nachdem seit ca. 2 Jahren ADS bei meinen 3 Kindern diagnostiziert wurde und es das letzte Jahr über gut lief und ich dachte, dass wir nun endlich gut medikamentös eingestellt sind, bin ich gerade wieder ratlos.
Meine große Tochter nahm 2 Jahre lang Elvanse (zuerst 20mg, dann 30mg, weil die Wirkung weg war) und war dadurch viel ruhiger, konzentrierter und kam wieder in der Schule mit. Ihre Noten sind viel besser geworden. Wir machten sogar alle eine REHA und es war super. Nach 2 Jahren haben die Tabletten aber auf ihre Psyche geschlagen und weil sie depressiv wurde, setzten wir Elvanse leider ab. Hat jemand von euch Erfahrungen mit psychischen Problemen bei Elvanse und wie man es in den Griff kriegen kann? Am liebsten wollten wir wieder zu Elvanse zurück. Nun nimmt sie Medikinet (15mg). Es wirkt aber nicht so intensiv und so lang (ca. 4 Stunden) und sie hat starken Reboundeffekt. Die Wirkung ist wahrscheinlich schon gegen 11 Uhr verpufft und Schule hat sie bis 15 Uhr. Zudem hat man ja den ganzen Tag ADS und neben den Lernproblemen ist die zuhause ziemlich bockig, auch ihren Geschwistern gegenüber, was schon belastend ist. Im Prinzip müsste sie eine 2. Tablette mittags einnehmen, aber ich habe Probleme festzustellen, wann genau die Wirkung verpufft ist. Vielleicht kann mir ja jemand Tipps geben.
Bei meinen anderen Kindern ist es etwas anders. Sie nehmen beide Elvanse 20mg und es wirkt super. Die belastende Hyperaktivität ist den ganzen Tag weg, sie kommen in der Schule mit und bekommen sogar Lobe, weil sie so ruhig und konzentriert sind. Konzentriert sind sie bis abends und basteln auch noch nach der Schule. Leider hat mein Sohn wenig Appetit, was problematisch ist, weil er mit seinen 8 Jahren nur 23,5kg wiegt. Ich habe vor 2 Wochen seine Ernährung umgestellt, aber richtig zugenommen hat er nicht. Hat vielleicht jemand Tipps oder Ratschläge, wie er trotz Elvanse zunehmen kann? Mein Mann würde am liebsten in den Ferien aussetzen, was ich nicht gut finde.
Hast du eine Ahnung oder könntest einen Zusammenhang erkennen, wie das dein Kind viel schlechter bis kaum noch gegessen hat, ist dein Kind deutlich gewachsen oder irgendwie sowas was quasi einen Brake der guten Wirkung begründen könnte.
Grundsätzlich haben die Kinder ja das Problem das Wachstum, Pubertät etc. in die „Medikation hauen können“ und dann eben Medikamente nachjustiert werden müssen, weil sich der Bedarf verändert hat.
Größe, Wachstum , Entwicklung können immer wieder Anpassungen verlangen und teils eine neue Dosisfindung nötig machen, starke Gewichtveränderungen können auch eine neue Dosisfindung verlangen, theoretisch ändert sich ja auch in der Pubertät sehr viel angefangen von dem gesamten Hormonkosmus, der grundsätzlich sehr viel im Körper verändern kann, ob Unverträglichkeiten, das manche Wirkmechanismen sich verändern haben und sie ggf. anders angesprochen werden und damit ggf. auch neue Medikamente benötigen könnten, weil diese ggf. im Körper nach der Veränderung besser passen könnten, was eine völlig neue Medikamentensuchen bedeuten könnte, aber nicht muß, weil vielleicht nur eine andere Dosierung schon helfen könnte.
Schwierig so zu sagen und es gibt kein besser, jedes Medikament selbst mit gleichen Wirkstoff kann durch andere Retardierungen oder auch durch eine bei deinem Kind völlig unterschiedliche Verstoffwechselung und Metabolisierung völlig anders wirken.
Richtig oder gut ist auf was dein Kind gut anspricht und sich dann auch damit wohlfühlt das kann zwischen Medikinet, Ritalin, und jeden anderen Methylfinidat Hersteller wie bei Generika zu Ritalin oder auch zu Concerta oder Kinecteen und deren Generika völlig verschieden sein
Hatte deine Tochter bevor es mit Elvanse so schlecht wurde einen Wechsel? Z.B. vom Original Elvanse zu Lisdexamfetamin von Ratiopharm oder sowas?
Selbst sowas kann schon je nach Feinfühligkeit bei jedem Betroffenen Welten bedeuten - muß nicht kann, daher wäre vielleicht von euch aus nochmal ein genauer Blick ob da nicht was gravierent verändert war und damit auslöer gewesen sein könnte vielleicht schon wichtig, denn man schenkt vielem so keine Beachtung und plötzlich hat das vermeindlich unwichtig doch mehr Einfluß und Auswirkungen gehabt als jeder je dachte
Ich versuche mal, die letzten beiden Jahre mit Elvanse bei meiner Tochter näher zu beschreiben. Zuerst bekam sie 20mg Elvanse (das Original) und die Wirkung war beeindruckend. Sie war viel ruhiger, kam endlich wieder im Unterricht mit, konnte sich viel besser konzentrieren und Gelerntes abrufen. Davor wollte sie die Lehrerin eine Klasse wiederholen lassen. Mit Elvanse hatte sie in der 3. Klasse einen Notendurchschnitt von 1,5. Unglaublich war auch, dass es in der ersten Zeit keinen Streit mit mir oder ihren Geschwistern gab. Normalerweise ist sie motzig, eifersüchtig auf die Geschwister und streitsüchtig. Leider hatte sie Bauchschmerzen und Verstopfung als Nebenwirkungen, sowie Appetitlosigkeit, was wiederum nicht so schlimm war, weil sie etwas zu viel wog. In den großen Ferien machten wir wegen der Verstopfung und der Bauchschmerzen eine Pause. Als wir zu Beginn des 4. Schuljahres wieder starteten, bemerkten wir, dass Bauchschmerzen und Verstopfung weg waren, aber auch die positiven Wirkungen fehlten. Nach Absprache mit dem Arzt erhöhten wir auf 30mg (Elvanse original) und es funktionierte wieder super. Im Januar diesen Jahres waren wir dann für einen Monat in einer Reha wegen ADS und es klappte toll. Aber im Frühling ( ca. Juni) diesen Jahres gings dann los. Ihre Trotzigkeit und Streitsucht, die sie normal hat, wurde stärker und änderte sich in eine Art Depression. Es gab täglich nur noch Streit und Tränen, obwohl alles in Ordnung war. Wir stellten fest, dass es von Elvanse kam. Ohne Medikamentation war es erheblich besser. Wir testeten auch wieder 20mg Elvanse und werkten, dass ihre Streitsucht wieder zunimmt, aber nicht so stark wie mit 30 mg ist. Für mich war es ein Schock, da wir so lange mit der Einstellung brauchten und Medikinet nicht so gut wirkte. Ich hoffe auch jetzt noch, dass wir eine Lösung finden und wieder Elvanse verwenden können. Ob sie eine höhere Dosis braucht? Aber unsere Testungen ergaben, dass 20mg besser sind, als 30mg.
Anders als bei meiner Tochter ist es bei meinem Sohn so, dass er sowieso sehr schlank ist (23,5kg) und er nicht mehr abnehmen sollte. Ich habe seine Ernährung umgestellt, weshalb er bislang noch nicht abgenommen hat. Aber im Grunde müsste er deutlich zunehmen. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben.
Ichvhabe Möglichkeiten erklärt, doch ich habe keine Kinder und möchte aktuell nicht in Lebensläufe gezogen werden.
Ich verstehe das man sich klammert und Hoffnung auf Abstellen hat, aber ich bin wirklich genug, reichlich mit mir beschäftigt und habe körperlichen wirklich gefährliche Zusände und höre dauernt, das Blutbilder super sind, glaub kann ich körperlichen kaum noch was… da bleibt aber alles privat, ich gebe wenn immer nur schnelle Tipps zur eigenen Nothilfe weil ich es zu gut kenne und es für wichtig finde, aber hier wird bestimmt jemand drüberschauen und weiterhelfen
Alles gute aber ich muß mich wirklich um mich kümmern
einmal Medikinet retard am Tag ist zu wenig, da die Wirkdauer nur ein paar Stunden anhält. Deine Tochter bräuchte mittags eine zweite Dosis.
Wenn sie insgesamt mit dem Wirkstoff Methylphenidat gut klar kommt, würde ich an eurer Stelle auf Concerta, Kinecteen oder ein anderes lang wirksames Präparat umsteigen.
Auch hier reicht die Wirkdauer bei vielen nicht bis abends, aber wenigstens wirkt es ein paar Stunden länger.
Ansonsten wollte ich noch ergänzen, dass solche Phasen mit extremen Wutausbrüchen, Stimmungsschwankungen und Zickereien im Alter deiner Tochter nicht selten sind. Daher würde ich nicht alle Veränderungen auf die Medikamente zurückführen.