Erfahrungen mit ADHS, PMS und partnerschaftsbezogenen Ängsten – wer kennt das?

Hallo zusammen,

ich suche nach Menschen, die vielleicht Ähnliches erleben wie ich und ihre Erfahrungen teilen möchten.

Ich (Anfang 30, ADHS-Diagnose, Mama) habe seit vielen Jahren immer wieder Phasen, in denen ich mich in meiner Partnerschaft plötzlich sehr unsicher und ängstlich fühle – aber das passiert nur in engen Liebesbeziehungen, nicht bei Freundschaften oder der Arbeit.

Hintergrund:

  • Als Kind/Jugendliche wurde ich lange gemobbt, hatte einen unzuverlässigen Vater (früh verstorben) und ein paar schwierige Beziehungserfahrungen.

  • Früher bekam ich Diagnosen wie Anpassungsstörung, Depression und Angststörung, Borderline wurde in einer Krise mal vermutet, aber in einer längeren Klinikdiagnostik ausgeschlossen.

  • Ich habe außerdem sehr starke PMS-Symptome, die meine Emotionen extrem verstärken.

Aktuell ist es so, dass ein Gespräch mit meinem Partner über seine sexuellen Fantasien alte Unsicherheiten bei mir auslöst. Seitdem fühle ich mich emotional weit weg von ihm, obwohl wir sonst eine enge Beziehung haben. Gleichzeitig merke ich, dass alte Gefühle von früher (Mobbing, Angst vor Zurückweisung) hochkommen.

Mich würde interessieren:

  • Kennt jemand solche extrem partnerschaftsbezogenen Ängste?

  • Wie geht ihr damit um, wenn alte Erfahrungen in der Beziehung getriggert werden?

  • Was hat euch geholfen, wieder mehr Sicherheit und Nähe zu spüren?

Ich freue mich über jede Rückmeldung oder Erfahrung. Danke fürs Lesen.

Nimmst du Stimulanzien?

ggf. passt du sie im Zyklus an?

Hast du eine Traumatherapie gemacht oder bist irgendwo auf der Warteliste?

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Hallo,

Ich nehme elvanse.

Dadurch ist einiges besser geworden.

Trotzdem haben sich manche Gefühle irgendwie „festgesetzt“ und oft ist es auch die Erwartung dass das Gefühl kommt. Und dann kommt es auch.

Ich habe jetzt endlich einen Platz bei einem Tiefenpsychologen. In eine Trauma Therapie kommt man schwer rein.

Und PMS ist seitdem meine Spirale raus musste ganz fürchterlich. Schon 11 Tage vorher fängt es an. Und es gibt ja lauter Tabletten mit natürlichen Mitteln. Aber die vergesse ich immer zu nehmen. Oder habe keine Ruhe dafür. Weil es drei Tabletten sind und ich die mit viel Wasser trinken muss

elvanse vergesse ich seltener. Die ist so klein und schnell runter geschluckt.

Gerade nehme ich 20 mg früh und am Mittag 20 mg.

sags deinen partner. und wenn du sdeinen zyklus folgst , dann kannst du dich drauf einstellen. ist halt so , ist scheisse ,geht vorbei ist das einzige was mir hilft

Danke für deine Antwort. Wir sind viel im Gespräch darüber. Leider ist es nicht ganz so leicht wie du es hier schreibst. Aber die Tiefenpsychologische Therapie wird hoffentlich helfen.

fuer mich auch nicht. neulich bin ich aufgewacht und hsb erstmal Freund vollgeheult. .Ich weuss jeder Moment ist erstmal da fuer immer aber obigesist ein mantra.

Habvon anderen gehörtdas progesteron therapie hilft

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Wenn die Symptome auschlieslich während dem PMS auftreten ist es vielleicht eine Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) vielleicht erkundigst du dich mal dazu, ob das für dich passt.

Wenn es das ist können kleine Dosen SSRI in der Phase evtl. helfen.

Warum musste denn die Spirale raus? War es eine Hormonspirale?

Wahnsinn, Danke! Das wusste ich noch nicht! :green_heart:

Hallo liebe @RoteZora007

Ich hoffe, es ist okay, dass ich dir schreibe, auch wenn wir nicht nur Parallelen aufweisen, einiges ist aber auch bei mir so, wie du es beschreibst.

Bei meinem aktuellen Partner sind es andere Ängste als bei dir. Ich habe immer wieder Angst, dass ich irgendwann aufwache und merke, ich habe mein Leben “verschwendet”. Das klingt total beschissen von mir, aber bitte lass es mich erklären: Er redet nicht. Also so gar nicht, nicht nur nicht über Gefühle oder die Beziehung, sondern überhaupt nicht . Nicht, wenn ihn etwas ärgert, er Angst hat, sich freut oder irgendwas ansteht. Die meisten relevanten Dinge erfahre ich nur über die Einträge in den gemeinsamen Kalender. Das stört mich mal nicht wirklich, mal sehr extrem. Und wenn ich dann PMS / meine Periode habe, geht für mich die Welt unter. Ich zweifele alles an, hasse mich und die ganz Welt und mache ihm Vorwürfe. Dank @RandomRocket habe ich nun mal PMDS gegoogelt und bin aus allen Wolken gefallen. :dotted_line_face:

Alte Erfahrungen werden bei mir in dem Sinne getriggert, dass ich in die meisten Dinge, die er tut oder sogar in seine kurzen, meist einsilbigen Antworten viel zu viel hinein interpretiere, das ist meinem Ex geschuldet, bei dem wirklich in jeder Aussage mich betreffend ein negativer Subtext dabei war. Daran versuche ich zu arbeiten, aber ich bekomme es nicht so richtig hin. :face_with_diagonal_mouth:

Sicherheit und Nähe sind bei uns sehr schwer. Er ist kein Typ zum Anlehnen, weil er noch mehr Angst vor allem hat als ich. Vor Allem davor, was irgendwelche Menschen und noch mehr davor, was seine Eltern/ unsere Kollegen denken könnten. Er würde mich auch nie verteidigen. Ich MUSS den Ton angeben, was ich ihm oft übel nehme. Und da er auch über die Zukunft oder Pläne nicht redet, gibt es auch keine wirkliche zwischenmenschliche Nähe. Andererseits bin ich ihm unglaublich dankbar, dass er mich zu Terminen fährt, wo ich sonst nicht hinkäme, er sich an ausgemachte Sachen hält und mir sogar oft mein Chaos hinterherräumt. Wenn ich Migräne oder einen Rheumaschub habe, pflegt er mich. Und diese Dankbarkeit sorgt dann an guten Tagen auch wieder für Nähe. Also hilft die Wertschätzung der positiven Begebenheiten, Nähe empfinden zu können.

Hoffe, mein Beitrag war nicht zu diffus. :see_no_evil_monkey:

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