ich könnte mal sehr gut ein bisschen Feedback von Leuten gebrauchen die eigene Erfahrungen mit Atomoxetin gemacht haben.
Nach einem Versuch mit MPH, diversen Versuchen mit LDX und einem Versuch mit Bupropion bin ich Anfang des Jahres bei Atomoxetin gelandet.
Ich habe langsam aufdosiert mit dem Start von 4 Wochen bei 25mg, 4 Wochen bei 50mg und nun 8 Wochen bei 60mg.
Ich war von Anfang an eigentlich mit der gleichmäßigen Wirkung bezüglich AHDS zu frieden. Die starke Müdigkeit war irgendwann weg. Als Nebenwirkung sind ein paar Probleme mit dem Pipimann geblieben, die aber verkraftbar für mich sind aktuell.
Die 25mg und 25mg hatten eigentlich schon ganz gut gewirkt, hatten dann aber nach circa 2 Wochen nachgelassen, deshalb die jeweilige Erhöhung bis jetzt auf 60mg.
Ich habe aber leider ein Problem, das leider genauso bei den Stimulanzien schon aufgetreten ist: Eine Art emotionale Abflachung / Anhedonie / Freudlosigkeit
Bei Elvanse hatte ich dieses Phänomen früher oder später bei jeder Dosis. Es war nur eine Frage der Zeit. Ich finde das irgendwie unschön und ich bin auch weniger motiviert Dinge anzugehen. Ich könnte quasi den ganzen Tag auf der Couch liegen und es ist okay, aber irgendwie auch nicht.
Kann da jemand seine Erfahrung zu nennen?
Ich habe das Gefühl es ist schon bisschen besser geworden, wie gesagt, bin jetzt seit 8 Wochen bei 60mg. Die Frage beim nächsten Termin mit meinem Psychiater wird auch sein was wir machen, hoch? runter? was anderes? Die empfohlene Zieldosis ist wohl bei 80mg für Erwachsene.
Weiss nicht ob das passt, aber diese neutrale Stellung. bei der Arbeit sehr praktisch. Ich muss sagen zu erst hatte ich mich auch neutral gehalten. aber als mein brain bemerkte dass ich nicht den faden(aka die eigentliche aufgabe) verliere (wie sonst wenn ich mit jemanden spreche oä) war es wieder offener dafür. Also erstmal schauen ob sich das nicht wieder aendert
Hab auch die Tendenz, dass meine Emotionen zu sehr gedeckelt werden. Ein bisschen davon is ja wahrscheinlich auch gewünscht, nur eben bis zu einem gewissen Punkt.
Mir hilft dann manchmal die Selbstbeobachtung ob ich wirklich gar nichts fühle, oder eben gerade nichts passiert.
Wenn man grad viel daheim is auf dem Sofa , ist es vielleicht ja auch normal das in einem nicht so viel passiert in einem.
Hast du mal was schönes unternommen die letzte Zeit und darauf geachtet?
danke für’s Teilen Deiner Erfahrungen. Ich habe nach ein paar Wochen MPH und ein paar Monaten mit LDX ein ähnliches Gefühl, das ich jetzt wo ich Deinen Beitrag lese erst auf die Medikation beziehe. Ich bin nicht sicher, ob es an der Medikation liegt, oder daran, dass ich nach einer gefühlt ewigen Zeit des Herumprobierens noch immer keine deutliche Besserung sehe, was mich insgesamt ein bisschen freudlos macht. Seit heute morgen habe ich nun den Versuch mit Atomoxetin gestartet (habe direkt 1 x 40 mg verschrieben bekommen) und bin gespannt ob dies eine fühlbare Verbesserung bringt.
Heute, am ersten Tag, fühle ich mich etwas benebelt und antriebslos, so wie auch zwischendurch immer wieder unter LDX. Ich hatte dort das Problem, dass ich nicht so recht den „sweet spot“ gefunden habe, mal hatte ich das Gefühl, die Dosis ist zu niedrig (wenig Nebenwirkungen, aber auch wenig Wirkung), dann wieder zu hoch (Benebelung, Brain Fog, Müdigkeit) - teilweise mit der selben Dosis innerhalb ein-zwei Tagen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Ja ich kenne das! Atomoxetin habe ich darum abgebrochen, da mit mir gar nichts mehr war. Das bin nicht ich.
Elvanse hat mir sehr auf die Stimmung geschlagen, sehr unschön, Kinecteen hat auch meine Gefühle unangenehm gedrosselt.
Medikinet wird jetzt ausprobiert. 2. Tag 30mg kommt schon wieder so ein Gefühl… alles etwas trist. Ich habe auch noch keine Lösung gefunden. Bin auch nicht sicher ob meine sonst intensiveren Gefühle nun angenehmen oder unangenehm gedeckelt werden. Zumindest merke ich eine Wirkung.
Also Atomoxin kenne ich (noch) nicht. Aber mir ging es bis jetzt mit Medikinet, Zentiva und auch Elvanse so, dass ich nach einer anfänglichen Hochphase plötzlich freudloser werde. So lustlos und monoton.
Ich kann dann zwar Aufgaben erfüllen und mich konzentrieren, aber fühle dabei wenig und bin auch etwas niedergeschlagen.
Wenn ich nur 10 mg Zentiva nehme, geht es eigentlich. Aber dann ist die Wirkung auch relativ schwach.
Das ist für mich ein großer Störfaktor und ich suche noch nach einer Lösung. Daher klinke ich mich hier mit ein.
ich nehme nun den 3. Tag Atomoxetin 40 mg und es geht mir den 3. Tag, gelinde gesagt, sehr bescheiden. Müdigkeit bis zum Wegdämmern, Antriebslosigkeit, Deprimiertheit, und ein Gefühl „dumm“ im Kopf zu sein, das ich gar nicht so recht in Worte fassen kann. Als wäre da einfach gar nichts im Kopf. Ich frage mich, wie das weitergehen soll, ob das besser wird, ob ich abbrechen soll… wie waren da zu Beginn Deine Erfahrungen? Oder jemand sonst? Vielen Dank.
Ich hatte relativ wenig Nebenwirkungen aber das ging mir mit allen Medis bisher so.
Was ich hatte waren kleine Phasen von Kopfschmerzen und eine längere Phase von stärkerer Müdigkeit über den Tag. Die hat mich am meisten gestört, aber das wurde so nach 6-8 Wochen besser.
Haben von vielen gehört die erstmal eklige Nebenwirkungen hatten aber einmal durchgestanden danach sehr zufrieden waren.
Frage da aber bitte deinen behandelten Psychiater im Zweifel oder wenn es zu schlimm wird.
So oder so ist aber eine Menge Geduld gefragt bei diesem Medikament.
40mg sind aber auch relativ viel für den Start(auch wenn das so in der Packungsbeilage steht). Ich habe mit 25mg für 4 Wochen gestartet bevor ich weitere 4 Wochen auf 50mg hoch bin.