Wie geht es dir nun nach 3 weiteren Tagen Elvanse?
Oh also du kannst nach Einnahme noch 2 Stunden schlafen gehen, wirst du dann von der Wirkung wach oder ist das Zufall?
Wenn ich meine Elvanse nehme, spüre ich nach 1h ein deutliches plus an Wachheit, auch wenn bis dahin eigentlich erstmal das Lysin abgespaltet sein sollte und Dexamfetamin solangsam in die Freisetzung kommt.
Beim Thema Ernährung, das Frühstück hört sich eigentlich ganz solide an, vielleicht kannst du ja noch ein paar Eier integrieren oder einen Proteinshake für eine Eiweiß Basis, sofern du das morgens überhaupt runterbekommst.
Aber bei 3 Mahlzeiten am Tag, wenn du das wirklich auf Dauer schaffst, dann passt schon und ich denke bei ausgewogener Ernährung brauchst du dir dann nicht soviel Kopf um das Thema machen.
Bei mir wirkt Elvanse stark appetitzügelnd, also ich muss vor der Wirkung essen und ggf. innerhalb der Wirkung mir was reinzwängen, weil ich oft keinen Hunger habe
Trinken immer wichtig, deine 2-3 Liter sind super. Wenn du sagst, du hast unstillbaren Durst, dann nehme ich an, dass du sonst immer viel weniger am Tag trinkst?
Amphetamine zügeln eigentlich das Durstgefühl, aber können auch gleichzeitig den Durst verstärken, weil der Mund trocken ist, weil der Körper stark entwässert wird weil er auf einer höheren Stufe läuft durch die stimulierende Wirkung etc
Aber auf die Elektrolyte achten, nicht dass man die sich rausspült, aber man nix zu sich nimmt, was die verbrauchten Elektrolytreserven wieder auffüllt, sprich was isotonisches.
An den zweiten Tag erinnere ich mich auch noch ganz gut, da bin ich einfach random von jetzt auf gleich einfach entspannt in die Stadt gegangen und hab nach einer neuen Brille geschaut, mich da beraten lassen, ganz entspannt wie in Zeitlupe, ohne Überreizung, ohne Dusseligkeit und Verpeiltheit ggf. durch Anspannung, Stress etc.
War wirklich super. Zur ganzen Wahrheit gehört aber leider, dass viele bei den ersten Einnahmen von Ihrer Dosis von Elvanse einen „honeymoon“ erleben, man spürt eine Wirkung, die so nicht ganz gewollt/ gedacht war vom Medikament und die über die Zeit mit der Gewöhnung abklingen.
Und meiner Meinung nach auch nicht mehr nach einem „Reset“ zurückkommen, wenn man jetzt Elvanse z.B. 4 Monate nicht mehr nehmen würde.
Die Wirkung ist dann zwar wieder anders, und der Körper ist schon entwöhnt und muss sich wieder anpassen, kann also wieder mit mehr Nebenwirkungen reagieren und alles drum und dran, aber so wie beim ersten mal wird es nicht mehr.
Auch ähnlich wie beim Cannabis finde ich.
(„ähnlich“ nicht zu eng sehen! Cannabiskonsum und vor allem exzessiver Konsum wirken sich deutlich „schädlicher“ aufs Gehirn aus, was die Umstrukturierung durch Homöostase und Anpassung betrifft, als Elvanse, welches therapeutische Dosen von D-Amfetamin nutzt)
Also was ich damit sagen will - die Wirkung wird sich, wohl oder übel, über die Tage, Wochen und Monate anpassen und verändern, positiv wie negativ.
Es kann sein, dass du deine Nebenwirkungen verlieren wirst während die positive Wirkung auf dich und dein Gehirn bleibt oder gar besser wird. Aber es könnte auch sein, dass die positive Wirkung schwindet und die Nebenwirkungen bleiben oder gar stärker werden, was dann durch Dosisanpassung nach oben sowie unten behoben werden kann.
Nebenwirkungen können mit höheren Dosen ggf. geringer ausfallen, andersrum kann die Wirkung mit hohen Dosen ebenfalls geringer ausfallen.
Deshalb muss man sich da an seine Dosis rantasten, immer gut eine Woche durchnehmen für den Steady State, die Gefühle bewerten, ggf. den Partner mal fragen was der so bemerkt hat.
Jedenfalls Nebenwirkungen hatte ich am Anfang schon öfter mal noch die Hautflushes, der Brustkorb war rot, der Rücken war rot, sogar alte Dehnungsstreifen waren rot am glühen.
Hoher Puls war auch nicht selten am Start, Hitzegefühle bzw. auch auf switch mit kälte Gefühle gegen ende der Wirkung, Müdigkeit allem voran war ein großes Thema ganz speziell bei den niedrigen Dosen.
Da hab ich 30 mg genommen, und nach 4h war ich platt und hätt pennen können, wo dann nach 1 - 1,5h teilweise ein Rebound ins positve kam und die Müdigkeit wegging und auch wieder mehr Wirkung spürbar war.
Das hat sichaber gelegt, sobald sich der Körper auf den Wirkstoff einstellt und man seine Dosis gefunden hat.
D-Amfetamin (Dexamfetamin) ist ja tatsächlich der rechtsdrehende Eantiomer von Amphetamin, das sich in seiner stimulierenden Wirkung bedeutend stärker psychisch auf das ZNS/ Gehirn auswirkt, also auf die kognitiven Funktionen (Motivation, Konzentration, Fokus, Impulskontrolle, Psyche etc.), als das linksdrehende L-Amfetamin (Levamfetamin) - das wiederrum wirkt viel stärker auf das vegetative Nervensystem, also körperlich Herz-Kreislauf, was sich charakteristisch in schwitzen, hohem Puls, Nervösität etc. zeigt, weil es Noradrenalin deutlich stärker freisetzt und kaum Dopamin, damit ergotrop wirkt und den Körper wirklich in den Kampf-oder-Flucht Mdous versetzt, wohingegen D-Amfetamin deutlich mehr an Dopamin Transporter dockt und mehr Dopamin freisetzt, gleichzeitig viel weniger Noradrenalin im Vergleich.
Trotzdem hat D-Amfetamin auch seine beachtlichen Auswirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, also das muss man sich mal vorstellen wie da trotzdem der Körper rebellieren kann.
Ich muss aber ehrlich sagen, manchmal fand ich diese körperlichen Nebenwirkungen nicht so verkehrt, die man durch mehr Noradrenalin.
Das kann das Gefühl einer besseren Wirkung schon rein psychisch unterstützen, weil man einfach körperlich merkt, dass man in einen anderen Zustand versetzt wird, und die Müdigkeit mehr unterdrückt wird.
In den USA gibts beispielsweise Adderall, was ein 3:1 Gemisch aus D-Amfetamin und L-Amfetamin ist.
Die haben generell soviele verschiedene Medikamente für ADHS, sowohl im Methylphenidat, als auch im Amphetamin und tatsächlich sogar im Methamphetamin-Bereich mit Desoxyn.
Ich hoffe, dass Deutschland bald auch mal aufholt im Thema ADHS und Medikation, wir sind schon weit gekommen die letzten paar Jahre wenn man sich beispielsweise überlegt wie schnell Elvanse den Markt übernommen hat und sich als Therapie Ersterwahl etablierte, aber da geht noch mehr.
Attentin könnte man auch für Erwachsene zugänglich machen, Varianten wie Adderall würden auch Sinn machen, Methamphetamin kann man knicken weil das bei uns bereits als Pervitin verfügbar war, welches 1988 verboten wurde, und 2008 dann Methamphetamin von Anlage III in Anlage II des BtMG verschoben wurde, wodurch es nicht mehr verschreibungsfähig ist.
Also bis 2008 hätte ein Arzt einem Methamphetamin verschreiben können als Reinstoff, ähnlich wie bei den DL-Amphetaminsaft Rezepturen aus der Apotheke - oder eben Desoxyn, wenn es das bei uns gegeben hätte.
Und da fängts ja schon an, da hat man zu kurz gedacht, auch weil es durch die NS Zeit und Japan im 2. Weltkrieg stigmatisiert ist.
Und unsere Studien und Forschungen werden schlichtweg nicht genug gefördert mit Geldern, bzw. ist da auch zu wenig Priorität weil es ja auch wichtigeres gäbe wie zb Krebsforschung.
Naja.