Elvanse Wirkung bei Stress

Hi, habt ihr auch das Gefühl, dass Elvanse unter Stress schwächer wirkt bzw man die Wirkung nicht wahrnimmt ? Ich bin mir dann manchmal nicht sicher, ob es überhaupt wirkt. Abends kommt die Wirkung dann meistens wieder durch. So ne halbe Stunde nach dem Stress der über den Tag während der Arbeit geherrscht hat.
Habe das Gefühl während des stressigen Arbeitstages wird mein gesamtes Dopamin wie Raupe Nimmersatt verbrannt.

Ist da was bekommst ?

//edit: Oder ist das dann eventuell ne einfache Überdosierung ohne negative Symptome ??

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Stress löst eine Kettenreaktion im Körper aus.

Und ja, ich kenn das - aber nur wenn ich zu wenig esse.

Man läuft ja irgendwie im Standby herum und auf einmal ist da Stress. Und Stresshormone werden aus Dopamin gebildet und übernehmen dann die Kontrolle. Die Erzeugung von Dopamin verlangt nach mehr Eiweiß und B-Vitaminen. Und auch Elvanse braucht Energie (insbesondere über einen gewissen Blutzuckerpegel). Heißt jetzt nicht dass man Nahrungsergänzungsmittel futtern soll, sondern eher die Nahrung bewerten sollte.

Zur Kettenreaktion beim Stress gehört auch, dass das Verlangen nach Nahrung verschwindet. Womit sich alles verschlimmert. Das geht einige Zeit gut, aber mit der Zeit geht es in die Richtung Burnout.

Ergo: Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen :grinning:

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Naja, ich esse eigentlich Studentenfutter, Hunger habe ich normal. Normalerweise bekomme ich Kopfschmerzen bei zu wenig Essen. Ist aber nicht der Fall, auch nicht nach der Arbeit. Glaube daran liegt es nicht. Vitamin B etc. supplementiere ich.

Dann ist es vielleicht dennoch zu wenig Nahrung? Ich streife mit den Haaren den oberen Türrahmen. Mein Tagesbedarf liegt bei 3300kcal. Mache ich Sport sind es locker 4000kcal. Ich war eine Zeit lang unter diesen 3000 kcal und da wirkte Elvanse auch nicht vernünftig. Mittlerweile tracke ich Kalorien.

Hier ging es auch ums Thema Essen.

Natürlich kannst du es mit einer Dosisanpassung (-10mg) versuchen und über einige Tage beobachten.

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Ich merke einfach wie sich meine Ernährung verschlechtert hat seit ich Elvanse nehme.
Die Nahrungsmittel bei denen ich schon vor der Medikation eine Abneigung hatte lösen eine richtige „ekel“ Reaktion aus.
Ich hatte vor der Medikation immer schon so ein safe food verhalten. Mal ass ich Wochen oder Monate lang am liebsten Datteln mit Käse wenn ich Hunger bekam. Davor waren es Salatgurken und Nüsse… oder darvida…
Dann öffne ich eines Tages den Kühlschrank… und das was ich mochte macht mich nicht an. Ich ha. hunger, will was Essen. Aber mach es dann nicht weil ja alles eklig oder uninteressant ist.

Es macht quasi BAM würgereiz!!! Die Konsistenz… der Geschmack EKELHAFT. Keine Ahnung.

so wie ne verdrehte Object permanency…?

Nun mit Elvanse ist der Wunsch nach Essen, der Appetit weg. Hunger spüre ich… wenn jemand dabei ist der mit mir was isst, bekomm ich ein paar bissen runter. Aber sonst ess ich halt nix, bis mir schwindlig wird. Dann holte ich mir schnell eine Schorle oder was süsses! Total bescheuert!

Nun hab ich das hier immer daheim. Da ist alles drin und es ist halt flüssig- das geht bei mir:

Dazu hab ich auch Proteinriegel ohne Zuckerzusatz, Apfelmus, Quark, Haferflocken, Früchte und Salat da, etwas davon geht manchmal.
Abends kann ich essen. Aber auch da hab ich noch keine Lust. Aber es geht.

Ich weiss das Verhalten ist super scheisse! Ich muss mich da fangen. Aber hab da null Motivation für, hab zu viel anderes auf em Schlitten. :face_with_peeking_eye::dotted_line_face:

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Naia, heißt ja nicht umsonst „Nervennahrung“.

Unter Stress / Anspannung verbrennen wir allgemein mehr / schneller (bitte um Korrektur wenn ich mich irre).

Generell zieht es da auch eher zu zuckerhaltigem, sprich kurzfristig verstoffwechselbarem, als bspw zu Salat oder einem Steak :wink:

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@BrainBuzz @JackTheRipper

Weiss eigentlich jemand ob diese ganze ADHS Medi Geschichten im Zusammenhang mit Blutzuckerspiegel ein erhöhtes Risiko für Diabetes zur Folge hat?

Schließe mich mal an, bin neugierig.

War schon vor elvanse ne schlechte esserin, eher Langeweile und Stimulationsesserin. Hab das gefühl seit ich Medis nehme achte ich viel besser drauf. Auch mitm trinken.

Nein, das glaube ich nicht. Im Gegenteil. Bei Stress verbraucht unser Gehirn vielmehr Glucose.
In dem Zusammenhang ist viel kohlenhydratreiches Essen (wir gehen jetzt mal von guten Kohlenhydraten aus nicht von Snickers und Mars ;-)) sogar sehr gut und zu empfehlen.

Auf der anderen Seite ist es häufig so dass Adhs Menschen sich viel bewegen, zappeln und das schützt im Grunde sogar vor Diabetes.

Ich spreche hier natürlich von behandelten Adhs Patienten, denn wenn man nicht behandelt ist neigt man durchaus zu Binge eating und ungesunder Ernährung und das wiederum verursacht irgendwann eine Glucose Intoleranz bei entsprechender Veranlagung.

Beachten sollte man auch Folgendes bei Stress, vor allem Dauerstress:
Cortisol erhöht den Blutzuckerspiegel. Die Aufnahmefähigkeit für Glukose in den Körperzellen, die durch Insulin gesteuert wird, ist dann reduziert.
Das ganze kann auch eine Insulin Resistenz nach sich ziehen (nach vielen Jahren)

Wir Menschen mit Adhs sollten also darauf achten, dass wir entweder gut behandelt sind oder anderweitig unseren Stress abbauen damit wir eben nicht in diesen ganzen langfristigen Teufelskreis gelangen.

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Ich bin mit Ernährungsberatung am kämpfen weil bei mir ne doofe Mischung zusammenkommt .

Pandemie Kilos
Wechseljahre
Diabetes in der Familie
ADHS Hirn was nach Futter schreit
ADHS Stressesser
ADHS Medikamente die Nahrung benötigen
ADHS Medikamente die sich auf den Stoffwechsel auswirken
ADHS Medikamente die dem Körper Energie kosten
ADHS was ein Einhalten von Routinen erschwert
ADHS was die Steuerungsfähigkeit erschwert
ADHS und Koch- und Küchenchaos
ADHS und überfordert mit Zeit und Mengenangaben
ADHS und Stress = erhöhter Cortisolspiegel
ADHS und Wissen vs Motivation und Blockaden

Also ne ziemlich doofe Mischung und selbst wenn die Medikation auch noch eine negative Auswirkung hat wäre es unter unbehandelten ADHS vermutlich noch schlimmer.

Ich wäre ohne Ernährungsberatung/Begleitung vermutlich schon dreistellig und in Diabetes gelandet.
Wir gehen schon fast von Dauerbegleitung aus , damit ich mich unterstützt fühle und unter „Kontrolle“ bin.

@LaBatti @Nelumba_Nucifera
ADHS und Diabetes haben etwas gemeinsam.
Sie sind beide Genetisch.
Können auftreten, müssen sie aber nicht.

Die ADHS Medikamente lösen kein Diabetes aus.
Das kommt entweder durch genetische Prädisposition und oder durch entsprechende Umweltfaktoren zustande.

Zudem gibt es verschiedene Typen.
Also neben Typ 1 und Typ 2 gibt es bspw. noch Schwangerschaftsdiabetes (was relativ unbekannt ist).

Indem du auf deine Ernährung und dein Gewicht achtest, kannst du dein persönliches Diabetesrisiko proaktiv reduzieren.
Garantieren kann man es nie.
Jedoch haben Menschen mit Adipositas ein deutlich erhöhtes Risiko für Diabetes (neben Risiko für Herzinfarkt, Arterienverschluss usw.), als Menschen die eher am unteren Bereich des MBI kratzen.

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Jup, kenne mich mit den Themen gut aus.

Frage kam aus dem wiederholten lesen von Beiträgen die angeben, dass die eingesetzten Stimulanzien den Blutzucker beeinflussen.

Weiss nimmer wo und in welchem Zusammenhang

Wenn dir das nochmal übern Weg läuft, wäre es cool wenn du mir kurz Bescheid geben könntest, damit ich / wir das mal näher ansehen :slight_smile:

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