ich bin eigentlich stiller (unregistrierter) Mitleser aber ich dachte ich schreibe jetzt einfach mal, vielleicht mag mir ja jemand antworten
Zu mir, ich bin Ende 30 ADS und nehme (eigentlich)30 mg Elvanse morgens. Das klappt dann auch alles super bis gut 4 Stunden nach der Einnahme. Dann werde ich total müde und fühle mich auch psychisch ausgelaugt. Ich will mich dann einfach nur hinlegen, ich bin wirklich richtig platt. Dieser Zustand hält dann eine knappe Stunde. Dann geht es nochmal bergauf, bis dann die Wirkung halt weg ist.
Meine Tochter 10 hat auch ADS und bekommt Medikinet Retard. Ich habe jetzt einfach mal ihre Tabletten ausprobiert. (Schimpft nicht mit mir, ich weiß das soll man nicht)
30mg Medikinet morgens, (seit einer Woche) ich vertrage es sehr gut. Kein bzw. kaum ein Rebound. Aber die Wirkung ist nicht so wie bei Elvanse. Ich komme mit Medikinet besser zurecht als ohne Medikamente aber ich bin „verpeilter“ als bei Elvanse. Ich wurde bei der Arbeit auch schon angesprochen was los ist, da mir Fehler unterlaufen sind
Ich habe meine Diagnose noch nicht lange und nehme Elvanse seit gut 6 Monaten.
Ich habe am 22.12. einen Termin bei meiner Psychiaterin. Soll ich nach Medikinet fragen oder lieber bei Elvanse bleiben? Aber eigentlich möchte ich mit diesem Mittagsloch bei Elvanse nicht mehr weiter machen. Was würdet ihr tun?
Das war jetzt doch viel Text, wollte mich eigentlich kurz fassen.
Schimpfen muss ich trotzdem, weil du von deiner Tochter die Medis nimmst, nicht das der Arzt hellhörig wird weil das nächste Rezept zu früh geordert wird .
„Worst Case“ gibt es keine Medis mehr für dich und auch nicht für deine Tochter.
Es sind halt BTM. Ist jetzt voll Panikmache aber man sollte mit BTM wirklich vorsichtig sein.
Sind es 30mg retard oder die Tablette?
Eigentlich dosiert man ein neues Medikament ein, damit man nicht gleich zu hoch einsteigt und damit man die passende Dosis findet .
Vielleicht sind 30mg zu viel ?
Frag den Arzt beim nächsten Termin und dann probiere Methylphenidat vernünftig eindosiert aus und entscheide dich dann.
Ja, du hast recht, war nicht meine beste Idee. Die Tabletten waren noch von den letzten Ferien übrig, sie wollte da keine nehmen, muss sie auch nicht. Also ist jetzt nicht so dass da was fehlt.
Ich war halt echt verzweifelt, da ich das Elvanse nicht mehr nehmen will. Zudem bin ich bei meiner Psychiaterin selbstzahler, ich versuche die Termine in Grenzen zu halten. Aber selber rum doktorn bringt ja auch nichts wie man sieht.
Hast du mal probiert gezielt nach ca 3,5h was kleines zu essen? Zwischenmahlzeit, Snack, … wie auch immer das bei dir heißt.
Trinkst du genug während der Wirkzeit?
Gibt es was, was du tust in dieser Stunde, was erklären könnte warum es dann wieder besser wird?
Und wie war deine Eindosierung? Hast du auch mal 40mg probiert und nur 20mg? Tritt dieses Phänomen auch dann auf?
Das nur um zu sagen, dass es viekkeicht auch Möglichkeiten gäbe erstmal noch die Lisfexamfetaminwirkung zu optimieteren. Nicht um zu sagen, du sollst nie ein Methylphenidat Präparat probieren, sondern damit du wirklich auf möglichst guter Grundlage die Wirkung vergleichen kannst.
Ich habe mit 20mg gestartet, da war es auch so. Meine Ärztin meinte dann ich solle 30mg nehmen. Ich habe aber nicht wirklich einen großen Unterschied gemerkt.
Ich esse vormittags einen Apfel und einen Müsliriegel. Mehr geht nicht. Aber ich frühstücke vor der Einnahme. Trinken sowieso.
Man muss ewig herumprobieren - ich jedenfalls. Kaffee und Koffein spielt bei mir eine große Rolle. Um die Wirkung von 70mg Elvanse (morgens um 5:30, damit ich im Fahrdienst mit Behinderten ruhig und konzentriert bin) zu verlängern, habe ich letztes Jahr mit 66 Jahren Hormon Ersatz Therapie mit Östrogen Gel und Progestan Pillen begonnen - was die Wirkung nicht verlängerte, aber gegen Unruhe und dem Gefühl der Überforderung sehr, sehr gut geholfen hat. Vorher hatte ich trotz der hohen Dosis Elvanse immer um 10 Uhr nervöse Zustände für 1 bis 2 Stunden.
Mittags trinke ich einen Kaffee (zur Hälfte Decaf) und nehme 10 mg Ritalin Adult, um die Wirkung von Elvanse zu verlängern und den Absturz am Ende der Wirkung zu mildern. Nach dem Essen, sowohl mittags als auch abends, bin ich immer für eine Weile sehr, sehr müde und nach einem Mini Schläfchen bin ich dann wieder fit - was immer schon so war, auch ohne Medikamente.
Du hast ja noch ein paar Tage bis zu dem Termin. Da könntest du wirklich noch testen ob Essen was bringt bzw. Was verbessert .
Traubenzucker und was trinken wäre kurz bevor es kippt auch ein Versuch wert.
Ich werde morgen mal ausprobieren am Mittag mehr zu essen. Ich hab sowieso von Haus aus schnell Schwierigkeiten mit dem Kreislauf. Vielleicht ist der Apfel und Müsliriegel einfach zu wenig.
Ich danke euch für euer offenes Ohr und Ratschläge.
Ja, das lustige ist, meine Ärztin sagte ich müsse selber testen wegen der Dosierung, da jeder individuell sei und es nicht die allgemeine perfekte Dosierung gibt und die Eindosierung ein langer Prozess ist.
Ich habe aber nur Tabletten mit 30mg, wie soll ich da testen?
Ja hast du sie gefragt, wie du ausprobieren sollst mit nur 30er Tabletten? Oder hast du nal gefragt nach 40mg?
Ansonsten kann ich den anderen nur Zustimmen. Essen und Trinken ist wichtig. Ob Essen zwingend vor der Einnahme wichtig ist, ist individuell. Aber irgendwann im Laufe des Vormittags solltest du was ordentliches Essen. Wo soll die Energie herkommen? Das ist schon ohne Stimulanzieneinnahme wichtig, mit noch mehr. Spätestens 1h bevor normalerweise dein Loch kommt, würde ich ne vollwertige Mahlzeit essen.
Und trinken ist einfach wichtig im Block zu behalten, dass es gleichmäßig über den Tag verteilt und genug ist. Stimulanzien verändern auch das Durstgefühl.
Da musst du einfach für dich einen passenden, vernünftigen Weg finden. Und das ist egal welchen Wirkstoff du nimmst. Spätestens mittelfristig bekommst du vermutlich mit beiden Wirkstoffen Probleme, wenn die Faktoren Essen und Trinken nicht stimmen.
Ärztliche Rücksprache sowieso nötig, dann direkt Rezept. Alternativ kann der Arzt dir eine weitere 20 mg Packung verschreiben. Dann ist 2x 20 mg =40 mg. Dann kannst nach einer Woche auf 50 mg (20+30 mg) erhöhen, dann ggf. 60 mg (2x 30 mg)…
Also von Teilen und Auflösen hat sie nichts gesagt, aber ich habe ja bald meinen Termin. Bin im Moment eh krankgeschrieben und nehme überhaupt nichts.
Ich vermute mittlerweile auch dass ihr recht habt und es mit dem Essen im Zusammenhang stehen könnte und die Tabletten gar nicht schuld sind.
Ich werde Elvanse noch eine Chance geben. Außerdem werde ich mir auf kurz oder lang einen anderen Arzt suchen. Ich fühle mich da wo ich jetzt bin nicht gut aufgehoben und beraten. Ist natürlich schwierig da alle Psychiater völlig überlaufen sind.
Notierst du dir die Veränderungen und Probleme? Also so was wie z.B. das Eindosierungstagebuch, das du hier im Forum findest, oder einfach Notizen?
Ergänze doch wann, was und wie viek du gegessen und getrunken hast. Dann findeat du einfacher heraus, wann spätestestens du was und wie viel Essen musst