weil mir die allergische Reaktion , oder was auch immer es war noch im Kopf hing. Aber ich wusste , dass Medis tatsächlich helfen können, deswegen wollte ich nicht aufgeben .
Ich hab Elvanse dann 5 Tage genommen und war wohl unterdosiert. Nachdem dann , als der steady state erreicht war , Symptome aufkamen , die definitiv nicht akzeptabel waren ( ich sage mit Absicht nicht , was passiert ist, weil ich deine Angst nicht triggern will ) , hatte ich die Wahl : höher dosieren oder nicht mehr nehmen. Naja und was soll ich sagen . Die Medikamente haben trotz Nebenwirkungen dafür gesorgt , dass ich rationaler denken konnte. Und habe mich dann entscheiden können, trotz Angst , eine höhere Dosierung zu nehmen .
Mittlerweile ( ca 3 Monate später) ist die Angststörung immernoch nahezu weg . Wenn nicht sogar komplett . Ich würde nicht sagen , dass es die Angst unterdrückt. Es ist eher wie … die Gedanken sind nicht mehr so viel und leiser . UND ich kann entscheiden, ob ich zulasse , dass die Angstgedanken laut werden. Und auch so kristallisiert sich immer mehr raus , dass die medis auch andere positive Wirkungen haben .
Klar , es war am anfang nicht geil , absolute angst und Panik und dann gung das mit den Medis erst mal schief. Da am Ball zu bleiben , obwohl man vor Angst und Panik fast durchdreht , ist weder angenehm noch leicht .

RĂĽckblickend hat es sich aber total gelohnt . Ich bin ein anderer Mensch seitdem ich die Medis nehme. - nur auf positive Weise. Die Probleme sind nicht weg . Aber ich denke , ich wĂĽrde es immer wieder so machen , wenn ich die Hoffnung habe , dass es sich so positiv entwickeln kann.

Und ein kleiner Nachtrag. Bis auf die Tatsache, dass die Angststörung weg war und mein Mann mir gesagt hat, dass ich weniger gereizt wirke , habe ich bis 60mg nichts wahrgenommen .
Erst nach 3 Wochen(!) Bei 60mg habe ich eine wirklcih positive Veränderung gemerkt .
Manche brauchen 10mg manche 70 und andere wiederum was ganz individuelles. (:

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Wie hat sich deine Angststörung denn im Alltag geäußert? war sie stark?

Ich danke dir, dass du mir deine Erfahrungen geschildert hast, muss dir aber fairerweise sagen, dass mir das ehrlich gesagt nicht so wirklich gefällt :grinning_face_with_smiling_eyes:
Mich beunruhigt das ehrlicherweise schon ziemlich.
Das klingt alles sehr negativ zu Beginn.

Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich unangenehmere Nebenwirkungen kaum aushalten oder ertragen könnte, was natürlich Kopfsache ist.
Ich halte wesentlich mehr aus als ich denke. Aber die Angst ist einfach zu groĂź.
Ich war in einer toxischen Partnerschaft, hatte mich nicht getraut Schluss zu machen, weil ich dachte ich wĂĽrde es nicht aushalten und ertragen.
Vor einigen Monaten hat sie Schluss gemacht und ich kam damit wesentlich besser klar als erwartet. Aber die Angst davor hindert mich am Handeln und Tun. Sie lähmt mich.

Trotzdem danke fĂĽr deine MĂĽhe und deinen Beitrag.

Lg