bei mir wurde vor einem Jahr ADHS diagnostiziert. Seitdem nehme ich Elvanse und bin einfach glücklich, weil es für mich in meinem bisherigen Leben normal war, dass ich 1000 Gedanken im Kopf habe und ich mir über mindestens die Hälfte Sorgen mache.
Mit Elvanse fühlt sich mein Kopf so frei an und ich kann Gedanken differenziert einschätzen.
Ich bemerke, dass das Overthinking morgens nach dem Aufwachen und nachmittags nach der Arbeit wieder beginnt. Gefühlt schlimmer als vorher, ich glaube aber eher dass ich es so einschätze, weil ich jetzt einen „Normalzustand“ kenne. Ich bin dann auch gereizter und Beziehungsarbeit und Erziehung von den Kids fällt mir deutlich schwerer. Gerade mit meinem Sohn und meiner Frau kracht es dann regelmäßig (auch ADHS und auch Elvanse, vermutlich gleiches Problem).
Macht von euch jemand ähnliche Erfahrungen und wie geht ihr damit um? Ich hatte schon 50 Evanse morgens und dann ab 15:00 nochmal 20, das ist nicht der Bringer.
Der Zustand vor der Einnahme und nach der Wirkung eines ADHS Medikamentes bedarf in manchen Fällen noch mal ein Finetuning.
Zum einem kann man schauen in welchen Situationen es in welchem Zeitrahmen am schwierigsten ist und daraufhin Maßnahmen einbauen. Ich hatte damals zu Beginn meiner Medikation im Rebound das Problem, das ich für ca 30 Minuten hoch empfindlich war und hoch agressiv auf alles reagierte . Da half am besten sich diese 30 Minuten einfach zurück zu ziehen.
Schau mal ob es morgens und Abends vielleicht nur ein bestimmtes Zeitfenter ist vielleicht könnt ihr dann eine Lösung finden wo du was für die Familie tust, aber ohne direkte Kommunikation.
Die zweite Möglichkeit ist eine Anpassung der Medikation.
Bei Elvanse könntest du morgens am Bett noch vor dem aufstehen mit der Einnahme beginnen, dann hättest du schon Wirkung wenn es dann familiär richtig losgeht. Manche starten morgens auch mit unretardiertem MPH um eine Unterstützung zu haben , bis die Wirkung von Elvanse einsetzt.
Abends, wie oben schon beschrieben, würde ich schauen ob es vielleicht nur ein „kurzes“ kalkulierbares Zeitfenster ist .
Ansonsten wäre Attentin oder unretardiertes MPH eine Möglichkeit um es medikamentös aufzufangen. Da muss man natürlich wiederum die Auswirkung auf den Schlaf beobachten.
Aktuell nehme ich 50mg, habe es mit 60mg probiert und da hatte ich nicht das Gefühl, dass es besser ist.
Die Einnahme am Bett ist ein Plan, den ich ausprobiere. Habe nur Bedenken, dass das Abendtief dann nich früher kommt, was gerade dem Familienleben wenig zuträglich ist. Im Geschäft ist alles entspannt und ich fühle mich so gut wie nie. Wenn ich heim komme, kommt dann meistens dieses Tief. Hat nichts mit den Kids oder meiner Frau zu tun, meine Gedanken sind dann wieder auf Drama ich hoffe ihr versteht, wie ich das meine.
Wie war es bei niedrigeren Dosen, z.B 30 oder 40mg?
Also grundsätzlich hat glaub ich jeder irgendwann am Tag einen „drop“ wenn man Elvanse nimmt. Irgendwann sinken nunmal die Dopaminspiegel und das mögen viele nicht sehr gerne. Bei manchen helfen da höhere Dosen, bei manchen niedrigere, andere wiederum brauchen noch eine zusätzliche Dosis.
Fühlst du dich Dann den ganzen Abend so, oder geht es irgendwann wieder?
Ist dann den ganzen Abend so und ich warte darauf, ins Bett zu können
Hat man diesen Down auch mit anderen Medis? Ich habe mit Elvanse gestartet und kam damit super zurecht. Bis diese Downs seit ca. nem halben Jahr anfingen.