Elvanse Langzeiterfahrungen Meinungen erwünscht

:slight_smile: hallo an die Gruppe!:slight_smile:

Ich habe heute zum ersten mal Elvanse 30 mg genommen, allerdings teile ich die Kapsel auf, so dass es nur ca 15 mg sind. (30 mg erscheint mor etwas viel am Anfang, arzt sagte man kann es teilen etc)
Da in diesem Forum Thema Medikation sehr stark vertreten ist und es da ganz unterschiedlichliche Erfahrungen bzgl. Art und Dosis der Medikation gibt, wollt ich mal fragen, ob es hier auch Leute gibt, die zB elvanse auch langfristig s nehmen und dennoch noch einen Effekt verspüren ohne die Dosis bis ins unermessliche steigern zu müssen, bis irgendwann auch das Maximum nicht mehr greift? Wie handhabt ihr das?

Hatte zuvor Medikinet 10 und dann 20 mg genommen. Einerseits war dabei aber der Rebound sehr krass immer und die die Toleranzentwicklung war sehr schnell da. Erhoffe mir von Elvanse, dass das mit der Toleranzentwicklung hier nicht so schnell der Fall sein wird va. Und natürlich ein sanfterer Rebound…

Liebe Grüße

Die Toleranzentwicklung dürfte bei allen Stimulanzien ähnlich sein und stagniert normalerweise spätestens nach einigen Monaten.

Da muss man auch Toleranz und subjektive Wahrnehmung differenzieren.

Wenn man sich an die Wirkung gewöhnt hat nimmt man sie kaum noch wahr.

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Moin @Inmybrain87

Ich nehme Elvanse jetzt seit Ende Oktober/ Anfang November.

Habe auch diverse Dosierungen versucht und bin am Ende bei 3 x 20mg gelandet.

Ich bin im übrigen sehr positiv überrascht dass dein Arzt von sich aus sagt dass man es teilen kann (mache es selbst ebenfalls), da das laut Hersteller nicht gestattet ist.

Schätze aber dass es dabei u.a. um Haftung und dergleichen geht.

Ich profitiere maximal davon und kann, von normalen täglichen Schwankungen abgesehen, nicht von einem großartigen Gewöhnungseffekt berichten der deutlich über die honeymoom Phase hinaus geht :slight_smile:

Darf ich fragen wie du aufgeteilt hast?

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Guckst du:

„Ca“ heißt du teilst es nicht im Wasser?

Elvanse kann man easy auch genau aufteilen. Im Wasser auflösen und abmessen.

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Mir ging es um die Methode :wink:

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Ich hab die Kapsel geöffnet, das Pulver auf eine saubere Arbeitsplatte gestreut, mit einer Kreditkarte eine Line gezogen😅 und die Häfte davon auf einen Löffel gegeben, das Pulver geschluckt und einen Smoothie hinterher getrunken.

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Ich verstehe nicht ganz wie man bei elvanse mehrere Tagesdosen (so verstehe ich zumindest die Antwort) nehmen kann, da es heisst dass das Mittel so nach und nach wirkt und bis zu 14 h. Oder hab ich da was falsch verstanden? Ja der Arzt ist ganz okay, auch wenn er ein schräger Vogel ist und immer unter Strom. Sollte vielleicht selbst was einnehmen :smiley:

Die Frage ist für mich immer: woher soll ich wisswn was meine subjektive Einschätzung ist und was ist tatsächliche Wirkung? Und wenn man das Medikament irgendwann gar nicht mehr "bemerkt ",also die Wirkung, wirkt es dann überhaupt noch? Und wie soll man das feststellen? Durch absetzen? Durch Dosis Erhöhung?

Durch einen Tag Pause merken es viele gut.

Im Idealfall sollte es ohnehin nur subtil wirken.

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Ich bilde mir oft ein dass meine „Schwarzmalerei“ und Ängste mit Medikation auch in der Zeit der Wirkung weniger werden. Könnt ihr das bestätigen? Danke für die Antwort!

Ja! Das ist so!

Das Gedankenkreisen wird weniger.

Hast du die mal das Filtermodell von Heiner Lachenmeier sowie seinen Vortrag auf YouTube angeschaut?

Es ist wichtig zu verstehen, wie ADHS „funktioniert“.

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Das speziell noch nicht, allerdings schon unendlich viel über Adhs im allgemeinen. Videos, wissenschaftliche Texte, allgemeine Informationen etc. Ich glaube halt auch, dass unser Gehirn nicht nur ständig Assoziationen hat, was Gedanken betrifft sondern auch Emotionen. Was dann zum dramatisieren führt. Jetzige negative Ereignisse werden mit vergangenen in Verbindung gebracht und dann ist irgendwann overkill angesagt. Aber man kann vorbeugen ab und zu aber wenn man mittendrin is hilft es oft nicht mehr viel. Aber danke, werd ich mir ansehen!

Das Video ist mit das beste was es gibt. Meine Meinung.

Vielen Dank! Hab mir grad den Link angesehen! Find ich auch sehr anschaulich beschrieben

Ich wurde stationär eingestellt.

Das Problem ist, dass ich mit 30mg nicht über den Tag komme und mit 50mg überdosiert bin.

Wenn ich 30/30/0 nehme war es das mit dem Thema schlafen…

So wurde dann nach und nach an die 3 x 20 ran getastet.

Das schöne ist, dass es sehr subtil wirkt und ich endlich ich selbst sein kann :wink:

Und das aufteilen (teile 70mg Kapseln per Feinwaage auf Leerkapseln auf) ist mittlerweile eine angenehme meditative Angelegenheit :wink:

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Ah interessant… das alles scheint ein langer und beschwerlicher Weg zu sein, bis man mal das richtige gefunden hat,oder? Wie lange nimmst du das schon so? Freut mich, wenn es dir damot so gut geht! Wann nimmst du dann so diese Dosen? Früh, mittags,abends?

Ja und nein.

Wichtig ist, zu verstehen dass es keinen einfachen und schnellen weg gibt.

Es dauert so lange wie es dauert.
Jeder der versucht abzukürzen, wird mit beinahe 100% Wahrscheinlichkeit massive Rückschläge erleiden.

Es ist im Endeffekt try and Error.

Positiv war, dass ich von Anfang an für mich das Ziel ausgegeben habe, dass ich sauber über den Tag kommen muss. Und eben dass der Tag nicht um 17 oder 18 Uhr endet. Und halt auch dass ich kein MPH mehr nehmen werde (das war der Hauptauslöser für meinen stationären Aufenthalt).

Ich habe glaube ich etwa 6-8 Wochen gebraucht bis ich die passende Dosierung hatte.
Allerdings wurde teilweise vom einen auf den anderen Tag reagiert, sodass nicht unnötig lange mit einer zu hohen Dosierung hantiert wurde.
(Für mich der absolute Vorteil dabei :innocent: )

Glaube dass ich Richtung Anfang / Mitte Dezember die Dosierung hatte, die ich jetzt nehme.

Die Einnahmezeiten hatte ich mit meiner stationären Therapeutin erarbeitet.
7, 12 und 16 Uhr.

Deutlich später als 16 Uhr ist nicht zu empfehlen, da ich sonst nicht schlafen kann.

Elvanse hat einen relativ großen nicht spürbaren Bereich. Und wenn der zu hoch ist, war es das mit dem Schlaf.

Ich kann bspw 5mg nach nehmen um von den sonst üblichen 21/2130 auf etwa 23/2330 zu verlängern.

Wenn ich die 5mg aber statt um 18 Uhr ca, gegen 19 Uhr nehme, war es das mit dem Schlaf.

Ach ja, ich sollte vielleicht erwähnen dass ich einen deutlich erhöhten Stoffwechsel habe der die entsprechende Einnahme erforderlich macht.

Meinst du mit MPH Medikinet? Danke für deine ausführliche Antwort! Ja ich denk auch,dass das ein längerer Weg sein kann… aber dazu wär echt ein stationärer Aufenthalt ganz gut… wobei vielleicht wieder auch nicht perfekt, wenn man keine Leistung bringen muss wie in der Arbeit etc? Auf jeden fall Hauptsache dir geht’s gut;)

Ja und nein.

Ja, Medikinet in meinem Fall, aber auch generell Methylphenidat. Mein erster Psychiater hatte die Nebenwirkungen ignoriert, mich immer höher dosiert und mich damit fast… :skull:

Selbst wenn ich gewollt hätte… Ich war bei Aufnahme mehr im jenseits als im diesseits.

Und von gut bin ich leider noch weit entfernt.

Aber besser als bei Aufnahme geht es schon, das auf jeden Fall :wink:

Und Leistung bringst du stationär ja trotzdem.
Nur halt bei Behandlungen, Therapie usw :slight_smile:

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Okay…kommt ja halt wohl auch auf die eigene Geschichte an etc oder? Machst du auch Psychotherapie?