Elvanse - zu kurze Wirkung, zu starke Nebenwirkungen

Hallo zusammen,

ich mache einen zweiten Eindosierunganlauf.

Die erste Tage mit 20mg waren gut : gute Grundstimmung, Energie, Antrieb. Jedoch nur für 3-4 Stunden. Danach fühlt es sich eher schlechter an als ohne Medikation. Im besten Fall genauso wie ohne.

Mit jedem Tag wurde die positive Wirkung weniger und die Nebenwirkungen wurden stärker. Heißt: nur noch ca. 2 Stunden Antrieb und Präsenz, dann schlechter als ohne Medikation. Sehr unangenehm. Alles anstrengend, müde und gereizt, Denken ist anstrengend. Geht dann für ca. 3 -4 stunden so.

Es gibt also diese zwei Stunden, in denen ich mich gut fühle und mir denke, wenn ich mich immer so fühlen würde, wie „einfach“ könnte das Leben sein!

Aber den Rest der Zeit geht es mir einfach schlechter als ohne. Also der Preis für diese kurze Zeit ist viel zu hoch :((

Beim ersten Versuch war ich bis zu 40mg gegangen, aber da war ich überdosiert. Wurde von Tag zu Tag schlechter bis ich nach 8 Tagen wieder runter auf 25 bin, was leider auch keinen Erfolg brachte.

Das erste mal wie ich 36mg (c) genommen hatte war ich erst über aber jetzt wo der Koerper mehr daran gewöhnt wurde ist es „normsl bzw zuwenig manchmal“ Kann sich alles ändern solange der K sich noch daran gewöhnt

Du musst die Dosis einige Tage beibehalten um wirklich einschätzen zu können, wie die Wirkung ist.
Wie lang nimmst du die 20 mg?
Wie lang hast du dann die 25 mg Elvanse ausprobiert?
Elvanse entwickelt einen Steady State nach 5 Tagen, und dieser ist am Peak dementsprechend höher als bei 1x Einnahme.
Rechnerisch wärst du bei Steady State 20 mg Elvanse bei peak 7,4 mg Dexamfetamin und nach 24h ca 1,5 mg Dexamfetamin.
Bei 40 mg Elvanse liegt der Steady State peak bei ~14,9 mg und nach 24h bei ~3 mg
Also da ist schon ein Sprung was die Dosierung betrifft

Wenn Elvanse 20 mg vermeintlich zu wenig sind und 40 mg zu viel, die 25 mg hingegen zu wenig, dann wäre 30 mg 1 Woche durchnehmen eine Idee.

Nimmst du Nikotin zu dir? Trinkst du Koffein? Isst du ausreichend und vernünfigtes Essen über den Tag?
Trinkst du genug Wasser? Vor allem, schläfst du gut und genügend?
Gibt vieles was die Wirkung zusätzlich positiv bzw. negativ beeinflussen kann
Koffein ist in der Eindosierung sehr negativ, das solltest du komplett weglassen.

Danke für die Antwort.

beim ersten Versuch hatte ich jede Dosis 10 Tage durchgenommen. Also ausreichend Zeit gehabt. Und es wurde einfach mit jedem Tag schlimmer, starke Verspannungen kamen hinzu und ich konnte gar nichts Positives mehr verzeichnen.

Am besten geht es mir, wenn ich nach einer Pause 20mg nehme. Aber nur die ersten 2-3 Tage.

Essen, Kaffee, Schlaf etc. berücksichtige ich alles.

Trinke nur 2 Stunden vor der Einnahme einen Espresso. Habe auch versucht gar kein Koffein zu konsumieren - kein Unterschied.

hey, ich kann nicht wirklich was hilfreiches sagen, außer dass ich auch grade Schwierigkeiten mit der Eindosierung habe. habe auch ca. 3-4 Stunden ne positie Wirkung (ruhiger Atem, weniger Schwierigkeiten Aufgaben anzufangen). Danach ist es bei mir dann auch schlechter als ohne, fühle mich nicht ganz wie ich selbst. bei mir kommen auch noch starke angstgefühle dazu :confused:

hast du schon erfahrungen mit anderen medikamenten?

Tut mir leid, dass es bei dir auch nicht so dolle läuft.

Ich hatte Medikinet ausprobiert. Aber da war der Rebound so heftig, dass ich damit meinen Alltag nicht bestreiten konnte.

Der Körper muss sich an den Wirkstoff anpassen, das kann ein paar Wochen oder 2-3 Monate in Anspruch nehmen.
Die Wirkung an sich und der Wirkstoff sind dabei eigentlich zwei paar Schuhe.
Das heißt, zur Wirkung adaptiert sich das Gehirn erstmal recht zügig bei Eindosierung weswegen auch Dosisanpassungen bei den meisten Patienten nötig sind, gleichzeitig muss sich aber vor allem der Körper anpassen um in die Homöostase zu kommen.
Dennoch dauert es ebenfalls einige Wochen bis das Gehirn in Homöostase kommt.
Dexamfetamin ist für den Körper nicht ganz ohne, wenn man vielleicht auch sonst zuvor keine Medikamente genommen hat und nie mit Freizeitdrogen in Berührung kam, dann reagiert der Körper womöglich viel empfindlicher auf neue Stoffe jeglicher Art bis zur Anpassung.

Obendrauf kommt bei Elvanse dass manche Symptome bei Über- und Unterdosierung sich überschneiden.
Sprich man kann denken man ist überdosiert, ist eigentlich aber unterdosiert und umgekehrt.
Noch mehr verschleiert wird das ganze durch übertriebene Reaktionen vom Körper, also Nebenwirkungen, die bei höherer Dosis und gerade in der Eindosierung noch stärker spürbar sind, weshalb man von der Dosis absieht weil man sie als zu hoch empfindet.
Noch verwirrender wird es, wenn z.B. 40 mg „zu hoch“ sind, man noch höher geht und plötzlich Symptome weg sind die man einer Überdosierung zugeschrieben hat, wodurch die Wirkung besser und die Nebenwirkungen geringer sind.

Viele der körperlichen Nebenwirkungen verschwinden, wenn man Elvanse mehrere Monate konsequent jeden Tag einnimmt und die Dosis passt.
Zu beginn hatte ich bei 35 mg oft Hautflushes im Gesicht, Oberkörper, Rücken etc. und meinen Herzschlag stark gespürt.
Jetzt nach 9 Monaten bei 70 mg habe ich eigentlich gar keine Nebenwirkungen mehr.

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Lieben Dank für deine Antwort!

Ich habe beim ersten Versuch nicht mehr als 40 genommen, weil es mir mit jedem Tag schlechter ging und ich keine positive Wirkung feststellen konnte. Also in den ersten 2-3 Tagen mit 40mg war ich wie auf Speed (so stelle ich es mir zumindest vor, hab keinerlei Erfahrung mit Drogen). Es war natürlich ganz cool, weil ich einfach sehr effektiv und schnell war und gut drauf. Aber von Ruhe im Kopf war keine Rede. Und nach ca. 2 Stunden war es nur noch mies, über Stunden. Hab mich nicht getraut höher zu gehen.

Körperliche NW hatte ich eigentlich so gut wie keine, außer schmerzhafte Verspannungen als ich bei 30/40 war. Kopfschmerzen wurden nach einigen Tagen schon besser.

Meine NW sind ganz stark neben mir stehen, langsam denken, alles wird extrem anstrengend, was zu starker Müdigkeit führt. Mit einem Kleinkind ist es einfach nicht machbar.

Keine Ahnung, wie ich weiter vorgehen soll. Oder ob ich Concerta oder einen anderen Wirkstoff testen sollte.

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Das hört sich schon etwas überdosiert an, da gebe ich dir Recht.
Aber dahinter kann auch zu schnelles aufdosieren stecken.
Natürlich kann es auch sein, dass du Elvanse nicht gut verträgst, aber um das zu sagen wäre es noch zu früh.
Bloß ist es leider schon so dass man manche Nebenwirkungen durchstehen muss, bis der Körper ausgleicht.
Da muss man abwägen, wie gravierend die Einschränkungen sind - du beschreibst sie ja schon als sehr einschneidend.

Was sagt denn dein Arzt zu deiner Problematik, hat er dir ein Schema gegeben wie du deine Dosis finden sollst?
Bei mir war es mit Lisdex Aristo bis maximal 70 mg rumprobieren bis ich die Dosis habe, die ich für gut empfand.
Andere Wirkstoffe sind auch ein Versuch Wert, aber zu viel geswitche bei Dosis und Wirkstoff macht vieles noch mehr durcheinander und könnte deinen Alltag auf Dauer noch stärker negativ beeinflussen.

Ich würd dir raten eine feste Dosis kontinuierlich zu nehmen 10 - 14 Tage und die ggf langsam zu steigern z.B um 5 - 10 mg bzw. wie der Arzt es dir geraten hat.
Wo stehst du denn gerade, nimmst du jetzt 25 mg?
Und du bist eingestiegen mit 20 mg, die haben aber nur 2-3 h gut gewirkt und danach schlecht?
In welchem Zeitrahmen hast du dann aufdosiert bis 40 mg?
Wie lang hast du jede Dosis in Tagen genommen? Die 40 mg ca. 8 Tage wenn ich es richtig verstanden hab?
Steady State baut sich innerhalb 5-7 Tagen auf und dann muss der Körper sich erstmal an den neuen, höheren peak der Dosis gewöhnen.
Also 8 Tage wären zu wenig um eine Dosis zu beurteilen - aber da du mit 40 mg eher überdosiert warst, wäre 30 mg 10 - 14 Tage nehmen eine Idee.

Es gibt auch die Möglichkeit 2x am Tag Elvanse zu nehmen, sollte eine der letzten Varianten sein die man ausprobiert, aber es gibt genügend Patienten die das genau so brauchen.
Zum Beispiel 20 mg morgens und im Rahmen von 2 - 4 h später noch mal 20 mg.
Weil 1x hohe Dosis zu viel ist und nicht lang genug wirkt.
Aber das würde ich erst machen, wenn der Körper sich an regelmäßiges Dexamfetamin richtig gewöhnt hat.

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Ich sollte nach 10-14 Tagen in 10er Schritten steigern. Als ich dann sagte, wie es mir unter 40 ging, hat sie einen wechsel zu einem anderen Wirkstoff vorgeschlagen. Ich wollte es aber noch ein bisschen weiter mit elvanse probieren, weil ich ja stellenweise bzw. stundenweise eine gute Wirkung hatte.

Genau! Und so nach 3-4 Tagen war eine positive Wirkung nicht mehr wirklich bemerkbar, sondern eher so ein Gefühl von Neben mir stehen oder nicht ganz da sein können, sehr unschön.

Hab auch Mal vier Stunden später noch 5mg zusätzlich genommen. Das war gut. Aber auch nur am ersten Tag. Am nächsten Tag war der rebound wieder blöd.

Also die Wirkung ist jedes Mal ein bisschen anders.

Jetzt habe ich wieder pausiert, da ich erkältet bin und mich eh durch den Tag schleppen muss.

Als ich die 30 genommen hatte, war es ja auch so, dass es mit jedem Tag schlechter wurde. Bin auch um die 10 Tage bei der Dosis geblieben.

Ich frage mich, warum es dann - wenn man länger als 10 Tage nimmt, besser werden sollte? Das hab ich irgendwie nicht verstanden.

Also ich verstehe das mit Steady State und dass sich der Körper anpassen muss. Aber meine Nw sind ja eher so Wahrnehmungsstörungen (weiß nicht wie ich das anders nennen soll). Und die positive Wirkung wird mit jedem Tag kürzer bzw. verschwindet ganz.

Ich danke dir vielmals, dass du dir die Zeit nimmst :folded_hands:

nach ca. 4 Stunden ist Wirkspitze, dazu kommt noch der Steady State der sich nach ein paar Tagen Aufbaut. Demnach könnte es schon bei 20mg vielleicht eine Ü_Dosierung sein.

Koffein weggelassen?

Ich habe nicht die Energie alles nachfolgende zu lesen. Falls schon beantwortet einfach mich überlesen und alles gute. :+1:

Danke für die Antwort.

In die Richtung habe ich auch schon mal gedacht.

Vielleicht probiere ich einfach mal 15 aus.

Wobei ich ja bei all dem auch noch die Zyklusphase berücksichtigen muss :joy:

Zyklusphasen sind der reinste Nerv xD xD