Elvanse top aber große Schlafprobleme, Schilddrüse

Hi, ich bin weiblich, 42 J und ich experimentiere zum 2. Mal mit Elvanse.

Das 1. Mal startete ich mit 30mg und hatte eine sehr positive Veränderung bemerkt, besonders im exekutiven Bereich, es fiel mir plötzlich unglaublich leicht mit Arbeit, Sport, Kochen anzufangen und umzusetzen. Jedoch bekam ich bald sehr große Schwierigkeiten mit Schlaf, was mich extrem reizbar gemacht hat. Nach ca 4 Wochen war ich extrem emotional, konnte nicht mehr schlafen und habe es abgesetzt. Im Blut stelle sich heraus, dass meine Schilddrüsenwerte erhöht waren, ich habe also anstatt meiner Unterfunktion eine Überfunktion erreicht. Ich hab dann erst mal sehr viel geschlafen und bin dann auf Bupropion 150mg umgestiegen, dann auf 300 mg, wobei mir das dann schon wieder zu viel war. Mit 150mg konnte ich morgens gut starten, besser priorisieren, etwas mehr Fokus erlangen. Leider verschlechterte es meinen Bruxismus sehr, aber das ist ein anderes Thema.

Es war ok, im Vergleich zu nichts nehmen aber kam nicht im mindesten an Elvanse ran.

Nun habe ich ca 2 Jahre später erneut einen Versuch gewagt in Absprache mit enger Kontrolle der Schilddrüsenwerte. Ich nahm zunächst von einem auf den anderen Tag kein Bupropion mehr dafür 1x

Hi, ich bin weiblich, 42 J und ich experimentiere zum 2. Mal mit Elvanse.

Das 1. Mal startete ich mit 20mg und hatte eine sehr positive Veränderung bemerkt, besonders im exekutiven Bereich, es fiel mir plötzlich unglaublich leicht mit Arbeit, Sport, Kochen anzufangen und umzusetzen. Jedoch bekam ich bald sehr große Schwierigkeiten mit Schlaf, was mich extrem reizbar gemacht hat. Nach ca 4 Wochen war ich extrem emotional, konnte nicht mehr schlafen und habe es abgesetzt. Im Blut stelle sich heraus, dass meine Schilddrüsenwerte sehr erhöht waren, ich habe also anstatt meiner Unterfunktion eine Überfunktion erreicht. Ich hab dann erst mal sehr viel geschlafen und bin dann auf Bupropion 150mg umgestiegen, dann auf 300 mg, wobei mir das dann schon wieder zu viel war und ich überaktiviert war und Schlafprobleme bekam. Mit 150mg konnte ich morgens gut starten, besser priorisieren, etwas mehr Fokus erlangen. Leider verschlechterte es meinen Bruxismus sehr, aber das ist ein anderes Thema.

Es war ok, im Vergleich zu nichts nehmen aber kam nicht im mindesten an Elvanse ran.

Nun habe ich ca 2 Jahre später erneut einen Versuch gewagt in Absprache mit enger Kontrolle der Schilddrüsenwerte. Ich nahm zunächst von einem auf den anderen Tag kein Bupropion mehr dafür 1x20mg Elvanse. Das hat nicht gut funktioniert, ich war überaktiv und somit habe ich erst mal eine Pause von mehreren Tagen gemacht um keine Reste von Bupropion im Blut zu haben.

Habe nun sogar die Kapsel aufgemacht und ca 20 % des Pulvers rausgenommen und somit quasi eine niedrigere Dosis genommen.

Ich hab mich insgesamt sehr gut gefühlt, aufgeräumt, es gab Gedankenbrücken/Erkenntnisse, die hilfreich für mein Verhalten waren, die ich gerne ohne das Medikament hätte und solange ich vernünftig gegessen habe ging es mir richtig gut.

Abends allerdings konnte ich nicht einschlafen. Um 4 Uhr nachts habe ich zuletzt auf die Uhr geschaut. Versucht zu meditieren, was zu hören, auch zu masturbieren um loszulassen - mein Körper war dafür leider null empfänglich, was mich skeptisch macht. Irgendwann bin ich eingeschlafen und wie zur Zeit immer gegen 8.30 Uhr aufgewacht.

Ich bin etwas verzweifelt weil ich so gern die guten Effekte möchte. Jedoch killt kein Schlaf einfach jeden guten Effekt. Es fühlt sich an als ob ich aus dem Funktionsmodus nicht herauskomme. Ich könnte ewig weiter etwas sortieren, aufräumen etc.

Wenn bei einer Gabe schon das Schlafproblem so groß ist- macht es wahrscheinlich keinen Sinn weiter zu testen? Ich habe viel Verantwortung und kann mir so einen Zusammenbruch wie vorletztes Jahr nicht leisten. Anscheinend ist mein Stoffwechsel einfach super slow?

Freu mich sehr über hilfreiche Informationen von euch.

Wie lange nimmst du denn Elvanse?

Ich meine letztes Jahr gut 8 bis 12 Wochen starke Schlafprobleme gehabt zu haben, denn auch jede Dosiserhöhung bringt das leider ja erst mal wieder mit sich theoretisch jede Veränderung. Ich hatte das aber auch mit Methylfinidat und fand deshalb jede Anfangsphse recht anstrengend weil dann durchhalten zur Herausforderung wird.

Dazu habe ich dann mit signifikanten Mengen Melantonin nachgeholfen und mich ins Bett zur Not mit Schlafmaske gelegt und angefangen sehr monoton zu zählen damit kein denjenen oder Kreisen möglich wird. Sprich immer 1, 2,3,1,2,3…

Und was schon Einfluß genommen hatte war, wann ich Elvanse genommen hatte, je später destobnoch schwieriger wurde es, doch ich fürchte das könnte leider etwas individuell sein wie stark die Schlaflosigkeit durchschlägt aus den Beiträgen hier :grimacing:

Beim ersten Versuch nahm ich es ca 6 Wochen lang. Die Wachstunden summierten sich und irgendwann war ich ein einziges Nervenbündel.

Beim 2. Versuch kürzlich war es direkt nach der ersten Einnahme, ich hatte sie um 9 Uhr eingenommen. Der Plan war, die Schilddrüsenmedikamente zu reduzieren, aber wenn es gleich so extrem los geht, habe ich kein gutes Gefühl.

Ich glaube es liegt an meinem extrem verlangsamten Stoffwechsel, es wirkt einfach zu lang bei mir. Ich liege im Bett, wär bereit zu schlafen, fühl mich aber wie im Hyperfokus, könnte also gefühlt zB den Schrank neu sortieren.

Hey,

ich hatte das z. T. recht ähnlich wie du. Auch vor Jahren 20, dann 30 mg Elvanse, war auch gut, aber musste immer nach 5 Tagen spätestens Pause machen, weil ich dann drüber und zu gereizt war wegen schlechtem Schlaf.

Hatte zwischenzeitlich auch Bupropion. Elvanse damit zusammen ging bei mir auch gar nicht gut. Wirkt dann ja noch länger.

Nach dem Absetzen von Bupropion hat Elvanse schon auch z. T. wieder sehr positive Wirkungen gehabt, wenn ich mal die richtige Dosis getroffen habe, aber Schlaf bleibt dann einfach schlecht. Ich kann schon einschlafen damit, aber mein Schlaf ist nicht so erholsam.

Ich habe jetzt noch mal Medikinet probiert, von dem ich dachte, ich käme damit nicht zurecht. Aber in ausreichender Dosis klappt es jetzt erstaunlich gut! Auf meine Symptomatik wirkt es eigentlich sogar besser und mein Schlaf ist auch viel besser. Ich hatte noch nie so einen niedrigen Ruhepuls und so niedrige Stresswerte im Schlaf.

Von daher wäre es für dich vielleicht auch eine Option, einfach mal ein anderes Medikament auszuprobieren? Wirkt ja alles bei jedem sehr unterschiedlich.

Drücke die Daumen, dass du eine gute Lösung findest!

War der Steady State schon Thema, hier im Thread? Habe den jetzt nur Überflogen.

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Ich glaube, war noch nicht Thema. Bei mir zumindest kann ich sagen, dass ich bisher keine Dosierung finden konnte, wo es langfristig (also im Steady State) funktioniert hat. Leider. War vielleicht auch zu ungeduldig um weiter zu probieren. Schlaf ist mir zu wichtig, um da über längere Zeit Kompromisse zu machen.

Und Medikinet scheint tatsächlich besser zu passen insgesamt (mal von der Notwendigkeit, dazu zu essen, abgesehen - aber mit Ritalin komm ich bisher leider auch nicht gut zurecht… aber das ist jetzt off topic).

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Sorry aber du solltest deinem Körper Zeit lassen sich zu gewöhnen.

Hast du mal die Nebenwirkungen un der Packungsbeilage gelesen? Vor allem die unter sehr häufig und häufig die treten eigentlich immer ein und ich hatte definitiv bei Methylfinidat die ersten 3 Monate extrem Schlafprobleme was sich dann erst langsam legte und es wäre zu komisch wenn du nichts damit zu tun hast.

Jeder Körper braucht eine gewisse Gewöhnungszeit im die man eher nicht drum herum kommt

Gibt es einen Grund, dass du direkt mit dem Elvanse angefangen hast und nicht erstmal gewartet hast bis Bupeooion völlig raus war?

Quelle: Bupropion - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste
„Pharmakokinetik
Es wird vermutet, dass mindestens 87% der eingenommenen Dosis resorbiert werden. Etwa zweieinhalb bis drei Stunden nach der Einnahme einer Bupropion-Tablette ist die maximale Plasmakonzentration erreicht. Zum Steady-State kommt es bei regelmäßiger Einnahme nach etwa fünf bis acht Tagen. Der Wirkstoff und seine aktiven Metaboliten binden mäßig an Plasmaproteine. Nach etwa 20 Stunden ist die Eliminationshalbwertszeit von Bupropion erreicht“

Steady state funktionieren ja auch „rückwärts“, also beim Absetzen.
Heißt mindestens ne Woche nach der letzten Einnahme müsste es schon sein.

Und zum Thema Schilddrüse: ich habe nach einem Initialen Mehrbedarf wohl auch durch Lisdexamfetamin einen geringeren Bedarf an Schilddrüsenhormonen und bin dabei meine Dosis anzupassen.
Problem ist, dass sich viele Symptome halt mit dem ADHS überschneiden. Ohne Schilddrüsenwerte im Blut zu bestimmen, kann man das dann oft nicht Auseinanderhalten.

Heißt auch man braucht Geduld und das Durchhaltevermögen mal einige Tage auch unangenehme Nebenwirkungen durchzuhalten. Sowohl auf Änderungen in der Stimulanzien Dosis als auch auf Änderung in der SD-Hormondosis reagiert sein Körper mit Anpassungsreaktionen. Dafür muss man ihm aber auch die Zeit geben und erst danach die Änderung beurteilen.
Zu viel Ungeduld und zu viele oder zu häufige Änderungen bringen nicht weiter.